Archiv der Kategorie 'Websiteberichte'

„Fragen zum Familien- und Asylrecht sind am häufigsten “ – Zu Besuch beim LSVD

In der Beratung des Lesben- und Schwulen Verband Berlin-Brandenburg (kurz: LSVD) sind Rechtsberatungen zum Thema Asyl und Familie am häufigsten gefragt. Die Asylrechtsberatung ist am stärksten von Menschen russischer Herkunft frequentiert und zeigt damit wie viel Druck Menschen im Ausland, besonders in Russland aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erfahren. Die Demonstration „enough is enough“, die zum Ziel hatte, die Menschenrechte für lesbisch, schwule, bi- und transsexuelle in Russland zu verbessern, wurde auch von vielen Sozialdemokrat*innen besucht. Darunter die Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert, der Bezirkspolitiker Hermann Zeller und die Vorsitzende der Bezirksgruppe der Schwusos, Petra Nowacki.

Immer mehr Regenbogenfamilien
Der zweite Schwerpunkt der Beratung sind Fragen des Familienrechts. Immer mehr Paare möchten Regenbogenfamilien gründen, sind sich aber der rechtlichen Voraussetzungen nicht sicher. Die Nachfrage boomt, so dass in diesem Jahr das erste Regenbogenfamilienzentrum unter dem Dach des LSVD gegründet wurde. Grundsätzliche Fragen wie man zur Familie wird, beantwortet die Mitarbeiterin des Regenbogenfamilienzentrums, Constanze Körner. Rechtliche Fragen werden an die zwei ausgebildete Rechtsanwält*innen des LSVD gestellt. Aber auch die Rechtsberatung kommt an ihre Grenzen, wenn die Politik nicht mitzieht. Die Frage des Adoptionsrechts für lesbische und schwule Paare steht immer noch ganz oben auf der Wunschliste an die schwarz-gelbe Bundesregierung, die sich mit gesellschaftspolitischen Themen, im Gegensatz zur SPD, schwertut.
LSVD

Sommertour „gesund, sozial, queer“

Der Besuch des LSVD in der Nähe des Nollendorfplatz fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Petra Nowacki (Vorsitzende der Schwusos – Lesben und Schwule in der SPD Tempelhof-Schöneberg).

„Inklusion statt Ausgrenzung“ – Zu Gast im Pinel

Kaum nach dem ersten „Hallo“ kam es zur wichtigsten Frage: „Kann das Pinel am Standort Dominicusstraße weiter bestehen?“ Das Haus, in dem derzeit ca. 16 Menschen mit psychischen Erkrankungen betreut wohnen können, ist im Eigentum von Vivantes. Vivantes selbst nutzt eine Etage mit einer Tagesklinik. Das Gebäude soll nun in einem Bieterverfahren verkauft werden, was in Anbetracht der Verknappung von Wohnraum eine Verdrängung des sozialen Projektes aufgrund steigender Mieten zur Folge haben könnte. Der Status ist derzeit ungeklärt, daher hat sich auch die Bezirksverordnetenversammlung in einem Allparteienantrag, die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert und die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler an Vivantes gewandt, um den Standort zu sichern.

Inklusion durch Beteiligung am Arbeitsleben
Unsere Tour durch die drei Schöneberger Standorte des Pinels beginnt in der Wexstraße. Dort befindet sich die Geschäftsstelle. Wir sprechen über das betreute Wohnen. Hier und an den anderen Standorten sind schizophrene Erkrankungen am häufigsten vertreten. Den Menschen wird geholfen ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Ein wichtiges Element ist dabei die Möglichkeit Arbeiten zu gehen. Das Pinel hat im nahen Umfeld einen Second Hand Laden und eine Wäscherei. Stundenweise können die Menschen nach und nach anfangen zu arbeiten. Einige schaffen sogar den Wiedereinstig in den Arbeitsmarkt. Für wenige Klienten bietet Pinel auch eine Art Ausbildung im eigenen Haus an. Dabei kann der/die Azubi den Verwaltungsapparat und Einrichtungen des Gesundheitswesens im psychosozialen Bereich kennen lernen. Leider steht am Ende der Zeit keine anerkannte Ausbildung. Einige Absolventen und Absolventinnen finden bei Pinel einen Beruf in der Geschäftsstelle. Offen bleibt jedoch der Wunsch nach inklusiven Arbeitsverhältnissen. Menschen mit psychischen Erkrankungen sollten, wann immer möglich, an dort Arbeit finden, wo alle anderen Menschen auch Arbeit finden.
Pinel

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch des Pinels in Schöneberg fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Mechthild Rawert (MdB), Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil .

„Menschen wollen nicht selbst zum Pflegefall werden “ – Zu Besuch beim Pflegestützpunkt

„Menschen wollen nicht selbst zum Pflegefall werden“, beschreibt die Mitarbeiterin des Schöneberger Pflegestützpunktes. „Deshalb meiden sie unsere Informationsstände.“ Dabei ist die Arbeit des Pflegestützpunktes eine sehr wichtige. In Tempelhof-Schöneberg gibt es zwei Standorte, einen in der Pallasstraße. Hier findet man Beratung rund um die Pflege – von pflegebedürftigen Kindern bis zu Menschen im Alter.

Spezielle Beratung wird immer wichtiger
Wichtig wird auch die spezifische Beratung besonderer Zielgruppen. So wird der Selbstdarstellungsflyer des Pflegestützpunktes zeitnah in leichter Sprache veröffentlicht, um mehr Menschen zu erreichen.
Ein weiterer Schwerpunkt wird die kultursensible Pflege. Dabei steht gar nicht die sprachliche Kompetenz im Vordergrund, sondern die Kenntnis über das Altern in verschiedenen Kulturkreisen. In besonderen Fortbildungen werden die Mitarbeitenden auf Wünsche und Ansprüche hingewiesen, die ihnen bisher nicht bekannt waren. Ziel ist es für mehr Menschen eine passgenaue Pflege zu finden, sie geeignet zu beraten und bei Problemen in der Pflege richtig helfen zu können.
Pflegestützpunkt

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch des Pflegestützpunktes in Schöneberg fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss).

„Mehrgenerationenhaus als Mittelpunkt des nachbarschaftlichen Miteinanders“ – Zu Besuch im Mehrgenerationenhaus Kurmärkischenstraße und im betreuten Wohnen für psychisch erkrankte Jugendliche

In der Kurmärkischenstraße Ecke Frobenstraße befindet sich eins von drei Mehrgenerationenhäuser, betrieben von der Kiezoase. Kooperation und Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders hat sich der Standort auf die Fahnen geschrieben. Egal ob beim biographischen Malprojekt, dass in einer Ausstellung im Haus mündete oder beim Austausch mit der Kindertagesstätte gegenüber – Gemeinschaftsarbeit steht hier im Mittelpunkt.

Ehrenamtliche sind der Kern des solidarischen Miteinanders
Einen besonderen Schwerpunkt hat die Kiezoase im Rahmen der Mehrgenerationehäuser Barbarossastraße, Kurmärkischestraße und Steinmetzstraße auf das Ehrenamt gelegt. Die Ehrensamtskoordinatorin koordiniert eine Börse mit Angeboten, die von der Pflege des Kiezgartens bis hin zum Einkaufen für bewegungseingeschränkte Senioren reicht. In der Barbarossastraße ist ein Raum für die Ehrenamtlichen reserviert, im dem sie Angebote wie Stellenanzeigen im Fenster finden. Immer wieder gehen Interessierte vorbei, gucken und entscheiden sich schließlich, sich zu engagieren. Wie im Kiezgarten werden auch die Ehrenamtlichen von der Kiezoase gehegt und gepflegt bzw. geschult und unterstützt.

Koralle: wunderschön und schützenswert
Unser zweiter Stopp führt uns in die Koralle. Den Namen gab sich das Projekt bewusst, denn ähnlich wie die psychisch erkrankten Jugendlichen, die in Wohngemeinschaften durch die geschulten Mitarbeitenden bei der Bewältigung des Alltags unterstützt werden, sind auch Korallen wunderschön und schützenswert, berichtete uns der Projektleiter, Herr Rosemann. Jugendliche mit Essstörungen, manisch-depressiven Erkrankungen und Bindungsstörungen haben häufig viele Maßnahmen durchlaufen, verschiedene Wohnformen ausgetestet, oder waren in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht, bevor sie im Betreuten Wohnen unterkommen. Dort werden sie mit Therapie, Beratung und angeleiteten Gruppengesprächen unterstützt. Auch im Alltag hilft ihnen geschultes Personal.
Kiezoase

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch in den Schöneberger Einrichtungen der Kiezoase fand am 23. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin Mechthild Rawert (MdB), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europa Parlament), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg) Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.

„Menschen eine Aufgabe geben“ – Zu Besuch in den Werkstätten und des Drogennotdienstes

Wie eine Baracke sieht das Gebäude aus, in dem sich die Werkstätten und die Krisenwohnungen des Drogennotdienst e.V. befinden. Dabei haben die grauen Gebäude ein wunderbares Innenleben. Hier wird gewerkelt, gekocht, gegärtnert und Honig gewonnen. Unterstützt durch das Arbeitsamt werden hier und an anderen Standorten des Drogennotdienstes Angebote für Menschen gemacht, die in der Vergangenheit suchtkrank waren. Doch die entsprechenden Angebote vorzuhalten wird durch das Jobcenter immer stärker erschwert.

Arbeit bringt Suchtkranken Bestätigung
Teil der Rehabilitation für suchtkranke Menschen sind Arbeitsmaßnahmen. Diese ermöglichen es ihnen sich zu beweisen, Bestätigung außerhalb des Alkohols zu finden und etwas Produktives für die Gesellschaft zu leisten. Die Angebote des Drogennotdienstes sind Teil dieser Maßnahmen. Doch es wird immer schwerer die Angebote den Wünschen einiger Jobcenter anzupassen, was dazu führt, dass bestimmte Angebote komplett eingestellt wurden. Bisher setzte der Drogennotdienst auf eine Vielzahl verschiedener Arbeitsprojekte. Passte ein Angebot nicht, gab es die Möglichkeit zu wechseln, zum Beispiel von der Gärtnerei in die Wäscherei. Doch das ist nicht mehr in allen Bezirken so möglich.
Die Menschen in den Werkstätten in der Fasanenstraße hingegen zeigen mit Stolz ihre gerade gebauten Stühle und Schränke, lassen uns die leckeren Nachspeisen kosten und den selbst angelegten Kräutergarten begutachten.

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch in der Werkstatt der Kiezoase fand am 23. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen neben mir Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europa Parlament, Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg) Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.

„Auch die Großväter kommen zu uns“ – Zu Besuch bei Mann-O-Meter

In die Coming Out-Beratung und Selbsthilfegruppen bei Mann-O-Meter kommen nicht nur junge Männer, die im Outing-Prozess stecken. Auch ältere Männer besuchen die Angebote. Sehr viel Freude machte es den angestellten Beratern, als zuletzt ein älterer Herr gemeinsam mit seiner Tochter und dem Enkel die Einrichtung besuchte. Dieses Beispiel der generationenübergreifenden Unterstützung im Coming Out-Prozess sind vorbildlich, zeigen aber auch, dass der offene Umgang mit der sexuellen Orientierung und die gesellschaftliche Anerkennung nicht nur ein Thema junger Männer in der Pubertät ist. Die Angebote von Mann-O-Meter sind daher breit gefächert. Neben der Jugendgruppe für Teenager und junge Erwachsene, gibt es auch die Gruppe „Doppelherz“.

Beratung erhalten alle beim HIV-Schnelltest
Selbsthilfegruppen aller Art finden vor Ort statt wie die schwulen Väter oder die Anonymen Alkoholiker. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich der gesundheitsvorsorge mit den Schnelltests bei Angst vor AIDS, Syphilis und anderen Geschlechtskrankheiten, die vor Ort für 15 EUR während der Sprechzeiten angeboten werden. Die Antwort gibt es noch am gleichen Tag. Beratung erhalten alle Menschen, die Test machen lassen. Niemand wird sich selbst überlassen mit der guten oder schlechten Botschaft.

Schwulen Straftätern helfen: „Es bringt was!“
Ein besonderes Projekt ist die angeleitete ehrenamtliche Arbeit im Gefängnis. Im eins zu eins Verhältnis werden schwule Straftäter betreut und ihnen damit der Weg zurück in die Gesellschaft geebnet. Ein Ehrenamtlicher betreut dabei einen Gefangenen und hilft ihm bei Problemen im Knast oder mit dem Leben draußen. So entstehen Bindungen, die häufig dazu führen, dass die sogenannten Freigänger (Männer im offenen Strafvollzug) die Beratungs- und Selbsthilfeangebote von Mann-O-Meter nutzen und sich besser gesellschaftlich integrieren. „Es bringt was“, sagt dazu einer der Mitarbeiter.

Sommertour „gesund, sozial, queer“

Der Besuch von Mann-O-Meter am Nollendorfplatz fand am 22. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), und Marijke Höppner (MdBVV).

„Man muss nicht verrückt sein, um hier her zu kommen“ – Zu Besuch bei KommRum

„Man muss nicht verrückt sein, um hierher zu kommen“, sagt Frau Pahl aus der Beratungsstelle von KommRum und verweist auf den leckeren Kuchen auf dem Tisch. KommRum in Friedenau ist eine offene Einrichtung mit Cafe-Betrieb und Beratungsstelle. Den Kuchen haben die sogenannten „Zuverdienstler*innen“ für unseren gemeinsamen Termin gebacken. Neben dem Cafe und der Beratungsstelle ist KommRum auch Träger von betreutem Wohnen und Apartment-Wohnen mit mehr als 100 Plätzen für Menschen mit psychischen Krankheiten. Auch bei KommRum stellt sich die Frage der Mietverdrängung für die Menschen im betreuten Wohnraum.

Keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit psychischen Erkrankungen
Während wir reden füllt sich das helle Cafe in der Schnackenburgerstraße 4. Immer mehr Menschen kommen und stellen uns Fragen und wollen mitdiskutieren. Ein Herr weist darauf hin, dass selbst Bundesminister Bahr eine Liste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt hat, die besagt, dass fünf der zehn häufigsten Krankheiten aus dem Bereich der Psychiatrie kämen. Gleichzeitig fehle es aber an Möglichkeiten für psychische kranke Menschen am Leben und Arbeiten gleichwertig zu partizipieren. Eine Frau bestätigt dies. Sie spricht von „Null Chancen“ auf dem Arbeitsmarkt, als psychisch erkrankter Mensch. Entweder man lügt bezüglich Lücken im Lebenslauf oder man wird nicht eingestellt, beschreibt sie. Menschen, die gern arbeiten möchten, aber keine Vollzeit- oder Teilzeit-Arbeitsverhältnisse auf Grund ihrer seelischen Verfassung annehmen können, fallen durch das Raster. Sie können zwar als sogenannte „Zuverdienstler*innen“ im Cafe arbeiten, wünschen sich aber oft mehr. Ein deutlich durchlässigeres System mit integrativen Arbeitsplätzen – auch mal für fünf oder zehn Wochenstunden. Die Hoffnung bestand das System der Bürgerarbeit dahingehend weiterzuentwickeln. Mittlerweile ist die Bürgerarbeit als Modell des Dritten Arbeitsmarktes durch die Bundesregierung gestrichen worden. Die Konsequenz wird uns sehr drastisch beschrieben: Immer mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen werden früh verrenten und leiden darunter nicht zum produktiven Teil Gesellschaft zu gehören.

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch von KommRum in Friedenau fand am 20. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Marijke Höppner (MdBVV) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss).

„Inklusion bedarf die Neugier und Aufgeschlossenheit aller Kursteilnehmer“ – Zu Gast beim Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der Ufa-Fabrik

Einen besonderen Weg hat sich das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum (kurz: NUSZ) überlegt und hat im Rahmen eines ausgeschriebenen Projektes im Inklusionsjahr 2012 viele Kurse vor Ort geöffnet für Menschen mit Beeinträchtigungen. „Das bedarf die Neugier und Aufgeschlossenheit aller Kursteilnehmer“, so Renate Wilkening, Geschäftsführerin von NUSZ. Mittlerweile finanziert der Paritäter das Inklusionsprojekt. Den meisten Aufwand bereitet die Vorbereitung der Gruppen und der Teilnehmenden, denn einige Menschen sind noch unsicher, wie sich die Sport-, Tanz- und Musikgruppen entwickeln und ob sie in der Lage sind mit Menschen mit Beeinträchtigung umzugehen. Doch die Vorarbeit zahlt sich aus. Eine Vielzahl von Angeboten kann nun inklusiv angeboten werden. Schnell wird in der Diskussion klar, dass es unser aller Ziel ist, dass diese Vorbereitung irgendwann unnötig geworden ist und gemischte Gruppen zum Standard werden. Doch bis dahin ist noch ein Stück Weg zu gehen.

Wunsch nach mehr sozialen Kontakten in der Betreuung
Wir wechseln die Straßenseite. Waren wir eben noch im Familien- und Nachbarschaftstreffpunkt, so geht es nun zum ambulanten Pflegedienst gegenüber. Entstanden ist der Verein aus der Idee, dass Mütter, die krank sind, sich schwer um ihre Kinder kümmern können. Mittlerweile hat sich die Familienpflege etabliert. Wichtige Unternehmen wie die BSR nutzen die Familienpflege besonders für ihre weiblichen Angestellten mit Kindern, denn das Unternehmen will es sich nicht mehr leisten, hochkarätige Mitarbeiterinnen tageweise zu verlieren. Neben Eltern und kranken Menschen unterstützt der Pflegedienst auch Senioren mit Pflegestufe. Die Zeit, die für die Pflege älterer Menschen vorgesehen ist, ist aber kaum ausreichend. Der Wunsch nach mehr sozialen Kontakten steht sofort im Raum. So ist es nicht vorgesehen, dass die Selbstständigkeit älterer Menschen gefördert wird. Man darf zwar für sie einkaufen gehen, aber eben nicht mit ihnen, da dies deutlich mehr Zeit beansprucht. Die Hilfe zur Selbsthilfe sieht der Pflegezeitplan nicht vor.
NUSZ

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums (NUSZ) in der Ufa Fabrik fand am 15. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europaparlament), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) und Marijke Höppner (MdBVV).

„Pflege muss sich mehr am Menschen orientieren“ – Zu Besuch in der Tagespflege des Nachbarschaftsheim Schöneberg

„Pflege muss sich mehr am Menschen orientieren“, beginnt der Geschäftsführer des Nachbarschaftsheim Schöneberg, Georg Zinner während wir im Gemeinschaftsraum der Tagespflege des NBHS in der Cheruskerstraße sitzen. Statt komplizierter Anmeldeverfahren sollten die Menschen je nach Bedarf täglich vorbeikommen können wie in einem offenen Haus – egal, ob mit Pflegestufe oder ohne. Die Abrechnungsverfahren müssten dafür deutlich vereinfacht werden. Doch das ist noch Wunschvorstellung. Während wir im Gruppenraum über die Tagespflege sprechen, findet nebenan schon das Tagesprogramm statt: Die Zeitungsrunde hat begonnen und es werden die aktuellen Schlagzeilen diskutiert.

In einer Wohngemeinschaft gemeinsam altern
Im gleichen Haus befinden sich zwei Wohngemeinschaften für Menschen im Alter. Unter dem Dach leben fünf Menschen mit Pflegebedarf. Frau Dacht (Name geändert) wohnt schon eine Weile in der WG. Sie erzählt uns, dass es ihr sehr gut gefällt, nur der Personalwechsel, wenn eine Mitarbeiterin in Urlaub oder krank ist, gefalle ihr nicht. Auch Imke Hoefer (Mitarbeiterin der Tagespflege) und Karen Gebert (Mitarbeiterin Wohngemeinschaften) bestätigen, dass es sehr schwer ist qualifiziertes Fachpersonal zu finden. In der Demenzwohngemeinschaft leben neun Menschen. Alle haben ihr eigenes Zimmer. Wohnzimmer, Küche und Bäder werden gemeinsam genutzt. Auch hier wird es politisch. Kritisch wird der unterschiedliche Umgang mit dem Wohngruppenzuschlag in den Berliner Sozialämtern diskutiert. Vorgesehen ist der Wohngruppenzuschlag von 200 EUR für zusätzliche Leistungen für Menschen, die ihn Wohngruppen gepflegt werden. Der Berliner Senat verlangt den Wohngruppenzuschlag der Hilfe zur Pflege anrechnen zu lassen. Einige verlangen sogar, dass der Wohngruppenzuschlag beantragt wird, damit er von der Hilfe zur Pflege abgezogen werden kann. Die tatsächliche Praxis im Bundesgebiet sieht anders aus. Hier bedarf es dringender rechtlicher Klärung. Völlig ungeklärt ist, wie die Bewohnerinnen und Bewohner von Wohngruppen einen Nutzen aus der für sie bestimmten zusätzlichen Leistung ziehen können.
NBHS

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Nachbarschaftsheim Schöneberg in der Cheruskerstraße fand am 20. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Mechthild Rawert (MdB), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Marijke Höppner (MdBVV) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil.

„Ich habe mit Klaus Wowereit getanzt“ – Zu Besuch bei den Golden Girls vom Werkhaus Antirost

„Ich habe mit Klaus Wowereit getanzt“, berichtete uns eine der älteren Damen. Bei Kaffee und Keksen wird eben über mehr gesprochen, als nur über das Werkhaus Antirost. Zum Beispiel über Klaus Wowereit oder über den „netten Opa“, der immer vorbei kommt und dem man nichts abschlagen kann, wenn er mal was genäht haben möchte.

Früher lernten die Mädels von mir, jetzt lerne ich von Ihnen
Das Werkhaus Antirost ist ein Verein für ältere Menschen, die fit bleiben möchten. In mehreren Werkstätten wird gehandwerkelt. Unter dem Dach des Stadtteilzentrums Kokuma befinden sich die Schneiderei, Acrylmalerei und Tiffany-Glasschmuck. Eine der älteren Damen führt uns durch die Schneiderei. Immer wieder unterrichtet sie Schülerinnen und Schüler der Eckner-Oberschule und hilft ihnen bei ihren Abschlussarbeiten in Modedesign. Eine der Schülerinnen, die früher Unterstützung in der Schneiderei von Antirost suchte, ist nun Studentin für Modedesign und kommt weiterhin. Mittlerweile bringt sie den Damen vor Ort neue Tricks und Kniffe bei.
Im Keller befinden sich die Metallwerkstatt, in der auch Fahrrädert repariert und gebaut werden, und die Holzwerkstatt. Hier wird geschnitzt und gesägt. Der erste Schwippbogen ist trotz warmer 26 Grad Außentemperatur schon für den Weihnachtsbazar fertig gestellt. Angst vorm älter werden haben die Damen hier nicht. Sie sind ständig unterwegs, lachen, kichern und machen ihre Witze.
Antirost

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Werkhaus Antirost fand am 15. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.

„Wir sind Lotsen durch´s Gesundheitswesen“ Zu Besuch bei der Unabhängigen Patientenberatung in Friedenau

„Viele Patienten sind erschöpft von der Suche nach guten und vertrauenswürdigen Ärzten. Sie wünschen sich von uns eine Empfehlung“, beschreibt ein Mitarbeiter der Unabhängigen Patientenberatung (kurz: UPD) in Friedenau. Dabei darf die UPD keinen Arzt empfehlen, denn ob ein Patient oder eine Patientin mit einem Arzt zurechtkommt ist sehr individuell. Stattdessen geben die Mitarbeitenden mindestens drei Namen von Ärzten in der Umgebung heraus.

Patienten brauchen mehr Unterstützung ihre Rechte geltend zu machen
In einem Jahresbericht erfasst die UPD deutschlandweit, mit welchen Belangen sich die 75.000 Ratsuchenden an sie wenden. Für uns stellten sie eine TOP 5 zusammen, was in Friedenau am häufigsten nachgefragt wird: Ganz vorne stehen Behandlungsfehler besonders zu Hüftleiden und Zahngesundheit, dann folgen Krankengeld, Patientenverfügung und alternative Behandlungsmethoden. Diese Beratungsschwerpunkte weisen auf Schwachpunkte im Gesundheitswesen aus Sicht ratsuchender Versicherter hin. Deutlich wird auch, dass viele Patientinnen und Patienten ihre Rechte nicht oder zu wenig kennen und viele sich einen Umgang mit Ärztinnen und Ärzten sowie Krankenkassen auf Augenhöhe nicht zutrauen. Kommt eine Anfrage bei den Fachleuten der UPD an, gehen sie der Recherche nach und klären das Anliegen. Die Beratung ist grundsätzlich kostenlos.
Am Friedenauer UPD-Standort wird zudem auch in Türkisch und Russisch beraten. Es besteht ein hoher Bedarf an muttersprachlichen Informationen. Einige ältere Menschen mit Migrationshintergrund sind des Lesens und Schreibens in deutscher Sprache nicht mächtig. Daher ist die Beratung vor Ort sehr wichtig. Außerdem gibt es zwei kostenlose Telefonhotlines auf Türkisch und Russisch sowie spezifische Internetauftritte.
UPD

SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) am 15. August ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil.

Hier finden Sie Rat:
Die UPD hat bundesweit 21 Beratungsstellen, die grundsätzlich mit je einer MitarbeiterIn mit den Qualifikationen Medizin, Recht und Sozialpädagogik besetzt sind. Auch gibt es für Ratsuchende ein bundesweites Beratungstelefon – 0800 0 11 77 22 (Deutsch), 0800 0 11 77 23 (Türkisch)
und 0800 0 11 77 24 (Russisch) aus dem deutschen Festnetz kostenfreie Beratung).

„Unser Traum ist ein Kinder- und Jugendgesundheitszentrum“ – Zu Besuch im Josephinchen des St. Joseph-Klinikum

Schon fast am Ende unserer Führung durch das Josephinchen, das Kinderkrankenhaus des St. Joseph Klinikums, sagt die Chefärztin Dr. Beatrix Schmidt: „Eigentlich wünschen sich mein Kollege Dr. Willner und ich ein Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, in dem es keine festen Abteilungen mehr gibt, sondern die verschiedenen physischen und psychischen Belange der Kinder abteilungsübergreifend behandelt werden können.“

Eine offene Kinder- und Jugendpsychiatrie
Unsere Führung durch das St. Joseph-Klinikum beginnt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Chefarzt Dr. Willner berichtet von den Päckchen, mit denen die Kinder auf die Station kommen: Essstörungen sind sehr häufig vertreten, Vernachlässigung durch die Eltern und in vielen Fällen liegen in der Familie schon diagnostizierte oder nicht-diagnostizierte psychische Erkrankungen vor. Daher wird besonderen Wert darauf gelegt, dass ein ganzheitlicher Heilungsansatz verfolgt wird, der vorsieht auch die Eltern in den Heilungsprozess des Kindes einzubeziehen. In vielen Bereichen kooperiert das Josephinchen mit dem Jugendamt, denn die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist die einzige im Bezirk. Insgesamt hat die Klinik im stationären und teilstationären Bereich 50 Plätze. Viele Kinder werden auch im St. Joseph beschult. Stolz ist der Chefarzt darauf, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrie eine offene Station ist. Kein Kind ist hier „eingesperrt“. Einschränkungen können speziell bei pubertierenden Jugendlichen kontraproduktiv sein.

Kranke Kinder kommen vor allem in den Monaten mit „r“
Für die körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wird gegenüber gesorgt. In dem ehemaligen Schwesterngebäude befinden sich heute eine Säuglings- und Kleinkinderstation, eine Schulkinder- und Jugendlichenstation sowie eine Kinderintensivstation mit integrierter Neonatologie für Früh- und Neugeborene.
Als erste Kinderklinik weltweit wurde die Kinderklinik von der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF als „babyfreundliches Krankenhaus“ zertifiziert. Entlang der schmalen Gänge können wir einen Blick in die Zimmer werfen. In Brutkästen liegt ein winziges Neugeborenes. Besonders ist hier, dass von Anfang an auf Elternkontakt gesetzt wird. Sobald es möglich ist, können die Eltern in besonderen dafür vorgesehen Stühlen die Kinder auf den Arm nehmen, füttern und pflegen. Auch in der Kinder-Klinik wird das sogenannte Rooming-In praktiziert. So wird das Übernachten im Krankenbett durch Eltern, Angehörige und Geschwisterkinder genannt. Der Hintergrund liegt darin, dass Kinder Zuspruch und Geborgenheit benötigen, um schneller wieder gesund zu werden. Diese kann die Familie am besten bieten.
Josephinchen

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Josephinchen im St. Joseph Krankenhaus fand am 14. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Michael Müller (Senator), Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) sowie die Bürgerdeputierten Dr. Rainer Baack und Dr. Jörg Tänzer teil.

„Der Arzt muss zu den Patienten kommen und nicht umgekehrt“ Zu Besuch im Wenckebach-Krankenhaus

„Der Arzt muss zu den Patienten kommen und nicht umgekehrt“, sagt Dr. Rolf Syben Geschäftsführender Direktor und Regionalleitung West von Vivantes auf der Geriatrischen Station des Wenckebach-Klinikums. Hier sollen Patienten und Patientinnen, die aufgrund ihres Alters schwere Frakturen erlitten haben, interdisziplinär, also über mehrere Fachbereiche hinweg, auf der gleichen Station behandelt werden. Es soll eine Entwicklung hin zu einer Alterstraumatologie durchgeführt werden, die das Wohl des Patienten im Auge hat. Der Patient soll also nicht von einer Station in die nächste gebracht werden und am besten noch viel Wartezeit mitbringen, sondern der Facharzt kommt direkt in das Zimmer des Patienten. Pflege und Ärzte verschiedener Disziplin ziehen an einem Strang und dokumentieren gemeinsam. „Mehr gibt es da nicht zu sagen. So einfach ist das“, ergänzt der Ärztliche Direktor Peter-Michael Albers nach seinem kurzen Vortrag und zeigt damit, wie er das Bild vom Patienten im Mittelpunkt der ärztlichen Versorgung und Pflege verinnerlicht hat.

Leben und Sterben in Würde – das Vivantes Hospiz
Unsere kleine Tour über das Vivantes-Gelände führt uns auch in das Hospiz. Auch hier dreht sich alles um den Patienten. Liebevoll eingerichtet sind die Aufenthaltsräume, Gruppen- und Andachtszimmer. 10% des Pflegesatzes muss das Hospiz aus Spenden finanzieren. Dabei übernehmen die Pflegekräfte und Ehrenamtlichen eine schwere Aufgabe: sie pflegen und unterstützen die Sterbenden und Angehörigen in dieser schwierigen Phase, bieten ihnen einen geschützten Raum und setzen sich gemeinsam mit ihnen mit dem bevorstehenden Sterben auseinander.

Anbau in der Klinik für Psychiatrie
Wir schließen die Tour im Innenhof des Klinikbereichs für Psychiatrie und Psychotherapie ab. Hier soll bald ein Anbau für mehr Platz sorgen. Der beengte Raum und wenig Ausweichmöglichkeiten haben auch Stresssituationen unter den Patienten befördert. Der Anbau soll daher nicht nur für räumliche Entlastung sorgen, sondern auch für psychische Entspannung.
Wenckebach

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch des Wenckebach Klinikums am 14. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An der Tour nahmen neben mir Hermann Zeller, Janis Hantke und Marijke Höppner aus der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg sowie dem Sozialausschussmitglied Jörg Tänzer teil.

„Alle Geschichten Enden gut“ – Auf Tour durch die Einrichtungen des Diakonischen Werk Simeon

In der geronoto-psychiatrischen Tagespflege am Löwenhardtdamm beginnt unsere Tour durch die Einrichtungen des Diakonischen Werk Simeon gGmbH. Hier können Senioren und Senorinnen, die zu Hause von ihren Angehörigen nicht mehr versorgt werden können Ihren Tag verbringen und werden fachgerecht gepflegt. Neben dem Fach- und Führungspersonal des DWS sitzt auch Herr Klein am Tisch. Er ist eine Art Patientenführsprecher und setzt sich für die Belange der Besucher und Besucherinnen ein. Viele leiden unter Demenz und anderen psychischen Beeinträchtigungen, doch wenn Herr Klein vorliest, sind alle wieder fit, zumindest wenn es nicht zu warm ist. Gern liest er Märchen und Fabeln vor. Doch alle seine Geschichten gehen gut aus, damit keiner der Zuhörenden schlechte Erinnerungen mitnimmt. Natürlich bezieht er seine Gruppe mit ein und häufig wird die Moral am Ende einer Fabel im Chor von den Besucherinnen und Besuchern aufgesagt.
Die Hausleitung beschreibt uns das System der Tagespflege: Je nach Pflegestufe übernimmt die Krankenkasse einen Tagessatz. 18 EUR Zuzahlung pro Tag werden privat eingenommen. Für viele Angehörige ist das eine Menge Geld, doch Sie nehmen es in Kauf, sind sie doch selber häufig durch die Pflege körperlich oder seelisch sehr belastet. Zudem bietet die Tagespflege die Möglichkeit der passgenauen Pflege. Morgens werden die Menschen mit einem Kleinbus abgeholt, sie frühstücken zusammen, dann folgen Gedächtnistraining, Mittagessen und Mittagsruhe. Auf das Gedächtnistraining folgt der Kaffeeklatsch und gegen 16 Uhr geht es zurück nach Hause.

Eine zweite Chance für schuldistanzierte Jugendliche
In einem kleinen Diakoniebus ging es weiter in die Rathaussstraße, wo wir eine weitere Tagespflegeeinrichtung für Seniorinnen und Senioren, die Tagesgruppe für Kinder, die Jugendmanufaktur, das Projekt 2. Chance und das Stadtteilzentrum KoKuMa besuchten. Die 2. Chance mit der Jugendmanufaktur wird geleitet von Herrn Haddad. Wegen Umstrukturierungen der Mittel des Europäischen Sozialfonds durch die Bundesregierung werden Projekte wie die 2. Chance, die sich an Schuldistanzierte Jugendliche richten, ab diesem Jahr komplett gestrichen. Für Jugendliche wie Benjamin (Name geändert) kommt eine Regelbeschulung nicht in Frage. Er berichtet uns über seine Sorgen sich in der großen Klasse seiner alten Schule mit 32 Mitschülern zu blamieren. Aus Angst ist er nicht mehr hingegangen und hat so immer weniger gelernt bis er nicht mehr mithalten konnte. In den kleinen Klassen der 2. Chance sieht das anders aus. Sieben Jugendliche sind in einer Klasse und nehmen Rücksicht aufeinander. Von einer normalen Schule, die die individuellen Bedürfnisse aller Schüler und Schülerinnen berücksichtigt wie die von Benjamin sind wir weit entfernt, so dass die Angebote der 2. Chance wichtig sind, um Jugendliche wieder in den Schulalltag integrieren zu können.

Für den Stadtteil Mariendorf

Das Mariendorfer Stadtteilzentrums Kokuma ist eine Kooperation: Ganz oben und im Keller befinden sich die Senioren-Werkstätten von Antirost. In den Etagen dazwischen finden Tagesgruppen, Frühstücke für Frauen und für junge Mütter und die Koordinierung der Ehrenamtlichen statt, auch die Migrationsberatungen für Erwachsene und Jugendliche sowie die Sozialberatung haben hier ihr Büro. Das Stadtteilzentrum zahlt sich für die Kiez als wichtige Anlaufstelle aus, nicht aber finanziell.

Hilfe für Jugendliche mit verzögerter Entwicklung

Der letzte Stopp der kleinen Tour durch die Projekte und Einrichtungen der Diakonie: Die Kinder- und Jugendambulanz. Sie befindet sich im südlichen Mariendorf am Mariendorfer Damm. Hier werden Eltern beraten und Kinder- und Jugendliche behandelt, die Entwicklungsverzögert sind. Eine ärztliche Entwicklungsdiagnostik und ein individueller Förderplan helfen den Kindern und Jugendlichen, die häufig über Kitas oder Schulen weitervermittelt werden.
DWS


Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch der Einrichtungen des DWS in Tempelhof und Mariendorf fand am 13. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil: Angelika Schöttler (Bürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg), Oliver Schworck (Stadtrat für Jugend, Ordnungsamt und Bürgerdienste), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europaparlment für die SPD), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg).

„Ich bin besser ohne Alkohol“ „Ich bin stark auch ohne Pillen“ Die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle Tempelhof-Schöneberg

„Ich bin besser ohne Alkohol“. “ Ich bin stark auch ohne Pillen“. Das sind die beiden Schlagwörter der Kampagne, mit der die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle für ihre Arbeit wirbt. Die Motive auf den Plakaten sind vielfältig – junge Frauen und alte Männer, Jugendliche, Familienväter, Paare – denn Betroffene gibt es in allen Altersgruppen, Gesellschaftsschichten und von jedem Geschlecht. Männer sind häufiger von alkoholsüchtig, Frauen sind eher von Medikamentenabhängigkeit betroffen. Und immer sind auch die Angehörigen betroffen – Eltern, Partner, Kinder.

Angebotsspektrum
Deshalb sind auch die Angebote, die der Notdienst für Suchtmittelgefährdete und –abhängige Berlin e.V. anbietet, vielfältig, wie Michael Frommhold, Regionalleiter des Notdienst Tempelhof-Schöneberg uns erläuterte. Im Bezirk werden an mehreren Standorten in Schöneberg und Tempelhof Beratungsstellen mit verschiedenen Schwerpunkten, Betreutes Wohnen und Werkstätten betrieben. Angeboten werden Beratungen für Betroffene und/oder Angehörige, aber auch für Firmen und Organisationen. Außerdem die Durchführung von Präventionsveranstaltungen, z.B. in Schulen oder Einrichtungen der Jugendhilfe, ambulante Betreuung, Familienhilfen, Psychosozioale Betreuung von Substituierten, Beschäftigung für Erwachsene in den Werkstätten und lebenspraktische Unterstützung z.B. in begleiteten Selbsthilfegruppen. Die Vermittlung in weitere Hilfen erfolgt u.a. in Kooperation mit anderen Einrichtungen, bspw. dem Tannenhof in Lichtenrade, FAM (Frauen-Alkohol-Medikamente-Drogen) in Schöneberg, ÄrztInnen und ApothekerInnen und dem Wenckebach-Klinikum, in dem wöchentliche Sprechstunden angeboten werden.

Nachsorge ist wichtig um die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern

Die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle Tempelhof-Schöneberg, die im Frühjahr in ihre neuen Räumlichkeiten am Tempelhofer Damm 129 eingezogen ist, liegt, für Alle sehr gut erreichbar, direkt zwischen S+U-Bahnhof Tempelhof und dem U-Bahnhof Alt-Tempelhof. Für Menschen, denen der erste Schritt schwer fällt, bietet der Eingangsbereich mit dem Fahrstuhl Anonymität. Der Einrichtungsleiter, Christian Knuth, führte uns durch die barrierefrei direkt über einen Aufzug zu erreichenden Räume, und betonte, wie wichtig insbesondere auch die ambulante Nachsorgebehandlung nach stationärer Suchttherapie ist, um den Betroffenen die Rückkehr in einen Alltag ohne die Sucht zu erleichtern. Außerdem äußerte er den Wunsch, dass Ärzte und Apotheker Anzeichen von Medikamentensucht schneller oder überhaupt erkennen und darauf reagieren sollen, um dann entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle am 13. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Besuch teilgenommen haben Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, sowie Marijke Höppner, Hermann Zeller und Janis Hantke aus der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg.

Suchttherapie hilft Mutter und Kind Besuch in der Rehabilitationseinrichtung für Suchtkranke, dem Tannenhof

Mütter, die mit Kindern in die Suchttherapie des Tannenhofes e.V. in Lichtenrade kommen, schließen die Therapie eher erfolgreich ab, als ohne Kinder, berichtet Herr Bröhmer, Geschäftsführer des Tannenhofes.

Rechtslage sieht elterliche Aufgaben nicht als Teil der Therapie

56 Menschen kann die Rehabilitationseinrichtung für Suchtkranke aufnehmen. Davon sind 16 Plätze für Erwachsene mit Kindern reserviert. Das ist eine Besonderheit, denn die rechtlichen Voraussetzungen sehen nicht vor, dass suchtkranke Eltern in der Rehabilitation wieder für die Erziehung fit gemacht werden. Kritisch ist dies besonders, berichtete mir die Leiterin des Kinderhauses Frau Tzschoppe, weil die Kinder häufig in der Zeit der Sucht vernachlässigt wurden oder traumatische Erfahrungen machten. Die Eltern-Kind-Bindung ist gestört. Viele Kinder lernen schon früh Rücksicht auf Ihre Eltern zu nehmen, ziehen sich zurück oder entwickeln sich verzögert. Die Eltern müssen das Erziehen zunächst wieder erlernen, auch um später ihr Leben selbstständig bewältigen zu können. Eine Veränderung der Reha-Verordnung ist hier durch den Träger Tannenhof Berlin Bandenburg e.V. gewünscht. Die Wiederherstellung der Erziehungsfähigkeit sollte demnach als Teil des Therapieprogramms gelten. Mit dem Wunsch der Änderung der Reha-Verordnung trat der Tannenhof an die Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin Mechthild Rawert heran.

Unterstützung bei der Tannenhof-Schule

An die Bezirksebene richtete Herr Bröhmer den Wunsch nach der Unterstützung bei Suche nach geeigneten Schulräumen für die Tannenhof Schulen, darunter die Tagesgruppe im Haus am Dorfteich, die dringend neue Räume benötigen. Die Tagesgruppen in Lichtenrade wenden sich an Kinder und Jugendliche, die im Unterricht verhaltensauffällig sind und deshalb nicht regelbeschult werden können. Die Fähigkeiten sich in Gruppen zu orientieren und ihr Verhalten anzupassen lernen die Kinder in den Tagesgruppen. Dabei stellt sich heraus, dass die Kinder häufig ein eigenes Päckchen zu tragen haben und vielfach in schwierigen familiären Verhältnissen aufwachsen.
Tannenhof

Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch des Tannenhofs in Lichtenrade am 13. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation.

„Unsere Menschen sind keine Pflegefälle“ Besuch im Tiele-Winkler-Haus

„Unsere Menschen sind keine Pflegefälle“, sagte Frau Scherer, Regionalleiterin des Tiele-Winckler-Hauses. Das Tiele-Winkler-Haus ist eine Einrichtung für Menschen, die aufgrund ihrer geistigen Beeinträchtigung besondere Aufmerksamkeit und Assistenz benötigen und nicht bei ihren Familien leben können.

Mit Brigitte durch an die schönsten Orte des Tiele Winkler Haus

Im Tiele-Winkler-Haus wird für die Einsicht geworben, dass Menschen mit geistiger Behinderung unabhängig von der Intensität des Hilfebedarfs ein selbstverständliches Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung haben. Deshalb war klar, dass auch Brigitte, eine Bewohnerin des Standortes in der Lichtenrader Mozartstraße, an unserem Treffen teilnahm. Brigitte zeigte uns ihre Lieblingsorte im Haus. Den Aufenthaltsraum auf der Etage in der sie wohnt und auch ihr Zimmer. Natürlich führte sie uns auch in den wunderbaren Garten hinter dem Haus, wo sonst das Sommerfest des Hauses stattfindet.

Wenn Zeit mit dem Pflegebedürftigen der Wirtschaftlichkeit zum Opfer fällt

Nach der Besichtigung des Gebäudes wurde diskutiert. Neben der zügigen Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention war der sogenannte Metzler-Leitfaden Thema. Der Leitfaden resultiert aus einem Gutachten nach Dr. Metzler. Dieses sieht eine Umstrukturierung des Wohnens von erwachsenen Menschen mit Behinderung im Bereich der vollstationären Einrichtungen vor. Ergebnis des vom Land beauftragten Gutachtens sind Zielvorgaben für die konkrete Arbeit mit den betroffenen Menschen. Beispielhaft wurde das Waschen eines Menschen mit Beeinträchtigung benannt. Ist das Ziel des Waschens gemäß dem Metzler-Leitfaden, die Wiederherstellung der Fähigkeit, dies zukünftig selber zu tun, so wird dem Vorgang Zeit zugesprochen. Wird ein Mensch hingegen in der Zukunft nicht mehr in der Lage sein, sich selbst zu waschen, so soll – laut Metzler – auch kein Aufwand betrieben werden. Frau Scherer folgert daraus: „Wir sollen die Frage beantworten, ob es einem Menschen noch nützt, Zeit mit ihm zu verbringen oder nicht?“ Besonders Menschen mit schweren Mehrfach-Beeinträchtigungen leiden unter diesen Vorgaben.

Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch des Tannenhofs in Lichtenrade am 13. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation.

Tiele Winkler Haus

Friedenau zeigt Gesicht gegen Rechts

Gesicht zeigen gegen Rechts

Auf Einladung der SPD- Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof- Schöneberg diskutierten am Dienstag, den 28. Mai 2013 mehr als 50 Friedenauerinnen und Friedenauer über Strategien gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Anlass war eine gehäufte Zahl von rechtsextremistische Aktionen gegen Friedenauer Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Erinnerung an den Holocaust einsetzen. Bezirksbürgermeisterin Schöttler stellte den Rechtsextremismusbericht des Bezirks vor. Siehe hierzu auch Seite 2 der aktuellen TSaktuell.

Zunächst stellte Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler den Rechtsextremismusbericht des Bezirksamts Tempelhof- Schöneberg vor. Sebastian Wehrhahn von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (mbr), wies auf die Notwendigkeit zivilgesellschaftlichen Engagements hin und erläuterte zusätzliche Handlungsansätze. In ihrem Schlusswort unterstrich SPD- Fraktionsvorsitzende Elke Ahlhoff die gemeinsame Vorgehensweise von Politik und Zivilgesellschaft und sagte ein anhaltendes Engagement der SPD- Fraktion gegen Rassismus zu. Durch die mehr als 2- stündige Diskussion führte die Bezirksverordnete Marijke Hoeppner, die sich abschließend herzlich beim Nachbarschaftsheim Schöneberg, vertreten durch den Geschäftsführer Georg Zinner, für die Unterstützung. Die Veranstaltung fand in den Räumen des Nachbarschaftsheim in der Friedenauer Rheinstraße statt.

Einladung: „Friedenau zeigt Zivilcourage gegen Rechts am 28.5.13 um 19:30 Uhr im NBHS, Rheinstraße 53-54

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr gern möchten wir Sie zu der Diskussionsveranstaltung „Friedenau zeigt Zivilcourage gegen Rechts“ einladen.

In Anbetracht einer Zunahme rechter Propagandadelikte in Friedenau wie Schmierereien an Gebäuden sozialer und kultureller Einrichtungen von Al Nadi, Kidöb und einem muslimischen Kulturzentrum sowie der Schändung von Stolpersteinen und einer Stolperschwelle durch Schwärzungen, stellt sich die Frage, ob rechtsextreme Aktivitäten in Friedenau zugenommen haben.
Rassistische Schmierereien dürfen nicht zum Normalzustand im Friedenauer Stadtbild werden. Daher möchten wir gemeinsam mit den Betroffenen, Initiativen vor Ort, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und den Friedenauern und Friedenauerinnen diskutieren, wie wir im Kiez zeigen können, damit rassistisches Gedankengut bei uns kein Platz findet.

Einen Einstieg wird uns Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin, in die Thematik gebeten und den gerade veröffentlichten Rechtsextremismusbericht vorstellen. Sebastian Wehrhahn von den Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Berlin wird uns als Experte für die Einschätzung rechter Aktivitäten in Friedenau zur Seite stehen.

    Sie sind herzlich eingeladen gemeinsam mit uns zu diskutieren:


    Diskussionsveranstaltung „Friedenau zeigt Zivilcourage gegen Rechts“
    am Dienstag, 28. Mai 2013
    von 19:30 bis 21:30 Uhr
    im Nachbarschaftsheim Schöneberg, Rheinstraße 53-54, 12161 Berlin

Grußwort: Georg Zinner, Geschäftsführer Nachbarschaftsheim Schöneberg

Vorstellung des Rechtsextremismusberichts Tempelhof-Schöneberg – Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin

Einschätzung der rechtsextremen Potenziale in Friedenau – Sebastian Wehrhahn, Mobile Beratungsteams gegen Rechtsextremismus

Offene Diskussion „Wie können wir rechten Aktivitäten begegnen?“

Schlusswort: Elke Ahlhoff, Vorsitzende der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg

Moderation: Marijke Höppner, SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg

Wir freuen uns über eine Zusage bis zum 26. Mai 2013 an post@spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de.

Mit freundlichen Grüßen

Elke Ahlhoff


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Salut Levallois! Das Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg trifft ihre Partner aus Levallois, Frankreich

Vom 26. bis zum 27. Januar 2013 trafen sich auf Initiative des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg und dem Centre fraincais Berlin das Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg mit dem Kinder- und Jugendparlament aus Levallois, Frankreich. Das erste Aufeinandertreffen fand im Rathaus Schöneberg statt. Dort wurden alle vom Jugendamtsdirektor, Wolfgang Mohns und der Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses, Marijke Höppner begrüßt.
KJP Levallois

Mehr zu dem Austausch erfahrt Ihr hier.

Auf Tour in Friedenau

Jugendhilfe-Sommertour Friedenau am 27.08.12

Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss besuchte ich im August die sieben Regionen der Jugendhilfe (Schöneberg Nord, Schöneberg Süd, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade), um mir einen besseren Eindruck des Sozialraumes und der Angebote und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche machen zu können. Die sechste Sommertour führte mich durch die Region Friedenau. Ich besuchte das Nachbarschaftsheim Schöneberg, den Kinderfreizeitreff Menzeldorf und die Burg, die Gemeinschaftsschule Schöneberg mit dem angegliederten Netzwerk sowie den Schwerpunktträger Hugo e.V.

Das Nachbarschaftsheim Schöneberg bietet diverse Angebote zur Unterstützung nachbarschaftlichen Engagements und zur familiären Unterstützung. Dabei hat das NBHS ein breit gefächertes Angebot in Kooperation mit vielen Partnern und Unterstützung des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg: Über Kindertagesstätten, Jugendfreizeiteinrichtungen mit verschiedenen Schwerpunkten, Jugendarbeit an Schulen und Schulsozialarbeit bis hin zu Kultur- und Sportangeboten, Ausflügen im Rahmen ambulante Familienpflege sowie Beratungs- und Selbsthilfeangebote.
Ein bisschen Natur bringt das Menzeldorf zurück nach Friedenau. In der Freizeiteinrichtung des Nachbarschaftsheims Schöneberg, welches indem Auftrage des Jugendamtes betrieben wird, finden Kinder zwischen Asphalt und Beton ein kleines Stück Natur. Im Garten befinden sich ein kleiner Teich mit Fisch, Frosch und Wasserfloh, ein Insektenhotel und geheime Gänge, von Pflanzen überwuchert. Etwas Besonderes ist der kleine Tierbauernhof. Statt in der engen Stadtwohnung können Kinder hier zu Kaninchen und Meerschweinchen eine Patenschaft übernehmen. Die Tiere werden regelmäßig gefüttert, gepflegt und gestreichelt. Wer sich nicht um ein Patentier kümmern kann, kann auch einfach so vorbeischauen, Hausarbeiten machen, auf dem Abenteuerspielplatz oder mit den Mini-Schweinen spielen.
Menzeldorf [JFE Menzeldorf]
Die erste Gemeinschaftsschule Schöneberg war Gastgeber für das Treffen mit dem Friedenauer Bildungsnetzwerk. Gemeinschaftsschule, umliegende Kindertagesstätten, Elternvertretende, Regionaler Sozialer Dienst (RSD), offene Ganztagsbetreuung und der Schülerclub Oase, Alle Akteure arbeiten regelmäßig im Netzwerk mit dem Ziel die Regeleinrichtungen vor Ort zu stärken. Initiiert durch das Jugendamt ist es das zentrale Anliegen der Gründung, den Übergang der Kita-Kinder in die erste Klasse unterstützen, um einen möglichst abbruchfreien Bildungsverlauf zu erzielen. Dazu wurden verschiedene Maßnahmen getroffen, wie Lehrer-Erzieher-Austausche von Kita zu Schule und andersherum. Kita-Kinder konnten den Schulalltag tageweise kennen lernen und vieles Mehr. Hinzu kamen Projekte zur Verbesserung der Eltern-Lehrer-Kommunikation. Unterstützt wurde das Netzwerk durch das NBHS, das im Rahmen des bezirklichen Demografieprojektes Mittel erhielt, um die Online-Darstellung der Schule zu verbessern. Mittlerweile hat das Netzwerk neue Ziele: Die Unterstützung der Kinder beim Übergang von Grund- zur Oberschule. Bemerkenswert ist weiterhin die 2010 geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen der 1. Gemeinschaftsschule, dem Jugendamt und allen anderen Akteuren. Kein Kind soll ausgesondert werden, weil es den Anforderungen der Schule nicht entsprechen kann, die Handlungsfelder richten sich nach den Bedürfnissen und Besonderheiten der Schüler und Schülerinnen aus.
Bildungsnetzwerk [Bildungsnetzwerk]
Hugo e.V. bietet ambulante Erziehungshilfen unter dem Dach der AWO. Sowohl in der Rubensstraße, als auch in der Hedwigstraße bietet Hugo verschiedene Angebote für Eltern und Kinder. Ein besonderes Projekt dient der Wiedergewinnung elterlicher Autorität. Eltern ziehen mit Lehrern und den umliegenden Einrichtungen gemeinsam an einem Strang. Darüber hinaus wird unter dem Dach der AWO ein Qualitätsdialog durchgeführt. Im Gespräch mit anderen Erziehungshelferinnen und –helfern wurden über einen längeren Zeitraum hindurch Verfahren für die Durchführung von Hilfen diskutiert und in einem Handbuch erfasst.
Die Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Die Burg befindet sich am Friedrich-Wilhelm-Platz. Wer die Burg erkunden möchte, benötigt einen Tag Zeit. Durch verwinkelte Gänge vorbei an alten Mosaiken und Figuren findet man hinter Zimmern weitere Zimmer und Gänge. Viele mit verschiedenen Zwecken wie der Töpfer-, der Sport-, der Bastelraum. Ein offenes Café bietet die Möglichkeit sich zu Treffen und auszutauschen. Die Drachenpost ist die hauseigene Zeitung. Events wie der Mittelaltermarkt sind liebevoll vorbereitet. In vielen der Räume besteht grundlegender Renovierungs- und Sanierungsbedarf.
Die Burg [Die Burg]

Marijke Höppner

Auf Tour in Mariendorf

Jugendhilfe-Sommertour Mariendorf am 21.08.12

Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss besuchte ich im August die sieben Regionen der Jugendhilfe (Schöneberg Nord, Schöneberg Süd, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade), um mir einen besseren Eindruck des Sozialraumes und der Angebote und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche machen zu können. Die vierte Sommertour führte mich durch die Region Mariendorf. Ich besuchte die Jugendarbeit an der Rudolf-Hildebrandt-Grundschule, die Jugendfreizeiteinrichtungen KiJuM und Bungalow sowie die Straßensozialarbeit von Outreach, die Kindertagesstätte am Volkspark des Kitaeigenbetriebes Südwest, den Schwerpunktträger VbU und den Standort des Nachbarschaftstreffpunkt KoKuMa des Diakonische Werks Tempelhof-Schöneberg mit den Projekten Mutter-Kind-Cafe Atempause, den Jugendmigrationsdienst und die Jugendmanufaktur sowie die Standorte der Tagesgruppe.

Der Schülerclub Villa befindet sich in der Rudolf-Hildebrandt-Grundschule. Betrieben wird der Schülerclub sowie von NUSZ. Dabei stellt der Raum in der ersten Etage nicht nur einen Standort der Betreuung nach der Schule dar, sondern es werden kiezorientierte Projekte, wie eine Fotoausstellung zu den Lieblingsorten der Schüler und Schülerinnen veröffentlicht. [Rudolf Hildebrandt-Grundschule]
Rudolf Hildebrandt-Grundschule [
Der Bungalow ist eine kommunale Jugendfreizeiteinrichtung am Mariendorfer Damm in unmittelbarer Nähe des Volksparks Mariendorf. Kinder- und Jugendarbeit findet über offene Angebote statt. Zudem gibt es diverse sportorientierte Angebote wie Billiard, Basketball und Fußball auf dem großen angegliederten Gelände. Tanzen, gemeinsames Kochen oder Hausaufgabenhilfen finden in dem großen sanierten Gebäude statt. Erinnerungskultur und Aufarbeitung der NS-Zeit, Akzeptanz unterschiedlicher Menschen werden mit Projekten aufgegriffen. Der Bungalow ist auch Standort und Beratungsbüro der Straßensozialarbeiter*innen von Outreach.
Bungalow [Bungalow]
Outreach spricht Jugendliche an, die durch klassische Jugendfreizeitangebote nicht erreicht werden. Mit Sportangeboten, Theateraufführungen und anderen Gruppenangeboten werden die Jugendlichen motiviert, sich einzubringen. Häufig erstaunt das Engagement und die Kooperationsbereitschaft für die Gruppenprojekte die Lehrer und Lehrerinnen der Jugendlichen. Erschwert hat sich das Streetworking allerdings seit die Hermann Köhl-Schule in Mariendorf nicht mehr existiert.
Der Verein für betreuten Umgang (VbU) e.V. bietet Hilfen zur Erziehung. Betreuter Umgang ist der Fachbegriff für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern sich in Scheidung bzw. Trennung befinden, in Fällen, in denen den Eltern der Umgang mit den Kindern schwer fällt. So spielt auch Trennungs- und Scheidungsberatung eine wichtige Rolle bei VbU. Eine besondere Ansprache bietet VbU mit dem Projekt „Besondere Kinder – besondere Eltern“ und bietet in offenen Gruppen Unterstützung für Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung.
Das KoKuMa (Kommunikation und Kultur in Mariendorf) ist ein Stadtteilzentrum des Diakonischen Werk Tempelhof-Schöneberg. Neben allgemeinen Beratungsangeboten gibt es kreative, musische und Bewegungsangebote. Ehrenamtliches Engagement soll mit dem Känguru-Projekt befördert werden. Im Cafe Atempause (ein Kooperationsprojekt mit dem Jugendamt) können Mütter mit Kleinkindern sich beim Frühstück austauschen und nach Wunsch Erziehungs- und Gesundheitsfragen beantworten lassen. Der im Haus ansässige Jugendmigrationsdienst (JMD) begleitet und berät junge Migrant*innen. Der JMD ist eine der wenigen Projekte, die sich auf die Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund in Mariendorf spezialisiert haben und bildet somit eine Ausnahme. Die Jugendmanufaktur (JuMa) bietet Schulverweigerern die Chance, in den Lernwerkstätten für den Bereich Holz- bzw. Textilverarbeitung ihren Abschluss zu erreichen. Ziel ist es, Schüler und Schülerinnen der 7. Integrierten Sekundarstufe am Ende des Programms in die Regelschule zu reintegrieren.
JuMa [JuMa]
Die kommunale Jugendfreizeiteinrichtung KiJuM (Kinder- und Jugendhaus Mariendorf) bietet offene und Gruppenangebote über 2 Etagen an. Die dritte Etage ist aufgrund von Brandschutzbestimmungen bis zu dem Bau einer Feuertreppe geschlossen, so dass die Angebote vor allem im Sportbereich nur eingeschränkt stattfinden können. In Kooperation mit der JFE Bungalow bietet das KiJuM freitags einen Mädchentag, während das Bungalow einen Jungentag durchführt. Der Skater-Standort Ringpark wird in die Angebotsstruktur mit eingebunden. Beliebt ist auch das gemeinsame Kochen.
KiJuM [KiJuM]
Marijke Höppner

Auf Tour in Lichtenrade

Jugendhilfe-Sommertour Lichtenrade am 24.08.12 und 10.09.12

Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss besuchte ich im August die sieben Regionen der Jugendhilfe (Schöneberg Nord, Schöneberg Süd, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade), um mir einen besseren Eindruck des Sozialraumes und der Angebote und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche machen zu können. Die vierte Sommertour führte mich durch die Region Lichtenrade. An zwei Terminen besuchte ich den Standort für Suchttherapie und Rehabilitation, den Tannenhof, die Jugendfreizeiteinrichtung Lortzing Club vom AHB, das Jugendcafe am Dorfteich, das Kinder- und Jugendhaus der evangelischen Kirche und die Kinder- und Jugendetage im Gemeinschaftshaus Lichtenrade sowie die Straßensozialarbeit am Standort Waschhaus. Außerdem konnte ich die Tagesgruppe des Tannenhof in der Alten Feuerwache und den Nachbarschaftstreff vom AHB in der Finchleystraße besuchen.
Der Tannenhof ist sowohl Namensgeber eines Vereins mit mehreren Projekten der Suchthilfe, als auch Standort der stationären Suchthilfe und Rehabilitation. Als einer der ersten Standorte für suchtkranke Mütter und Väter können nicht nur 40 Erwachsene aufgenommen werden, sondern auch 16 Kinder. Im Kinderhaus, einem eigenen Haus auf dem Gelände, werden die Kinder betreut (finanziert über Hilfe zur Erziehung, § 32, Erziehung in einer Tagesgruppe). Das moderne Haus bietet nicht nur Zimmer und kleine Wohnungen für Familien, sondern auch eine Wohngemeinschaft und Therapieräume sowie ein großes weitläufiges Gelände mit Hühnerställen und Garten.
Die Jugendfreizeiteinrichtung Lortzing Club befindet sich in einer Gegend mit vielen Einfamilienhäusern in der Lortzingstraße. Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren können sich in der alten Villa im Cafe des offenen Bereichs treffen, Billard oder Kicker spielen, im Hausaufgabenraum Schularbeiten machen oder im Mädchen- oder Jungenraum chillen. Auch ein extra eingerichteter Raum für die Mitglieder im Kinder- und Jugendparlament wird angeboten. Der Lortzing Club ist zudem Anlaufstelle des Deutschen Kinderhilfswerks.
Lortzing Club [Lortzing Club]
Die Alte Feuerwache ist nach umfassenden Renovierungsarbeiten Standort, vom Tannenhof betriebene Tagesgruppen geworden. In den Tagesgruppen werden Kinder zum Teil ganztägig beschult, die aus unterschiedlichen Gründen nicht im Regelschulsystem Fuß fassen können. Neben der Beschulung macht auch die Verhaltenstherapie einen großen Anteil aus. Dabei befinden sich Eltern wie Kinder häufig in schwierigen, belasteten Lebenssituationen. Der Hilfebedarf bezieht sich in vielen Fällen nicht nur auf die Kinder, sondern auch auf die Eltern, die Unterstützung bei komplexen Problemen benötigen.
Tagesgrupp[Tagesgruppe]
Das Jugendcafe am Dorfteich ist eine kommunale Jugendfreizeiteinrichtung mit einem Schwerpunkt für Internet und Computer. Neben dem Computerführerschein net-comp@ss können allerdings auch sportliche Angebote wie Streetdance oder Fußball genutzt werden. Im Garten trainiert seit einiger Zeit ein Mädchenteam. Neu ist, dass es neben dem Mädchentag nun auch einen Jugendtag geben wird. Die zeitlich getrennten Angebote sollen es Mädchen wie Jungen ermöglichen sich frei von gesellschaftlichen Rollenvorgaben zu entwickeln.
Das Kinder- und Jugendhaus der evangelischen Kirche befindet sich im Nahariya-Kiez. Der Abenteuerspielplatz bietet vielen Kindern die Möglichkeit selbstständig mit Säge, Hammer und Nägeln, Buden und Häuser zu bauen. Am Ende des Sommers wird das tollste Haus der Kinder prämiert. Hier kann gelernt werden, wie man das eigene Fahrrad repariert. Basteln und Töpfern ist ebenfalls Teil der Angebotsstruktur.
Die GskA – gemeinnützige Gesellschaft für sozial-kulturelle Arbeit mbH ist Träger der Straßensozialarbeit von Outreach im Nahariya-Kiez. In der Groß-Ziethener-Straße hat Outreach eine Anlaufstelle (Waschhaus) für Streetworker. Hier kann Beratung stattfinden, gemeinsam gegessen und gekocht werden, gekickert und Sportangebote koordiniert werden. Gleichzeitig spricht Outreach Jugendliche in Konfliktsituationen an. In einem Gespräch mit einer jungen Frau wurde bestätigt, dass einige Besuchende des Waschhauses selber Erfahrung im Jugendhilfesystem gemacht haben. Ihnen ist es wichtig eine Anlaufstelle zu haben, in der Sie ernst genommen und akzeptiert werden. Der Nutzungsvertrag für das Waschhausxx wurde vom Vermieter gekündigt. Die Zukunft der Jugendsozialarbeit steht mindestens vor einer Neuorientierung. Klar ist aber, dass die bisherigen Angebote so nicht weiter durchgeführt werden könnten und das Angebotsspektrum stark eingeschränkt werden würde.
Der vom AHB betriebene Nachbarschafts- und Familientreff befindet sich in der Finchleystraße in der John-Locke-Siedlung. Der Standort bietet Raum für viele Aktivitäten: Es gibt ein Kiezcafe und einen Bewegungsraum für sportliche Gruppenangebote. Im Keller befindet sich der vom NUSZ betriebene Jugendkeller, der zurzeit wegen Schimmelbefalls geschlossen werden musste. Das Streetworkprojekt Kick betreibt in der Finchleystraße Boxangebote für Jungen und Mädchen. Besonders ist auch das Engagement für die Unterstützung von Menschen in Notsituationen zu erwähnen. Hilfe bieten dabei die Kleiderkammer, die Lebensmittelausgabe „Laib und Seele“ sowie die Suppenküche am Sonntag. Ein kleiner Unterstützungsetat wird durch den Flohmarkt einmal im Jahr erarbeitet. Mit den Spenden wird Menschen geholfen, die durch das Netz des Regelsystems durchfallen.
Nachbarschaftstreff [Nachbarschaftsheim]
Der Kinder- und Jugendclub Barnetstraße befindet sich im Gemeinschaftshaus Lichtenrade (kurz: G-Haus). Diese kommunale Jugendfreizeiteinrichtung bietet Kindern und Jugendlichen auf zwei Etagen offene und gruppenbezogene Angebote. Durch die runden Fenster fühlt man sich im Jugendclub im Erdgeschoss wie im U-Boot. In der ersten Etage wird mehr für Kinder angeboten: Töpfern, Tanzen oder Hausarbeiten machen gehören ins Programm.

Marijke Höppner

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Auf Tour in Marienfelde

Jugendhilfe-Sommertour Marienfelde am 03.09.12

Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss besuchte ich im August die sieben Regionen der Jugendhilfe (Schöneberg Nord, Schöneberg Süd, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade), um mir einen besseren Eindruck des Sozialraumes und der Angebote und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche machen zu können. Die siebte Sommertour führte mich durch die Region Marienfelde. Ich besuchte die Kindertagesstätte Vierjahreszeiten, den Nachbarschaftstreff in der Waldsassenerstraße, die Tagesgruppe auf dem Bauernhof, das elternaktivierende Projekt Impuls von JakuS in der Greulichstraße, die Jugendfreizeitstätte haus of fun und das Vorort Büro von W40.
Die Kindertagesstätte Vierjahreszeiten (Träger nusz) im Marienfelder Luckeweg betritt man durch ein kleines Elterncafe. Hier können sich Eltern in der Eingewöhnungszeit die Zeit vertreiben oder Gespräche mit Erzieherinnen führen. Anziehungspunkt und Gesprächsstoff bietet der Axolotl. Das aus Mexiko stammende Tier ist ein Aquatil. Das Thema „Tiere“ zieht sich durch die Kita. So können Kinder hier in Kontakt kommen mit Fischen, Schnecken und vielen anderen kriechenden Tierchen. Nicht nur das große Außengelände bietet viel zu erkunden, auch der Innenbereich lässt viel Raum zum Erproben: An der Wand sind Fahrräder oder Gartentore angebracht, so dass die Kinder klingeln, öffnen und schließen können, ohne, dass sich der Nachbar beschwert.
4 Jahrenszeiten [Kita 4-Jahrenszeiten]
Der Nachbarschaftstreff in der Waldsassenerstraße wird vom AHB betrieben. Die 100 qm werden schwerpunktmäßig für die Arbeit mit kleineren Kinder genutzt. Während der Arbeit hat sich jedoch herauskristallisiert, dass es neben dem Bedarf, Angebote für kleinere Kinder zu schaffen, auch einen Bedarf für die Beratung von Müttern gibt. Das aufgebaute Vertrauensverhältnis zwischen den Sozialarbeiterinnen vor Ort zu den Besucherinnen führte dazu, dass auch Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, sich ratsuchend an die Mitarbeiterinnen wenden.
Die Tagesgruppe „auf dem Bauernhof“ (Träger Tannenhof) befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofes in der Marienfelder Allee. Die Tagesgruppe dient der Unterstützung von Eltern, deren Kinder überfordert sind und/oder familiäre Probleme haben, was sich häufig in Schwierigkeiten in der Schule ausdrückt. Am Nachmittag beteiligen sich die Kinder an Programmen der Einrichtung wie Verhaltenstraining, Unterstützung bei Schulproblemen und Konflikttraining. Aber auch die Eltern erhalten Unterstützung. Besonders hervorzuheben ist das Schulbegleiterprojekt der Tagesgruppe. Ein Sozialarbeiter unterstützt die Eltern bei der Kommunikation mit den Lehrern, unterstützt aber auch Schüler und Lehrer, damit das Kind in der Regelbeschulung bleiben kann.
Tagesgruppe [Tagesgruppe]
Die familienaktivierende Wohngruppe Impuls von JakuS bietet acht Plätze für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. Die Kinder wohnen in Einzel- oder Doppelzimmern. Immer ist ein*e Sozialarbeiter*in anwesend. Strukturierte Tages- und Wochenabläufe geben den Kindern und Jugendlichen hier einen Rahmen. Die Wohngruppe wird ausgewählt, wenn die Kinder und Jugendlichen Schwierigkeiten haben und nicht mehr bei ihren Eltern leben können. Die Eltern bleiben während des Aufenthaltes des Kindes in Verantwortung, werden an Entscheidungen beteiligt und besuchen das Kind mindestens einmal pro Woche. Durch Coaching werden die Eltern in Erziehungsfragen unterstützt.
Das Haus of Fun ist eine kommunale Einrichtung für Kinder und Jugendliche. Im Tirschenreuther Ring befindet sich das große Gelände mit seinem Bauspielplatz. Gebaut werden unter Anleitung Häuschen, Buden und Baumhäuser. Auf dem Gelände wird Fußball gespielt. Das auf dem Gelände angebaute Gemüse wird für das gemeinsame Kochen frisch geerntet und verbraucht. Das Haus wird vielfältig genutzt: Tanzen, Spielen, Töpfern und Basteln gehören zu den Angeboten. Auch andere Gruppen nutzen die Räume und treiben Sport.
Haus of Fun [Haus of Fun]
Das bezirkliche Quartiersentwicklungsprojekt W40 „Demographischer Wandel – Strategien für Berliner Bezirke“ befindet sich in der Waldsassenerstraße und dient der nachbarschaftlichen Vernetzung und der Aufwertung des Kiezes. Im Gemeinschaftsraum der degewo traf ich mich mit den Geschäftsführern und Geschäftsführerinnen der am Tag besuchten Projekte sowie der Leiterin des Übergangswohnheims für Asylbewerber/innen vom Internationalen Bund in der Marienfelder Allee. Wichtig war allen Beteiligten der Austausch zum Thema häusliche Gewalt. Zudem wurde von den Entwicklungen rund um den Standort Marienfelder Allee gesprochen: Mittlerweile leben 600 Flüchtlinge in der Einrichtungen. Davon sind die Hälfte der dort lebenden unter 18 Jahre alt. Die Anwohnenden nehmen die Flüchtlinge wohlwollend auf.
Marijke Höppner

Auf Tour im Schöneberger Norden

Jugendhilfe-Sommertour Schöneberg Nord am 20.08.12

Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss besuchte ich im August die sieben Regionen der Jugendhilfe (Schöneberg Nord, Schöneberg Süd, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade), um mir einen besseren Eindruck des Sozialraumes und der Angebote und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche machen zu können. Die dritte Sommertour führte mich durch die Region Schöneberg Nord. Die Tour startete im Mehrgenerationenhaus der Kiezoase in der Barbarossastraße, führte weiter in die Jugendfreizeiteinrichtung Villa Schöneberg, zum JuXirkus, in den PallasT, zum regionalen Träger für Hilfen Zur Erziehung Jugendwohnen im Kiez und weiter zum Nachbarschaftstreff Neue Steinmetzstraße.
Villa
Das Mehrgenerationenhaus der Kiezoase befindet sich in der Barbarossastraße 65. Das Nachbarschafts- und Familienzentrum erstreckt sich über zwei Etagen eines Altbau-Wohnhauses. Ehrenamtliche zu motivieren spielt eine große Rolle: über Kiezgarten und Elterncafé wird hier Vieles angeboten. In der ersten Etage finden Eltern-Kind-Frühstücke statt. Ein Spielplatz auf der gleichen Etage bietet die Möglichkeit flexibel auf den Bewegungswunsch von Kindern einzugehen. Die Einrichtung setzt genauso wie in ihren Kindertagesstätten auf das Early-Excellence Programm und beobachtet Kinder, um sie dann in ihren Stärken zu fördern.
Die „Villa“ ist eine Jugendfreizeiteinrichtung in der Trägerschaft der Gesellschaft für sozial kulturelle Arbeit (GskA) – das Team der mobilen Kinder- und Jugendarbeit Outreach ist in der Villa mit seinem Büro und den Peerhelpern fest verankert. Die Straßensozialarbeit richtet sich in Schöneberg Nord modellhaft bereits auch an Kinder. In der Frobenstraße 27 befindet sich die Villa in unmittelbarer Nähe eines Nachbarschaftstreffpunktes und einer Kita – aber eben auch des Straßenstrichs. Dabei stellt sich die Auseinandersetzung mit dem Thema Prostitution mehrdimensional dar. Sowohl die Frage Sauberkeit des attraktiven Außengeländes der Einrichtung und Wahrnehmung der Prostituierten durch die Jugendlichen spielen eine Rolle, wie auch Toleranzförderung der Jugendlichen gegenüber den Prostituierten.
Der JuXirkus ist eine Jugendfreizeiteinrichtung der Kiezoase. Etwa 120 Kinder und Jugendliche besuchen die Zirkuseinrichtung regelmäßig und nutzen die Angebote wie beispielsweise Einrad fahren, Jonglieren, Kautschuk (den Körper verbiegen), Akrobatik sowie viele andere besondere Kurse. Darüber hinaus bietet das Ensemble des „Juxi“ regelmäßig Aufführungen für ein offenes Publikum an. Zudem gibt es einen engen Austausch mit der angegliederten Werbellinsee-Grundschule und vielen weiteren engen Netzwerkpartnern.
Juxircus
Der PallasT ist ein Ort des nachbarschaftlichen Miteinanders, der Begegnung und des Austausches. Das Haus für Kinder, Kultur und Nachbarschaft bietet eine breite Angebotspalette: Sprach-, Computer-, Integrationskurse für Erwachsene und Treffen interkultureller Vereine an dem Standort. In der ersten Etage befindet sich die Freizeiteinrichtung KinderpallasT. Neben der offenen Arbeit, gibt es diverse Angebote wie Schularbeitshilfe, Trommeltraining und –bau, Hip Hop-Tanzgruppen, u.v.m.
Jugendwohnen im Kiez ist der regionale Schwerpunktträger für Hilfen zur Erziehung im Schöneberger Norden. Mit der Jugendhilfestation Schöneberg/Mitte ist er Ausgangspunkt der sozialräumlichen Arbeit. Von hier aus werden verschiedene ambulante Hilfen angeboten, darunter Tagesgruppen, Familienhilfen, begleiteter Umgang, Betreuungshilfen, Einzelbetreuung und Gruppenarbeit. Und der Träger arbeitet aktiv im Bildungsnetzwerk Schöneberg Nord mit.
In der Steinmetzstraße befindet sich ein Nachbarschaftstreff der Kiezoase/PFH. Seit 2004 gibt es hier eine breite Angebotspalette der Eltern-Kind-Arbeit, aber auch spezialisierte Angebote wie Väterkurse und Frauenfrühstücke. Durch ehrenamtliches Engagement konnte eine Hausaufgabenhilfe für Kinder etabliert wertem. Da viele Menschen mit Migrationsbiografien aus arabischen Ländern in der Umgebung leben, spielen auch arabisch-sprachige Angebote eine Rolle. Die Kooperation mit der Neumark-Grundschule wurde mit dem Integrationspreis belohnt.
Kiezoase

Marijke Höppner

GEDOK – Künstlerinnen mit Qualität

Von Melanie Kühnemann
Gedok
Die GEDOK ist der Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e. V., das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen aller Sparten und hat sein Büro im Kulturhaus Kyffhäuser Straße.
Die GEDOK wurde 1926 als Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen in Hamburg von der Mäzenin Ida Dehmel (1870-1942) gegründet. Ihr Anliegen war die Förderung künstlerischer Talente von Frauen.
Die GEDOK ist vielen natürlich ein Begriff, dennoch wollten wir mehr über die Akteurinnen und ihre Engagement herausfinden und freuten uns, dass uns am 14. August 2012 die Vorsitzende der GEDOK Berlin Frau Erika Großmann und die erste Schriftführerin Frau Dr. Anne Meckel empfingen.
Wir erfuhren, dass die GEDOK heute rund 3.600 Mitglieder in 24 deutschen Städten und Regionen hat und sich derzeitig eine neue Gruppe in Wien im Aufbau befindet. Darüber hinaus ist die vorderste Aufgabe das Werk und die Leistung von Künstlerinnen an die Öffentlichkeit zu bringen und die besondere Lebens- und Arbeitssituation von Künstlerinnen zu verbessern. Dabei setzt sich die GEDOK für die geschlechtergerechte Gestaltung aller Bereiche künstlerischen Schaffens ein und engagiert sich über nationale und internationale Kultureinrichtungen, politische Gremien, Verbände und Multiplikatoren für ihre Mitglieder. Die GEDOK bietet ihren Mitgliedern ideelle und finanzielle Hilfe durch das Engagement ihrer Kunstförderer, Männer und Frauen.

Die GEDOK unterstützt die Künstlerinnen durch aktive Mitarbeit bei allen Veranstaltungen und präsentiert sich der Öffentlichkeit durch interdisziplinäre Kunstprojekte, internationale Wettbewerbe, Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Performances, Podiumsdiskussionen und wissenschaftliche Symposien. Es werden zudem Kataloge, Dokumentationen sowie Anthologien, CDs und DVDs publiziert.

Da die GEDOK sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sowie projektgebundenen Zuschüssen finanziert, sind Förderinnen und Förderer jeder Zeit willkommen.
Bei unserem Gespräch erfuhren wir, dass die Aufnahme in die GEDOK über die Regionalgruppen erfolgt und hohe Hürden dabei genommen werden müssen. Im Durchschnitt schaffen dies nur zwei bis drei Künstlerinnen pro Jahr.
Im Moment sucht die GEDOK Berlin neue Räumlichkeit, die auch kleinere Ausstellungen und Vernissagen ermöglichen. Besonders gefreut hat es uns, zu hören, dass die GEDOK Berlin in jedem Fall in Schöneberg bleiben will.
Bei der Suche nach einem passenden Ladengeschäft sind wir natürlich gerne behilflich.

Wirtschaftsweiber – „Lesbische Frauen im Berufsleben sichtbar machen“

Von Marijke Höppner
Wirtschaftsweiber
Mit dem Ziel lesbische Frauen im Berufsleben sichtbar zu machen, strickt Wirtschaftsweiber e.V. branchenübergreifend ein Netzwerk für lesbische Fach- und Führungskräfte. 160 Frauen engagieren sich bei Wirschaftsweiber e.V. bundesweit. In Berlin haben sich etwa 30 Frauen zu einer Regionalgruppe zusammengeschlossen. Das Spektrum der Mitfrauen ist breit gefächert: Etwa hälftig sind Selbstständige und Angestellte in Berlin vertreten. Die regelmäßigen Treffen dienen der Vernetzung und dem Austausch. Das Thema ‚Vernetzung‘ ist auch international groß geschrieben. So werden Netze nach Österreich, Dänemark und in die Schweiz gesponnen.
Die Aktivitäten sind politisch motiviert. „Diversity wird in großen Unternehmen immer mehr zum Thema!“, berichtet Karin Windt, die Koordinatorin für die Regionalgruppe Berlin und meint damit das die Global Player auf interkulturelle und sexuelle Vielfalt setzen, um ihre Offenheit nach außen zu zeigen: „Dennoch stoßen lesbische Frauen auch an die gläserne Decke.“ Die ‚gläserne Decke‘ ist aus frauenpolitischen Diskursen bekannt. Sie bezeichnet die Hürden, die Frauen im Berufsleben in den Weg gestellt werden, wenn sie aufsteigen wollen. Auszeit für Kindererziehung ist zum Beispiel ein Grund. Lesbische Frauen können schon mal mit klischeehaft dargestellt werden, um ihre Kompetenzen abzuwerten. Selten wird diesen Diskriminierungen entgegen getreten. Auch deshalb setzt sich Wirtschaftsweiber für lesbische Frauen im Berufsleben ein. Natürlich ist dies mit dem Appell verbunden, dass nicht nur die Betroffenen selbst Ungerechtigkeiten anzeigen sollten. Die gleiche Gesellschaft sei nur dann möglich, wenn alle Menschen sensibilisiert sind, Ungleichheiten aufzudecken und in konkreten Diskriminierungsfällen einzugreifen.

LARA – Frauen Stabilität geben

Von Dr. Gisela Pravda
Lara
Zu LARA zu kommen war gar nicht so leicht. Es gibt zwar ein Fahrstühlchen, aber wir (Marijke Höppner. Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg und Gisela Pravda, stv. Vorsitzende der ASF Tempelhof-Schöneberg) mit je einer normalen Tasche mussten uns drehen und wen-den, bis sich die Tür endlich schließen ließ. Rollstuhltauglich? Aussichtslos! Barrierefrei? Hoff-nungslos!
Sexueller Missbrauch und Vergewaltigung sind extrem zerstörerisch für die Persönlichkeit. Viele betroffene Frauen leiden an chronischen und komplexen Gesundheitsproblemen. Deshalb halten wir die Arbeit von LARA für so überaus wichtig.
Unsere Gesprächspartnerin war Dr. Esther Lehnert … und wir saßen in der Küche! Kürzer lässt sich die Enge bei LARA nicht beschreiben. In jeder Ecke, an jeder Wand der Schreibtisch einer Beraterin. Und trotzdem war es in der Küche schön, vor allem interessant. „LARA bietet unbürokratische Hilfen für Frauen und Mädchen nach einer Vergewaltigung, nach sexuellen An- oder Übergriffen und sexueller Belästigung.“ Das glaubt man/frau sofort. Von Montag bis Freitag Fr 9.00 -18.00 Uhr gibt es eine Hotline – auch in türkischer Sprache.
Der Ansturm auf LARA ist groß. Um überlange Wartezeiten für die betroffenen Frauen zu vermeiden, werden auch Gruppenberatungen als Erstgespräche angeboten, dann folgen Einzelgespräche – kostenlos und auf Wunsch anonym. Außer der gesundheitlichen und sozialen Beratung bietet LARA den Frauen auch eine Rechtsberatung.
Was wir mitnehmen ist: LARA braucht größere und barrierefreie Räume, viele – wie wir erst langsam erkennen – besonders von sexueller Belästigung und Vergewaltigung betroffene behinderte Frauen bleiben sonst ausgeschlossen.
Lara, Krisen und Beratungszentrum für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen, befindet sich in der Fuggerstraße 19 10777 Berlin-Schöneberg.

Halk Kösesi – Gleichstellung betrifft Frauen und Männer

Von Marijke Höppner
Halk Kösesi
„Die Väter haben nicht mehr die Rolle des Ernährers in den Familien“, beschreibt Frau Maurer-Kartal und zeichnet damit ein Bild über die Männer, die Stadtteilladen Halk Kösesi in der Crellestraße besuchen. Einige Männer, die aus der Türkei nach Deutschland einheiraten, haben Probleme Arbeit zu finden, hadern mit der Sprache und finden schwer Anschluss. Dies hinterlässt Spuren. Die traditionellen Rollenverhältnisse brechen auf. Die Rolle der Frau in der Beziehung oder Familie nimmt zu. Das kann schwer zu akzeptieren sein. So kommen nicht nur Frauen in die Beratung ins Halk Kösesi, sondern auch Männer, die Orientierung im Leben benötigen. Doch auch viele Frauen lassen sich in der Crellestraße blicken. Besonders die Beratungsangebote sind beliebt. In der Arbeitslosengeld II-Beratung sind zwei Drittel der aufsuchenden Frauen alleinerziehend. Aber auch Mädchen und junge Mütter in der Berufsorientierungs- oder Berufsumorientierungsphase suchen Unterstützung. Trotz abgeschlossener Ausbildung finden sie schwer etwas. Mit einem kleinen Kind sind Jobmöglichkeiten mit flexiblen Arbeitszeiten rar.
Auch bei jungen Männern spielt Berufsorientierung eine Rolle. Immer mehr junge Männer, auch mit Migrationshintergrund, finden im derzeitigen Schulsystem keinen Anschluss. Sie zu unterstützen, damit sie stärker am Leben teilhaben können, stellt eine große Herausforderung dar.
Neben den Beratungsangeboten bietet das Halk Kösesi auch Sprach- und Alphabetisierungskurse. Dabei wird auf die Ansprüche der Besuchenden Rücksicht genommen und Zeit gelassen, gelerntes zu verdauen.

Leben Lernen – Mädchen und jungen Frauen eine Perspektive bieten

„Es gibt keinen Einheitsbrei, jede bekommt das Gericht zu essen, was sie braucht.“, sagt Valerie Lenk, Vorsitzende Leben Lernen e.V., und meint es im übertragenen Sinne. Bei Leben Lernen wird seit 1978 Mädchenarbeit betrieben: betreutes Wohnen für Mädchen, junge Frauen und junge (werdende) Mütter. Entstanden aus der Heimarbeit, war den Gründerinnen von Leben Lernen e.V. klar, dass ein Angebot für Frauen und junge Mädchen notwendig wurde. Mädchen und Frauen brauchen eine passgenaue Ansprache, um sich sicher zu fühlen und entwickeln zu können.
Leben Lernen
Das betreute Mädchenwohnen findet in der Wohngemeinschaft oder allein statt. Die Mädchen können zu Hause nicht mehr leben, sind aber noch nicht so weit auf eigenen Beinen zu stehen. Viele Mädchen und junge Frauen bringen ernste Sorgen mit wie Essstörungen, Gewalt, Drogen und Selbstverletzungen. Ein Mädchen bzw. eine junge Frau wird von einer Sozialpädagogin begleitet. „Geht ein Mädchen in die Schule oder macht ihren Abschluss nach, dann wird sie zu Hause mit einer Tasse Tee willkommen. Es wird gefragt wie der Tag war und was nötig ist, damit es ihr gut geht“, beschreibt eine Mitarbeiterin von Leben Lernen und verdeutlicht damit wie wichtig die eins-zu-eins-Beziehung ist, denn viele Mädchen haben die Erfahrung, dass sich jemand für sie Zeit nimmt, zu Hause nicht gemacht. Kein Mädchen ist wie das andere, so wird ein passgenaues Angebot entwickelt, eben kein Einheitsbrei.
Das Mutter-Kind-Wohnen nimmt junge Frauen ab 16 Jahren und ab dem 6. Monat der Schwangerschaft auf. Auch Mütter mit Kind werden aufgenommen. Auch dieses Projekt leistete Pionierarbeit zur Gründung 1981. Junge Frauen kommen mit belasteten Biografien in die Einrichtung. In vielen Fällen ist das betreute Wohnen eine Auflage des Jugendamtes, um den Kinderschutz zu gewährleisten, wenn der Übergang von einer Pflegefamilie zurück zur leiblichen Mutter erfolgen soll. Andere Frauen haben Suchtprobleme oder fühlen sich mit der Aufgabe allein gelassen ein Kind zu erziehen. Auch gibt es eine eins-zu-eins-Betreuung für die jungen Frauen, aber auch Hilfe und Austausch in der Gruppe wird angeboten. Die Mutter lernt ihre Erwartungen, die aus schwerwiegenden Sorgen und Ängsten entstanden sind, nicht auf das Kind zu projezieren. Eine Methode, der Mutter zu zeigen, was sie mit dem Kind erreicht hat, ist die Methode des „Guten Bildes“. Die Frau wird mit dem Kind gefilmt. Anders als bei der Supernanny im Privatfernsehen, werden der Mutter, aber nicht die negativen Bilder gezeigt, sondern ein „gutes Bild“ bei dem Mutter und Kind Freude ausstrahlen beim Spielen oder Wickeln. Diese Bilder hinterlassen bei der Mutter häufig einen tiefen Eindruck und sie kann sich in schwierigen Situationen an diese positiven Bilder zurück erinnern. Nicht nur die Bilder helfen den Frauen in der Zukunft. Den Mitarbeiterinnen bei Leben Lernen ist es wichtig, dass Mädchen sich entwickeln in der Zeit in der sie die Unterstützung erhalten. So machen viele eine Ausbildung oder wiederholen ihren Abschluss. Verlassen die Frauen das betreute Wohnen, so ist es Leben Lernen wichtig, ihnen einen gemeinsamen Plan mitzugeben.
Neben dem Betreuten Wohnen, bietet Leben Lernen e.V. auch eine Beratungsstelle für Mädchen und junge Frauen in Tempelhof-Schöneberg. Themen wie Sexualität, Differenzen mit den Eltern, Schuldruck, Drogen und vieles mehr werden in der Beratung angesprochen. Die Beratung dauert meist eine Stunde. Der Bedarf ist groß. Leben lernen hält 735 Beratungsstunden im Jahr. Weitere 385 Stunden leistet leben lernen an der 7. ISS (Integrierte Sekundarstufe). Dabei stellen Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren die größte Beratungsgruppe dar. Die meistens Aufsuchenden stammen aus Tempelhof, gefolgt von Schöneberg Nord/Süd und Lichtenrade. Mit der Beratungsstelle vervollständigt Leben Lernen ihre Angebotspalette und leistet einen Bestandteil zur Prävention. Die Spezialisierung auf die Beratung von Mädchen ist im Bezirk einzigartig.
Der Besuch bei Leben Lernen e.V. am 17. August war Teil der Frauensommertour von Marijke Höppner, Sprecherin für Frauenpolitik. Begleitet wurde Höppner von Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin.

Es ist so easy – Tag der offenen Tür bei ISI e.V.

Tag der offenen Tür bei ISI e.V.

Zusammen mit der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, dem wirtschaftspol. Sprecher, Jan Rauchfuß, und der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Manuela Harling, besuchte die frauenpol. Sprecherin der SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg, Marijke Höppner bei der Frauensommertour am 15. August 2012 den Verein Initiative Selbständiger Immigrantinnen (ISI e.V.).
Isi
ISI e.V. fördert seit 1991 Frauen unterschiedlicher ethnischer und nationaler Herkunft in ihrem Wunsch nach wirtschaftlicher Selbstständigkeit. Die Besonderheit dieses Angebots ist es, dass hier Migrantinnen Migrantinnen fördern. Bei ISI e.V. können verschiedene Kursangebote und Einzelberatungen in Anspruch genommen werden, die zur Existenzgründung benötigt werden und vollkommen auf die Bedürfnisse der Frauen zugeschnitten werden. Die Dozentinnen von ISI e.V. kennen dank eigener Migrationsgeschichte und Integrationserfahrungen die Probleme der potentiellen Gründerinnen genau. Viele Frauen, die zu ISI e.V. kommen, haben im Herkunftsland einen Beruf gelernt oder studiert, aber ihre Berufsabschlüsse werden in Deutschland nicht anerkannt. Diesen Frauen bleibt, wenn sie ihre in der Ausbildung erworbenen Fähigkeiten einsetzen wollen, nur der Weg der Selbstständigkeit.

ISI e.V. veranstaltete anlässlich des Besuchs einen Tag der offenen Tür. So waren viele ehemalige Teilnehmerinnen der Existenzgründungskurse anwesend und stellen ihre Produkte und Dienstleistungen vor.
Dr. Czarina Wilpert Vorstandsfrau von ISI e.V. erklärte eindrucksvoll, dass sie 1988 in Zusammenarbeit mit der UNESCO eine internationale Tagung zum Thema Frauen und Migration an der TU Berlin durchführte. Diese Tagung war der Anstoß für sie und einige engagierte Studentinnen, ISI e.V. zu gründen und ein Ausbildungsprojekt für Migrantinnen, die eine Existenzgründung vorhaben, zu entwickeln.
Frau Dr. Wilpert wurde dafür 2006 mit dem Berliner Frauenpreis ausgezeichnet.

ISI e.V. ist seit 2011 in der Kurfürstenstr. 126 in Schöneberg zu finden.

„Bei Economista liegt das Herzblut, Geld wird im eigenen Unternehmen verdient.“

Von Manuela Harling
Im Rahmen der Frauensommertour besuchten am 15. August 2012 die frauenpol. Sprecherin der SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg, Marijke Höppner, zusammen mit der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, dem wirtschaftspol. Sprecher, Jan Rauchfuß, und der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, Manuela Harling, den Verein Economista.
Economista existiert seit 1989, ist aber erst 2009 nach Schöneberg gezogen.
Economista
Ziel von Economista ist es Frauen mit Existenzgründungskursen Unternehmensgründungen zu ermöglichen. Frauen, die den Gedanken der Selbstständigkeit haben, erhalten hier das Know-how und die Bestärkung für ihr Vorhaben.
Weiterhin ermöglicht Economista, dass sich die Frauen vernetzen. Denn auch der Vernetzungsgedanke ist Teil des Konzeptes.

Besonders hervorzuheben ist auch, dass die Kursleiterinnen alle ebenfalls als Selbstständige arbeiten und die Kursleitung nur mit einem geringen Honorar vergütet werden. So ist auch eine praxisnahe Informationsvermittlung möglich.

Economista richtet sein Angebot an alle Frauen, die sich mit dem Gedanken an eine Existenzgründung tragen. Es gibt weder eine Alters- noch eine Branchenbeschränkung. An den Kursen teilnehmende Frauen schätzen besonders, dass sie in einem geschützten Raum mit Expertinnen und gleichgesinnten Frauen an der Verwirklich ihrer beruflichen Träume arbeiten können.

Neben den Kursen, die es als Langzeitkurs oder als Kompaktkurs angeboten werden, gibt es auch die Möglichkeit von Einzelberatung. So kann zum Beispiel dem Businessplan in einer Einzelberatung der letzte Schliff gegeben werden.

Probleme hat Economista derzeit mit der Zusammenarbeit mit den Jobcentern. Bis zum letzten Jahr wurde ALG-II-Empfängerinnen die Teilnahme an den Kursen von Economista ermöglicht, teilweise auch der geringe Beitrag, den Economista den Frauen für die Kursteilnahme in Rechnung stellt, übernommen. Nunmehr ist dies nicht mehr möglich.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, der im Bezirksamt auch die Wirtschaftsförderung untersteht, machte Economista das Angebot zu einem Gespräch mit der bezirklichen Wirtschaftsförderung. Sie würde gern die Angebote der Wirtschaftsförderung dem Verein nahe bringen, aber ihn z.B. auch mit existierenden Unternehmensnetzwerken bekannt zu machen.

Economista e.V. befindet sich in der Meinigerstr. 11 in Schöneberg.

Kidöb – Beratung und Erfahrungsaustausch

Zunächst für Arbeitsmigrantinnen aus der Türkei, die sich am Grazer Platz niederließen, gegründet, hat sich Kidöb als Beratungseinrichtung und Treffpunkt für Türkei-stämmige Frauen etabliert. Beratung findet bei ausländerrechtliche Problemen, Sozialhilfefragen wie dem Austausch mit dem Jobcenter, familiären und Erziehungsthemen sowie häuslicher Gewalt statt.
Darüber hinaus bietet Kidöb in der Rheinstraße 53/54 Deutsch- und Alphabetisierungskurse an. Auch Mütterkurse, Deutschkurse für Mütter, während die Kinder sich in der Schule oder Kita befinden, werden durchgeführt.
kidöb
Einen weiteren Schwerpunkt bietet die Hausaufgabenhilfe für Mädchen an. Studentinnen und Ehrenamtliche unterstützen die Mädchen in Kleingruppen bei den Hausaufgaben. Starker Druck in der Schule machte einen Ausbau der Zielgruppe Mädchen in der 11. Klasse notwendig.
Neben den Informationsveranstaltungen im Bereich Gesundheit, Erziehung und Ernährung, gibt es diverse Freizeitangebote wie gemeinsame Theater- und Ausstellungsbesuche sowie gemeinsame Feste.
Zwischen dem 13. Und 17. August besuchte Marijke Höppner, Sprecherin für Frauenpolitik, frauenpolitische Einrichtungen und Netzwerke, darunter auch Kidöb. Zu dem Besuch bei Kidöb wurde Marijke Höppner begleitet durch Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin) und Orkan Özdemir (Vorsitzender der AG Migration Tempelhof-Schöneberg).

Al Nadi – Beratung für arabische Frauen

Seit 1984 bietet Al Nadi Beratung für arabisch-sprachige Frauen. Damit hat Al Nadi ein Alleinstellungsmerkmal, denn keine weitere Berliner Einrichtung hat diese Spezialisierung, so dass Frauen aus ganz Berlin die Einrichtung aufsuchen. Die Beratung wird für vieles in Anspruch genommen wie Unterstützung mit Behördenkommunikation, Hilfe mit Briefen des Jobcenters, Orientierung im Schulsystem, Beratung bei häuslicher Gewalt und bei Trennung. Besonders für den Bereich häuslicher Gewalt wird die (Sprach-) Kompetenz von Al Nadi von professionellen spezialisierten Beratungseinrichtungen in Anspruch genommen.
Neben der Beratung stützt Al Nadi die Familien vor Ort. Mit dem Schülerpatenprojekt wird erreicht Sprachkompetenzen zu erlangen.
Al Nadi
Gleichzeitig haben viele Besucherinnen von Al Nadi eine belastete Biografie und bringen Erfahrung aus Kriegs- und Krisenregionen mit. Viele können in Deutschland nicht arbeiten. Nach den Traumata aus ihrer Heimat, kommt eine gewisse Orientierungslosigkeit in der Aufnahmegesellschaft. Da es berlinweit nur eine arabisch-sprachige Therapeutin gibt, haben die Treffen bei Al Nadi einen Selbsthilfecharakter. Viele Frauen stützen sich gegenseitig und teilen ihre Erfahrung mit einander. Dabei werden sie begleitet von den einfühlsamen Sozialarbeiterinnen.
Der Besuch bei Al Nadi fand im Rahmen der Frauensommertour, einer Tour durch die Frauenprojekte und –verbände in Tempelhof-Schöneberg statt. Die Tour wurde initiiert von der frauenpolitischen Sprecherinnen, Marijke Höppner. Begleitet wurde Höppner von der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und dem Vorsitzenden der AG Migration Tempelhof-Schöneberg.

Berufsorientierung bei Frauen auf dem Weg: „Wie eine Lawine für mein Leben“

„Wie eine Lawine brach der Kurs auf mein Leben ein!“, berichtete Birgit. Seit 27 Jahren betreibt „Frauen auf dem Weg“ Berufsorientierungskurse für Frauen. In 3 monatigen Kursen werden Frauen, wie der ehemaligen Kursteilnehmerin Birgit, die Augen geöffnet. Auf dem Weg, bis Birgit wusste, was sie mit ihrem Leben anfangen wollte, erfuhr sie ein hohes Maß an Unterstützung.
Hauptzielgruppe von Frauen auf dem Weg sind Frauen zwischen 25 und 60 Jahren, Langzeitarbeitslose, Wiedereinsteigerinnen und Frauen, die existenzsichernde Selbstständigkeit suchen, Frauen mit Migrationshintergrund und eine hohe Zahl von Akademikerinnen, die keinen Arbeitsplatz finden. Zunächst wird den Frauen geholfen wieder Zutrauen zu fassen. Denn nach vielen Absagen im Bewerbungsverfahren, ist es wichtig Selbstbewusstsein zu gewinnen. Zudem stellt der gesellschaftliche Druck für Frauen wie er in vielen Magazinen geschaffen wird „erfolgreiche Geschäftsfrau, Mutter und Partnerin“ zu sein, eine enorme Belastung dar.
Den Kursleiterinnen ist es wichtig gegen gesellschaftliche Entwicklungen an zuarbeiten: Fachkräftemangel, mit 76% eine hohe Teilzeitrate unter den Wiedereinsteigerinnen und daraus resultierend natürlich Altersarmut unter Frauen. Ziel des Kurses ist daher unter anderem wirtschaftliche Unabhängigkeit bei den Frauen herzustellen sowie die Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu erreichen.
Auf dem Weg
Die Kursabsolventin Birgit kümmerte sich viele Jahre ausschließlich um ihre Kinder und Ehe. Die wichtigste Erkenntnis des Kurses war, so berichtete Birgit, die Entdeckung: „Es gibt auch mich!“ Mittlerweile hat Birgit Arbeit in einer sozialen Einrichtung gefunden und bildet sich fort, um in die Managementebene aufzusteigen.
Frauen auf dem Weg ist ein Projekt des Nachbarschaftsheim Schöneberg und sitzt in der Rheinstraße 54 in Friedenau. Wir besuchten das Projekt als Teil der Frauensommertour, eine Tour durch die in Tempelhof-Schöneberg ansässigen frauenpolitischen Projekte und Netzwerke. Begleitet wurde die Intiatorin der Tour von Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin und Orkan Özdemir, Vorsitzender der AG Migration Tempelhof-Schöneberg.

FAM – „Es soll der Frau leicht gemacht werden!“

FAM hat es sich zum Ziel gesetzt, es Frauen im Entzug so leicht wie möglich zu machen, berichtet Frau Brandt.
Während der Frauensommertour zwischen dem 13. Und 17. August der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg wurden Frauenprojekte und –netzwerke besucht. FAM (lang: Frauen Alkohol Medikamente) besuchten Marijke Höppner, Sprecherin für Frauenpolitik, die Initiatorin der Tour, und Angelika Schötter, Bezirksbürgermeisterin. Die Beratungsstelle in der Merseburgerstraße richtet sich an alkohol- und medikamentensüchtige Frauen, die wieder die Oberhand in ihrem Leben gewinnen wollen.
FAM
„So leicht wie möglich“ bedeutet, dass die Beratung vorurteilsfrei und ohne Hürden stattfindet. Der Erstkontakt ist bedingungslos. In der Einzelberatung wird für die Frauen ein individueller Hilfeplan ermittelt. In der Einzel- und Gruppenberatung wird innerhalb von 8 bis 12 Wochen Stabilität für die Betroffene erzielt. In den Gesprächen widerfährt die Frau Unterstützung, kann Frustration und Ängste loswerden. Viele Frauen haben in ihrem Leben einschneidende Erlebnisse gehabt. Sie wurden Opfer von Gewalt, Vergewaltigung, mangelnder Anerkennung, schweren körperlichen Erkrankungen.
Ein besonderes Anliegen ist es FAM auf die Sucht von Medikamenten hinzuweisen. 1,4 bis 1,5 Mio Menschen sind medikamentenabhängig, die Meisten von Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Das entspricht der Summe alkoholkranken Menschen. Während Alkoholismus als eine „Männerkrankheit“ betrachtet werden kann ( etwa 1,1 Mio der Betroffenen ca. 1,4 Mio Kranken sind Männer, kann Medikamentenabhängigkeit als „Frauenphänomen“ betrachtet werden, denn hier verkehrt sich die Situation. Es kann von 1,1 Mio weiblichen Abhängigen ausgegangen werden. Gleichzeitig liegt der Anteil der Hilfesuchenden im Bereich der Medikamentenabhängigkeit sehr gering. Reguläre Beratungseinrichtungen helfen ca. einem Prozent der Betroffenen. FAM leistet in diesem Bereich Pionierarbeit. Durch Aufklärung und informativer Werbung kann FAM etwa 12% der betroffenen Frauen in ihrer Beratungseinrichtung helfen.

Die seelische Funktion des Essens ergründen – Dick und Dünn e.V.

von Manuela Harling

Die Frauensommertour führte am 16.08.12 zu Dick & Dünn e.V.. Marijke Höppner hatte zum Informationsgespräch im Beratungszentrum auch die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die Bundestagsabgeordnete aus Tempelhof-Schönberg ,Mechthild Rawert, die Mitglied des Gesundheitsausschusses ist , und Manuela Harling, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Tempelhof-Schöneberg, angemeldet.
Dick &Dünn ist in Berlin das einzige Beratungszentrum bei Ess-Störungen. Der Verein existiert bereits seit 27 Jahren in Schöneberg. Rund 1000 Erstkontakte im Jahr hat die Beratungsstelle zu absolvieren. Ihr Angebot ist sehr vielfältig. Es gibt Einzelberatungen für Betroffene und für Angehörige, es gibt offene Gruppenberatungen, es werden Informationsveranstaltungen angeboten. Beratung und Information zum Thema Ess-Störung gibt es für alle. Sie richtet sich sowohl an die Betroffenen als auch an die Angehörigen und an Lehr- und andere Fachkräfte. Zudem geht Dick & Dünn an die Schulen.
Hier hat Dick &Dünn den Ansatz, nicht vom „Gesunden Essen“ zu predigen, stattdessen erarbeiten sie zusammen mit den Kindern wann und warum sie zu Süßigkeiten oder Chips greifen. So begreifen die Kinder, die durchaus wissen, was gesunde und ungesunde Ernährung ist, die Mechanismen, die zu unkontrolliertem Essen führen. Das Begreifen der Zusammenhänge ist Voraussetzung zur Veränderung des Essverhaltens.
Thema beim Besuch war auch die finanzielle Ausstattung des Vereins. Leider ist er chronisch unterfinanziert, da er lediglich Zuwendungen des Landes Berlin erhält und einen Eigenanteil erwirtschaften muss. Eine große Herausforderung ist für den Verein die Bewältigung des Generationswechsel bei den Mitarbeiterinnen. Denn, zwei Mitarbeiterinnen gehen in absehbarer Zeit in den Ruhestand. Sie wollen in der verbleibenden Zeit neue Kolleginnen eingearbeiten, damit die wichtige Arbeit weitergeführt werden kann. Aber diese Stellen sind in der Übergangszeit derzeit nicht finanziert.
Dennoch möchte der Verein das Angebot unbedingt aufrecht erhalten und geht auch immer wieder neue Wege, um die vielfältigen Anfragen zum Thema Ess-Störungen zu bewältigen.
Während der Anfangszeiten des Vereins kamen die meisten die Erstkontakte über das Telefon zustande. Heute kommen viele Anfragen per Mail aus der ganzen Bundesrepublik und dem Ausland. Durch eine Schulung von Mitarbeiterinnen anderer Einrichtungen in verschiedenen Bundesländern finden Betroffene und Angehörige kompetente Ansprechpartnerinnen nun auch außerhalb Berlins. Ganz neu ist ein Online-Angebot für Eltern von Ess-Störungen betroffener Kinder.
Das Beratungszentrum des Vereins Dick & Dünn e.V. befindet sich in der Innsbrucker Str. 37.

FFGZ – Frauengesundheit in eigener Hand

von Manuela Harling

FFGZ
1974 gründete sich das Feministische FrauenGesundheitsZentrum, seit 1985 ist es in Tempelhof-Schöneberg ansässig.
Marijke Höppner, frauenpol. Sprecherin der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg, die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Mechthild Rawert, Bundestagsabgeordnete aus Tempelhof-Schöneberg und Gesundheitspolitikerin, Manuela Harling und Dr. Gisela Pravda, beide für die AsF-Tempelhof-Schöneberg, Hermann Zeller, sozialpol. Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg und die gesundheitspol. Sprecherin der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg Ingrid Kühnemann besuchten das FFGZ zum Informationsaustausch am 14. August im Rahmen der „Frauensommertour“.

Das FFGZ bietet Beratung für Frauen zum Thema Gesundheit entweder persönlich vor Ort, telefonisch oder auch berlinweit bei diversen Kooperationsträgern. Es gibt Informationsveranstaltungen , Workshops und ein Kursangebot. In verständlicher Sprache werden gesundheitliche und medizinische Sachverhalte differenziert vermittelt. Das gilt auch für die eigene Zeitschrift Clio und die diversen Broschüren, die vom FFGZ herausgegeben werden.
Das FFGZ kooperiert mit anderen Trägern und arbeitet in Netzwerken. So entstand auch eine Kooperation mit der Volkshochschule und auch Migrationsprojekten.

Ein Projekt, dass aus der Kooperation mit Frauenmigrationsprojekten und der VHS entstand, ist die Patientinnenschulung. Hier lernen Frauen einen selbstbewußten Umgang mit den „Göttern in Weiß“, sie lernen, dass sie Rechte haben, Fragen stellen dürfen und auch die geplante Therapie hinterfragen dürfen. Für Migrantinnen, die deutsch nicht perfekt beherrschen, ist diese Schulung eine wichtige Erfahrung, denn sie lernen auch, dass Arzt und Ärztin in der Pflicht sind zur Information, die die Patientin auch versteht.
Das Thema Wechseljahre beschäftigt das FFGZ seit seiner Gründung. Hier kann frau Hilfe erfahren, wenn sie sich fragt, ob eine Hormontherapie hilfreich und sinnvoll ist oder es andere Alternativen gibt. Das Gleiche gilt für das Thema Verhütung.
Das FFGZ hat eine umfassende Bibliothek zur Frauengesundheit und kann auch mit bewährten weiterführenden Adressen helfen.
Petra Bentz, Cornelia Burgert und Martina Schröder vom FFGZ berichteten bei dem Besuch auch von Vorhaben, die sie gern verwirklicht sehen würden. Das FFGZ wünscht sich mehr Information an den Schulen zur HPV-Impfung, So müsste es ihrer Ansicht nach eine Vernetzung mit dem Bereich Schule geben, denn das Thema Impfung gegen Human Papilloma Viren ist Thema im Rahmen des Biologieunterrichts und die BiologielehrerInnen werden mit Materialien der Pharmaunternehmen ausgestattet, die natürlich eine kritische Sichtweise zu dieser Impfung vermissen lassen. Der Impfstoff ist nicht das Allheilmittel für Gebärmutterkrebs schlechthin und in den Familien sollte mehr über Wirkungsweise und Risiken informiert werden. Im Jahr 2008 gab es bereits eine umfassende Kampagne des bezirklichen Gesundheitsnetzwerkes, aber die Schülerinnen „wachsen“ nach.

Zusammen mit anderen Trägern des Gesundheitsverbundes für Benachteiligte bietet das FFGZ Kurse zum Thema Umgang mit Depression und Stressbewältigung. Gerade bei älteren Frauen, die in ALG II-Bezug geraten finden sich in diesen Kursen wieder. Eine Finanzierung durch das Jobcenter wäre deshalb anratenswert, denn die Frauen verlassen den Kurs mit Motivation und Empowerment.
Ein großer Wunsch ist auch die Installierung einer überregionalen Traumastation für Frauen, die an den Folgen von Gewalt leiden. Seit Jahren arbeitet das FFGZ am Thema Folgen sexualisierter Gewalt, Das FFGZ weiß, dass die Nichtbehandlung oder auch eine späte und unzureichende Behandlung z schweren Folgen führen kann.
Das FFGZ ist in der Bamberger Str. 51 in Berlin Schöneberg.

Auf Tour in Tempelhof

Jugendhilfe-Sommertour Tempelhof am 8.8.2012

Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss besuche ich im August die sieben Regionen der Jugendhilfe (Schöneberg Nord, Schöneberg Süd, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade), um mir einen besseren Eindruck des Sozialraumes und der Angebote und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche machen zu können. Die zweite Sommertour führte mich in der Region Tempelhof durch die Einrichtungen des Nachbarschafts- und Familienzentrums der Ufa Fabrik wie den Kinderbauernhof, das Familienzentrum, die Kita MaRiS und die Ganztagsbetreuung der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld, in den Lindenhof, um die Kindertagesstätte, den Jugendclub und das ansässige Netzwerk kennenzulernen, in die Jugendeinrichtungen Bose-Club, Cafe Albrecht (mit dem Kooperationsprojekt Tik e.V.) und in das Jugi Hessenring.
Bauernhof [Kinderbauernhof]
Das Nachbarschafts- und Familienzentrum der Ufa-Fabrik (NUSZ) ist ein Träger vieler sozialer Einrichtungen. Das Familienzentrum bietet in den neu gestalteten und renovierten Räumen Kurse für junge Mütter und Frauen. Inklusionsangebote finden sich genauso wie Rückbildungsangebote für Mütter. Kinder bis 14 Jahre können den Kinderbauernhof in der offenen Jugendarbeit besuchen. Patenschaften mit Kaninchen, Meerschweinchen und Hühnern können eingegangen werden. Außerdem wird Hausaufgabenhilfe, Tanzen und Ponyreiten angeboten. Für Mädchen wurde auf dem Gelände des Kinderbauernhofes in einem Bauwagen ein selbstverwalteter Rückzugsort geschaffen.
Die Kita MaRiS schwebt wie ein Raumschiff in der Manfred-von-Richthofen-Straße. 205 Kinder werden in Gruppen von 12 bis 16 Kindern betreut. Kooperationen mit der anliegenden Grundschule „Grundschule auf dem Tempelhofer Feld“ unterstützen den ganzheitlichen Bildungsansatz der Kindertagesstätte. Im offenen Ganztagsbetrieb kooperiert NUSZ mit der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld und der Tempelherren Grundschule.
Kita Maris [Kita MaRiS, Manfred-von-Richthofen-Straße]
Der Lindenhof stellt einen in sich geschlossenen Sozialraum dar; Kindertagesstätte, Ganztagsbetreuung, Schule und Jugendfreizeiteinrichtung arbeiten eng zusammen. Steigende Kinderzahlen in Kita und Schule machten die Betreuung in den bestehenden Einrichtungen unmöglich. Um die Übergangslösungen mit Containern auf dem Schulhof zu umgehen, werden umfassende Umbaumaßnahmen durchgeführt, die es ermöglichen alle Kinder an einem Standort unterzubringen und eine Durchmischung der Altersstufen zu erreichen. Die JFE im Lindenhof wechselt die Trägerschaft und wird in die Hände des Nachbarschaftsheim Schöneberg übergeben, so dass die Angebote von Schule, Ganztagsbetreuung und Jugendfreizeiteinrichtung auf die veränderten Bedingungen abgestimmt werden können und ein aufeinander aufbauendes Angebot kreiert werden kann. Im Netzwerk Lindenhof schließen sich Akteure aus dem Lindenhof zusammen wie Wohnbaugesellschaft, Schule, Jugendhilfe, Polizei, Senioreneinrichtung, etc. um strategisch die Lebenssituation der Menschen vor Ort zu verbessen, sich auszutauschen und zu vernetzen.
In der Bosestraße 6 befindet sich der Bose-Club. Als Gemeinschaftsprojekt des Bezirksamtes, NUSZ und K*I*D*S e.V. bietet der Bose-Club ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche. Dabei bietet die Umgebung mit Spielplatz und Fußballkäfig viele Möglichkeiten.
Das Ev. Jugendzentrum Cafe Albrecht hat seinen Schwerpunkt für Jugendliche im Bereich der Bandarbeit. Gemeinsam mit dem Träger Tik e.V. bieten sie auch verschiedene Angebote für Kinder an.
Der Jugi-Hessenring ist eine bezirkliche Jugendfreizeiteinrichtung in Neu-Tempelhof. Neben Hausaufgabenbetreuung, Tischtennis-Zeiten, geschlechter-differenzierten Computerangeboten, Koch- und Back-Aktionen sowie (Theater-)Schminkkursen, bietet der Jugi-Hessenring einen großen Veranstaltungssaal mit Bühne. Zur Förderung von Mädchen dienen besondere Angebote und ein gemeinsam gestalteter Mädchenraum.
Jugi-Hessenring [Jugi-Hessenring]

Bücherfrauen – Interessensvertretung rund ums Buch

Bücherfrauen
Die Bücherfrauen sind ein Netzwerk für Frauen, die in der Buchbranche arbeiten. Mit Ziel von Austausch und Vernetzung treffen sich Bundesweit 900 in Berlin 160 Lektorinnen, Autorinnen, Buchhändlerinnen, Übersetzerinnen, Journalistinnen, Verlegerinnen, usw.
Vernetzt wird sich regelmäßig auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig, aber auch auf regelmäßigen internen und öffentlichen Veranstaltungen. Auch frauenpolitische Themen heben die Bücherfrauen auf das Tableau. So befasst sich die hauseigene Studie „Mehr.Wert in der Bücherbranche“ mit der Gleichbehandlung von Frauen in der Bücherbranche. Zwar stellen Frauen mit 80 % der Mitarbeiterinnen, die Mehrheit in der Bücherbranche, jedoch erhalten Männer noch 28 % mehr Gehalt als Frauen. Die Studie bot mit dieser und vieler anderer Erkenntnisse den Grundstock für das politische Handeln des Frauenvereins. So begeht der Verein den Equal Pay Day und unterstützt Frauen bei Gehaltsverhandlungen. In Entscheidungsgremien fordern die Bücherfrauen 40% Frauen innerhalb von 5 Jahren.
Am 13. August 2012 trafen sich auf Einladung von Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik), Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin), Melanie Kühnemann (Vorsitzende des Kulturausschuss), Gudrun Blankenburg (Sprecherin für Kulturpolitik) und Dr. Gisela Pravda (Stv. Vorsitzende der ASF Tempelhof-Schöneberg) mit Stefanie Lembke und Frau Henze und Frau Seehofer von den Bücherfrauen.

SHP – Frauen in die Gesellschaft holen!

SHP [mit Herrn Dere]
Am 13. August 2012 besuchte die Sprecherin für Frauenpolitik, Marijke Höppner, das Interkulturelle Selbsthilfeprojekt für Frauen(SHP) in der Naumannstraße.
1985 wurde SHP gegründet, seitdem hat sich der Träger etabliert und bietet vor allem Deutsch- und Integrationskurse für Frauen an. Frauen aus muslimisch geprägten Ländern nehmen die Angebote besonders gern wahr, da sie diskriminierungsfrei und ohne verurteilt zu werden, mit und ohne Kopftuch, an den Kursen teilnehmen können. Eine unbeschwerte Atmosphäre bieten die Kurse dadurch, dass ausschließlich Frauen das Angebot nutzen dürfen. „Frauen sollen aus der Isolation in die Gesellschaft geholt werden“, so Fatih Dere der Geschäftsführer von SHP.
Die beiden Kindertagesstätten „Rosen“ und „Knospen“ greifen interkulturelle Kompetenz und Sprachförderung auf. Dabei gilt die Sprachförderung nicht nur den Kindern, sondern auch die Eltern werden leicht an Sprachkurse und Integrationskurse herangeführt.
Viele weitere Kurse werden mit Herzblut und viel Engagement betrieben wie Koch- und Nähkurse. Beratung und Vermittlung zu Experten und Expertinnen machen den Standort in der Naumannstraße zu einem Stützpunkt für Familienberatung.

Der Besuch bei SHP fand am 13. August 2012 statt.

Auf Tour durch Schöneberg-Süd

Jugendhilfe-Sommertour durch Schöneberg Süd

Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss besuche ich im August die sieben Regionen der Jugendhilfe (Schöneberg Nord, Schöneberg Süd, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade), um mir einen besseren Eindruck des Sozialraumes und der Angebote und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche machen zu können. Die erste Sommertour führte mich durch die Region Schöneberg-Süd. Die Tour führte von der Kita Rosa-Turm, in denKiezgarten und die Familienküche, zur Familienberatungsstelle FAB e.V., zu den Jugendfreizeiteinrichtungen Haiways und Flipper und endete im Wunderland für Kinder bis 12 Jahre, dem Jugendheim Lassenpark.
Rosa Turm [Kita Rosa-Turm]
Die Montessouri-Kita Rosa Turm, gehört zum Träger Täks e.V.. Täks e.V. ist ein gemeinnütziger Träger der Jugendhilfe, der im Schöneberger Süden und darüber hinaus Krippenangebote, Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulkooperationen, Jugendeinrichtungen und Nachbarschafts- und Familieneinrichtungen betreibt.
haiways [Wandbild JFE Haiways]
Kiezgarten [Lehmhütte im Kiezgarten]
Kreativ gestaltet sind die Wände in der Jugendfreizeiteinrichtung Haiways. Stadtplanung wird zum Gemälde, wenn Jugendliche malen, wie ihr Kiez sich entwickeln soll. Mit dem Computer kann man mehr als nur spielen und so wurde aus dem Kochprojekt nicht nur das Nachkochen der Rezepte, sondern auch die Gestaltung eines kleinen Kochbuches. Die räumlich angegliederte Lernwerkstatt Familienküche ist ein Inklusionsprojekt. Wunderbar gestaltet, so dass ein Ort der Kommunikation Menschen den Zugang zu den vielfältigen Programmen gewährt. Workshops gibt es u.a. zu den Themen gesunde Ernährung, Kochen und Tanzen.
Der Garten Kiezinsel ist ein besonderes Nachbarschafts- und Familienprojekt. Gemeinsames Gärtnern führt die Nachbarschaft zusammen. Die Gestaltung und Pflege liegt in der Hand der Freiwilligen. Die Kita-Kinder unterhalten kleine Gärten, gestalten bunte Vogelscheuchen und bauen aus Lehm eine Hütte. Sport- und Spielenachmittage werden organisiert, im Winter werden Märchen vorgelesen.
Kiezküche [Kiezküche]
In der Teltow-Grundschule konnte ich mir ein Bild über die Kooperation von Jugendhilfe und Schule machen. Die neue Rektorin legt viel Wert auf eine konzeptionelle Zusammenarbeit. Auch hier gestalten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kreative Programme für die Kinder.
http://marijkehoeppner.blogsport.de/wp-admin/upload.php [Essen in der Teltow GS]
Das Jugendfreizeitheim Flipper des Kinderhauses Friedenau e.V. liegt am S-Bahnhof Schöneberg. Akzeptanz, Individualität, Miteinander ohne Ausgrenzung sind Ziele der Einrichtung. Kinder werden ermutigt selbständig Kurse anzubieten und bringen anderen etwas bei. Über Zirkuspädagogik werden Kinder motiviert aus sich hinauszugehen und besondere Fähigkeiten wie Einrad fahren zu erlenen. Die Kinder und Jugendlichen vor Ort haben eine enge Bindung an die Pädagogen und Pädagoginnen. Die individuelle Begrüßung und Verabschiedung gibt den Jugendlichen einen Rahmen.
Flipper [JFE Flipper] FAb [Gruppenbild FAB e.V.]

In den Höfen der Crellestraße bietet Fab e.V. Unterstützungsleistungen für Familien und junge Menschen mit und ohne Behinderung an. Besondere Unterstützung erhalten Kinder, die selber oder deren Eltern psychisch oder seelisch krank sind. In der Projektküche werden besondere Kochangebote für Kinder mit Asberger und Autismus gegeben. Besonders viel Wert wird auf die Prävention in der Jugendhilfe gelegt.
Lassenpark [JFE Lassenpark]
Ein kleines Wunderland ist die
bezirkseigene Jugendfreizeiteinrichtung Lassenpark. Angrenzend an den Lassenpark liegt sie hinter dem Jugendmuseum. Draußen finden sich ein Piratenboot, selbstgebaute Hütten und eine Feuerstelle. Überall finden sich selbstgenähte, getöpferte, gebastelte, gehämmerte, geschraubte Schweinchen, denn das Schwein ist das selbstgewählte Lieblingstier der Kinder. Im Haus kann man in jeder Ecke und Schublade etwas entdecken. Fernseher sind keine Fernseher, sondern ein Rahmen für selbstgestaltete Gemälde. Gartenwerkzeug und Elektroschrott wird zu einem selbstgebastelten Pfau. Handpuppen sehen aus als hätte sie Paul Klee selbst gestaltet. Und im Kindercafe sitzt die Porzellangans Gisela, die die Kinder auf jedem Ausflug begleitet.

Die Sommertour durch Schöneberg Süd fand am 7. August 2012 statt. Begleitet wurde ich auf der Tour durch den Stadtrat Oliver Schworck.

Reinigen der »Stolpersteine«

Die Mitglieder der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg Elke Ahlhoff, Oliver Fey, Marijke Höppner und Gudrun Blankenburg, rufen dazu auf, am Sonntag, den 12. August 2012 um 14.00 Uhr an der Freizeitstätte Stierstraße 20 in Berlin-Friedenau beim Putzen der in der Stierstraße verlegten »Stolpersteine« zu helfen.

Die kurze Stierstraße hat nur 20 Hausnummern, weist aber über 50 Stolpersteine auf. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, Friedenauer Initiativen wie die Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße oder Brünnhildestraße sorgen dafür, dass das Schicksal der verfolgten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht vergessen wird.

Jedesmal sind die Recherchen zu den deportierten und ermordeten Menschen verbunden mit tiefgehenden, schmerzlichen Recherchen zu jedem einzelnen Schicksal. Die Stolpersteine finden ihren Platz vor dem Haus, in dem die Opfer der Nazi-Willkür ihren letzten Wohnort hatten, bevor sie von dort aus in die Todeslager deportiert wurden.

Vandalismus an einer betreffenden Informationstafel in der Stierstraße 18/19 begegnete die Initiativgruppe Stolpersteine Friedenau mit überzeugenden Erneuerung der Schautafel.

Damit die Stolpersteine mit den Namen der Opfer leuchten, soll durch diese Putzaktion ein Zeichen gesetzt werden, dass diese Stolpersteine ein lebendiger Gedenkort sind und zur aktiven Gedenkarbeit auffordern.

Die Initiatoren freuen sich über Ihre Hilfe – machen Sie mit! Für Putzmaterial ist gesorgt.

‚Mit Mut zum Entschluss und der Stirn zu unterscheiden‘ – Gedenkort für Hilde Radusch wurde eingeweiht

„Das ist ein toller Bezirk, dieses Schöneberg, in dem eine Lesbin und eine Kommunistin geehrt werden kann“, sagte Dr. Gabriele Wohlauf, eine Weggefährtin Hilde Raduschs, während der Eröffnung des Gedenkortes in der Eisenacherstraße Ecke Winterfeldstraße. Tatsächlich wurde an diesem 23. Juni der erste Berliner Gedenkort für eine lesbische Frau, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde eingeweiht.
Hilde Radusch 1
[Gedenkort Hilde Radusch mit Miss Marples Schwestern]
Um die 60 Menschen, vor allem Frauen, versammelten sich, um der Einweihung des Gedenkortes für Hilde Radusch in Schöneberg beizuwohnen. Darunter auch Weggefährtinnen und Freundinnen von Radusch, wie Wohlauf, die sich durch Hilde Radusch haben bewegen lassen in ihrem Leben. Radusch war Dichterin, Politikerin, Kommunistin, Frauen-und Lesbenbewegte und vor allem eine Kämpferin. Sie gab nicht auf, als sie von den Nazis verfolgt wurde und auch nicht als sie ihre Arbeit als Leiterin des Schöneberger Büros der „Opfer des Faschismus“ verlor, da sie als „lesbisch“ denunziert wurde.
Hilde Radusch 2
[Gedenkort Hilde Radusch]
Als Miss Marples Schwestern an die SPD Fraktion in Tempelhof-Schöneberg herantraten, war klar, dass es politischer Wille sein musste diese Ausnahmeperson zu ehren. Der Antrag wurde 2009 eingebracht. Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler beschrieb in ihrer Eröffnungsrede den Werdegang: Der Antrag wurde 2010 konsensual beschlossen, 2011 unterstützte die Bezirksverordnetenversammlung den Gedenkort mit Sondermitteln. Der mangelnde Kooperationswillen des Vermieters führte dazu, dass nicht eine unauffällige Gedenkplatte am ehemaligen Wohnhaus Raduschs zu finden ist, sondern statt dessen ein auffälliger Gedenkort in der Eisenacherstraße Ecke Winterfeldplatz entstand. Zwei Sitzgelegenheiten, stehen vor den Tafeln. Sie laden ein mehr über Hilde Radusch zu erfahren, die die/den Betrachter*in von einer der Tafel keck anschaut.
Ilona Scheidle, eine Mitstreiterin von Miss Marples Schwestern“ und Mitgestalterin der Inhalte auf der Tafel verlas einen persönlichen Brief an Hilde, den sie vor Ort verlas und beschrieb Radusch so: „Du warst Macherin und Kämpferin in Wort und Schrift, warst eine verletzbare Agitatorin der Ersten und Zweiten Frauenbewegung, hemmungslos leidenschaftliche Demokratin mit dem ‚Mut zum Entschluss und der Stirn zu unterscheiden‘..“. Und in Anbetracht der gerade statt findenden Pride Week führte sie aus: „Frauen zu vergessen ist gesellschaftlich nicht mehr konsensfähig, konsensfähig ist, dass Lesben zur NS-Gedenkformation, dem Nadelöhr deutscher Geschichtsbewusstheit gehören. Gut so.“
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[Gedenkort Hilde Radusch mit Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin]

Ein Balanceakt: Alleinerziehend Arbeit und Familie vereinen – Ein Besuch bei Alfa Netpoint in Friedenau

Am 7. Juni zwischen 14 und 18 Uhr werden in der Friedenauer Lauterstraße Näharbeiten und Goldschmiedeschmuck angeboten und verkauft. Die Besonderheit: Die Produkte stammen aus den Lehrwerkstätten des Ausbildungs- und Kulturzentrums (kurz: AKC) in der Lauterstraße.
Das Projekt bildet seit 1988 in Friedenau aus. Ziel ist es Jugendliche in Berlin besonders junge Frauen aus belasteten Lebenssituationen aufzufangen und durch eine Ausbildung Perspektive zu bieten. Die Ausbildungen als Maßschneiderin und Goldschmiedin werden in einem geschützten Rahmen angeboten, so dass die jungen Frauen ihre individuellen Fähigkeiten entfalten und erweitern können. Der ganzheitliche Ansatz des Vereins unterstützt eine selbstbewusste und eigenverantwortliche Lebensführung.
Alfa Netpoint Logo
Ein Schwerpunkt setzt der AKC in der Beratung und im Coaching für Alleinerziehende. Das dazugehörige Projekt Alfa Netpoint besuchten Angelika Schöttler, Bürgermeisterin Tempelhof-Schönebergs, und Marijke Höppner, Sprecherin für Frauenpolitik, am 11. Mai 2012. Alfa Netpoint entstand im Rahmen des Bundesprogramms „Gute Arbeit für Alleinerziehende“. Den ganzheitlichen Ansatz des AKC aufgreifend, geht es um Unterstützung, Beratungs- und Qualifizierungsangebote für Alleinerziehende. Es werden gemeinsam Wege gefunden Beruf und Betreuungsmöglichkeit zu vereinen und finanzielle Regelungen dafür zu finden. Da eine umfassende Beratung, eine entsprechende Begleitung benötigt, wird sich vor Ort Zeit genommen. Die Beraterinnen und Berater begleiten die jungen Frauen über mehrere Monate hinweg und unterstützen sie bei vielen kleinen und großen Lebensschritten, so dass ein hoher Nachhaltigkeitseffekt erzielt wird. Die Vermittlung in Arbeit, Ausbildung oder das Nachholen eines Schulabschlusses sind dabei sehr wichtig. Einige Frauen beteiligen sich aber auch an Praktika, Sprach- oder Integrationskursen auf dem Weg zu ihrem Traumjob. „Wichtig ist es die Wünsche der Besucherinnen im Auge zu behalten, um sich dann Schritt für Schritt ihrem Ziel zu nähern“, so der Berater Martin Kositza.
AKC arbeit Wer sich ein Bild der Arbeit des Ausbildungs- und Kulturzentrums machen möchte, kann am 7. Juni zwischen 14 und 18 Uhr in der Lauterstraße (nähe Breslauer Platz) das Projekt unterstützen und während des Sommerverkaufstages Produkte aus der Schneider- und Goldschmiedewerkstatt kaufen.

Besuch bei gleich und gleich e.V.

Gleich und gleich e.V. bietet betreutes Wohnen für Jugendliche an. Bundesweit nimmt der Verein eine besondere Rolle dabei ein, denn die Ansprache bezieht die Interessen von lesbischen, schwulen und trans* Jugendliche ein und nimmt so Rücksicht auf die spezifischen Erlebnisse und Bedürfnisse.
Um mehr über den Verein und dessen Arbeit zu erfahren, besuchte Marijke Höppner, frauenpolitische Sprecherin, am 10. Mai 2012 gleich und gleich e.V. Begleitet wurde Höppner von Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin), Manuela Harling (Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Tempelhof-Schöneberg) und Petra Nowacki (Vorsitzende der Schwusos – Lesben und Schwulen in der SPD Tempelhof-Schöneberg) sowie Friederike Nitzsche (Beisitzerin im Vorstand der Schwusos).
Die zielgruppenspezifische Ansprache gibt es deutschlandweit selten. Andere Bundesländer wie Bayern empfehlen Jugendliche nach Berlin in das betreute Einzel- oder Wohngemeinschaftswohnen. Eine Ansprache auf die Bedürfnisse von lesbisch, schwulen und trans* Jugendlichen ist nicht unbedingt üblich im Bereich des betreuten Wohnens.
Stefan Pröpper (Geschäftsführer) und die beiden Sozialpädagoginnen Ingrid Bergter und Katja Imholz berichteten darüber wie die Jugendlichen im Alltag gestärkt werden, um ihr Leben selbstständig zu meistern. Die Jugendlichen wenden sich zum Erfahrungsaustausch an die Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, die selber lesbisch, schwul oder trans* sind. Der Umgang mit öffentlichen Diskriminierungserfahrungen durch Nachbarn und Mitmenschen wird häufig zum Thema. Liebe, Partnerschaft, Hausarbeiten und Arbeitsplatzsuche sind genauso wichtig, um in ein selbstbestimmtes Leben geleitet zu werden.
Gleich und gleich befindet sich in der Kulmerstraße 16 in Berlin Schöneberg.
gleich und gleich e.V.
Hintere Reise: Frau Bergter, Frau Imholz, Herr Pröpper
Vordere Reihe: Ursula Hasecke (Frauenbeauftragte), Angelika Schöttler, Petra Nowacki, Mannuela Harling, Frederike Nitzsche, Marijke Höppner

Frauennamenspool: Diese Frauen sollen auf Straßenschildern geehrt werden!

Wir wol­len Frau­en im Be­zirk sicht­bar ma­chen!

Die tra­di­tio­nel­le Ge­schichts­schrei­bung hatte Frau­en lange über­se­hen. Dies zeigt sich auch in der Be­nen­nung von Stra­ßen. In Tem­pel­hof-Schö­ne­berg fin­den sich kaum Frau­en auf Stra­ßen­schil­dern wie­der. Dabei sind weib­li­che Ga­li­ons­fi­gu­ren als Vor­bil­der für eine gleich­be­rech­tig­te Ge­sell­schaft sehr wich­tig. Mit einer Liste oder einem Na­men­spool mit Frau­en­na­men für Stra­ßen­be­nen­nun­gen, ver­bin­den wir den Wunsch, dem weib­li­chen Blick auf die Welt Aus­druck zu ver­lei­hen und die Viel­falt weib­li­chen Schaf­fens und Den­kens sicht­bar zu ma­chen. (Quel­le: Drs. 0209/XIX)

Für den An­trag Drs. 0209/XIX Frau­en im Be­zirk sicht­bar ma­chen re­cher­chier­te die ASF Tem­pel­hof- Schö­ne­berg für die SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg die Bio­gra­fi­en vie­ler tol­ler Frau­en, die wir für eh­rens­wert hal­ten:

Pina Bausch
Pina (Phil­ip­pi­na) Bausch (27.​07.​1940 in So­lin­gen – 30.​06.​2009 in Wup­per­tal) war eine deut­sche Tän­ze­rin, Cho­reo­gra­fin, Tanz­päd­ago­gin und Bal­lett­di­rek­to­rin. Nach Ihr wurde das Tanz­thea­ter Pina Bausch in Wup­per­tal be­nannt, das Welt­ruhm er­lang­te. Pina Bausch, seit den 1970er- ​Jah­ren als Kul­tur­fi­gur der in­ter­na­tio­na­len Tanzs­ce­ne ge­fei­ert, gilt heute als eine der be­deu­tens­ten Cho­reo­gra­fen/innen der Ge­gen­wart. Ihren Stil präg­ten die Ver­stri­ckung von Tanz mit an­de­ren Gen­res der dar­stel­len­den Kunst wie Ge­sang aber auch Me­di­en­per­for­mance. Das Tanz­thea­ter Pina Bausch be­fin­det sich in der Part­ner­stadt Tem­pel­hof- ​Schö­ne­bergs Wup­per­tal.
Quel­len: http://​www.​pina- ​bausch.​de/​, http://​www.​pina- film.​de/​de/​pina- bausch.​html

Mar­ga­re­te Be­rent
Mar­ga­re­te Be­rent (9.​7.​1887 Ber­lin – 23.​6.​1965 New York) war 1919 die erste Frau mit einem ju­ris­ti­schen Staats­ex­amen in Preu­ßen und wurde zur Spe­zia­lis­tin für Ehe- und Fa­mi­li­en­recht. Sie pro­mo­vier­te 1914 „Über die Zu­ge­winn­ge­mein­schaft der Ehe­gat­ten“. Be­rent war Mit­be­grün­de­rin di­ver­ser Frau­en­ver­ei­ne dar­un­ter des Ju­ris­tin­ne­bun­des und des Aka­de­mi­ke­rin­nen­ver­eins sowie Vor­stands­mit­glied des Jü­di­schen Frau­en­bun­des. Ihre Pra­xis be­fand sich in der Goltz­str. 34. 1933 wurde Be­rent aus der Rechts­an­walts­pra­xis aus­ge­schlos­sen. 1939 emi­grier­te sie über Chile in die USA.
Quel­len: Jü­di­sche Frau­en im 19. und 20. Jahr­hun­ter. Le­xi­kon zu Leben und Werk, hrsg. Jutta dick, Ma­ri­na Sas­sen­berg, Rein­bek 1993.

Ger­trud Hanna
Ger­trud Hanna (22.​6.​1876- 26.​1.​1944 Ber­lin) war von 1909 bis 1933 Lei­te­rin des Ar­bei­te­rin­nen­se­kre­ta­ri­ats beim ADGB und Mit­glied des preu­ßi­schen Land­tags 1919 bis 1933 für die SPD. Sie setz­te sich für die An­er­ken­nung weib­li­cher Mit­glie­der in der Ge­werk­schaft ein und en­ga­gier­te sich in der SPD für die Frau­en­po­li­tik. Zer­mürbt von der Na­zi- ​Ver­fol­gung be­gang Hanna ge­mein­sam mit Ihrer Schwes­ter den Selbst­mord. Han­nah lebte vor 1918 in Neu- ​Tem­pel­hof.

Jenny Hirsch
Jenny Hirsch (25.​11.​1829 Zerbst – 10.​3.​1902 Ber­lin) war Frau­en- ​ und So­zi­al­ar­bei­te­rin, Schrift­stel­le­rin und Über­set­ze­rin. Sie war Mit­be­grün­de­rin des All­ge­mei­nen Deut­schen Frau­en Ver­eins (ADF) und des in Schö­ne­berg an­säs­si­gen Let­te- ​Ver­eins, in dem sie zeit­wei­lig Schrift­füh­re­rin war. Als Mit­ar­bei­te­rin zahl­rei­cher Frau­en­zeit­schrif­ten gab sie unter an­de­rem „Frau­en- ​An­walt. Organ des Ver­ban­des der Frau­en­bil­dungs- ​ und Er­werbs­ver­ei­ne“ her­aus.

Clara Im­mer­wahr, verh. Haber
Clara Im­mer­wahr (21.​6.​1870 – 2.​5.​1915) war die jüngs­te Toch­ter des Che­mi­kers Phil­lip Im­mer­wahr und sei­ner Ehe­frau Anna Krohn, einer gut­bür­ger­li­chen Fa­mi­lie in Bres­lau. Nach einer Leh­re­rin­nen­aus­bil­dung stu­dier­te Clara Che­mie. Als erste Frau an der Uni­ver­si­tät Bres­lau pro­mo­vier­te sie 1900 in phy­si­ka­li­scher Che­mie. Ihren Ab­schluß mach­te sie „Summa cum Laude“. 1901 hei­ra­te­te sie den Che­mi­ker Fritz Haber. Sie hoff­te auch als Ehe­frau wei­ter in der For­schung ar­bei­ten zu kön­nen, diese Hoff­nung er­füll­te sich nicht. Wäh­rend Fritz eine stei­le Kar­rie­re mach­te und schließ­lich zum Di­rek­tor des In­sti­tuts für Phy­si­ka­li­sche Che­mie und Elek­tro­che­mie der Kai­ser- ​Wil­helm- ​Ge­sell­schaft be­ru­fen wurde, muss­te Clara die un­dank­ba­re Rolle der re­prä­sen­tie­ren­den, um­sor­gen­den und al­len­falls zu­ar­bei­ten­den Pro­fes­so­ren­gat­tin über­neh­men. In der Ehe kri­sel­te es. Fritz war fa­na­ti­scher Pa­tri­ot und wid­me­te seine For­schun­gen voll­kom­men der Suche nach neuen Kampf­ga­sen. Im Laufe des Krie­ges wurde er Ab­tei­lungs­lei­ter im Kriegs­mi­nis­te­ri­um und über­nahm die wis­sen­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung für das ge­sam­te Gas­kampf­we­sen. Clara bezog dazu deut­lich Stel­lung und be­zeich­ne­te das ganze Un­ter­neh­men als «Per­ver­si­on der Wis­sen­schaft», Haber warf ihr «Lan­des­ver­rat» und «an­ti­mi­li­tä­ri­sche Ein­stel­lung» vor. Am 22. April 1915 be­feh­lig­te Haber an der West­front bei Ypern in Bel­gi­en den erst­ma­li­gen Ein­satz von Chlor­gas. Am 2. Mai 1915 er­schoss sich Clara aus Pro­test gegen die von ihrem Mann ge­lei­te­te erste che­mi­sche Mas­sen­ver­nich­tung und deren un­ab­seh­ba­re Fol­gen. Doch am nächs­ten Tag stand in der Zei­tung, das die Grün­de für ihren Frei­tod un­be­kannt seien. Seit 1991 ehrt der Ver­ein In­ter­na­tio­na­le Ärzte für die Ver­hü­tung des Atom­krie­ges (IPPNW)das An­denken an die Pa­zi­fis­tin mit der Ver­lei­hung der Cla­ra- ​Im­mer­wahr- ​Me­dail­le

Luise Kau­tsky
Luise Kau­tsky (11.​8.​1864 Wien – 1.​11.​1944 Aus­schwitz- ​Bir­ken­au) war als Ehe­frau von Karl Kau­tsky seine po­li­ti­sche Weg­ge­fähr­tin und un­ent­behr­li­che Stüt­ze. Sie hat durch ei­gen­stän­di­ge Über­set­zun­gen so­zia­lis­ti­scher Texte aus dem Eng­li­schen und Fran­zö­si­schen maß­ge­bend zur in­ter­na­tio­na­len Ver­stän­di­gung der Ar­bei­ter­be­we­gung bei­ge­tra­gen. Als Freun­din von Rosa Lu­xem­burg war sie deren erste Bio­gra­fin. Als Jüdin wurde sie mit 80 Jah­ren nach Ausch­witz- ​Bir­ken­au de­por­tiert. Auf dem Kran­ken­la­ger ant­wor­te­te sie, dem Tode nahe, dem KZ- ​Arzt Men­ge­le auf seine Frage, ob sie des Kom­mu­nis­ten Frau sein: „ Ich bin des So­zia­lis­ten Frau“. Luise Kau­tsky war seit 1890 mit Karl Kau­tsky ver­hei­ra­tet. Al­lein in Frie­denau hatte das Ehe­paar mit ihren drei Söh­nen vier Wohn­adres­sen. Von 1900 bis 1902 wohn­ten sie in dem heute denk­mal­ge­schütz­ten Haus Saar­stra­ße 14. Das Haus wurde zum Treff­punkt der frü­hen So­zi­al­de­mo­kra­tie. Die drei Söhne gin­gen in Frie­denau zur Schu­le. Au­ßer­dem lebte sie in der Wie­land­stra­ße 26.

Erna Pros­kau­er
Erna Pros­kau­er (5.​8.​1903 – 18.​1.​2001), ge­bo­ren in Brom­berg, muss­te sie mit 17 Jah­ren ihre Ge­burts­stadt auf­grund des Ver­sail­les Ver­tra­ges ver­las­sen. Die Fa­mi­lie zieht nach Ber­lin in die Kai­ser­al­lee (heute Bun­des­al­lee). Erna Pros­kau­er stu­diert als eine der ers­ten Frau­en Rechts­wis­sen­schaf­ten. 1933 wird die frisch­ge­ba­cke­ne Ge­richt­s­as­ses­so­rin „bis auf wei­te­res“ vom Dienst sus­pen­diert. Als Jüdin wird ihr auch die Zu­las­sung als An­wäl­tin ver­wei­gert. Zu­sam­men mit ihrem Mann Max, der eben­falls Ju­rist ist, emi­griert sie nach Is­ra­el. An­fang der 50er Jahre keh­ren sie nach Deutsch­land zu­rück. Sie neh­men sich eine Woh­nung in Schö­ne­berg, Max lässt sich als An­walt nie­der. Erna be­an­tragt die Wie­der­auf­nah­me in den Jus­tiz­dienst, doch diese wird ihr nach jah­re­lan­gen Pro­zes­sen letzt­end­lich mit der Be­grün­dung ver­wei­gert, daß Erna Pros­kau­er nicht als Jüdin be­nach­tei­ligt wor­den sein soll, son­dern aus be­am­ten­recht­li­chen Grün­den zu­al­ler­erst „als ver­hei­ra­te­te Frau“. Dafür gibt es keine Wie­der­gut­ma­chung. Für ihre „Ver­diens­te um die Ber­li­ner Jus­tiz“ wurde Erna Pros­kau­er 1995 das Bun­des­ver­dienst­kreuz ver­lie­hen. Sie starb 2001 in ihrem 98. Lebensjahr.​Sie starb 2001 in ihrem 98. Le­bens­jahr.

Ger­tru­de Sand­mann

Ger­tru­de Sand­mann (16.​11.​1893 in Ber­lin – 6.​1.​1981 Ber­lin) war eine Ber­li­ner Künst­le­rin und Grün­de­rin der Grup­pe L47. Als les­bisch jü­di­sche Ma­le­r­in durf­te sie zu­nächst nicht an der Aka­de­mie der Küns­te ler­nen und be­leg­te Kurse beim Ver­ein Ber­li­ner Künst­le­rin­nen. In der NS- ​Zeit wurde sie ver­folgt und tauch­te unter. Ihre Ge­dan­ken zum Über­le­bens­kampf im Ber­li­ner Un­ter­grund, zum Ju­den­tum und der ge­sell­schaft­li­chen Po­si­ti­on Frau las­sen Ihre Werke in einem po­li­ti­schen Kon­text er­schei­nen.

Eli­sa­beth Schu­ma­cher
Eli­sa­beth Schu­ma­cher (geb. Ho­hen­em­ser: 28.​04.​1904 – 22.​12.​1942 Ber­lin) war Gra­fi­ke­rin und Mit­glied der „Roten Ka­pel­le“. Wäh­rend des Spa­ni­schen Bür­ger­krie­ges ko­pier­te und mi­ni­a­tu­ri­sier­te sie ge­hei­me Ma­te­ria­li­en der deut­schen Luft­waf­fe, und ver­teil­te mit der Grup­pe il­le­gal Flug­blät­ter und do­ku­men­tier­te Ver­bre­chen des NS- ​Re­gimes. Sie ver­brei­te­te selbst il­le­ga­le Wi­der­stands­schrif­ten und ver­such­te, jü­di­sche An­ge­hö­ri­ge vor der De­por­ta­ti­on zu schüt­zen. 1942 wur­den Sie, ihr Mann, der Bild­hau­er Kurt Schu­ma­cher, den sie 1934 ge­hei­ra­tet hatte, und zahl­rei­che wei­te­re Mit­glie­der Wi­der­ständ­ler ver­haf­tet. Sie wurde am 19. De­zember vom Reichs­kriegs­ge­richt wegen „Vor­be­rei­tung zum Hoch­ver­rat“, „Lan­des­ver­rat“ und wei­te­rer po­li­ti­scher Ver­ge­hen zum Tode ver­ur­teilt und am 22. De­zember im Straf­ge­fäng­nis Ber­lin- ​Plöt­zen­see unter dem Fall­beil hin­ge­rich­tet.

He­le­ne Stö­cker
He­le­ne Stö­cker (13.​11.​1869 El­ber­fels – 24.​2.​1943 New York) war eine deut­sche Se­xu­al­re­for­me­rin und Pa­zi­fis­tin. Stö­cker war eine der ers­ten Ber­li­ner Ab­itu­ri­en­tin­nen und Gast­hö­re­rin­nen der Ber­li­ner Uni­ver­si­tät. 1905 Grün­de­te sie den „Bund für Mut­ter­schutz und Se­xu­al­re­form“. Ihr Frie­de­nau­er Wohn­sitz in der Sen­ta­stra­ße 5 wurde zweit­wei­se zum Sitz des Ver­eins. Stö­cker setz­te sich u.a. für die Se­xu­al­auf­klä­rung, Ver­hü­tung und Se­xu­al­hy­gie­ne sowie für die Straf­frei­heit der Ab­trei­bung, freie Se­xua­li­tät für Frau­en auch au­ßer­halb der Ehe und männ­li­che Ho­mo­se­xua­li­tät ein. Mit Aus­bruch des Ers­ten Welt­krie­ges en­ga­gier­te sich Stö­cker in der Frie­dens­be­we­gung und wurde Mit­glied des „Bun­des für Kriegs­dienst­geg­ner“ (BdF). Nach der Macht­über­nah­me der Nazis floh sie über die Schweiz und Schwe­den in die USA.

Gerda Sze­pans­ky
Gerda Sze­pans­ky (geb.: 6. De­zember 1925 Ber­lin – 3. Au­gust 2004 Ber­lin- ​Ma­ri­en­dorf) war Jour­na­lis­tin, Leh­re­rin, und Pu­bli­zis­tin und er­hielt 1996 das Bun­des­ver­dienst­kreuz am Bande ver­lie­hen. In der Nach­kriegs­zeit wur­den sie und ihr Mann Wolf­gang Sze­pans­ky, ein Über­le­ben­der des KZ Sach­sen­hau­sen, den sie auf einer Ver­samm­lung an­ti­fa­schis­ti­scher Leh­rer kurz nach Kriegs­en­de ken­nen­ge­lernt hatte, wegen „ak­ti­ver Be­tä­ti­gung im Sinne der SED“ per Straf­be­scheid aus dem Schul­dienst ent­las­sen. Sie über­nahm die Lei­tung des Kul­tur­clubs der Ge­sell­schaft für Deutsch- ​So­wje­ti­sche Freund­schaft in West- ​Ber­lin. Als His­to­ri­ke­rin be­schäf­tig­te sie sich mit der Auf­ar­bei­tung der Le­bens­ge­schich­ten von Frau­en, sie en­ga­gier­te sich für die Ge­denk­stät­te des Frau­en- ​KZ Ra­vens­brück, or­ga­ni­sier­te Austel­lun­gen und Ver­öf­fent­li­chun­gern für die Bran­den­bur­gi­sche Lan­des­zen­tra­le für po­li­ti­sche Bil­dung und war auch im Ver­band deut­scher Schrift­stel­ler in der Ge­werk­schaft ver.​di aktiv.

Fran­zis­ka Ti­bur­ti­us
Fran­zis­ka Ti­bur­ti­us (geb.: 24. Ja­nu­ar 1843 auf Rügen – 5. Mai 1927 Ber­lin) war eine der ers­ten deut­schen Ärz­tin­nen und Kämp­fe­rin für die Öff­nung der Uni­ver­si­tä­ten für Frau­en.
Nach dem Schul­ab­schluss ar­bei­te­te sie zu­nächst als Er­zie­he­rin auf Rügen und in Eng­land, bevor sie sich ent­schloss, Me­di­zin zu stu­die­ren. In Deutsch­land war es Frau­en zu die­ser Zeit nicht ge­stat­tet die Uni­ver­si­tät zu be­su­chen, daher ging sie 1871 nach Zü­rich, wo be­reits seit den 1860er Jah­ren Frau­en im­ma­tri­ku­liert wur­den und ihnen das Pro­mo­ti­ons­recht ge­bo­ten wurde. Be­reits 1876 schloss sie ihr Me­di­zin­stu­di­um mit her­vor­ra­gen­den Leis­tun­gen ab und ging an­schlie­ßend als Vo­lon­tär­ärz­tin nach Leip­zig, dann in die Kö­nig­li­che Ent­bin­dungs­an­stalt Dres­den, wo sie sich ver­geb­lich um eine Ap­pro­ba­ti­on be­müh­te. Dar­auf­hin zog sie nach Ber­lin und grün­de­te ge­mein­sam mit Emi­lie Leh­mus im Prenz­lau­er Berg eine ei­ge­ne Pra­xis, sie muss­ten sich dabei je­doch als „Dr. med. in Zü­rich“ aus­wei­sen und hat­ten damit nur etwa den Sta­tus eines Heil­prak­ti­kers. 1908 er­öff­ne­te sie ge­mein­sam mit einer wei­te­ren Kol­le­gin, Agnes Ha­cker, Mit­be­grün­de­rin des „Deut­schen Bun­des für Mut­ter­schutz und Se­xu­al­re­form“, die „Chir­ur­gi­sche Kli­nik weib­li­cher Ärzte“. Dort wurde ins­be­son­de­re auch Ar­bei­te­rin­nen die ärzt­li­che Be­hand­lung durch nied­ri­ge Ho­no­ra­re er­mög­licht, und vor allem jun­gen Ärz­tin­nen Aus- und Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten ge­bo­ten. Noch im glei­chen Jahr wur­den Frau­en erst­mals an preu­ßi­schen Uni­ver­si­tä­ten, und ab 1914 zur Ap­pro­ba­ti­on zu­ge­las­sen.

Sie ken­nen tolle Frau­en nach denen Stra­ßen be­nannt wer­den kön­nen? Wir freu­en uns über Ihre Vor­schlä­ge an post(at)spd- fraktion- tempelhof- schoeneberg.​de

NPD aus Marienfelde vertrieben!

150 Menschen kamen zur – durch Gunter Hädke (SPD Marienfelde, Lichtenrade) und Rainer Jehle (Grüne) angemeldeten Kundgebung vor der Notaufnahmestelle für Flüchtlinge. Anlass war ein durch die NPD verlegter Aufmarsch, der für die Ausweisung von „kriminellen Ausländern“ werben sollte. Gunter Hädke (SPD), Rainer Jehle (Grüne), Harald Gindra (Linke), Frank Röder (Piraten) sowie die staatssekretärin Barbara Loth (SPD) und die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) sprachen auf der Kundgebung. Schöttler fand während der Kundgebung klare Worte: „Der Bezirk Tempelhof Schöneberg steht für Weltoffenheit und Akzeptanz. Aufmärsche wie der von der NPD heute geplante, sind nicht erwünscht.“

Im Anschluss fand der von der Polizei hoch geschützte Aufzug der NPD statt. Viele Marienfelder und Marienfelderinnen standen am Straßenrand und begleiteten den Demonstrationszug mit kritischen Sprechchören. Die menschenverachtenden Megafonansagen der NPD hatten kaum eine Chance. Menschen riefen aus den Fenstern, dass die NPD unerwünscht sei, einige hatten Transparente gemalt und warben von Hausdach zu Hausdach für Akzeptanz und ein menschliches Miteinander. Kleinere Sitzblockaden hielten den Demonstrationszug kurzfristig auf. Weitere 60 Menschen, versammelten sich nach dem Aufruf einer Nachbarschaftsinitiative vor dem Dorothee-Söller-Haus in der Waldsassener Straße 9. Dort kam der Neo-Nazi-Aufmarsch ins Stocken. Fast eine Stunde versuchten Sie ihr rassistisches Gedankengut zu verbreiten, während Gegendemonstranten sie unterbrachen. Schließlich gab der Demonstrations- und NPD-Kader die Ansage zum Abzug. Die NPD zog vorzeitig ab aus Marienfelde, die angekündigte Wegstrecke konnten sie nicht mehr bis zum Ende laufen. Gegen 22 Uhr konnten auch die Gegendemonstranten nach Hause gehen.

Für den kurzfristigen organisierten Protest gilt der Dank den zivilgesellschaftlichen Gruppen und spontan entstandenen Initiativen, die sich wie wir ein Marienfelde ohne braunes Gedankengut wünschen.

Aufruf zur Kundgebung gegen NPD Aufmarsch in Marienfelde

Aufruf zur Kundgebung gegen den geplanten NPD Aufmarsch in Marienfelde am 13. April um 18 Uhr, Marienfelder Allee 66. Kommt zahlreich!

Erklärung aller in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg vertretenen Parteien anlässlich der geplanten NPD Demonstration in Marienfelde am 13. April 2012

Marienfelde gehört allen Menschen!
Toleranz statt Rassismus und Unmenschlichkeit

Die Fraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen, CDU und Piraten sowie die Mitglieder von Die Linke in der Bezirksverordnetenversammlung sprechen
sich für ein vielfältiges und tolerantes Tempelhof-Schöneberg aus. Alle Menschen sollen in unserem Bezirk unabhängig von sozialer und ethnischer
Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Lebensweise frei und unbeschwert leben können.

Am Freitag, dem 13. April 2012 um, 18:30 Uhr will die rechtsradikale NPD durch Marienfelde marschieren. Starten soll die Demonstration an der Marienfelder Allee/Nahmitzer Damm, weiter führt sie über die Hildburghauser Straße, die Waldsassener Straße, den Tirschenreuther Ring, die Ahrensdorfer Straße und
über den Luckeweg wieder zurück zum Ausgangspunkt. In räumlicher Nähe befindet sich auch die Zentrale Aufnahmestelle Berlins, die ZAB. Dort werden
politische Flüchtlinge und Verfolgte aus aller Welt aufgenommen.

Zum Hintergrund: Die NPD Neukölln plante als Gegenreaktion auf eine Solidaritätsdemonstration einen Aufmarsch in Neukölln. Dort wurde ein 22-jähriger Mann mit türkischem Migrationshintergrund ermordet, zwei Jugendliche wurden schwer verletzt. Das Motto der Neonazis „Zeit zu Handeln – Kriminelle Ausländer raus“ dient nun dazu, den Mordfall zu instrumentalisieren. Denn hier wird versucht, die rassistische Zuschreibung, alle Ausländer seien kriminell, zu treffen.

In einer weltoffenen und kosmopolitischen Stadt wie Berlin hat die rassistische Hetze der NPD keinen Platz. Menschen egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht leben in Berlin gemeinsam und akzeptieren einander. Kriminalität ist keine Frage der Herkunft, sondern ein gesellschaftliches Problem, auf das die Politik Antworten finden muss.

Wir nehmen die Position der NPD als einen gezielten Angriff auf das gleichberechtigte Miteinander in Tempelhof-Schöneberg wahr und stellen dem einen respektvollen Umgang und Toleranz entgegen.

Donnerstag, 12. April 2012

Frauenpolitischer Bericht der Aktivitäten der SPD Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg

An die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Projekte der Mädchen- und Frauenprojekte und -vereine in Tempelhof-Schöneberg:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit der Konstituierung der Bezirksverordnetenversammlung und der Wahl des Bezirksamtes ist etwas Zeit verstrichen und so möchte ich die letzten Züge des Frauenmonats März nutzen, um Ihnen einen Überblick über die frauenpolitischen Schwerpunkte der SPD Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg zu geben.

Tempelhof-Schöneberg nimmt im Vergleich der Bezirke eine besondere Rolle ein. Während andere Bezirke ausschließlich Männer zu Bürgermeistern gewählt haben, hat Tempelhof-Schöneberg mit Angelika Schöttler (SPD) eine kompetente und engagierte Frau zur Bürgermeisterin gemacht. Im Bezirksamt bilden Frauen die Mehrheit. Das Präsidium wird ausschließlich von Frauen geleitet. Diese Besonderheit gegenüber den anderen Bezirken soll sich natürlich auch in der Politik wiederfinden. Seit Januar konnten wir mehrere Anträge stellen:

- Die Beteiligung der Bürgermeisterin und der Stadträtinnen und Stadträte am Girl’s Day 2012 wurde zu unserer ersten frauenpolitischen Forderung. Mit einer Mehrheit aus SPD, Grünen, Piraten und Der Linken wurde der Antrag beschlossen.

- Auch Erinnerungskultur wird ein Standbein unserer frauenpolitischen Arbeit sein. Mädchen und junge Frauen brauchen starke Vorbilder. Das Leben und Schicksal Mathilde Hofers, einer bewundernswert starken Frau, gestorben in Ausschwitz, soll anlässlich des internationalen Gedenktages an den Holocaust in einer Ausstellung gewürdigt werden.

- Ende vergangenen Jahres führten die Vereinten Nationen den Weltmädchentag ein. Am 11. Oktober 2012 soll nun auch in Tempelhof-Schöneberg das erste Mal auf die enachteiligungen und das Ungleichgewicht von Mädchen und jungen Frauen hingewiesen werden.

- Lisa Albrecht war Turnlehrerin des Arbeiter_innensports,Frauenrechtlerin und Pazifistin. Als engagierte Sportlerin und Widerständlerin gegen das Naziregime, soll sie Vorbild für viele Sportler und Sportlerinnen im Bezirk werden. Wir beführworten daher die Benennung der Sporthalle am Baußnernweg nach Lisa Albrecht. Der Antrag befindet sich in der Ausschussberatung.

Ein frauenpolitischer Schwerpunkt soll auch weiterhin auf der Förderung von Frauen im Sport liegen. Unser politisches Anliegen haben wir mit einem Besuch des Schöneberger Fraueneishockeyteams, den OSC Eisladys, gestützt. Frauensport wird immer noch medial und finanziell vernachlässigt. Dies wollen wir ändern!

Das Gedenken an Hatun Sürücü ist uns wichtig. Viele Menschen, besonders junge Frauen und Mädchen identifizieren sich mit ihr. Sogenannte Ehrenmorde sind eine spezifische usprägung von Gewalt gegen Frauen, die wir bekämpfen müssen. Wir möchten allerdings vor den Argumenten des rechtspopulistischen Spektrums warnen. Dort werden Frauen immer dann zu Opfern gemacht, wenn die Tat einem bestimmten Kulturkreis zugeschrieben werden kann. Häusliche Gewalt findet unabhängig von Ethnie, Bildungsniveau und sozialem Status statt. Alle Formen von Gewalt sind gleich schwerwiegend.

Eingesetzt haben wir uns auch für den Erhalt der Seniorinnenfreizeitstätte Huzur. Frauen, vorwiegend mit türkischem Migrationshintergrund, treffen und organisieren sich dort. Huzur ist ein einmaliges Angebot für Seniorinnen nicht deutscher Herkunftssprache im Bezirk.

Eine weitere kleine Anfrage diente der Ermittlung des Bedarfs von (Vor)Beratung für Opfer von häuslicher Gewalt in Marienfelde/Lichtenrade. Erschreckend sind die Zahlen des Polizeiabschnitts, der einen Anstieg von Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt verzeichnet. Wir werden die Ergebnisse auswerten und politisch Handeln. Die kleine Anfrage finden Sie zeitnah hier.

Frauenpolitik bedeutet auch sich zu vernetzen – auch überparteilich. Daher haben sich Frauen der SPD und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen entschieden gemeinsam frauenpolitische Projekte zu verfolgen.

Seit Januar gestalten wir bezirkliche Frauenpolitik und konnten einiges anstoßen. Bezirkliche Frauenpolitik ist jedoch mehr als das, was wir in der Bezirksverordnetenversammlung besprechen. Sie lebt von Ihrem Engagement in den Projekten und Vereinen. Daher möchte ich Sie herzlich einladen Ihre Anliegen mit mir zu teilen.

Mit freundlichen Grüßen

Marijke Höppner

Eisladies werden Zweite im DEB Pokalendspiel

„5 Teams, 2 Tage, 10 Spiele“ war das Motto des DEB-Pokalturniers der Frauen im Jahr 2012.

Am 18. März 2012 besuchten die Bezirksverordneten Oliver Fey, Marijke Höppner und Jan Rauchfuß sowie interessierte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokratinnen das Pokalfinale im Damen-Eishockey. Im Berliner Wellblechpalast spielten fünf Gäste Teams EC Bergkamener Bären, der SC Garmisch-Partenkirchen, der ECDC Memmingen sowie der ESC Planegg. In zwei Spieltagen fielen 47 Tore, es gab 55 Vorlagen und es wurden 200 Strafminuten vergeben.

Schließlich gewann der ESC Planegg den Pokal und holte gleichzeitig das Double. Die Eisladies des Schönebergers OSC konnten daheim den zweiten Platz erreichen. Platz 1 in der Scorer-Wertung mit acht Punkten belegten Franziska Busch (OSC Eisladies – 5 Tore/3 Vorlagen). Nationalspieler Anja Scheytt wurde zur besten Stürmerin des Turniers gewählt.

Wir möchten uns herzlich beim OSC für die Einladung zum DEB Pokalfinanle der Damen bedanken. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht!

OSC Eisladies

„Wir sind alle anders“ – Frauenmonat März in Tempelhof-Schöneberg

Zwischen dem 2. und dem 31. März findet erneut das spannende und bunte Programm des Frauenmärz Tempelhof-Schöneberg statt. Diesmal mit dem Motto „Wir sind alle anders“.
Der Frauenmärz wird jährlich anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März durchgeführt. Die initiale Forderung des Weltfrauentages, die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft, ist auch heute weiterhin aktuell.

Weitere Informationen zum Programm des Frauenmärzes 2012 und zum
Eröffnungsfest mit Prof. Dr. Gesine Schwan und der Sängerin Maren Kroymann finden Sie hier.

Besonders erwähnenswert ist die Diskussionen um Equal Pay am 15. März sowie zum Schönheitswahn und -pperationen unter dem Titel „Wa(h)re Schönheit“ am 21. März (mit dabei die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert).

Die SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg unterstützt den Frauenmärz. Das vielfältige Programm ist Ausdruck der vielfältigen Fähigkeiten der Frauen in der Gesellschaft.

Einladung: Schöneberger Damen Eishockey

Am 19. Februar um 16:30 Uhr besuchen Mitglieder und Freunde der SPD Tempelhof- Schöneberg ein Spiel der OSC Eisladiesdes, dem Schöneberger Fraueneishockeyteam.

Frauensport erlangt selten den Ruhm typischer Männersportarten. Und auch die mediale und finanzielle Unterstützung fällt für Frauen- Teams häufig geringer aus.

Das wollen wir ändern. Daher möchten wir noch vor dem Weltfrauentag ein hervorragendes Fraueneishockeyteam, die OSC Eisladies, unterstützen.

Die Eishockeydamen des OSC spielen in der 1. Bundesliga und waren seit 1991 fünf Mal Deutsche Meisterinnen.

Wir treffen uns am 19. Februar um 16:00 Uhr vor dem Wellblechpalast – Eissporthalle im Sportforum, Weißenseerweg 51- 55, 13053 Berlin. Je nach Anmeldestand und Interesse würden wir gern Fahrgemeinschaften dorthin bilden.

Deshalb bitten wir bis zum 12. Februar um Anmeldung bei Oliver Fey (ollifey(at)gmx.de) oder Marijke Hoeppner (info(at)marijke- hoeppner.de)

DER EINTRITT IST FREI, FREIWILLIGE SPENDEN WERDEN AN DER KASSE ABER NICHT ABGELEHNT!!!!

Oliver Fey, Vorsitzender des Sportausschusses in der BVV Tempelhof- Schöneberg

Marijke Höppner, Sprecherin für Frauenpolitik in der BVV Tempelhof- Schöneberg

OSC Eisladies

Erster Ausschuss für queere Lebensweise in Tempelhof-Schöneberg

Am 8. Dezember konstituiert sich voraussichtlich der Ausschuss für Frauen und queere Lebensweisen in Tempelhof-Schöneberg. Die Erweiterung um den Bereich queere Lebensweisen erfolgte auf Wunsch der bezirklichen SPD Fraktion. Damit ist Tempelhof-Schöneberg der erste Berliner Bezirk der Politik für queere Menschen in einem Ausschuss institutionalisiert ansiedelt.
Queer ist ein englischsprachiger Begriff, der auch Einzug in die deutsche Sprache gefunden hat. Zunächst umschreibt queer Dinge, Handlungen und Personen, die von der Norm abweichen. Das Adjektiv wird heute vor allem dafür verwand Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, transexuell, transgender oder intersexuell (kurz: LGBTTI) sind, zusammenfassend zu benennen. Queere Theorien stellen mittlerweile einen wissenschaftlichen Forschungsbereich dar.
„Dass die Belange queerer Menschen in einem Ausschuss festgeschrieben sind, ist eine Anerkennung der gesellschaftlichen Realität“, so der Sprecher für queere Lebensweisen Hermann Zeller. „Natürlich ersetzt der Ausschuss nicht die Verantwortung der einzelnen Politikbereiche aktiv zu werden, aber es ist die Chance das Augenmerk auf die Belange von vielen Menschen zu setzen, deren Interessen vorher nicht unbedingt mitgedacht wurden.“

Anschlag auf Stolpersteininformationstafel in der Stierstraße

In der Nacht zum 23. November wurde ein Informationskasten der „Initiative Stolpersteine Stierstraße“ beschädigt und umgestoßen. Die Initiative vermutet eine politische Straftat mit antisemitischem Hintergrund.
Stolpersteintafel

Der Schaukasten enthält liebevoll zusammengestellte Dokumente und Fotos zum Leben der jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner der Stierstraße, die durch die Nazis deportiert und ermordet wurden sowie eine Dokumentation der Arbeit der örtlichen Initiative. Die Initiative Stolpersteine Stierstraße forscht seit Jahren zum Leben jüdischer Menschen, die einst in der Stierstraße lebten und macht so sichtbar, was sonst in Vergessenheit geriete. 54 in den Boden gelassene Mosaiksteine aus Messing, genannt Stolpersteine, erinnern an die vielen ermordeten Jüdinnen und Juden, die ein zu Hause in der Friedenauer Stierstraße hatten. Etwa vier Wochen vor dem Anschlag wurden 12 Stolpersteine verlegt.

Die Stolpersteine der Stierstraße waren schon in der Vergangenheit Objekt von Beschädigung. Auch in der Schöneberger Gleditschstraße kam es zu mehrfacher Sachbeschädigung an den verlegten Stolpersteinen. Diese Zerstörungen sind mehr als Sachbeschädigungen. Sie sind Ausdruck einer rechtsextremen Ideologie – einer Ideologie, die Menschenlichkeit nicht kennt und der Gewaltfreiheit und Toleranz fremd sind. Wir haben Mitgefühl mit den Hinterbliebenen der Opfer, die in den Stolpersteinen eine würdige Erinnerung an ihre verstorbenen Familienmitglieder sahen. Wir verstehen die Wut derer, die ihre Kraft dahinein gesteckt haben, an diese Menschen zu erinnern. An die Mitglieder der Initiative Stolpersteine Stierstraße möchten wir die Bitte tragen: Lassen Sie sich nicht entmutigen. Wir bewundern Ihr Engagement sehr!

CrossKultur 2011 – Ein vielfätiges Programm

Der internationale Tag für Toleranz am 16. November und der internationalen Tag des Migranten am 18. Dezember bieten den Rahmen für eine
außergewöhnliche bezirkliche Kulturveranstaltung: CrossKultur2011.

Ausgehend davon, dass ein Drittel der Tempelhof-Schöneberger Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat, will CrossKultur ein ulturprogramm bieten, dass über die üblichen Kulturangebote hinaus geht. Die Integrationsbeauftragte Gabriele Gün Tank sagt es so: „CrossKultur versucht der Vielfalt, den unterschiedlichen Identitäten im Bezirk, Raum zu geben.“ Dabei wird auf kulturelle Ebene sichtbar gemacht, was interkulturell in Tempelhof-Schöneberg geleistet wird.

Das Programm bietet wieder viel unterhaltendes: Kinovorführungen, Lesungen, Musik, interkulturelle Stadtführungen und Diskussionen bietet das
Programm. Zum Beispiel zeigt die Urania am 7. Dezember Alamanya, am 5. Dezember liest Sineb al Masrar aus Muslim Girls, bei der beliebten Dolmus Tour wird der Bezirk am 16. Dezember unter der Überschrift „Interkulturalität“ erkundet und Vieles mehr.

Der Abschluss-Event findet am 17. Dezember in der Weißen Rose statt. Dort wird in den internationalen Tag des Migranten hineingefeiert. Mehr erfahren Sie unter: http://www.cross-kultur.de.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Tempelhof-Schöneberg besucht gemeinsam eine Veranstaltung der Reihe CrossKultur2011. Mehr dazu finden Sie hier.

„Gemeinsam für einen sauberen Kiez“ – OLGA räumt mit 29 Prostituierten den Kurfürstenkiez auf

Am Don­ners­tag, den 17. No­vem­ber rief der Frau­en­treff Olga zu einem neu­ar­ti­gen Pro­jekt auf: Ge­mein­sam mit 29 Pro­sti­tu­ier­ten der Kur­fürs­ten­stra­ße wurde der Kiez ge­putzt. Ziel war es ein Zei­chen zu set­zen, dass auch die Pro­sti­tu­ier­ten Wert auf einen sau­be­ren Kiez legen. Micha­e­la Klose, Lei­te­rin des Frau­en­treff Olga er­klärt dazu: „Häu­fig wird auf Ver­an­stal­tun­gen rund um den Kur­fürs­ten­stra­ßen­kiez ein Thema von den An­woh­nern und An­woh­ne­rin­nen an­ge­spro­chen.“ Ge­meint ist der Müll, der teil­wei­se mit der Stra­ßen­pro­sti­tu­ti­on auf­tritt. Dies sei laut Klose auch ein Thema, wel­ches die Pro­sti­tu­ier­ten sel­ber oft stört! „Auf An­re­gung der Sex­ar­bei­te­rin­nen wur­den schon klei­ne Müll­tü­ten­work­shops beim Street­work ab­ge­hal­ten, was immer wie­der zu mehr Sau­ber­keit im Kiez führ­te.“
Die „Müll­tü­ten­work­shops“ boten die Grund­la­ge für ein neues Ak­ti­ons­pro­jekt, das ge­mein­sam mit en­ga­gier­ten Eh­ren­amt­le­rin­nen durch­ge­führt wurde. Street­wor­ke­rin­nen und Sprach­mitt­le­rin­nen ko­ope­rier­ten, um ge­mein­sam den Müll ein­zu­sam­meln. Die vor­ge­se­hen „freund­li­che Be­ste­chung“ mit einem Stück Ku­chen war in den meis­ten Fäl­len gar nicht nötig, be­rich­te­te Frau Klose. Die Ar­beit un­ter­bra­chen die Sex­ar­bei­te­rin­nen. Die Aus­ga­be­stel­le für Müll­tu­ten, In­fo­ma­te­ri­al, Kaf­fee und Ku­chen wurde zum An­zie­hungs­punkt für in­ter­es­sier­te An­woh­ner und An­woh­ne­rin­nen, die gern ins Ge­spräch mit den Mit­ar­bei­te­rin­nen von Olga und den Pro­sti­tu­ier­ten kom­men woll­ten. „Eine rund­um ge­lun­ge­ne Ak­ti­on, die vor allem die Men­schen zu­sam­men­brach­te und einen blank ge­putz­ten Kiez hin­ter­ließ!“, sagte Micha­e­la Klose ab­schlie­ßend.

Olga_Putzaktion

Mehr zu Olga, fin­den sie hier: http://​www.​drogennotdienst.​de/​content/​wirbieten/​wb_​angebotefrauen.​html

Dreamvision – Kunst als Aufbau neuer beruflicher Perspektiven

Am 07. November 2011 wurde die Ausstellung „DREAMVISION, 11 Dreams, Dreams…“ unter der Schirmherrschaft von Frau Angelika Schöttler,
Bezirksstadträtin für Familie, Jugend, Sport und Quartiersmanagement, um 16 Uhr im Foyer des Rathauses Schöneberg eröffnet zu dürfen!

Präsentiert werden Bilder und andere Arbeitsergebnisse von drei Kunstprojekten entstanden in den Jahren 2009 – 2011 im Frauentreff Olga, eine
Einrichtung des Notdienst Berlin e.V., der sich als Suchthilfeträger um drogenabhängige Menschen und ihre Angehörigen in Berlin kümmert. Ob Café, Rechtsberatung, medizinische Versorgung oder Kleiderspenden, in jedem Fall ist das „Olga“ in der Kurfürstenstrasse ein Rückzugsort , an
dem seit 2009 von Anita Staud (Künstlerin) ein zusätzliches Angebot realisiert wurde.

In der Presseerklärung beschreibt die Künstlerin: „Das Kunstprojekt „Dreamvision“ bedeutet, Prostituierte und drogenkranke Frauen mit Hilfe künstlerischer Methoden zum Aufbau neuer beruflicher Perspektiven zu motivieren und Hilfestellung zu geben zur Förderung der beruflichen Handlungsfähigkeit mit Thema und Ziel: Ausstiegsorientierung.
So konnten im Verlauf der letzten drei Jahre eigene Ressourcen entdeckt, neue Ideen entwickelt, technische Fertigkeiten geübt werden: Es entstand ein Katalog mit Bild und Text im Jahre 2010 über die Förderung durch Stärken vor Ort, 2011 eine (Kunst)-Zeitschrift während des Projektzeitraums von LSK und die Zeichnungen und Malereien, die jetzt im Rathaus Schöneberg ausgestellt werden.
Zu einem Schwerpunktthema entwickelte sich die Mandala-Malerei, die von den Teilnehmerinnen begeistert aufgenommen wurde. Das Wort Mandala kommt sprachlich aus dem Alt-indischen, dem Sanskrit und bedeutet „Kreis“. Die Form eines kreisförmigen oder auch quadratischen Gebildes mit dem Zentrum in der Mitte kam im religiösen Kontext vieler Kulturen vor, wurde bei Ritualen verwendet oder
diente der Meditation. In jüngerer Zeit entdeckte C.G. Jung eine positiv – ausgleichende Wirkung auf den Menschen und führte das Malen von Mandalas in die Psychotherapie ein.“

Die Ausstellung läuft vom 8. November bis 4. Dezember 2011 und ist von Montag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. (John-F.-Kennedy-Platz 1, 10820 Berlin).

Vor­bild­lich und lei­den­schaft­lich für die För­de­rung von Ge­nos­sen­schafts­grün­dun­gen für Frau­en

Unter dem Motto „Ge­nos­sen­schaf­ten – ein tra­di­ti­ons­rei­ches Wirt­schafts­mo­dell mit in­no­va­ti­ver Kraft“ wur­den drei Ge­nos­sen­schaf­ten mit dem dies­jäh­ri­gen In­no­va­ti­ons­preis der SPD aus­ge­zeich­net.
Eine der Preis­trä­ge­rin­nen: die Wei­ber­Wirt­schaft – Stand­ort für Che­fin­nen! „Große Freu­de in der Wei­ber­Wirt­schaft! Wir sind eine von drei Preis­trä­ge­rin­nen des In­no­va­ti­ons­prei­ses der SPD.“, lässt sich auf http://​www.​weiberwirtschaft.​de/​ lesen.
Die Ge­nos­sen­schaft Weiber.​Wirtschaft ist das größ­te Grün­de­rin­nen­zen­trum Eu­ro­pas, an­ge­sie­delt in Ber­lin-​Mit­te. Mit dem Ziel In­itia­tiv­kraft, wirt­schaft­li­che Po­ten­zia­le und die Un­ter­neh­mens-​Lust von Frau­en zu bün­deln, gibt die Ge­nos­sen­schaft Frau­en Raum – im krea­ti­ven Sinne, denn es geht um den Aus­tausch von Ideen und im wört­li­chen Sinne, denn die An­kla­mer­stra­ße 38-40 ist auch ein Ge­wer­be­stand­ort und Ta­gungs­zen­trum. 1600 Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen haben sich dem Pro­jekt schon an­ge­schlos­sen. Seit 1996 ist die Tem­pel­hof-​Schö­ne­ber­ger So­zi­al­de­mo­kra­tin Mar­grit Zau­ner Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes.

Weiberwirtschaft

Zu den Preis­trä­gern zäh­len neben der Wei­ber­Wirt­schaft die in­no­va eG und die Netz­kauf EWS eG.
Mehr unter In­for­ma­tio­nen fin­den Sie unter http://​www.​spd.​de/​aktuelles/​Pressemitteilungen/​18688/​20111101_​innovationspreis.​html

STOP THE WILDERS SHOW – Strategien gegen Rechtspopulismus

Europas erfolgreichster Rechtspopulist ist am 2. Oktober 2010 in Berlin. Grund genug, um zusammen mit AktivistInnen aus den Niederlanden über Strategien gegen Rechtspopulismus zu diskutieren. Am 2.10.2010 um 19 Uhr im Rathaus Schöneberg.

Geert Wilders ist derzeit der europaweit auffälligste und erfolgreichste Rechtspopulist und Rassist. Seine Partei – „Partij voor de Vrijheid“ (PVV) – steht für rassistische Polemik gegenüber Muslima und Muslimen. Das verbindet ihn mit René Stadtkewitz (ehem. CDU- Fraktionsmitglied im Berliner Abgeordnetenhaus) und dem islamophoben Internetportal „Politically Incorrect“. Stadtkewitz und „Polically Incorrect“
haben Wilders am 2. Oktober 2010 nach Berlin eingeladen. Das breite antirassistische Bündnis „Rechtspopulismus stoppen!“ organisiert Proteste gegen den Besuch von Wilders. In diesem Rahmen findet die Diskussionsveranstaltung „STOP THE WILDERS SHOW“ statt.

Warum sind Rechtspopulismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit zur Zeit in vielen europäischen Ländern so populär? Wer ist Geert Wilders? Und warum wurden er und seine Partei in den Niederlanden so erfolgreich? Wie hat die Linke auf die Herausforderungen des Rechtspopulismus reagiert? Welche Strategien gegen Rechtspopulismus gibt es? Braucht die Linke eine europäische Antwort auf den Rechtspopulismus?

Wann: am Samstag, 2. Oktober, 19 Uhr
Wo: Rathaus Schöneberg im John- F.- Kennedy- Saal
John- F.- Kennedy- Platz, 10825 Berlin (U Bhf. Rth. Schöneberg)

Es diskutieren:

* Mechthild Rawert, MdB, Mitglied der AG „Strategien gegen Rechtsextremismus“ der SPD- Bundestagsfraktion
* Dirk Stegemann, Bündnis „Rechtspopulismus stoppen!“
* Peter Scheffer, Partij van de Arbeid (Niederlande)
* Moderation: Marijke Höppner, integrationspolitische Sprecherin der SPD- Fraktion in der BVV Tempelhof- Schöneberg

Eine Veranstaltung der SPD Tempelhof- Schöneberg

Die SPD Tempelhof- Schöneberg behält sich vor, von seinem/ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, homophobe oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren bzw. von ihr auszuschließen.

Der Schöneberger Norden gehört uns allen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich der gewaltätigen Übergriffe während einer Gewaltpräventionstour der TunSi (Staatsministerium für Tuntensicherheit) und des RBB am 10. Juni diesen Jahres im Schöneberger Norden (Pallasstraße/Potsdamer Straße) möchte sich die SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg verstärkt mit Ursachen von homophober Gewalt befassen. Was hinter homophober Hassgewalt steckt und welche Einwirkungsmöglichkeit wir haben einen diskriminierungsfreien Kiez und eine vorurteilsfreie Gesellschaft zu schaffen, möchten wir mit Ihnen besprechen. Wir laden Sie herzlich ein zu der Podiumsdiskussion:

am Freitag, 8. Oktober 2010
von 18:30 bis 20:30 Uhr
im Rathaus Schöneberg, Casino

* Grußwort: Ekkehard Band, Bezirksbürgermeister
* Podiumsgäste:
* Ginnifer Hartz alias Agenting G, TunSi
* Bastian Finke, Maneo
* Saideh Saadat- Lendle, LesMigraS
* Henry Maiwald, Präventionsbeauftragter des Polizeiabschnitts 41
* Schlusswort: Mechthild Rawert, MdB

Wir freuen uns sehr Angelika Schöttler (Stadträtin für Familie, Jugend
und Sport in Tempelhof- Schöneberg), Elke Ahlhoff (Vorsitzende der
SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Herr Löher und Frau Tischbier
(Ansprechpersonen für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Berliner Polizei), Dilek Kolat (Vorsitzende der SPD Tempelhof- Schöneberg), Hermann Zeller (Vorsitzender der Schwusos, Lesben und Schwule in der SPD Tempelhof- Schöneberg) und Anette Fugmann- Heesing (MdA) als Gäste begrüßen zu dürfen.

Die Einladung als PDF- Datei finden Sie hier.

Ich freue mich über Ihr Erscheinen.

Mit freundlichen Grüßen

Marijke Höppner
Sprecherin für Integrationspolitik

Antrag: Schlesiensaal im Rathaus Friedenau – Deutsch- polnische Geschichte sichtbar machen!

Der Schlesien- Saal im Rathaus Friedenau soll auf Wunsch der SPD zusätzlich mit einem Hinweisschild versehen werden. Die auf Holzwappen dargestellten schlesischen Städtenamen, sollen um die polnischen Namen ergänzt werden. Der SPD ist es wichtig die deutsch- polnische Geschichte aufklärerisch zu begleiten. Seit Monaten wird über das Hinweisschild diskutiert.

Hans Altmann, Gemeindebaurat und Architekt des Friedenauer Rathauses (Eröffnung 1917) berücksichtigte den dringenden Wunsch der Friedenauer Bürgerschaft und schuf für sie den ersten öffentlichen Veranstaltungs- und Festsaal in Friedenau, allgemein ‚Bürgersaal’ genannt.
Mit schwerem Holz vertäfelt und mit Wappen polnischer Städte der Region Schlesiens geschmückt – der Schlesiensaal.
Dieser Name wurde ihm aber erst 50 Jahre später verliehen. Als Reaktion auf die Umbenennung einer Breslauer Straße in Ostberlin musste der Rathausvorplatz 1964 seinen Namen Lauterplatz aufgeben und wurde nach der Hauptstadt der „Hauptstadt Schlesiens“ in Breslauer Platz umbenannt. Im gleichen Zuge wurde der Bürgersaal des Rathauses Friedenau mit der Benennung in ‚Schlesiensaal’ angeglichen.

Der Schlesiensaal zeigt noch heute Wappen verschiedener Städte, die der polnischen Region Schlesien/Slask angehören. Die Region Schlesien gehört seit 1945 zur Republik Polen und wurde mit dem deutsch- polnischen Grenzvertrag von 1991 auch von Seiten der Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich als solche anerkannt.

Die Mitglieder der SPD- Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Tempelhof- Schöneberg möchten die Wappen im Saal dazu nutzen, um auf die gemeinsame deutsche und polnische Vergangenheit und Zukunft der Region Schlesien hinzuweisen. Geplant ist deshalb, die deutschen Städtenamen um die polnischen auf einem Hinweisschild zu ergänzen.

Eingebracht: Februar 2008

Mehr Infos zum Verlauf der Drs 0555/XVIII gibt es hier.

Geschlechtergerechte Planung des Tempelhofer Feldes

Auf Einladung von Ulrike Neumann, Sprecherin für Frauenpolitik, diskutierten die Arbeitsgemeinschaften der Frauen (AsF) der Kreise Tempelhof- Schöneberg, Friedrichshain- Kreuzberg und Neukölln über eine geschlechtergerechten Gestaltung des Tempelhofer Feldes.

Dr. Stephanie Bock, Frauenbeirat für Stadtentwicklung, und Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin, beschrieben zunächst, was Gender Mainstreaming in der Stadtplanung bedeutet, um dann die bisherigen Planungsschritte für das Tempelhofer Feld darzustellen. In der Diskussion stellte sich heraus, dass bisher Gender Mainstreaming kein Kriterium in der Ausschreibung der Projekte war. Auch ist in der Jury zur ersten Projektauswahl für die Gestaltung des Tempelhofer Feldes keineR ExpertIn für den Bereich Gender Mainstreaming vertreten.

Positiv zu bewerten sind die umfassenden, geschlechter differenzierten Partizipationsprozesse per Internet und durch Dialoggespräch. Um das Tempelhofer Feld so gestalten zu können, dass sowohl Frauen und Männer den Stadtraum annehmen können, ist nun durch die Steuerung und Gestaltungsbüros eine Nutzer- und Nutzerinnenanalyse einzufordern.

Juli 2010

Rassismus und Homophobie sind kein Randphänomen – Veranstaltung zu Doppeldiskriminierung

Mehrfachdiskriminierungen von queerer Menschen mit Migrationshintergrund sind weiter an der Tagesordnung, stellte Koray Yilmaz- Günay, Mitarbeiter des Vereins GLADT e.V., in einer Diskussionsrunde der AG Migration und der Schwusos Tempelhof- Schöneberg heraus. Mit der Beteiligung von Mitgliedern der SPD Fraktion an der Veranstaltung sowie durch Besuche bei Projekten wie Miles und LesMigras möchte die integrationspolitische Sprecherin Marijke Höppner darauf aufmerksam machen, dass Rassismus und Homophobie kein gesellschaftliches Randphänomen sind.

Das Angebot von Gladt richtet sich vor allem an türkeistämmige Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen und Transgendern (LSBTT) – mittlerweile nehmen Menschen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund an den Aktivitäten teil. Neben der Erstberatung zu Fragen wie Coming out, Familie, AusländerInnenrechte und Lebenspartnerschaftsrechten, Gesundheit, Gewalt und Diskriminierung, entwickelte der Verein ein Konzept der emanzipatorischen Jungenarbeit für Schulen und Jugendeinrichtung. Weiterhin gibt es Beratungsangebote für Eltern sowie die Kooperation MultiplikatorInnen in dem Bereich der Elternarbeit und generationsübergreifenden Antidiskriminierungsarbeit. Zudem engagiert sich der GLADT e.V. auf unterschiedlichen Ebenen gegen Rassismus, Sexismus, Trans- und Homophobie.

In der Diskussion stellte Koray Yilmaz- Günay heraus, dass Rassissus und Homophobie weiterhin in den Köpfen vieler Menschen verankert sind. Weiterhin stellte er fest, dass der Grundstein für die Überwindung einer diskriminierungsfreien Gesellschaft vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit läge.

Die Abendveranstaltung bettet sich in die Arbeit der SPD Fraktion in Tempelhof- Schöneberg ein. Dem vorausgegangen ist ein durch Marijke Höppner, Sprecherin für Integrationspolitik, initiierter Besuch von MILES – Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule des LSVD. Folgen wird ein Termin bei LesMigraS, dem Antigewalt und Antidiskriminierungsbereich der Lesbenberatung Berlin e.V.

Quelle: http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de/index.php?nr=4213&menu=1

August 2010

Liebe verdient Respekt – MILES startet mit neuer Besetzung durch!

Seit kurzem hat das Projekt MILES des LSVD eine neue Leiterin, Gühlhan Reifers. Sie stellte Mitgliedern der SPD- Fraktion vor, wie MILES in Zukunft queere Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen möchte. Am 2. Juli besuchte Marijke Höppner, Sprecherin für Integrationspolitik der SPD Fraktion, das Projekt MILES – Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule des LSVD.

Gühlhan Reifers, die seit kurzem das Projekt leitet, stellte die Aktivitäten von MILES vor. Neben Beratungsangeboten in Fragen von Recht und Gesundheit bietet MILES psychosoziale und interkulturelle Beratung für homosexuelle Menschen mit Migrationshintergrund und deren Angehörigen. DiversityInternational ist ein Treffpunkt für Lesben, Schwule, bi- und transnationale Menschen verschiedener Nationalitäten und dient der Stärkung der vielfältigen Lebensentwürfe, Perspektiven und Vorstellung der Teilnehmenden. Mehr Infos finden Sie unter www.miles.lsvd.de

Quelle: http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de/index.php?nr=4212&menu=1

August 2008

Besuch beim Frauentreff Olga

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen besuchte unter Begleitung von Mitgliedern der BVV und des Abgeordnetenhauses den Frauentreff Olga e.V. – Konktaktladen für Drogenabhängige Frauen und Prostituierte. Der Frauentreff Olga ist eine Anlaufstelle für vorwiegend osteuropäischen Prostituierte im Kurfürstenstraßenkiez. Immer wieder kam es im zu Störungen der Anwohnerinnen und Anwohner, durch eine eher aggressive Prostitutionsanbahnung, die sonst nur in Sperrgebieten üblich ist.
Auf Initiative der ASF Tempelhof- Schöneberg engagierten sich sowohl die SPD- Fraktion im Bezirk als auch die SPD- Mitglieder des Abgeordnetenhauses Dilek Kolat und Annette Fugmann- Heesing, um eine Regelfinanzierung für Sprachmittlerinnen zu erreichen. Die Sprachmittlerinnen helfen, die Konflikte zu lösen. Bei dem Treffen wurde uns berichtet, dass durch eine kontinuierliche Sozialarbeit u.a. durch die Sprachmittlerinnen das Konfliktpotenzial in dem Kiez gesenkt werden konnte. Gleichzeitig konnte durch die bestehende Sozialarbeit den Prostituierten mit Nahrung, medizinischer Vorsorge und
Beratungsangeboten geholfen werden.

Eingebracht: Juli 2010

Quelle: http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de/index.php?nr=4123&menu=1

Infotafel im Schlesiensaal Friedenau hängt endlich!

Nach über einem Jahr vertagung, Arbeitsgruppengründung und -auflösung, diversen Textentwürfen, verbummelten Anträgen, endlich die Tafel im Schlesiensaal.

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Juni 2010