Archiv der Kategorie 'Gesundheit/Soziales'

„Fragen zum Familien- und Asylrecht sind am häufigsten “ – Zu Besuch beim LSVD

In der Beratung des Lesben- und Schwulen Verband Berlin-Brandenburg (kurz: LSVD) sind Rechtsberatungen zum Thema Asyl und Familie am häufigsten gefragt. Die Asylrechtsberatung ist am stärksten von Menschen russischer Herkunft frequentiert und zeigt damit wie viel Druck Menschen im Ausland, besonders in Russland aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erfahren. Die Demonstration „enough is enough“, die zum Ziel hatte, die Menschenrechte für lesbisch, schwule, bi- und transsexuelle in Russland zu verbessern, wurde auch von vielen Sozialdemokrat*innen besucht. Darunter die Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert, der Bezirkspolitiker Hermann Zeller und die Vorsitzende der Bezirksgruppe der Schwusos, Petra Nowacki.

Immer mehr Regenbogenfamilien
Der zweite Schwerpunkt der Beratung sind Fragen des Familienrechts. Immer mehr Paare möchten Regenbogenfamilien gründen, sind sich aber der rechtlichen Voraussetzungen nicht sicher. Die Nachfrage boomt, so dass in diesem Jahr das erste Regenbogenfamilienzentrum unter dem Dach des LSVD gegründet wurde. Grundsätzliche Fragen wie man zur Familie wird, beantwortet die Mitarbeiterin des Regenbogenfamilienzentrums, Constanze Körner. Rechtliche Fragen werden an die zwei ausgebildete Rechtsanwält*innen des LSVD gestellt. Aber auch die Rechtsberatung kommt an ihre Grenzen, wenn die Politik nicht mitzieht. Die Frage des Adoptionsrechts für lesbische und schwule Paare steht immer noch ganz oben auf der Wunschliste an die schwarz-gelbe Bundesregierung, die sich mit gesellschaftspolitischen Themen, im Gegensatz zur SPD, schwertut.
LSVD

Sommertour „gesund, sozial, queer“

Der Besuch des LSVD in der Nähe des Nollendorfplatz fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Petra Nowacki (Vorsitzende der Schwusos – Lesben und Schwule in der SPD Tempelhof-Schöneberg).

„Inklusion statt Ausgrenzung“ – Zu Gast im Pinel

Kaum nach dem ersten „Hallo“ kam es zur wichtigsten Frage: „Kann das Pinel am Standort Dominicusstraße weiter bestehen?“ Das Haus, in dem derzeit ca. 16 Menschen mit psychischen Erkrankungen betreut wohnen können, ist im Eigentum von Vivantes. Vivantes selbst nutzt eine Etage mit einer Tagesklinik. Das Gebäude soll nun in einem Bieterverfahren verkauft werden, was in Anbetracht der Verknappung von Wohnraum eine Verdrängung des sozialen Projektes aufgrund steigender Mieten zur Folge haben könnte. Der Status ist derzeit ungeklärt, daher hat sich auch die Bezirksverordnetenversammlung in einem Allparteienantrag, die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert und die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler an Vivantes gewandt, um den Standort zu sichern.

Inklusion durch Beteiligung am Arbeitsleben
Unsere Tour durch die drei Schöneberger Standorte des Pinels beginnt in der Wexstraße. Dort befindet sich die Geschäftsstelle. Wir sprechen über das betreute Wohnen. Hier und an den anderen Standorten sind schizophrene Erkrankungen am häufigsten vertreten. Den Menschen wird geholfen ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Ein wichtiges Element ist dabei die Möglichkeit Arbeiten zu gehen. Das Pinel hat im nahen Umfeld einen Second Hand Laden und eine Wäscherei. Stundenweise können die Menschen nach und nach anfangen zu arbeiten. Einige schaffen sogar den Wiedereinstig in den Arbeitsmarkt. Für wenige Klienten bietet Pinel auch eine Art Ausbildung im eigenen Haus an. Dabei kann der/die Azubi den Verwaltungsapparat und Einrichtungen des Gesundheitswesens im psychosozialen Bereich kennen lernen. Leider steht am Ende der Zeit keine anerkannte Ausbildung. Einige Absolventen und Absolventinnen finden bei Pinel einen Beruf in der Geschäftsstelle. Offen bleibt jedoch der Wunsch nach inklusiven Arbeitsverhältnissen. Menschen mit psychischen Erkrankungen sollten, wann immer möglich, an dort Arbeit finden, wo alle anderen Menschen auch Arbeit finden.
Pinel

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch des Pinels in Schöneberg fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Mechthild Rawert (MdB), Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil .

„Menschen wollen nicht selbst zum Pflegefall werden “ – Zu Besuch beim Pflegestützpunkt

„Menschen wollen nicht selbst zum Pflegefall werden“, beschreibt die Mitarbeiterin des Schöneberger Pflegestützpunktes. „Deshalb meiden sie unsere Informationsstände.“ Dabei ist die Arbeit des Pflegestützpunktes eine sehr wichtige. In Tempelhof-Schöneberg gibt es zwei Standorte, einen in der Pallasstraße. Hier findet man Beratung rund um die Pflege – von pflegebedürftigen Kindern bis zu Menschen im Alter.

Spezielle Beratung wird immer wichtiger
Wichtig wird auch die spezifische Beratung besonderer Zielgruppen. So wird der Selbstdarstellungsflyer des Pflegestützpunktes zeitnah in leichter Sprache veröffentlicht, um mehr Menschen zu erreichen.
Ein weiterer Schwerpunkt wird die kultursensible Pflege. Dabei steht gar nicht die sprachliche Kompetenz im Vordergrund, sondern die Kenntnis über das Altern in verschiedenen Kulturkreisen. In besonderen Fortbildungen werden die Mitarbeitenden auf Wünsche und Ansprüche hingewiesen, die ihnen bisher nicht bekannt waren. Ziel ist es für mehr Menschen eine passgenaue Pflege zu finden, sie geeignet zu beraten und bei Problemen in der Pflege richtig helfen zu können.
Pflegestützpunkt

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch des Pflegestützpunktes in Schöneberg fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss).

„Mehrgenerationenhaus als Mittelpunkt des nachbarschaftlichen Miteinanders“ – Zu Besuch im Mehrgenerationenhaus Kurmärkischenstraße und im betreuten Wohnen für psychisch erkrankte Jugendliche

In der Kurmärkischenstraße Ecke Frobenstraße befindet sich eins von drei Mehrgenerationenhäuser, betrieben von der Kiezoase. Kooperation und Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders hat sich der Standort auf die Fahnen geschrieben. Egal ob beim biographischen Malprojekt, dass in einer Ausstellung im Haus mündete oder beim Austausch mit der Kindertagesstätte gegenüber – Gemeinschaftsarbeit steht hier im Mittelpunkt.

Ehrenamtliche sind der Kern des solidarischen Miteinanders
Einen besonderen Schwerpunkt hat die Kiezoase im Rahmen der Mehrgenerationehäuser Barbarossastraße, Kurmärkischestraße und Steinmetzstraße auf das Ehrenamt gelegt. Die Ehrensamtskoordinatorin koordiniert eine Börse mit Angeboten, die von der Pflege des Kiezgartens bis hin zum Einkaufen für bewegungseingeschränkte Senioren reicht. In der Barbarossastraße ist ein Raum für die Ehrenamtlichen reserviert, im dem sie Angebote wie Stellenanzeigen im Fenster finden. Immer wieder gehen Interessierte vorbei, gucken und entscheiden sich schließlich, sich zu engagieren. Wie im Kiezgarten werden auch die Ehrenamtlichen von der Kiezoase gehegt und gepflegt bzw. geschult und unterstützt.

Koralle: wunderschön und schützenswert
Unser zweiter Stopp führt uns in die Koralle. Den Namen gab sich das Projekt bewusst, denn ähnlich wie die psychisch erkrankten Jugendlichen, die in Wohngemeinschaften durch die geschulten Mitarbeitenden bei der Bewältigung des Alltags unterstützt werden, sind auch Korallen wunderschön und schützenswert, berichtete uns der Projektleiter, Herr Rosemann. Jugendliche mit Essstörungen, manisch-depressiven Erkrankungen und Bindungsstörungen haben häufig viele Maßnahmen durchlaufen, verschiedene Wohnformen ausgetestet, oder waren in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht, bevor sie im Betreuten Wohnen unterkommen. Dort werden sie mit Therapie, Beratung und angeleiteten Gruppengesprächen unterstützt. Auch im Alltag hilft ihnen geschultes Personal.
Kiezoase

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch in den Schöneberger Einrichtungen der Kiezoase fand am 23. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin Mechthild Rawert (MdB), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europa Parlament), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg) Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.

„Menschen eine Aufgabe geben“ – Zu Besuch in den Werkstätten und des Drogennotdienstes

Wie eine Baracke sieht das Gebäude aus, in dem sich die Werkstätten und die Krisenwohnungen des Drogennotdienst e.V. befinden. Dabei haben die grauen Gebäude ein wunderbares Innenleben. Hier wird gewerkelt, gekocht, gegärtnert und Honig gewonnen. Unterstützt durch das Arbeitsamt werden hier und an anderen Standorten des Drogennotdienstes Angebote für Menschen gemacht, die in der Vergangenheit suchtkrank waren. Doch die entsprechenden Angebote vorzuhalten wird durch das Jobcenter immer stärker erschwert.

Arbeit bringt Suchtkranken Bestätigung
Teil der Rehabilitation für suchtkranke Menschen sind Arbeitsmaßnahmen. Diese ermöglichen es ihnen sich zu beweisen, Bestätigung außerhalb des Alkohols zu finden und etwas Produktives für die Gesellschaft zu leisten. Die Angebote des Drogennotdienstes sind Teil dieser Maßnahmen. Doch es wird immer schwerer die Angebote den Wünschen einiger Jobcenter anzupassen, was dazu führt, dass bestimmte Angebote komplett eingestellt wurden. Bisher setzte der Drogennotdienst auf eine Vielzahl verschiedener Arbeitsprojekte. Passte ein Angebot nicht, gab es die Möglichkeit zu wechseln, zum Beispiel von der Gärtnerei in die Wäscherei. Doch das ist nicht mehr in allen Bezirken so möglich.
Die Menschen in den Werkstätten in der Fasanenstraße hingegen zeigen mit Stolz ihre gerade gebauten Stühle und Schränke, lassen uns die leckeren Nachspeisen kosten und den selbst angelegten Kräutergarten begutachten.

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch in der Werkstatt der Kiezoase fand am 23. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen neben mir Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europa Parlament, Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg) Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.

„Man muss nicht verrückt sein, um hier her zu kommen“ – Zu Besuch bei KommRum

„Man muss nicht verrückt sein, um hierher zu kommen“, sagt Frau Pahl aus der Beratungsstelle von KommRum und verweist auf den leckeren Kuchen auf dem Tisch. KommRum in Friedenau ist eine offene Einrichtung mit Cafe-Betrieb und Beratungsstelle. Den Kuchen haben die sogenannten „Zuverdienstler*innen“ für unseren gemeinsamen Termin gebacken. Neben dem Cafe und der Beratungsstelle ist KommRum auch Träger von betreutem Wohnen und Apartment-Wohnen mit mehr als 100 Plätzen für Menschen mit psychischen Krankheiten. Auch bei KommRum stellt sich die Frage der Mietverdrängung für die Menschen im betreuten Wohnraum.

Keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit psychischen Erkrankungen
Während wir reden füllt sich das helle Cafe in der Schnackenburgerstraße 4. Immer mehr Menschen kommen und stellen uns Fragen und wollen mitdiskutieren. Ein Herr weist darauf hin, dass selbst Bundesminister Bahr eine Liste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt hat, die besagt, dass fünf der zehn häufigsten Krankheiten aus dem Bereich der Psychiatrie kämen. Gleichzeitig fehle es aber an Möglichkeiten für psychische kranke Menschen am Leben und Arbeiten gleichwertig zu partizipieren. Eine Frau bestätigt dies. Sie spricht von „Null Chancen“ auf dem Arbeitsmarkt, als psychisch erkrankter Mensch. Entweder man lügt bezüglich Lücken im Lebenslauf oder man wird nicht eingestellt, beschreibt sie. Menschen, die gern arbeiten möchten, aber keine Vollzeit- oder Teilzeit-Arbeitsverhältnisse auf Grund ihrer seelischen Verfassung annehmen können, fallen durch das Raster. Sie können zwar als sogenannte „Zuverdienstler*innen“ im Cafe arbeiten, wünschen sich aber oft mehr. Ein deutlich durchlässigeres System mit integrativen Arbeitsplätzen – auch mal für fünf oder zehn Wochenstunden. Die Hoffnung bestand das System der Bürgerarbeit dahingehend weiterzuentwickeln. Mittlerweile ist die Bürgerarbeit als Modell des Dritten Arbeitsmarktes durch die Bundesregierung gestrichen worden. Die Konsequenz wird uns sehr drastisch beschrieben: Immer mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen werden früh verrenten und leiden darunter nicht zum produktiven Teil Gesellschaft zu gehören.

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch von KommRum in Friedenau fand am 20. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Marijke Höppner (MdBVV) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss).

„Inklusion bedarf die Neugier und Aufgeschlossenheit aller Kursteilnehmer“ – Zu Gast beim Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der Ufa-Fabrik

Einen besonderen Weg hat sich das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum (kurz: NUSZ) überlegt und hat im Rahmen eines ausgeschriebenen Projektes im Inklusionsjahr 2012 viele Kurse vor Ort geöffnet für Menschen mit Beeinträchtigungen. „Das bedarf die Neugier und Aufgeschlossenheit aller Kursteilnehmer“, so Renate Wilkening, Geschäftsführerin von NUSZ. Mittlerweile finanziert der Paritäter das Inklusionsprojekt. Den meisten Aufwand bereitet die Vorbereitung der Gruppen und der Teilnehmenden, denn einige Menschen sind noch unsicher, wie sich die Sport-, Tanz- und Musikgruppen entwickeln und ob sie in der Lage sind mit Menschen mit Beeinträchtigung umzugehen. Doch die Vorarbeit zahlt sich aus. Eine Vielzahl von Angeboten kann nun inklusiv angeboten werden. Schnell wird in der Diskussion klar, dass es unser aller Ziel ist, dass diese Vorbereitung irgendwann unnötig geworden ist und gemischte Gruppen zum Standard werden. Doch bis dahin ist noch ein Stück Weg zu gehen.

Wunsch nach mehr sozialen Kontakten in der Betreuung
Wir wechseln die Straßenseite. Waren wir eben noch im Familien- und Nachbarschaftstreffpunkt, so geht es nun zum ambulanten Pflegedienst gegenüber. Entstanden ist der Verein aus der Idee, dass Mütter, die krank sind, sich schwer um ihre Kinder kümmern können. Mittlerweile hat sich die Familienpflege etabliert. Wichtige Unternehmen wie die BSR nutzen die Familienpflege besonders für ihre weiblichen Angestellten mit Kindern, denn das Unternehmen will es sich nicht mehr leisten, hochkarätige Mitarbeiterinnen tageweise zu verlieren. Neben Eltern und kranken Menschen unterstützt der Pflegedienst auch Senioren mit Pflegestufe. Die Zeit, die für die Pflege älterer Menschen vorgesehen ist, ist aber kaum ausreichend. Der Wunsch nach mehr sozialen Kontakten steht sofort im Raum. So ist es nicht vorgesehen, dass die Selbstständigkeit älterer Menschen gefördert wird. Man darf zwar für sie einkaufen gehen, aber eben nicht mit ihnen, da dies deutlich mehr Zeit beansprucht. Die Hilfe zur Selbsthilfe sieht der Pflegezeitplan nicht vor.
NUSZ

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums (NUSZ) in der Ufa Fabrik fand am 15. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europaparlament), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) und Marijke Höppner (MdBVV).

„Pflege muss sich mehr am Menschen orientieren“ – Zu Besuch in der Tagespflege des Nachbarschaftsheim Schöneberg

„Pflege muss sich mehr am Menschen orientieren“, beginnt der Geschäftsführer des Nachbarschaftsheim Schöneberg, Georg Zinner während wir im Gemeinschaftsraum der Tagespflege des NBHS in der Cheruskerstraße sitzen. Statt komplizierter Anmeldeverfahren sollten die Menschen je nach Bedarf täglich vorbeikommen können wie in einem offenen Haus – egal, ob mit Pflegestufe oder ohne. Die Abrechnungsverfahren müssten dafür deutlich vereinfacht werden. Doch das ist noch Wunschvorstellung. Während wir im Gruppenraum über die Tagespflege sprechen, findet nebenan schon das Tagesprogramm statt: Die Zeitungsrunde hat begonnen und es werden die aktuellen Schlagzeilen diskutiert.

In einer Wohngemeinschaft gemeinsam altern
Im gleichen Haus befinden sich zwei Wohngemeinschaften für Menschen im Alter. Unter dem Dach leben fünf Menschen mit Pflegebedarf. Frau Dacht (Name geändert) wohnt schon eine Weile in der WG. Sie erzählt uns, dass es ihr sehr gut gefällt, nur der Personalwechsel, wenn eine Mitarbeiterin in Urlaub oder krank ist, gefalle ihr nicht. Auch Imke Hoefer (Mitarbeiterin der Tagespflege) und Karen Gebert (Mitarbeiterin Wohngemeinschaften) bestätigen, dass es sehr schwer ist qualifiziertes Fachpersonal zu finden. In der Demenzwohngemeinschaft leben neun Menschen. Alle haben ihr eigenes Zimmer. Wohnzimmer, Küche und Bäder werden gemeinsam genutzt. Auch hier wird es politisch. Kritisch wird der unterschiedliche Umgang mit dem Wohngruppenzuschlag in den Berliner Sozialämtern diskutiert. Vorgesehen ist der Wohngruppenzuschlag von 200 EUR für zusätzliche Leistungen für Menschen, die ihn Wohngruppen gepflegt werden. Der Berliner Senat verlangt den Wohngruppenzuschlag der Hilfe zur Pflege anrechnen zu lassen. Einige verlangen sogar, dass der Wohngruppenzuschlag beantragt wird, damit er von der Hilfe zur Pflege abgezogen werden kann. Die tatsächliche Praxis im Bundesgebiet sieht anders aus. Hier bedarf es dringender rechtlicher Klärung. Völlig ungeklärt ist, wie die Bewohnerinnen und Bewohner von Wohngruppen einen Nutzen aus der für sie bestimmten zusätzlichen Leistung ziehen können.
NBHS

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Nachbarschaftsheim Schöneberg in der Cheruskerstraße fand am 20. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Mechthild Rawert (MdB), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Marijke Höppner (MdBVV) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil.

„Ich habe mit Klaus Wowereit getanzt“ – Zu Besuch bei den Golden Girls vom Werkhaus Antirost

„Ich habe mit Klaus Wowereit getanzt“, berichtete uns eine der älteren Damen. Bei Kaffee und Keksen wird eben über mehr gesprochen, als nur über das Werkhaus Antirost. Zum Beispiel über Klaus Wowereit oder über den „netten Opa“, der immer vorbei kommt und dem man nichts abschlagen kann, wenn er mal was genäht haben möchte.

Früher lernten die Mädels von mir, jetzt lerne ich von Ihnen
Das Werkhaus Antirost ist ein Verein für ältere Menschen, die fit bleiben möchten. In mehreren Werkstätten wird gehandwerkelt. Unter dem Dach des Stadtteilzentrums Kokuma befinden sich die Schneiderei, Acrylmalerei und Tiffany-Glasschmuck. Eine der älteren Damen führt uns durch die Schneiderei. Immer wieder unterrichtet sie Schülerinnen und Schüler der Eckner-Oberschule und hilft ihnen bei ihren Abschlussarbeiten in Modedesign. Eine der Schülerinnen, die früher Unterstützung in der Schneiderei von Antirost suchte, ist nun Studentin für Modedesign und kommt weiterhin. Mittlerweile bringt sie den Damen vor Ort neue Tricks und Kniffe bei.
Im Keller befinden sich die Metallwerkstatt, in der auch Fahrrädert repariert und gebaut werden, und die Holzwerkstatt. Hier wird geschnitzt und gesägt. Der erste Schwippbogen ist trotz warmer 26 Grad Außentemperatur schon für den Weihnachtsbazar fertig gestellt. Angst vorm älter werden haben die Damen hier nicht. Sie sind ständig unterwegs, lachen, kichern und machen ihre Witze.
Antirost

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Werkhaus Antirost fand am 15. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.

„Wir sind Lotsen durch´s Gesundheitswesen“ Zu Besuch bei der Unabhängigen Patientenberatung in Friedenau

„Viele Patienten sind erschöpft von der Suche nach guten und vertrauenswürdigen Ärzten. Sie wünschen sich von uns eine Empfehlung“, beschreibt ein Mitarbeiter der Unabhängigen Patientenberatung (kurz: UPD) in Friedenau. Dabei darf die UPD keinen Arzt empfehlen, denn ob ein Patient oder eine Patientin mit einem Arzt zurechtkommt ist sehr individuell. Stattdessen geben die Mitarbeitenden mindestens drei Namen von Ärzten in der Umgebung heraus.

Patienten brauchen mehr Unterstützung ihre Rechte geltend zu machen
In einem Jahresbericht erfasst die UPD deutschlandweit, mit welchen Belangen sich die 75.000 Ratsuchenden an sie wenden. Für uns stellten sie eine TOP 5 zusammen, was in Friedenau am häufigsten nachgefragt wird: Ganz vorne stehen Behandlungsfehler besonders zu Hüftleiden und Zahngesundheit, dann folgen Krankengeld, Patientenverfügung und alternative Behandlungsmethoden. Diese Beratungsschwerpunkte weisen auf Schwachpunkte im Gesundheitswesen aus Sicht ratsuchender Versicherter hin. Deutlich wird auch, dass viele Patientinnen und Patienten ihre Rechte nicht oder zu wenig kennen und viele sich einen Umgang mit Ärztinnen und Ärzten sowie Krankenkassen auf Augenhöhe nicht zutrauen. Kommt eine Anfrage bei den Fachleuten der UPD an, gehen sie der Recherche nach und klären das Anliegen. Die Beratung ist grundsätzlich kostenlos.
Am Friedenauer UPD-Standort wird zudem auch in Türkisch und Russisch beraten. Es besteht ein hoher Bedarf an muttersprachlichen Informationen. Einige ältere Menschen mit Migrationshintergrund sind des Lesens und Schreibens in deutscher Sprache nicht mächtig. Daher ist die Beratung vor Ort sehr wichtig. Außerdem gibt es zwei kostenlose Telefonhotlines auf Türkisch und Russisch sowie spezifische Internetauftritte.
UPD

SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) am 15. August ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil.

Hier finden Sie Rat:
Die UPD hat bundesweit 21 Beratungsstellen, die grundsätzlich mit je einer MitarbeiterIn mit den Qualifikationen Medizin, Recht und Sozialpädagogik besetzt sind. Auch gibt es für Ratsuchende ein bundesweites Beratungstelefon – 0800 0 11 77 22 (Deutsch), 0800 0 11 77 23 (Türkisch)
und 0800 0 11 77 24 (Russisch) aus dem deutschen Festnetz kostenfreie Beratung).

„Unser Traum ist ein Kinder- und Jugendgesundheitszentrum“ – Zu Besuch im Josephinchen des St. Joseph-Klinikum

Schon fast am Ende unserer Führung durch das Josephinchen, das Kinderkrankenhaus des St. Joseph Klinikums, sagt die Chefärztin Dr. Beatrix Schmidt: „Eigentlich wünschen sich mein Kollege Dr. Willner und ich ein Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, in dem es keine festen Abteilungen mehr gibt, sondern die verschiedenen physischen und psychischen Belange der Kinder abteilungsübergreifend behandelt werden können.“

Eine offene Kinder- und Jugendpsychiatrie
Unsere Führung durch das St. Joseph-Klinikum beginnt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Chefarzt Dr. Willner berichtet von den Päckchen, mit denen die Kinder auf die Station kommen: Essstörungen sind sehr häufig vertreten, Vernachlässigung durch die Eltern und in vielen Fällen liegen in der Familie schon diagnostizierte oder nicht-diagnostizierte psychische Erkrankungen vor. Daher wird besonderen Wert darauf gelegt, dass ein ganzheitlicher Heilungsansatz verfolgt wird, der vorsieht auch die Eltern in den Heilungsprozess des Kindes einzubeziehen. In vielen Bereichen kooperiert das Josephinchen mit dem Jugendamt, denn die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist die einzige im Bezirk. Insgesamt hat die Klinik im stationären und teilstationären Bereich 50 Plätze. Viele Kinder werden auch im St. Joseph beschult. Stolz ist der Chefarzt darauf, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrie eine offene Station ist. Kein Kind ist hier „eingesperrt“. Einschränkungen können speziell bei pubertierenden Jugendlichen kontraproduktiv sein.

Kranke Kinder kommen vor allem in den Monaten mit „r“
Für die körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wird gegenüber gesorgt. In dem ehemaligen Schwesterngebäude befinden sich heute eine Säuglings- und Kleinkinderstation, eine Schulkinder- und Jugendlichenstation sowie eine Kinderintensivstation mit integrierter Neonatologie für Früh- und Neugeborene.
Als erste Kinderklinik weltweit wurde die Kinderklinik von der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF als „babyfreundliches Krankenhaus“ zertifiziert. Entlang der schmalen Gänge können wir einen Blick in die Zimmer werfen. In Brutkästen liegt ein winziges Neugeborenes. Besonders ist hier, dass von Anfang an auf Elternkontakt gesetzt wird. Sobald es möglich ist, können die Eltern in besonderen dafür vorgesehen Stühlen die Kinder auf den Arm nehmen, füttern und pflegen. Auch in der Kinder-Klinik wird das sogenannte Rooming-In praktiziert. So wird das Übernachten im Krankenbett durch Eltern, Angehörige und Geschwisterkinder genannt. Der Hintergrund liegt darin, dass Kinder Zuspruch und Geborgenheit benötigen, um schneller wieder gesund zu werden. Diese kann die Familie am besten bieten.
Josephinchen

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Josephinchen im St. Joseph Krankenhaus fand am 14. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Michael Müller (Senator), Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) sowie die Bürgerdeputierten Dr. Rainer Baack und Dr. Jörg Tänzer teil.

„Der Arzt muss zu den Patienten kommen und nicht umgekehrt“ Zu Besuch im Wenckebach-Krankenhaus

„Der Arzt muss zu den Patienten kommen und nicht umgekehrt“, sagt Dr. Rolf Syben Geschäftsführender Direktor und Regionalleitung West von Vivantes auf der Geriatrischen Station des Wenckebach-Klinikums. Hier sollen Patienten und Patientinnen, die aufgrund ihres Alters schwere Frakturen erlitten haben, interdisziplinär, also über mehrere Fachbereiche hinweg, auf der gleichen Station behandelt werden. Es soll eine Entwicklung hin zu einer Alterstraumatologie durchgeführt werden, die das Wohl des Patienten im Auge hat. Der Patient soll also nicht von einer Station in die nächste gebracht werden und am besten noch viel Wartezeit mitbringen, sondern der Facharzt kommt direkt in das Zimmer des Patienten. Pflege und Ärzte verschiedener Disziplin ziehen an einem Strang und dokumentieren gemeinsam. „Mehr gibt es da nicht zu sagen. So einfach ist das“, ergänzt der Ärztliche Direktor Peter-Michael Albers nach seinem kurzen Vortrag und zeigt damit, wie er das Bild vom Patienten im Mittelpunkt der ärztlichen Versorgung und Pflege verinnerlicht hat.

Leben und Sterben in Würde – das Vivantes Hospiz
Unsere kleine Tour über das Vivantes-Gelände führt uns auch in das Hospiz. Auch hier dreht sich alles um den Patienten. Liebevoll eingerichtet sind die Aufenthaltsräume, Gruppen- und Andachtszimmer. 10% des Pflegesatzes muss das Hospiz aus Spenden finanzieren. Dabei übernehmen die Pflegekräfte und Ehrenamtlichen eine schwere Aufgabe: sie pflegen und unterstützen die Sterbenden und Angehörigen in dieser schwierigen Phase, bieten ihnen einen geschützten Raum und setzen sich gemeinsam mit ihnen mit dem bevorstehenden Sterben auseinander.

Anbau in der Klinik für Psychiatrie
Wir schließen die Tour im Innenhof des Klinikbereichs für Psychiatrie und Psychotherapie ab. Hier soll bald ein Anbau für mehr Platz sorgen. Der beengte Raum und wenig Ausweichmöglichkeiten haben auch Stresssituationen unter den Patienten befördert. Der Anbau soll daher nicht nur für räumliche Entlastung sorgen, sondern auch für psychische Entspannung.
Wenckebach

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch des Wenckebach Klinikums am 14. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An der Tour nahmen neben mir Hermann Zeller, Janis Hantke und Marijke Höppner aus der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg sowie dem Sozialausschussmitglied Jörg Tänzer teil.

„Alle Geschichten Enden gut“ – Auf Tour durch die Einrichtungen des Diakonischen Werk Simeon

In der geronoto-psychiatrischen Tagespflege am Löwenhardtdamm beginnt unsere Tour durch die Einrichtungen des Diakonischen Werk Simeon gGmbH. Hier können Senioren und Senorinnen, die zu Hause von ihren Angehörigen nicht mehr versorgt werden können Ihren Tag verbringen und werden fachgerecht gepflegt. Neben dem Fach- und Führungspersonal des DWS sitzt auch Herr Klein am Tisch. Er ist eine Art Patientenführsprecher und setzt sich für die Belange der Besucher und Besucherinnen ein. Viele leiden unter Demenz und anderen psychischen Beeinträchtigungen, doch wenn Herr Klein vorliest, sind alle wieder fit, zumindest wenn es nicht zu warm ist. Gern liest er Märchen und Fabeln vor. Doch alle seine Geschichten gehen gut aus, damit keiner der Zuhörenden schlechte Erinnerungen mitnimmt. Natürlich bezieht er seine Gruppe mit ein und häufig wird die Moral am Ende einer Fabel im Chor von den Besucherinnen und Besuchern aufgesagt.
Die Hausleitung beschreibt uns das System der Tagespflege: Je nach Pflegestufe übernimmt die Krankenkasse einen Tagessatz. 18 EUR Zuzahlung pro Tag werden privat eingenommen. Für viele Angehörige ist das eine Menge Geld, doch Sie nehmen es in Kauf, sind sie doch selber häufig durch die Pflege körperlich oder seelisch sehr belastet. Zudem bietet die Tagespflege die Möglichkeit der passgenauen Pflege. Morgens werden die Menschen mit einem Kleinbus abgeholt, sie frühstücken zusammen, dann folgen Gedächtnistraining, Mittagessen und Mittagsruhe. Auf das Gedächtnistraining folgt der Kaffeeklatsch und gegen 16 Uhr geht es zurück nach Hause.

Eine zweite Chance für schuldistanzierte Jugendliche
In einem kleinen Diakoniebus ging es weiter in die Rathaussstraße, wo wir eine weitere Tagespflegeeinrichtung für Seniorinnen und Senioren, die Tagesgruppe für Kinder, die Jugendmanufaktur, das Projekt 2. Chance und das Stadtteilzentrum KoKuMa besuchten. Die 2. Chance mit der Jugendmanufaktur wird geleitet von Herrn Haddad. Wegen Umstrukturierungen der Mittel des Europäischen Sozialfonds durch die Bundesregierung werden Projekte wie die 2. Chance, die sich an Schuldistanzierte Jugendliche richten, ab diesem Jahr komplett gestrichen. Für Jugendliche wie Benjamin (Name geändert) kommt eine Regelbeschulung nicht in Frage. Er berichtet uns über seine Sorgen sich in der großen Klasse seiner alten Schule mit 32 Mitschülern zu blamieren. Aus Angst ist er nicht mehr hingegangen und hat so immer weniger gelernt bis er nicht mehr mithalten konnte. In den kleinen Klassen der 2. Chance sieht das anders aus. Sieben Jugendliche sind in einer Klasse und nehmen Rücksicht aufeinander. Von einer normalen Schule, die die individuellen Bedürfnisse aller Schüler und Schülerinnen berücksichtigt wie die von Benjamin sind wir weit entfernt, so dass die Angebote der 2. Chance wichtig sind, um Jugendliche wieder in den Schulalltag integrieren zu können.

Für den Stadtteil Mariendorf

Das Mariendorfer Stadtteilzentrums Kokuma ist eine Kooperation: Ganz oben und im Keller befinden sich die Senioren-Werkstätten von Antirost. In den Etagen dazwischen finden Tagesgruppen, Frühstücke für Frauen und für junge Mütter und die Koordinierung der Ehrenamtlichen statt, auch die Migrationsberatungen für Erwachsene und Jugendliche sowie die Sozialberatung haben hier ihr Büro. Das Stadtteilzentrum zahlt sich für die Kiez als wichtige Anlaufstelle aus, nicht aber finanziell.

Hilfe für Jugendliche mit verzögerter Entwicklung

Der letzte Stopp der kleinen Tour durch die Projekte und Einrichtungen der Diakonie: Die Kinder- und Jugendambulanz. Sie befindet sich im südlichen Mariendorf am Mariendorfer Damm. Hier werden Eltern beraten und Kinder- und Jugendliche behandelt, die Entwicklungsverzögert sind. Eine ärztliche Entwicklungsdiagnostik und ein individueller Förderplan helfen den Kindern und Jugendlichen, die häufig über Kitas oder Schulen weitervermittelt werden.
DWS


Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch der Einrichtungen des DWS in Tempelhof und Mariendorf fand am 13. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil: Angelika Schöttler (Bürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg), Oliver Schworck (Stadtrat für Jugend, Ordnungsamt und Bürgerdienste), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europaparlment für die SPD), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg).

„Ich bin besser ohne Alkohol“ „Ich bin stark auch ohne Pillen“ Die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle Tempelhof-Schöneberg

„Ich bin besser ohne Alkohol“. “ Ich bin stark auch ohne Pillen“. Das sind die beiden Schlagwörter der Kampagne, mit der die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle für ihre Arbeit wirbt. Die Motive auf den Plakaten sind vielfältig – junge Frauen und alte Männer, Jugendliche, Familienväter, Paare – denn Betroffene gibt es in allen Altersgruppen, Gesellschaftsschichten und von jedem Geschlecht. Männer sind häufiger von alkoholsüchtig, Frauen sind eher von Medikamentenabhängigkeit betroffen. Und immer sind auch die Angehörigen betroffen – Eltern, Partner, Kinder.

Angebotsspektrum
Deshalb sind auch die Angebote, die der Notdienst für Suchtmittelgefährdete und –abhängige Berlin e.V. anbietet, vielfältig, wie Michael Frommhold, Regionalleiter des Notdienst Tempelhof-Schöneberg uns erläuterte. Im Bezirk werden an mehreren Standorten in Schöneberg und Tempelhof Beratungsstellen mit verschiedenen Schwerpunkten, Betreutes Wohnen und Werkstätten betrieben. Angeboten werden Beratungen für Betroffene und/oder Angehörige, aber auch für Firmen und Organisationen. Außerdem die Durchführung von Präventionsveranstaltungen, z.B. in Schulen oder Einrichtungen der Jugendhilfe, ambulante Betreuung, Familienhilfen, Psychosozioale Betreuung von Substituierten, Beschäftigung für Erwachsene in den Werkstätten und lebenspraktische Unterstützung z.B. in begleiteten Selbsthilfegruppen. Die Vermittlung in weitere Hilfen erfolgt u.a. in Kooperation mit anderen Einrichtungen, bspw. dem Tannenhof in Lichtenrade, FAM (Frauen-Alkohol-Medikamente-Drogen) in Schöneberg, ÄrztInnen und ApothekerInnen und dem Wenckebach-Klinikum, in dem wöchentliche Sprechstunden angeboten werden.

Nachsorge ist wichtig um die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern

Die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle Tempelhof-Schöneberg, die im Frühjahr in ihre neuen Räumlichkeiten am Tempelhofer Damm 129 eingezogen ist, liegt, für Alle sehr gut erreichbar, direkt zwischen S+U-Bahnhof Tempelhof und dem U-Bahnhof Alt-Tempelhof. Für Menschen, denen der erste Schritt schwer fällt, bietet der Eingangsbereich mit dem Fahrstuhl Anonymität. Der Einrichtungsleiter, Christian Knuth, führte uns durch die barrierefrei direkt über einen Aufzug zu erreichenden Räume, und betonte, wie wichtig insbesondere auch die ambulante Nachsorgebehandlung nach stationärer Suchttherapie ist, um den Betroffenen die Rückkehr in einen Alltag ohne die Sucht zu erleichtern. Außerdem äußerte er den Wunsch, dass Ärzte und Apotheker Anzeichen von Medikamentensucht schneller oder überhaupt erkennen und darauf reagieren sollen, um dann entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle am 13. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Besuch teilgenommen haben Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, sowie Marijke Höppner, Hermann Zeller und Janis Hantke aus der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg.

Suchttherapie hilft Mutter und Kind Besuch in der Rehabilitationseinrichtung für Suchtkranke, dem Tannenhof

Mütter, die mit Kindern in die Suchttherapie des Tannenhofes e.V. in Lichtenrade kommen, schließen die Therapie eher erfolgreich ab, als ohne Kinder, berichtet Herr Bröhmer, Geschäftsführer des Tannenhofes.

Rechtslage sieht elterliche Aufgaben nicht als Teil der Therapie

56 Menschen kann die Rehabilitationseinrichtung für Suchtkranke aufnehmen. Davon sind 16 Plätze für Erwachsene mit Kindern reserviert. Das ist eine Besonderheit, denn die rechtlichen Voraussetzungen sehen nicht vor, dass suchtkranke Eltern in der Rehabilitation wieder für die Erziehung fit gemacht werden. Kritisch ist dies besonders, berichtete mir die Leiterin des Kinderhauses Frau Tzschoppe, weil die Kinder häufig in der Zeit der Sucht vernachlässigt wurden oder traumatische Erfahrungen machten. Die Eltern-Kind-Bindung ist gestört. Viele Kinder lernen schon früh Rücksicht auf Ihre Eltern zu nehmen, ziehen sich zurück oder entwickeln sich verzögert. Die Eltern müssen das Erziehen zunächst wieder erlernen, auch um später ihr Leben selbstständig bewältigen zu können. Eine Veränderung der Reha-Verordnung ist hier durch den Träger Tannenhof Berlin Bandenburg e.V. gewünscht. Die Wiederherstellung der Erziehungsfähigkeit sollte demnach als Teil des Therapieprogramms gelten. Mit dem Wunsch der Änderung der Reha-Verordnung trat der Tannenhof an die Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin Mechthild Rawert heran.

Unterstützung bei der Tannenhof-Schule

An die Bezirksebene richtete Herr Bröhmer den Wunsch nach der Unterstützung bei Suche nach geeigneten Schulräumen für die Tannenhof Schulen, darunter die Tagesgruppe im Haus am Dorfteich, die dringend neue Räume benötigen. Die Tagesgruppen in Lichtenrade wenden sich an Kinder und Jugendliche, die im Unterricht verhaltensauffällig sind und deshalb nicht regelbeschult werden können. Die Fähigkeiten sich in Gruppen zu orientieren und ihr Verhalten anzupassen lernen die Kinder in den Tagesgruppen. Dabei stellt sich heraus, dass die Kinder häufig ein eigenes Päckchen zu tragen haben und vielfach in schwierigen familiären Verhältnissen aufwachsen.
Tannenhof

Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch des Tannenhofs in Lichtenrade am 13. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation.

„Unsere Menschen sind keine Pflegefälle“ Besuch im Tiele-Winkler-Haus

„Unsere Menschen sind keine Pflegefälle“, sagte Frau Scherer, Regionalleiterin des Tiele-Winckler-Hauses. Das Tiele-Winkler-Haus ist eine Einrichtung für Menschen, die aufgrund ihrer geistigen Beeinträchtigung besondere Aufmerksamkeit und Assistenz benötigen und nicht bei ihren Familien leben können.

Mit Brigitte durch an die schönsten Orte des Tiele Winkler Haus

Im Tiele-Winkler-Haus wird für die Einsicht geworben, dass Menschen mit geistiger Behinderung unabhängig von der Intensität des Hilfebedarfs ein selbstverständliches Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung haben. Deshalb war klar, dass auch Brigitte, eine Bewohnerin des Standortes in der Lichtenrader Mozartstraße, an unserem Treffen teilnahm. Brigitte zeigte uns ihre Lieblingsorte im Haus. Den Aufenthaltsraum auf der Etage in der sie wohnt und auch ihr Zimmer. Natürlich führte sie uns auch in den wunderbaren Garten hinter dem Haus, wo sonst das Sommerfest des Hauses stattfindet.

Wenn Zeit mit dem Pflegebedürftigen der Wirtschaftlichkeit zum Opfer fällt

Nach der Besichtigung des Gebäudes wurde diskutiert. Neben der zügigen Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention war der sogenannte Metzler-Leitfaden Thema. Der Leitfaden resultiert aus einem Gutachten nach Dr. Metzler. Dieses sieht eine Umstrukturierung des Wohnens von erwachsenen Menschen mit Behinderung im Bereich der vollstationären Einrichtungen vor. Ergebnis des vom Land beauftragten Gutachtens sind Zielvorgaben für die konkrete Arbeit mit den betroffenen Menschen. Beispielhaft wurde das Waschen eines Menschen mit Beeinträchtigung benannt. Ist das Ziel des Waschens gemäß dem Metzler-Leitfaden, die Wiederherstellung der Fähigkeit, dies zukünftig selber zu tun, so wird dem Vorgang Zeit zugesprochen. Wird ein Mensch hingegen in der Zukunft nicht mehr in der Lage sein, sich selbst zu waschen, so soll – laut Metzler – auch kein Aufwand betrieben werden. Frau Scherer folgert daraus: „Wir sollen die Frage beantworten, ob es einem Menschen noch nützt, Zeit mit ihm zu verbringen oder nicht?“ Besonders Menschen mit schweren Mehrfach-Beeinträchtigungen leiden unter diesen Vorgaben.

Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch des Tannenhofs in Lichtenrade am 13. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation.

Tiele Winkler Haus

Antrag: Miteinander und Jugendhilfe im Haus of Fun entwickeln

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt zu prüfen, wie nachbarschaftliches Miteinander und besonders Jugendarbeit am Standort Haus of Fun in Marienfelde gestärkt werden können, so dass sich das Haus of Fun zu einem Jugend- , Nachbarschafts- und Familienzentrum weiterentwickeln kann.
Hierzu ist genauer zu prüfen, inwiefern das Angebotsspektrum vor Ort auch über den Jugendhilfebereich hinaus erweitert und in das Haus folgende Bereiche integriert werden können:

Volkshochschule und Musikschule,
Aktivierung von Ehrenamtlichen,
Selbsthilfeangebote,
Beratungsangebote aus den Bereichen Jugendhilfe, Gesundheit und Soziales (bsplw. Pflege- , Renten- , Erziehungs- und Rechtsberatung, Beratung im Fall von häuslicher Gewalt),
Zielgruppenspezifische Angebote (bsplw. für Eltern, Senioren, Menschen nicht deutscher Herkunftssprache),
Treffpunkt für Menschen aus dem Kiez (ggf. ein Kiez Cafe),
Kooperationen vor Ort (bsplw. Schule, Kita, W40, Wohnbaugesellschaften).

Mögliche Drittmittelquellen sind der Prüfung beizulegen. Der BVV ist zum 30.7.2013 zu berichten.

Begründung:
Das Haus of Fun hat einen zentralen Standort im Quartiersentwicklungsgebiet W40. Über ein Drittel der Marienfelder_innen (Marienfelde Süd: 13.472; Marienfelde insg.: 30.156) lebt in diesem Gebiet auf Verhältnismäßig engem Raum. Ein zusätzlicher Förderbedarf wurde durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erkannt, die die Region Rund um die Waldsassener Straße einen besonderen Quartiersentwicklungsbedarf attestierte. Über das Quartiersbüro werden kleinere Projekte angestoßen und Vernetzung gefördert. Dennoch fehlt es an Regelstrukturen, die den Kiez stabilisieren und langfristig stärken. Eine langfristige Stärkung und Stabilisierung ließe sich durch einen Jugend- und Nachbarschaftsstandort erreichen. Das Haus of Fun bietet durch seinen Größe, den Gartenbereich und seine zentrale Lage eine optimale Anlaufstelle, die es ermöglicht alle Angebote zu vereinen.

Berlin, den 11.03.2013

Marijke Höppner

Den Verlauf der Drucksache finden Sie hier.

Eingebracht in die Bezirksverordnetenversammlung vom 20.03.13.

Antrag: Ausstellung Rosenstraße 76

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt, die Ausstellung „Rosenstr. 76“ zum Thema häusliche Gewalt, die 2008 von der evangelischen Kirche in Westfalen und „Brot für die Welt“ konzipiert und als Wanderausstellung in Nordrhein- Westfalen gezeigt wurde, in Kooperation mit einem und in einem Tempelhof- Schöneberger Krankenhaus zu zeigen. Ziel ist es, pflegerische und ärztliche Mitarbeitende und alle Interessierten zu sensibilisieren, häusliche Gewalt wahrzunehmen und auf die gesundheitlichen Folgen häuslicher Gewalt hinzuweisen.

Begründung:
Die Ausstellung „Rosenstraße 76“ ist die Nachstellung einer normalen Dreizimmerwohnung. Die Wohnung steht exemplarisch für Räume, in denen die Gewalt zu Hause ist. Dies ist einer der brutalen Orte, an dem Menschen psychisch und sexuell erniedrigt, geschlagen, vergewaltigt und manchmal auch getötet werden. 35 Informationsschilder an einzelnen alltäglichen Gegenständen zeigen Zahlen, Fakten und Schicksale auf.
Auf der Website der Charité zur Ausstellung Rosenstraße 76 wird ausgeführt: „Was hinter den Türen der „Rosenstr. 76“ verborgen geschieht, könnte überall passieren: In Deutschland oder in anderen Nationen, in engen Großstadtwohnungen oder vornehmen Villen, in von Arbeitslosigkeit betroffenen Familien oder bei den oberen Zehntausend – sogar in unserem unmittelbaren Umfeld.“

Den Verlauf des Antrags finden Sie hier.

In die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht am 21.11.12.

Antrag: Kampagne zum Thema Essstörungen anregen

Die Bezirksverordnetenversammlung empfiehlt dem Bezirksamt, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, eine landesweite Kampagne zum Thema Essstörungen zu initiieren. Ziel soll es sein die seelische Funktion des Essens, also die Kompensation psychischer Probleme durch Zwangsverhalten beim Essen, zu thematisieren

Begründung:
In Berlin gibt es nur eine öffentlich geförderte Beratungseinrichtung für den Bereich Essstörungen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verweist auf die Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts, wonach bei einem Fünftel aller 11- bis 17-jährigen in Deutschland der Verdacht auf eine Essstörung vorliegt. Bei jedem dritten Mädchen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, liegt nach KiGGS ein Hinweis auf eine Essstörung vor. Bei Jungen sind es 13,5 %. Zudem bestätigt das BZgA eine Zunahme von Essstörungen.

Die einzige öffentlich durch den Senat geförderte auf Essstörungen spezialisierte Beratungsstelle Dick und Dünn e.V. beschreibt Folgendes zum Thema Essstörungen:

„Essstörungen beginnen im Kopf. Die ständige Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper führt zu Diätversuchen oder eingeschränktem Essen, d.h. bestimmte Nahrungsmittel werden vermieden (z.B. hochkalorische) oder die Menge und die Häufigkeit der Nahrungsaufnahme stark eingeschränkt. Diäten und restriktives Essverhalten können ein Einstieg in Essstörungen sein! Sie verstärken die Fixierung des Denkens auf das Essen, der Körper wird mit seinen Bedürfnissen als bedrohlich gesehen, denn er signalisiert Hunger oder sogar Gier.

Die Gedanken kreisen ständig um das Essen, der Umgang mit Nahrung und mit dem Körpergewicht wird immer zwanghafter. Das beherrschende Thema ist: Kontrolle. Schritt für Schritt wird alles andere unwichtig: Freunde, Spaß haben, etwas zusammen unternehmen…“

Der Verlauf des Antrages ist hier zu verfolgen.

In die Bezirksverordnetenversammlung am 24.10.2012 eingebracht.

LARA – Frauen Stabilität geben

Von Dr. Gisela Pravda
Lara
Zu LARA zu kommen war gar nicht so leicht. Es gibt zwar ein Fahrstühlchen, aber wir (Marijke Höppner. Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg und Gisela Pravda, stv. Vorsitzende der ASF Tempelhof-Schöneberg) mit je einer normalen Tasche mussten uns drehen und wen-den, bis sich die Tür endlich schließen ließ. Rollstuhltauglich? Aussichtslos! Barrierefrei? Hoff-nungslos!
Sexueller Missbrauch und Vergewaltigung sind extrem zerstörerisch für die Persönlichkeit. Viele betroffene Frauen leiden an chronischen und komplexen Gesundheitsproblemen. Deshalb halten wir die Arbeit von LARA für so überaus wichtig.
Unsere Gesprächspartnerin war Dr. Esther Lehnert … und wir saßen in der Küche! Kürzer lässt sich die Enge bei LARA nicht beschreiben. In jeder Ecke, an jeder Wand der Schreibtisch einer Beraterin. Und trotzdem war es in der Küche schön, vor allem interessant. „LARA bietet unbürokratische Hilfen für Frauen und Mädchen nach einer Vergewaltigung, nach sexuellen An- oder Übergriffen und sexueller Belästigung.“ Das glaubt man/frau sofort. Von Montag bis Freitag Fr 9.00 -18.00 Uhr gibt es eine Hotline – auch in türkischer Sprache.
Der Ansturm auf LARA ist groß. Um überlange Wartezeiten für die betroffenen Frauen zu vermeiden, werden auch Gruppenberatungen als Erstgespräche angeboten, dann folgen Einzelgespräche – kostenlos und auf Wunsch anonym. Außer der gesundheitlichen und sozialen Beratung bietet LARA den Frauen auch eine Rechtsberatung.
Was wir mitnehmen ist: LARA braucht größere und barrierefreie Räume, viele – wie wir erst langsam erkennen – besonders von sexueller Belästigung und Vergewaltigung betroffene behinderte Frauen bleiben sonst ausgeschlossen.
Lara, Krisen und Beratungszentrum für vergewaltigte und sexuell belästigte Frauen, befindet sich in der Fuggerstraße 19 10777 Berlin-Schöneberg.

Halk Kösesi – Gleichstellung betrifft Frauen und Männer

Von Marijke Höppner
Halk Kösesi
„Die Väter haben nicht mehr die Rolle des Ernährers in den Familien“, beschreibt Frau Maurer-Kartal und zeichnet damit ein Bild über die Männer, die Stadtteilladen Halk Kösesi in der Crellestraße besuchen. Einige Männer, die aus der Türkei nach Deutschland einheiraten, haben Probleme Arbeit zu finden, hadern mit der Sprache und finden schwer Anschluss. Dies hinterlässt Spuren. Die traditionellen Rollenverhältnisse brechen auf. Die Rolle der Frau in der Beziehung oder Familie nimmt zu. Das kann schwer zu akzeptieren sein. So kommen nicht nur Frauen in die Beratung ins Halk Kösesi, sondern auch Männer, die Orientierung im Leben benötigen. Doch auch viele Frauen lassen sich in der Crellestraße blicken. Besonders die Beratungsangebote sind beliebt. In der Arbeitslosengeld II-Beratung sind zwei Drittel der aufsuchenden Frauen alleinerziehend. Aber auch Mädchen und junge Mütter in der Berufsorientierungs- oder Berufsumorientierungsphase suchen Unterstützung. Trotz abgeschlossener Ausbildung finden sie schwer etwas. Mit einem kleinen Kind sind Jobmöglichkeiten mit flexiblen Arbeitszeiten rar.
Auch bei jungen Männern spielt Berufsorientierung eine Rolle. Immer mehr junge Männer, auch mit Migrationshintergrund, finden im derzeitigen Schulsystem keinen Anschluss. Sie zu unterstützen, damit sie stärker am Leben teilhaben können, stellt eine große Herausforderung dar.
Neben den Beratungsangeboten bietet das Halk Kösesi auch Sprach- und Alphabetisierungskurse. Dabei wird auf die Ansprüche der Besuchenden Rücksicht genommen und Zeit gelassen, gelerntes zu verdauen.

FAM – „Es soll der Frau leicht gemacht werden!“

FAM hat es sich zum Ziel gesetzt, es Frauen im Entzug so leicht wie möglich zu machen, berichtet Frau Brandt.
Während der Frauensommertour zwischen dem 13. Und 17. August der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg wurden Frauenprojekte und –netzwerke besucht. FAM (lang: Frauen Alkohol Medikamente) besuchten Marijke Höppner, Sprecherin für Frauenpolitik, die Initiatorin der Tour, und Angelika Schötter, Bezirksbürgermeisterin. Die Beratungsstelle in der Merseburgerstraße richtet sich an alkohol- und medikamentensüchtige Frauen, die wieder die Oberhand in ihrem Leben gewinnen wollen.
FAM
„So leicht wie möglich“ bedeutet, dass die Beratung vorurteilsfrei und ohne Hürden stattfindet. Der Erstkontakt ist bedingungslos. In der Einzelberatung wird für die Frauen ein individueller Hilfeplan ermittelt. In der Einzel- und Gruppenberatung wird innerhalb von 8 bis 12 Wochen Stabilität für die Betroffene erzielt. In den Gesprächen widerfährt die Frau Unterstützung, kann Frustration und Ängste loswerden. Viele Frauen haben in ihrem Leben einschneidende Erlebnisse gehabt. Sie wurden Opfer von Gewalt, Vergewaltigung, mangelnder Anerkennung, schweren körperlichen Erkrankungen.
Ein besonderes Anliegen ist es FAM auf die Sucht von Medikamenten hinzuweisen. 1,4 bis 1,5 Mio Menschen sind medikamentenabhängig, die Meisten von Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Das entspricht der Summe alkoholkranken Menschen. Während Alkoholismus als eine „Männerkrankheit“ betrachtet werden kann ( etwa 1,1 Mio der Betroffenen ca. 1,4 Mio Kranken sind Männer, kann Medikamentenabhängigkeit als „Frauenphänomen“ betrachtet werden, denn hier verkehrt sich die Situation. Es kann von 1,1 Mio weiblichen Abhängigen ausgegangen werden. Gleichzeitig liegt der Anteil der Hilfesuchenden im Bereich der Medikamentenabhängigkeit sehr gering. Reguläre Beratungseinrichtungen helfen ca. einem Prozent der Betroffenen. FAM leistet in diesem Bereich Pionierarbeit. Durch Aufklärung und informativer Werbung kann FAM etwa 12% der betroffenen Frauen in ihrer Beratungseinrichtung helfen.

Die seelische Funktion des Essens ergründen – Dick und Dünn e.V.

von Manuela Harling

Die Frauensommertour führte am 16.08.12 zu Dick & Dünn e.V.. Marijke Höppner hatte zum Informationsgespräch im Beratungszentrum auch die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die Bundestagsabgeordnete aus Tempelhof-Schönberg ,Mechthild Rawert, die Mitglied des Gesundheitsausschusses ist , und Manuela Harling, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Tempelhof-Schöneberg, angemeldet.
Dick &Dünn ist in Berlin das einzige Beratungszentrum bei Ess-Störungen. Der Verein existiert bereits seit 27 Jahren in Schöneberg. Rund 1000 Erstkontakte im Jahr hat die Beratungsstelle zu absolvieren. Ihr Angebot ist sehr vielfältig. Es gibt Einzelberatungen für Betroffene und für Angehörige, es gibt offene Gruppenberatungen, es werden Informationsveranstaltungen angeboten. Beratung und Information zum Thema Ess-Störung gibt es für alle. Sie richtet sich sowohl an die Betroffenen als auch an die Angehörigen und an Lehr- und andere Fachkräfte. Zudem geht Dick & Dünn an die Schulen.
Hier hat Dick &Dünn den Ansatz, nicht vom „Gesunden Essen“ zu predigen, stattdessen erarbeiten sie zusammen mit den Kindern wann und warum sie zu Süßigkeiten oder Chips greifen. So begreifen die Kinder, die durchaus wissen, was gesunde und ungesunde Ernährung ist, die Mechanismen, die zu unkontrolliertem Essen führen. Das Begreifen der Zusammenhänge ist Voraussetzung zur Veränderung des Essverhaltens.
Thema beim Besuch war auch die finanzielle Ausstattung des Vereins. Leider ist er chronisch unterfinanziert, da er lediglich Zuwendungen des Landes Berlin erhält und einen Eigenanteil erwirtschaften muss. Eine große Herausforderung ist für den Verein die Bewältigung des Generationswechsel bei den Mitarbeiterinnen. Denn, zwei Mitarbeiterinnen gehen in absehbarer Zeit in den Ruhestand. Sie wollen in der verbleibenden Zeit neue Kolleginnen eingearbeiten, damit die wichtige Arbeit weitergeführt werden kann. Aber diese Stellen sind in der Übergangszeit derzeit nicht finanziert.
Dennoch möchte der Verein das Angebot unbedingt aufrecht erhalten und geht auch immer wieder neue Wege, um die vielfältigen Anfragen zum Thema Ess-Störungen zu bewältigen.
Während der Anfangszeiten des Vereins kamen die meisten die Erstkontakte über das Telefon zustande. Heute kommen viele Anfragen per Mail aus der ganzen Bundesrepublik und dem Ausland. Durch eine Schulung von Mitarbeiterinnen anderer Einrichtungen in verschiedenen Bundesländern finden Betroffene und Angehörige kompetente Ansprechpartnerinnen nun auch außerhalb Berlins. Ganz neu ist ein Online-Angebot für Eltern von Ess-Störungen betroffener Kinder.
Das Beratungszentrum des Vereins Dick & Dünn e.V. befindet sich in der Innsbrucker Str. 37.

FFGZ – Frauengesundheit in eigener Hand

von Manuela Harling

FFGZ
1974 gründete sich das Feministische FrauenGesundheitsZentrum, seit 1985 ist es in Tempelhof-Schöneberg ansässig.
Marijke Höppner, frauenpol. Sprecherin der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg, die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Mechthild Rawert, Bundestagsabgeordnete aus Tempelhof-Schöneberg und Gesundheitspolitikerin, Manuela Harling und Dr. Gisela Pravda, beide für die AsF-Tempelhof-Schöneberg, Hermann Zeller, sozialpol. Sprecher der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg und die gesundheitspol. Sprecherin der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg Ingrid Kühnemann besuchten das FFGZ zum Informationsaustausch am 14. August im Rahmen der „Frauensommertour“.

Das FFGZ bietet Beratung für Frauen zum Thema Gesundheit entweder persönlich vor Ort, telefonisch oder auch berlinweit bei diversen Kooperationsträgern. Es gibt Informationsveranstaltungen , Workshops und ein Kursangebot. In verständlicher Sprache werden gesundheitliche und medizinische Sachverhalte differenziert vermittelt. Das gilt auch für die eigene Zeitschrift Clio und die diversen Broschüren, die vom FFGZ herausgegeben werden.
Das FFGZ kooperiert mit anderen Trägern und arbeitet in Netzwerken. So entstand auch eine Kooperation mit der Volkshochschule und auch Migrationsprojekten.

Ein Projekt, dass aus der Kooperation mit Frauenmigrationsprojekten und der VHS entstand, ist die Patientinnenschulung. Hier lernen Frauen einen selbstbewußten Umgang mit den „Göttern in Weiß“, sie lernen, dass sie Rechte haben, Fragen stellen dürfen und auch die geplante Therapie hinterfragen dürfen. Für Migrantinnen, die deutsch nicht perfekt beherrschen, ist diese Schulung eine wichtige Erfahrung, denn sie lernen auch, dass Arzt und Ärztin in der Pflicht sind zur Information, die die Patientin auch versteht.
Das Thema Wechseljahre beschäftigt das FFGZ seit seiner Gründung. Hier kann frau Hilfe erfahren, wenn sie sich fragt, ob eine Hormontherapie hilfreich und sinnvoll ist oder es andere Alternativen gibt. Das Gleiche gilt für das Thema Verhütung.
Das FFGZ hat eine umfassende Bibliothek zur Frauengesundheit und kann auch mit bewährten weiterführenden Adressen helfen.
Petra Bentz, Cornelia Burgert und Martina Schröder vom FFGZ berichteten bei dem Besuch auch von Vorhaben, die sie gern verwirklicht sehen würden. Das FFGZ wünscht sich mehr Information an den Schulen zur HPV-Impfung, So müsste es ihrer Ansicht nach eine Vernetzung mit dem Bereich Schule geben, denn das Thema Impfung gegen Human Papilloma Viren ist Thema im Rahmen des Biologieunterrichts und die BiologielehrerInnen werden mit Materialien der Pharmaunternehmen ausgestattet, die natürlich eine kritische Sichtweise zu dieser Impfung vermissen lassen. Der Impfstoff ist nicht das Allheilmittel für Gebärmutterkrebs schlechthin und in den Familien sollte mehr über Wirkungsweise und Risiken informiert werden. Im Jahr 2008 gab es bereits eine umfassende Kampagne des bezirklichen Gesundheitsnetzwerkes, aber die Schülerinnen „wachsen“ nach.

Zusammen mit anderen Trägern des Gesundheitsverbundes für Benachteiligte bietet das FFGZ Kurse zum Thema Umgang mit Depression und Stressbewältigung. Gerade bei älteren Frauen, die in ALG II-Bezug geraten finden sich in diesen Kursen wieder. Eine Finanzierung durch das Jobcenter wäre deshalb anratenswert, denn die Frauen verlassen den Kurs mit Motivation und Empowerment.
Ein großer Wunsch ist auch die Installierung einer überregionalen Traumastation für Frauen, die an den Folgen von Gewalt leiden. Seit Jahren arbeitet das FFGZ am Thema Folgen sexualisierter Gewalt, Das FFGZ weiß, dass die Nichtbehandlung oder auch eine späte und unzureichende Behandlung z schweren Folgen führen kann.
Das FFGZ ist in der Bamberger Str. 51 in Berlin Schöneberg.

TSaktuell: Interview mit der Lesbenberatung

Die TSaktuell ist erschienen.

Für die Juni-Ausgabe habe ich ein Interview mit Claudia Apfelbacher, Lesbenberatung geführt. „Es geht um Lösungsstrategien“. Von coming out bis Mehrfachdiskriminierung – Die Lesbenberatung kümmert sich um viele Themen könnt ihr schon mal hier lesen.
TSaktuell_Lesbenberatung1

Presseerklärung: SPD fordert Aufklärung über häusliche Gewalt im Wartezimmer des Bürgeramtes

Auf Forderung der SPD- Fraktion beschloss die Bezirksverordnetenversammlung in Tempelhof- Schöneberg in der Plenarsitzung vom 25. April 2012 die Aufklärung über häusliche Gewalt im Wartezimmer- TV der Bürgerämter. Kontaktinformationen von Beratungseinrichtungen sollen nun durch Werbe- und Informationsfernsehen in den drei Bürgerämtern in Schöneberg, Tempelhof und Lichtenrade gezeigt werden.

Die Auswirkungen von häuslicher Gewalt sind weiterhin gravierend. Die Repräsentativstudie von 2004 zur „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“ (Schröttle et al.) kommt zu dem Ergebnis, dass jede vierte Frau (25%) körperliche und/oder sexuelle Gewalt in mindestens einem Fall durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt hat. Jeweils ein Drittel der Frauen machte Erfahrungen von langanhaltender Gewalt bzw. folgenschwerer Gewalt. 40% der befragten Frauen befinden sich über einen längeren Zeitraum als ein Jahr in einer Gewaltbeziehung, 17 % mehr als 5 Jahre.

Laut der Betreiberfirma Mediaspot werden 70.000 bis 120.000 Menschen pro Jahr in den Warteräumen der Bezirksämter erreicht, etwa die Hälfte sind Frauen. „Viele gewaltbetroffene Frauen wissen nicht, an wen sie sich wenden können. In einigen Fällen beschränken ihre Partner die Kontakte in die Außenwelt“, so Marijke Höppner, Frauen- politische Sprecherin der SPD Fraktion, und fährt fort: „Die Chancen, dass eine gewaltbetroffene Frau den Spot bei einer alltäglichen Aktivität wie der Beantragung eines neuen Personalausweises sieht, ist groß.“
Die Ausstrahlung eines Warte- TV- Spots stellt somit ein niederschwelliges Informationsformat für viele Frauen dar, um über Hilfsangebote informiert zu werden. Es erhöht zudem die Möglichkeiten, an die entsprechenden Informationen zu gelangen.

Antrag: Beteiligung am internationalen Hurentag

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Die BVV ersucht das Bezirksamt, sich durch eine Kooperation mit der Fachgruppe Kurfürstenstraßenkiez und der AG Gesunder Kunde an den Aktivitäten zum internationalen Hurentag zu beteiligen. Diese Beteiligung soll erstmals am 02.06.2013 satt finden.
Ziel ist es, die Mitmenschen im Kurfürstenstraßenkiez und die Freier auf ein respektvolles und menschenwürdiges Miteinander hinzuweisen.

Begründung:
Immer wieder kommt es zu Beschimpfungen und gewalttätigen Übergriffen wie Flaschenwür-fen oder Handgreiflichkeiten von Anwohnenden gegenüber Sexarbeiter*innen. Tatsächlich soll es sogar zu Kellerraumvermietungen als Wohnraum zu hohen Summen an mehrere Prostituierte gekommen sein. Freier gehen häufig fahrlässig mit der Gesundheit von Frauen, Männern und Trans* um und zwingen sie zum Verzicht auf Kondome. Der internationale Hu-rentag bietet uns im Bezirk die Chance auf einen menschwürdigen Umgang mit den Sexar-beiter*innen hinzuweisen.
Zur Geschichte des internationalen Hurentag: Am 2. Juni 1975 besetzten über 100 Prostitu-ierte die Kirche Saint-Nizier in Lyon/Frankreich, um auf die katastrophale Situation von Frau-en, die anschaffen gehen, hinzuweisen. Die Zahl der Prostituierten, die sich dem Streik an-schlossen, nahm in den nächsten Tagen weiter zu. Die Bevölkerung und auch die Kirchenlei-tung äußerten sich positiv und unterstützten die Frauen. Der Streik der Prostituierten weitete sich auch auf andere Städte wie Marseille, Grenoble und Paris aus. Forderungen gingen bis an die höchsten staatlichen Stellen, die jedoch nicht bereit waren, für menschenwürdige Le-bens- und Arbeitsbedingungen zu sorgen. Die nationale und internationale Presse berichtete über den Streik. Hier wurden zum ersten Mal Prostituierte – ohne die herkömmlichen Kli-schees – für Menschen sichtbar. Sie sind berufstätige Frauen, die um ihre Menschenwürde kämpfen. Am 10. Juni ’75 wurde die Kirche um 5 Uhr morgens brutal durch die Polizei ge-räumt. Zur Erinnerung daran haben Sexarbeiter/innen und deren Organisationen den 2. Juni zum Internationalen Hurentag erklärt. Quelle: http://www.hydra-berlin.de
Berlin, den 07.05.2012

Der Verlauf des Antrages ist hier zur verfolgen.

In die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht am 16.05.2012

Antrag: Warte-TV zur Aufklärung über häusliche Gewalt nutzen

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Die BVV ersucht das Bezirksamt zu prüfen, ob anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen im Warte-TV der bezirklichen Einrichtungen ein Spot gezeigt werden kann, der Frauen über häusliche Gewalt und mögliche Anlaufstellen informiert. Eine Kooperation mit einem lokal angesiedelten Anti-Gewalt-Projekt wie Frauenzimmer e.V. soll angestrebt werden.
Das Bezirksamt wird ersucht zu prüfen, ob Kosten entstehen und ob diese ggf. durch Sponsoring abgedeckt werden können.

Begründung:
In Tempelhof-Schöneberg gibt es vier Anlaufstellen mit Warte-TV in den Wartezimmern bezirklicher Einrichtungen wie dem Bürgeramt.
Die Reichweite liegt momentan berlinweit mit 45 TV-Geräten in 29 Ämtern bei etwa 360.000 intensiven Besucherkontakten pro Monat. Je nach Größe und Einzugsgebiet rechnet Central Media Spots allgemein mit 70.000 bis 120.000 Besuchern pro Jahr in Bürgeramt für die Standorte Rathaus Schöneberg, Rathaus Tempelhof und Lichtenrade.
Durch die Kombination von Werbung und tagesaktuellen Nachrichten, Bürgerinformationen, Sehenswürdigkeiten im Stadtbezirk, Quizfragen, Tiervermittlung, Kulturinfos u.a. genießt das Wartefernsehen eine sehr hohe Akzeptanz bei den Besucher*innen und ist gleichzeitig ein informativer und angenehmer Bürgerservice. (Informationen von Central Media Spots)

Durch das Warte-Fernsehen, könnten verhältnismäßig viele Menschen niedrigschwellig erreicht werden.

Die Repräsentativstudie von 2004 zur „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“ (Schröttle et al.) kommt zu dem Ergebnis, dass jede vierte Frau (25%) körperliche und/oder sexuelle Gewalt in mindestens einem Fall durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt hat. Knapp ein Drittel der befragten Frauen berichtete über eine einzige Gewalterfahrung, ein Drittel über 2-10 Situationen und ebenfalls ein Drittel über häufige und langanhaltende Gewalt. Zwei Drittel der Frauen erlebten mittlere bis schwere Formen der Gewalt mit Verletzungsfolgen und Angst vor ernsthaften und lebensgefährlichen Verletzungen. Bei 40% der gewaltbetroffenen Frauen dauerte die Gewaltbeziehung länger als ein Jahr, bei 17%, mehr als 5 Jahre. Jede siebte Frau berichtete über Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung oder Nötigung zu sexuellen Handlungen.
Erhöhte Risiken für den Beginn häuslicher Gewalt bestehen in bestimmten Lebens- und Umbruchphasen wie Heirat (38%), Zusammenziehen (34%), Geburt des Kindes (20%) und Schwangerschaft (10%). Misshandlungen sind intensiver und häufiger, wenn Frauen schwanger sind oder kleine Kinder haben, nicht zu vergessen, dass ungewollte Schwangerschaften auch eine Gewaltfolge sein können.
50% der gewaltbetroffenen Frauen hatten bereits als Kind direkt Gewalt erlebt oder waren Zeuginnen von Häuslicher Gewalt. Misshandlung in der Kindheit und Jugendzeit ist somit einer der größten Risikofaktoren, im Erwachsenenleben Partnergewalt zu erleben oder auszuüben und hat langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit und das Gesundheitshandeln als Erwachsene.
Studien belegen, dass es auch ein hohes Risiko für die Misshandlung von Kindern bei Gewalt in der Partnerschaft gibt, d.h. eine Gleichzeitigkeit von häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Kinder verbreitet ist. (Quelle: http://www.frauenzimmer-ev.de/index.php?n=n301#weiterlesen)

Das Warte-TV bietet die Möglichkeit viele Frauen zu erreichen, und sie über die Kontaktstellen und Hilfemöglichkeiten bei häuslicher Gewalt zu informieren.

Den Verlauf dieses Antrages finden Sie hier.

Eingebracht in die BVV am 25.04.2012.

Frauenpolitischer Bericht der Aktivitäten der SPD Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg

An die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Projekte der Mädchen- und Frauenprojekte und -vereine in Tempelhof-Schöneberg:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit der Konstituierung der Bezirksverordnetenversammlung und der Wahl des Bezirksamtes ist etwas Zeit verstrichen und so möchte ich die letzten Züge des Frauenmonats März nutzen, um Ihnen einen Überblick über die frauenpolitischen Schwerpunkte der SPD Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg zu geben.

Tempelhof-Schöneberg nimmt im Vergleich der Bezirke eine besondere Rolle ein. Während andere Bezirke ausschließlich Männer zu Bürgermeistern gewählt haben, hat Tempelhof-Schöneberg mit Angelika Schöttler (SPD) eine kompetente und engagierte Frau zur Bürgermeisterin gemacht. Im Bezirksamt bilden Frauen die Mehrheit. Das Präsidium wird ausschließlich von Frauen geleitet. Diese Besonderheit gegenüber den anderen Bezirken soll sich natürlich auch in der Politik wiederfinden. Seit Januar konnten wir mehrere Anträge stellen:

- Die Beteiligung der Bürgermeisterin und der Stadträtinnen und Stadträte am Girl’s Day 2012 wurde zu unserer ersten frauenpolitischen Forderung. Mit einer Mehrheit aus SPD, Grünen, Piraten und Der Linken wurde der Antrag beschlossen.

- Auch Erinnerungskultur wird ein Standbein unserer frauenpolitischen Arbeit sein. Mädchen und junge Frauen brauchen starke Vorbilder. Das Leben und Schicksal Mathilde Hofers, einer bewundernswert starken Frau, gestorben in Ausschwitz, soll anlässlich des internationalen Gedenktages an den Holocaust in einer Ausstellung gewürdigt werden.

- Ende vergangenen Jahres führten die Vereinten Nationen den Weltmädchentag ein. Am 11. Oktober 2012 soll nun auch in Tempelhof-Schöneberg das erste Mal auf die enachteiligungen und das Ungleichgewicht von Mädchen und jungen Frauen hingewiesen werden.

- Lisa Albrecht war Turnlehrerin des Arbeiter_innensports,Frauenrechtlerin und Pazifistin. Als engagierte Sportlerin und Widerständlerin gegen das Naziregime, soll sie Vorbild für viele Sportler und Sportlerinnen im Bezirk werden. Wir beführworten daher die Benennung der Sporthalle am Baußnernweg nach Lisa Albrecht. Der Antrag befindet sich in der Ausschussberatung.

Ein frauenpolitischer Schwerpunkt soll auch weiterhin auf der Förderung von Frauen im Sport liegen. Unser politisches Anliegen haben wir mit einem Besuch des Schöneberger Fraueneishockeyteams, den OSC Eisladys, gestützt. Frauensport wird immer noch medial und finanziell vernachlässigt. Dies wollen wir ändern!

Das Gedenken an Hatun Sürücü ist uns wichtig. Viele Menschen, besonders junge Frauen und Mädchen identifizieren sich mit ihr. Sogenannte Ehrenmorde sind eine spezifische usprägung von Gewalt gegen Frauen, die wir bekämpfen müssen. Wir möchten allerdings vor den Argumenten des rechtspopulistischen Spektrums warnen. Dort werden Frauen immer dann zu Opfern gemacht, wenn die Tat einem bestimmten Kulturkreis zugeschrieben werden kann. Häusliche Gewalt findet unabhängig von Ethnie, Bildungsniveau und sozialem Status statt. Alle Formen von Gewalt sind gleich schwerwiegend.

Eingesetzt haben wir uns auch für den Erhalt der Seniorinnenfreizeitstätte Huzur. Frauen, vorwiegend mit türkischem Migrationshintergrund, treffen und organisieren sich dort. Huzur ist ein einmaliges Angebot für Seniorinnen nicht deutscher Herkunftssprache im Bezirk.

Eine weitere kleine Anfrage diente der Ermittlung des Bedarfs von (Vor)Beratung für Opfer von häuslicher Gewalt in Marienfelde/Lichtenrade. Erschreckend sind die Zahlen des Polizeiabschnitts, der einen Anstieg von Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt verzeichnet. Wir werden die Ergebnisse auswerten und politisch Handeln. Die kleine Anfrage finden Sie zeitnah hier.

Frauenpolitik bedeutet auch sich zu vernetzen – auch überparteilich. Daher haben sich Frauen der SPD und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen entschieden gemeinsam frauenpolitische Projekte zu verfolgen.

Seit Januar gestalten wir bezirkliche Frauenpolitik und konnten einiges anstoßen. Bezirkliche Frauenpolitik ist jedoch mehr als das, was wir in der Bezirksverordnetenversammlung besprechen. Sie lebt von Ihrem Engagement in den Projekten und Vereinen. Daher möchte ich Sie herzlich einladen Ihre Anliegen mit mir zu teilen.

Mit freundlichen Grüßen

Marijke Höppner

Interview mit Larissa Neu von Harmonie e.V.

Die neue TS Aktuell ist da. Diesmal mit einem Interview mit Larissa Neu von Harmonie e.V. Wer mehr lesen möchte, findet die TS Aktuell auch online.

Interview_HarmonieeV

Kleine Anfrage: Mieterschutz am Dürerplatz

Kleine Anfrage gem. § 39 der Geschäftsordnung der BVV, lfd. Nr.: 0010/XIX der Bezirksverordneten Marijke Höppner (SPD)

Hinter diesem Link verbirgt sich die Beantwortung der Kleinen Anfrage zum Mieterschutz am Dürerplatz.

Antrag: Queerpolitischer Bericht

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Die BVV ersucht das Bezirksamt einen queerpolitischen Bericht zu erstellen.
Der Bericht soll die bezirkliche Umsetzung des Berliner Aktionsplans gegen Homophobie und der Senatsinitiative „Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ entsprechend der relevanten Handlungsfelder enthalten. Darüber hinaus soll der Bericht eine Übersicht der Einrichtungen, Verbände, Vereine und Projekte der jeweiligen Fachbereiche sowie eine Übersicht bezirklicher Beratungs-Angebote für queere Menschen enthalten.

Der BVV ist dieser bis Juni 2012 vorzulegen.

Der Verlauf des Antrages ist hier zur verfolgen.

In die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht am 18.01.2012

Kleine Anfrage: Bezirkliches Angebot zur Seniorinnenarbeit für Frauen mit Migrationshintergrund sichern

Kleine Anfrage gem. § 39 der Geschäftsordnung der BVV, lfd. Nr.: 0005/XIX
der Bezirksverordneten Marijke Höppner (SPD)

Sehr geehrte Frau Dittmeyer,

die o.g. Kleine Anfrage wird wie folgt beantwortet:

Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass der Bereich der Seniorenbetreuung bis zu den Wahlen am 23.11.2011 zur Abt. Schule, Bildung, Kultur gehörte und gerade erst in die Zu-ständigkeit des Sozialamt zurückgeführt wurde. Von dem Problem, dass der Träger ES-PERANTO – Aufsuchende Hilfen e.V. den Kooperationsvertrag gekündigt hat, hat die Abt. GesSoz erst vor Kurzem erfahren. Eine Einbindung der Abt. Soz wäre in Anbetracht der Tatsache, dass sich mit Beginn der neuen Wahlperiode die Zuständigkeit der Seniorenbe-treuung ändern wird, wünschenswert gewesen, ist jedoch leider nicht erfolgt.

Inwiefern ist dem Bezirksamt bekannt, dass der Kooperationsvertrag zwischen dem Träger Esperanto e.V. und dem Bezirksamt für die Senioreneinrichtung Huzur zum Ende des Jahres 2011 gekündigt wurde?
Die Kündigung des Kooperationsvertrages seitens ESPERANTO – Aufsuchende Hilfen e.V. erfolgte fristgemäß am 20.09.2011 zum 31.12.2011 durch persönliche Übergabe des Kündigungsschreibens durch die Geschäftsführer des Trägers.

Wenn ja: Welche Gründe sind dem Bezirksamt dafür genannt worden?
In einem Gespräch mit dem in der letzten Wahlperiode zuständigen Dezernenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abt. SchulBildKultDez erläuterten die Geschäftsführer von ESPERANTO – Aufsuchende Hilfen e.V., dass durch den Verein die Finanzierung des Projektes über den 31.12.2011 hinaus nicht mehr gewährleistet werden kann. Die bisherige Quersubventionierung aus dem Bereich der Eingliederungshilfe aus anderen Bezirken ist nicht mehr möglich. Mehrere Versuche in der Vergangenheit, zur Finanzierung der Stellen Fremdmittel einzuwerben, misslangen.
Der Träger betonte, dass ihm das Projekt sehr wichtig ist und er es bedauerlich findet, dass der Kooperationsvertrag gekündigt werden muss. Gerne wird er in Zukunft „Huzur“ weiterhin unterstützen. In welchen Weise dieses geschehen kann, ist noch zu klären.

Wie will der Bezirk das spezielle Angebot für Frauen im Seniorenalter mit migrantischen Hintergrund im Bezirk zu erhalten?

Der Nachbarschaftstreffpunkt Huzur soll als interkultureller Treffpunkt mit den bestehenden Angeboten und Gruppen erhalten bleiben. Das Problem ist jedoch, dass es seitens der Kommune keine finanzierte Stellen im Nachbarschaftstreffpunkt Huzur gibt. Seit der Schließung der Städtischen Pflegeeinrichtungen sind zusätzlich zu den beiden Mitarbeite-rinnen von ESPERANTO drei ehemalige Mitarbeiterinnen mit Migrationshintergrund aus den Einrichtungen im Nachbarschaftstreffpunkt Huzur eingesetzt. Sie haben sich sehr gut eingearbeitet, sind engagiert und werden von den Besucherinnen und Besuchern voll ak-zeptiert. Sie bleiben bis auf Weiteres auch im Huzur eingesetzt, so dass es nicht zu einer Schließung der Einrichtung ab 1.1.2012 kommen wird, wenn sich ESPERANTO zurückge-zogen hat. Darüber hinaus unterstützen sieben Ehrenamtliche die Altenpflegerinnen vor Ort. Da sich die eingesetzten Kolleginnen aus den Städtischen Pflegeeinrichtungen in Polnisch, Englisch, Französisch und Spanisch, nicht jedoch in Türkisch und Russisch verständigen können, müssen weitere Sozialberatungen in der Muttersprache der Besucherinnen organisiert werden. Einige der ehrenamtlich Tätigen haben sowohl Türkisch- als auch Deutschkenntnisse und sind in der Lage, bei Sprachschwierigkeiten zu vermitteln.
Einige Angebote im Huzur werden ehrenamtlich betreut, andere werden durch das Quar-tiersmanagement finanziert. Mit den Gruppenleiterinnen der finanzierten Angebote ist ver-einbart, dass diese nach Ende des Förderzeitraums die Angebote gegen geringe Auf-wandsentschädigung vorerst weiterführen werden.
Die bestehenden Alphabetisierungskurse werden von anderen Stellen finanziell unterstützt und sollen ebenfalls weiterhin angeboten werden.
Für Frauen im Seniorenalter mit Migrationshintergrund wird es also weiterhin die Möglichkeit geben, sich zu treffen, auszutauschen und an speziellen Gruppen und Angeboten teil-zunehmen.
Zur Sicherung des Standortes ist der langfristige Einsatz von zwei der Mitarbeiterinnen mit insgesamt 1,5 Stellen – dem gleichen Stellenanteil, der bisher von ESPERANTO finanziert wurde – gewünscht. Das ist auf Dauer jedoch nur möglich, wenn es gelingt, entsprechend finanzierte Stellen einzurichten. Ob und auf welche Weise dies möglich sein wird, muss dringend geklärt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sibyll K l o t z

Presseerklärung: Nein zu Gewalt an Frauen – Frei leben – ohne Gewalt

Die SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg ruft zur Teilnahme an der Fahnen-Hiss-Aktion anlässlich des internationalen Aktionstages „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November um 12 Uhr vor dem Rathaus Schöneberg auf.
Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und die Frauenbeauftragte Tempelhof-Schönebergs, Ursula Hasecke, möchten durch das Hissen der Fahne die öffentliche Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Formen von Gewalt gegen Frauen richten.
„Opfer von häuslicher Gewalt werden einem sich stetig wiederholenden Kreislauf der Gewalt ausgesetzt. Ihnen widerfährt physische, psychische und sexuelle Gewalt meist mehrfach, bevor sie sich eigenständig bemühen können aus einer Gewaltbeziehung auszubrechen. Daher ist die Früherkennung von häuslicher Gewalt zum Schutz der Opfer besonders wichtig“, so die Sprecherin der SPD-Fraktion für Frauenpolitik, Marijke Höppner
Die SPD sieht daher die Ärztinnen und Ärzte der Notaufnahmen und Hausarztpraxen als erste Anlaufstelle von verletzten Frauen in der Verantwortung in enge Kooperation mit den Beratungseinrichtungen zu treten, um Frauen aus dem Teufelskreis Gewalt zu helfen.

Die Fahnen-Hiss-Aktion findet am Freitag, den 25.11.2011, um 12:00 Uhr vor dem Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz statt.

Ohne Macht gibt es keine Veränderung

„Ohne Macht gibt es keine Ver­än­de­rung“ stell­te die Au­to­rin fest. In „Auf Au­gen­hö­he oder wie Frau­en be­gan­nen die Welt zu ver­än­dern“ geht es um Heli Ih­le­feld, ihren Wer­de­gang und die Gren­zen an die sie schließ­lich mit der Frau­en-​ und Gleich­stel­lungs­po­li­tik als Frau­en­be­auf­trag­te der Te­le­kom stößt.

Im Schö­ne­ber­ger Cafe An­tik­flair lausch­ten die an­we­sen­den Frau­en den ge­le­se­nen Wor­ten der Au­to­rin. Ih­le­feld be­rich­te­te von ihrer all­täg­li­chen Ar­beit, ihren Vi­sio­nen und Ideen, wie sie sich Ge­set­zes­grund­la­gen zu eigen mach­te und an den stol­zen Män­nern schei­ter­te, die den Mit­ar­bei­te­rin­nen lie­ber Heim und Herd zu­ge­stan­den, als Be­triebs­kin­der­gär­ten. Und sie be­rich­te­te von den Män­nern, die in Ihren lo­ka­len Be­rei­chen das haus­in­ter­ne Gleich­stel­lungs­pro­gramm in der Hand nah­men und aus­ge­zeich­net wur­den. Dabei kamen uns An­we­sen­den die ge­le­se­nen Ge­schich­ten von Er­folg und Frust, Über­zeu­gungs­ar­beit und die Suche nach Bünd­nis­part­nern, sehr ak­tu­ell vor.
Ge­nau­so ak­tu­ell, war Heli Ih­le­felds Ap­pell an uns Frau­en, so­li­da­risch mit­ein­an­der um­zu­ge­hen, denn nur ge­mein­sam kön­nen wir etwas er­rei­chen, daran glaubt sie fest.

Heli Lesung
Wenn die Macht gleich ver­teilt sei, dann kön­nen Frau­en und Män­ner auch auf Au­gen­hö­he mit­ein­an­der reden, so sagte An­ge­li­ka Schött­ler, Kan­di­da­tin für das Amt der Bür­ger­meis­te­rin in Tem­pel­hof-​Schö­ne­berg. An­we­send waren auch die Kan­di­da­tinn­nen für das Ab­ge­ord­ne­ten­haus An­drea Küh­ne­mann und Ma­nue­la Har­ling, sowie die Be­zirks­ver­ord­ne­te Ma­ri­jke Höpp­ner

Heli Ih­le­feld las am 30.​8.​11 für die ASF Tem­pel­hof-​Schö­ne­berg „Auf Au­gen­hö­he oder wie Frau­en be­gan­nen die Welt zu ver­än­dern“ im Cafe An­tik­flair, Grun­de­wald­stra­ße 10.

Fachübergreifende Gesundheitsvorsorge in Friedenau

Am 16. August 2011 informierten sich Mechthild Rawert, MdB, Dilek Kolat, MdA, und Marijke Höppner, BVV Tempelhof- Schöneberg, über die gesundheitliche Versorgungssituation in Friedenau durch das Polikum in der Rubensstraße.

Der Leiter der Gesamtdirektion, Herr Dr. Kewenig und Herr Dr. Hoffmann, Leiter des Polikums, berichteten über die Vorteile der fachübergreifenden Gesundheitsversorgung im Polikum, bei der die Ärzte aller Fachrichtungen miteinander kooperieren. Hinzu kommen die flexiblen Öffnungszeiten, die gerade berufstätigen Patienten sehr zu Gute kommen. Von den flexiblen Öffnungszeiten profitieren auch viele Mitarbeiter und deren Familien, vor allem die die in Teilzeit arbeiten oder die nach einer Pause wieder in den Beruf einsteigen möchten, was
von der Geschäftsleitung sehr begrüßt wird. Ein geplanter Betriebskindergarten wird die Arbeitssituation im Polikum für berufstätige Eltern weiter verbessern.
Polikum

Wie soll der Breslauer Platz aussehen?

Beim Politischen Biergarten der SPD-Friedenau vor dem Rathaus Friedenau diskutieren die SPD-Bezirksbürgermeisterkandidatin Angelika Schöttler, die Abgeordnete Dilek Kolat, die Fraktionsvorsitzende in der BVV, Elke Ahlhoff, Bezirksstadtrat Oliver Schworck und der Bezirksverordnete Oliver Fey mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern und der „Bürgerinitiative Breslauer Platz“ über die Neugestaltung des Platzes und die Zukunft des Rathauses Friedenau. Der Platz soll ein Stadtplatz werden und zum Aufenthalt einladen. Der gut besuchte Markt bleibt auch während der Umgestaltung erhalten, der Bereich für die Fußgänger wird ausgeweitet und die Parkplätze direkt auf dem Platz aufgegeben. Die rege Diskussion zeigte, wie wichtig den Bewohnerinnen und Bewohnern von Friedenau die Umgestaltung des Platzes ist. Die SPD steht für ein gemeinsames Konzept für den Platz und wird die Diskussionen fortführen, um die besten Ideen am Ende umzusetzen.
Breslauer Platz

Im Anschluss daran besuchte Marijke Höppner zusammen mit Angleika Schöttler, Dilek Kolat und weiteren SPD-Politikerinnen und -politikern das Grillfest der Friedenauer Arbeiterwohlfahrt und wurde dort durch den örtlichen AWO-Vorsitzenden, Dr. Michael Radeloff begrüßt. Danach kam man mit den zahlreichen anwesenden Mitgliedern ins Gespräch.

Nachbarschaft pflegen – Sozialstation Friedenau!

Nachbarschaft pflegen – so lässt sich die Arbeit der Sozialstation Friedenau in der Crellestraße 7 treffend beschreiben. Wie das
funktioniert, darüber wollte sich Mechthild Rawert informieren. Und hat auf ihrer Sommertour 2011 die Sozialstation Friedenau sehr gerne besucht. Begleitet wurde sie von Dilek Kolat, Friedenauer Abgeordnete, und Marijke Höppner, Bezirksverordnete aus Friedenau. Pflege und nachbarschaftliche Hilfe, Selbsthilfe und zivilgesellschaftliches Engagement waren unsere Kernthemen.

Die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert berichtet: Träger der Sozialstation Friedenau ist das Nachbarschaftsheim Schöneberg. Unsere Gesprächspartnerinnen waren Frau Friedel-Franzen, Sozialarbeiterin in der Sozialstation Friedenau, Franziska Lichtenstein, Geschäftsführerin des Nachbarschaftsheims Schöneberg, Michael von Jan, Koordinator des Treffpunkts 50plus und Julia Giese, neue Leiterin der Kontaktstelle PflegeEngagement Tempelhof-Schöneberg.

Mehr Anerkennung für Pflegearbeit Ein großer Schwerpunkt der Arbeit der Sozialstation Friedenau liegt in der ambulanten Pflege und der Beratung von pflegebedürftigen und kranken Menschen. Mit großem Respekt habe ich auch hier das hohe Engagement der in der Pflege Tätigen wahrgenommen. Ich unterstütze die Forderung von Frau Friedel-Franzen nach einer Aufwertung der Pflegeberufe. Die Jobs in der Pflegebranche sind zumeist schlecht bezahlt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestaltet sich aufgrund von Schichtarbeit oft schwierig. Zu viele ausgebildete Fachkräfte verlassen aus diesen Gründen
die Berufsfelder Altenpflege oder auch die Krankenpflege. Auch in der Sozialstation Friedenau ist der Fachkräftemangel bereits jetzt spürbar. Eine höhere Anerkennung der Pflegearbeit fängt bereits bei der Ausbildung an. Bisher sind die Ausbildungsgänge zur Altenpflege schulgeldpflichtig. Es fehlt insbesondere für junge Leute an Anreizen, diese Berufe zu ergreifen.

Die Frage, der wir uns in der Politik intensiv stellen müssen, lautet
: Was müssen und können wir tun, damit Pflegekräfte in ihrem Beruf bei anhaltender Motivation, Kraft und Engagement länger verweilen (können)?

SPD: Für eine umfassende Pflegereform
In unserem Orientierungspapier der SPD-Bundestagsfraktion zur Reform der Pflegeversicherung „Für eine umfassende Pflegereform: Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stärken“ haben wir unsere Vorstellungen zur Ausgestaltung der paritätischen Finanzierung und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine würdevolle Pflege vorgelegt. Wir wollen:
Niemand soll durch die notwendige Reform schlechter gestellt werden, aber vielen soll es besser gehen. Wir sprechen uns unter anderem auch für die baldige Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff aus, für eine bessere kommunale Pflegeinfrastruktur und für bessere Pflegebedingungen vor allem für Demenz-PatientInnen. Obgleich der
ehemalige Gesundheitsminister Rösler 2011 zum „Jahr der Pflege“ ernannt hat, ist davon an der Basis nichts wahrnehmbar. Ob es 2011 überhaupt noch zu einer Pflegereform kommt, ist mehr als fraglich?

Ehrenamtliches Engagement unterstützen
Der Treffpunkt 50plus bietet älteren Menschen vielfältige Angebote an. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich ehrenamtlich bei Kursen, Veranstaltungen, Ausflüge und vielem mehr zu engagieren. Der Treffpunkt 50plus stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung und koordiniert die Aktivitäten, erläuterte Herr von Jan.

Wichtige Unterstützungsarbeit leistet die Kontaktstelle PflegeEngagement Tempelhof-Schöneberg des Nachbarschaftsheims Schöneberg. Hier erhalten Angehörige pflegebedürftiger Menschen Beratung und wertvolle Unterstützung.

Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement ist für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft unverzichtbar. Es gilt, entsprechende Strukturen zu unterstützen. Keinesfalls aber darf freiwilliges Engagement zu Lasten guter Rahmenbedingungen für qualifizierte Berufe gehen. Diese Forderung wurde bei der Diskussion über die ehrenamtlichen Besuchsdienste in der ambulanten Pflege deutlich.

Anregungen an die Politik
Auch für die Landes- und Bezirkspolitik gab es wichtige Anregungen. So könnte sich das Bezirksamt und die anderen politisch Verantwortlichen in Tempelhof-Schöneberg ein Beispiel nehmen an der Aktion 2010 „Unsere Kommune ist Demenzfreundlich“ des Nachbarbezirks Charlottenburg-Wilmersdorf und vergleichbares initiieren. Die Aktion „demenzfreundliche Kommune“ hat sich zum Ziel gesetzt, ein wertschätzendes Miteinander von Menschen mit und ohne Demenz zu fördern. Auch die Umsetzung der Herausforderung der kultursensiblen Pflege für alle bedarf der landes- und bezirkspolitischen Unterstützung.
Sozialstation Friedenau

Antrag: Straßensprayaktion zum Weltaidstag

Das Bezirksamt wird ersucht, die Aktion der AG Gesunder Kunde und Hydra e.V. zu unterstützen. Die sieht vor anlässlich des WEltaidstages am 1. Dezember die Worte „Kondome schützen“ mit Farbspray und Schablone auf die Gehwege im Kurfürstenstraßenkiez zu sprühen.

Begründung:
33 Mio. Menschen sind weltweit sind HIV infiziert. Jährlich sterben etwa 2 Mio erkrankte Menschen an Aids. Für das Jahr 2009 wurden in Deutschland knapp 2860 Infizierungen mit HIV festgestellt. Dabei sind Infizierungen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr immer noch der Hauptauslöser der Krankheit.
Die Sprühaktion soll einen Beitrag leisten auf den gesundheitlichen Schutz durch Kondomen hinzuweisen. Dabei sollen die Menschen bei Alltagswegen und -aktivitäten, als auch vor der in Anspruchnahme von sexuellen Dienstleistungen erreicht werden.

Eingebracht: Oktober 2010

Antrag: Menschen im Kiez für den Kiez

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt sich gegenüber dem Jobcenter dafür einzusetzen, dass Menschen, die an Maßnahmen des ÖBS und anderer geförderter Maßnahmen des 2. Arbeitsmarktes mit Regionalbezug teilnehmen, wenn möglich aus dem Wohnumfeld rekrutiert werden sollten.

Eingebracht: Oktober 2010

Antrag: Gedenken an Hatun Sürücü

Die BVV ersucht das Bezirksamt zu prüfen, ob es möglich ist anlässlich des Todestages von Hatun Sürücü oder anlässlich des jährlich Internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen eine Veranstaltung durchzuführen. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen freie Träger, bezirkliche Einrichtungen und handelnde Akteure im Bezirk über die bezirklichen und berlinweiten Angebote für Frauen zum Schutz vor häuslicher Gewalt informieren und grundlegende Informationen zum Thema weiter geben.

Eingebracht Juni 2010

Mehr Infos zum Verlauf der Drs 1496/XVIII gibt es hier.

Antrag: Interkulturelle Öffnung des Jobcenters födern

Die BVV ersucht das Bezirksamt ein Konzept zur interkulturellen Öffnung des Job Centers vorzulegen. Der BVV ist bis Mai 2008 zu berichten.

Begründung:
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen müssen passgenauer auf die Bedürfnisse und Bedarfe aller Mitglieder von Bedarfsgemeinschaften, insbesondere derer mit Migrationshintergrund ausgerichtet werden. Neben den Maßnahmen müssen auch alle Beschäftigten in der Lage sein, die Bedürfnisse und Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten zu erkennen und in die Hilfe- und Maßnahmeplanung einzubeziehen.

Eingebracht: März 2008

Mehr Infos zum Verlauf der Drs 0585/XVIII gibt es hier.