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„Inklusion statt Ausgrenzung“ – Zu Gast im Pinel

Kaum nach dem ersten „Hallo“ kam es zur wichtigsten Frage: „Kann das Pinel am Standort Dominicusstraße weiter bestehen?“ Das Haus, in dem derzeit ca. 16 Menschen mit psychischen Erkrankungen betreut wohnen können, ist im Eigentum von Vivantes. Vivantes selbst nutzt eine Etage mit einer Tagesklinik. Das Gebäude soll nun in einem Bieterverfahren verkauft werden, was in Anbetracht der Verknappung von Wohnraum eine Verdrängung des sozialen Projektes aufgrund steigender Mieten zur Folge haben könnte. Der Status ist derzeit ungeklärt, daher hat sich auch die Bezirksverordnetenversammlung in einem Allparteienantrag, die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert und die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler an Vivantes gewandt, um den Standort zu sichern.

Inklusion durch Beteiligung am Arbeitsleben
Unsere Tour durch die drei Schöneberger Standorte des Pinels beginnt in der Wexstraße. Dort befindet sich die Geschäftsstelle. Wir sprechen über das betreute Wohnen. Hier und an den anderen Standorten sind schizophrene Erkrankungen am häufigsten vertreten. Den Menschen wird geholfen ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Ein wichtiges Element ist dabei die Möglichkeit Arbeiten zu gehen. Das Pinel hat im nahen Umfeld einen Second Hand Laden und eine Wäscherei. Stundenweise können die Menschen nach und nach anfangen zu arbeiten. Einige schaffen sogar den Wiedereinstig in den Arbeitsmarkt. Für wenige Klienten bietet Pinel auch eine Art Ausbildung im eigenen Haus an. Dabei kann der/die Azubi den Verwaltungsapparat und Einrichtungen des Gesundheitswesens im psychosozialen Bereich kennen lernen. Leider steht am Ende der Zeit keine anerkannte Ausbildung. Einige Absolventen und Absolventinnen finden bei Pinel einen Beruf in der Geschäftsstelle. Offen bleibt jedoch der Wunsch nach inklusiven Arbeitsverhältnissen. Menschen mit psychischen Erkrankungen sollten, wann immer möglich, an dort Arbeit finden, wo alle anderen Menschen auch Arbeit finden.
Pinel

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch des Pinels in Schöneberg fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Mechthild Rawert (MdB), Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil .

„Menschen wollen nicht selbst zum Pflegefall werden “ – Zu Besuch beim Pflegestützpunkt

„Menschen wollen nicht selbst zum Pflegefall werden“, beschreibt die Mitarbeiterin des Schöneberger Pflegestützpunktes. „Deshalb meiden sie unsere Informationsstände.“ Dabei ist die Arbeit des Pflegestützpunktes eine sehr wichtige. In Tempelhof-Schöneberg gibt es zwei Standorte, einen in der Pallasstraße. Hier findet man Beratung rund um die Pflege – von pflegebedürftigen Kindern bis zu Menschen im Alter.

Spezielle Beratung wird immer wichtiger
Wichtig wird auch die spezifische Beratung besonderer Zielgruppen. So wird der Selbstdarstellungsflyer des Pflegestützpunktes zeitnah in leichter Sprache veröffentlicht, um mehr Menschen zu erreichen.
Ein weiterer Schwerpunkt wird die kultursensible Pflege. Dabei steht gar nicht die sprachliche Kompetenz im Vordergrund, sondern die Kenntnis über das Altern in verschiedenen Kulturkreisen. In besonderen Fortbildungen werden die Mitarbeitenden auf Wünsche und Ansprüche hingewiesen, die ihnen bisher nicht bekannt waren. Ziel ist es für mehr Menschen eine passgenaue Pflege zu finden, sie geeignet zu beraten und bei Problemen in der Pflege richtig helfen zu können.
Pflegestützpunkt

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch des Pflegestützpunktes in Schöneberg fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss).

„Mehrgenerationenhaus als Mittelpunkt des nachbarschaftlichen Miteinanders“ – Zu Besuch im Mehrgenerationenhaus Kurmärkischenstraße und im betreuten Wohnen für psychisch erkrankte Jugendliche

In der Kurmärkischenstraße Ecke Frobenstraße befindet sich eins von drei Mehrgenerationenhäuser, betrieben von der Kiezoase. Kooperation und Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders hat sich der Standort auf die Fahnen geschrieben. Egal ob beim biographischen Malprojekt, dass in einer Ausstellung im Haus mündete oder beim Austausch mit der Kindertagesstätte gegenüber – Gemeinschaftsarbeit steht hier im Mittelpunkt.

Ehrenamtliche sind der Kern des solidarischen Miteinanders
Einen besonderen Schwerpunkt hat die Kiezoase im Rahmen der Mehrgenerationehäuser Barbarossastraße, Kurmärkischestraße und Steinmetzstraße auf das Ehrenamt gelegt. Die Ehrensamtskoordinatorin koordiniert eine Börse mit Angeboten, die von der Pflege des Kiezgartens bis hin zum Einkaufen für bewegungseingeschränkte Senioren reicht. In der Barbarossastraße ist ein Raum für die Ehrenamtlichen reserviert, im dem sie Angebote wie Stellenanzeigen im Fenster finden. Immer wieder gehen Interessierte vorbei, gucken und entscheiden sich schließlich, sich zu engagieren. Wie im Kiezgarten werden auch die Ehrenamtlichen von der Kiezoase gehegt und gepflegt bzw. geschult und unterstützt.

Koralle: wunderschön und schützenswert
Unser zweiter Stopp führt uns in die Koralle. Den Namen gab sich das Projekt bewusst, denn ähnlich wie die psychisch erkrankten Jugendlichen, die in Wohngemeinschaften durch die geschulten Mitarbeitenden bei der Bewältigung des Alltags unterstützt werden, sind auch Korallen wunderschön und schützenswert, berichtete uns der Projektleiter, Herr Rosemann. Jugendliche mit Essstörungen, manisch-depressiven Erkrankungen und Bindungsstörungen haben häufig viele Maßnahmen durchlaufen, verschiedene Wohnformen ausgetestet, oder waren in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht, bevor sie im Betreuten Wohnen unterkommen. Dort werden sie mit Therapie, Beratung und angeleiteten Gruppengesprächen unterstützt. Auch im Alltag hilft ihnen geschultes Personal.
Kiezoase

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch in den Schöneberger Einrichtungen der Kiezoase fand am 23. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin Mechthild Rawert (MdB), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europa Parlament), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg) Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.

„Menschen eine Aufgabe geben“ – Zu Besuch in den Werkstätten und des Drogennotdienstes

Wie eine Baracke sieht das Gebäude aus, in dem sich die Werkstätten und die Krisenwohnungen des Drogennotdienst e.V. befinden. Dabei haben die grauen Gebäude ein wunderbares Innenleben. Hier wird gewerkelt, gekocht, gegärtnert und Honig gewonnen. Unterstützt durch das Arbeitsamt werden hier und an anderen Standorten des Drogennotdienstes Angebote für Menschen gemacht, die in der Vergangenheit suchtkrank waren. Doch die entsprechenden Angebote vorzuhalten wird durch das Jobcenter immer stärker erschwert.

Arbeit bringt Suchtkranken Bestätigung
Teil der Rehabilitation für suchtkranke Menschen sind Arbeitsmaßnahmen. Diese ermöglichen es ihnen sich zu beweisen, Bestätigung außerhalb des Alkohols zu finden und etwas Produktives für die Gesellschaft zu leisten. Die Angebote des Drogennotdienstes sind Teil dieser Maßnahmen. Doch es wird immer schwerer die Angebote den Wünschen einiger Jobcenter anzupassen, was dazu führt, dass bestimmte Angebote komplett eingestellt wurden. Bisher setzte der Drogennotdienst auf eine Vielzahl verschiedener Arbeitsprojekte. Passte ein Angebot nicht, gab es die Möglichkeit zu wechseln, zum Beispiel von der Gärtnerei in die Wäscherei. Doch das ist nicht mehr in allen Bezirken so möglich.
Die Menschen in den Werkstätten in der Fasanenstraße hingegen zeigen mit Stolz ihre gerade gebauten Stühle und Schränke, lassen uns die leckeren Nachspeisen kosten und den selbst angelegten Kräutergarten begutachten.

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch in der Werkstatt der Kiezoase fand am 23. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen neben mir Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europa Parlament, Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg) Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.

„Auch die Großväter kommen zu uns“ – Zu Besuch bei Mann-O-Meter

In die Coming Out-Beratung und Selbsthilfegruppen bei Mann-O-Meter kommen nicht nur junge Männer, die im Outing-Prozess stecken. Auch ältere Männer besuchen die Angebote. Sehr viel Freude machte es den angestellten Beratern, als zuletzt ein älterer Herr gemeinsam mit seiner Tochter und dem Enkel die Einrichtung besuchte. Dieses Beispiel der generationenübergreifenden Unterstützung im Coming Out-Prozess sind vorbildlich, zeigen aber auch, dass der offene Umgang mit der sexuellen Orientierung und die gesellschaftliche Anerkennung nicht nur ein Thema junger Männer in der Pubertät ist. Die Angebote von Mann-O-Meter sind daher breit gefächert. Neben der Jugendgruppe für Teenager und junge Erwachsene, gibt es auch die Gruppe „Doppelherz“.

Beratung erhalten alle beim HIV-Schnelltest
Selbsthilfegruppen aller Art finden vor Ort statt wie die schwulen Väter oder die Anonymen Alkoholiker. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich der gesundheitsvorsorge mit den Schnelltests bei Angst vor AIDS, Syphilis und anderen Geschlechtskrankheiten, die vor Ort für 15 EUR während der Sprechzeiten angeboten werden. Die Antwort gibt es noch am gleichen Tag. Beratung erhalten alle Menschen, die Test machen lassen. Niemand wird sich selbst überlassen mit der guten oder schlechten Botschaft.

Schwulen Straftätern helfen: „Es bringt was!“
Ein besonderes Projekt ist die angeleitete ehrenamtliche Arbeit im Gefängnis. Im eins zu eins Verhältnis werden schwule Straftäter betreut und ihnen damit der Weg zurück in die Gesellschaft geebnet. Ein Ehrenamtlicher betreut dabei einen Gefangenen und hilft ihm bei Problemen im Knast oder mit dem Leben draußen. So entstehen Bindungen, die häufig dazu führen, dass die sogenannten Freigänger (Männer im offenen Strafvollzug) die Beratungs- und Selbsthilfeangebote von Mann-O-Meter nutzen und sich besser gesellschaftlich integrieren. „Es bringt was“, sagt dazu einer der Mitarbeiter.

Sommertour „gesund, sozial, queer“

Der Besuch von Mann-O-Meter am Nollendorfplatz fand am 22. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), und Marijke Höppner (MdBVV).

„Man muss nicht verrückt sein, um hier her zu kommen“ – Zu Besuch bei KommRum

„Man muss nicht verrückt sein, um hierher zu kommen“, sagt Frau Pahl aus der Beratungsstelle von KommRum und verweist auf den leckeren Kuchen auf dem Tisch. KommRum in Friedenau ist eine offene Einrichtung mit Cafe-Betrieb und Beratungsstelle. Den Kuchen haben die sogenannten „Zuverdienstler*innen“ für unseren gemeinsamen Termin gebacken. Neben dem Cafe und der Beratungsstelle ist KommRum auch Träger von betreutem Wohnen und Apartment-Wohnen mit mehr als 100 Plätzen für Menschen mit psychischen Krankheiten. Auch bei KommRum stellt sich die Frage der Mietverdrängung für die Menschen im betreuten Wohnraum.

Keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen mit psychischen Erkrankungen
Während wir reden füllt sich das helle Cafe in der Schnackenburgerstraße 4. Immer mehr Menschen kommen und stellen uns Fragen und wollen mitdiskutieren. Ein Herr weist darauf hin, dass selbst Bundesminister Bahr eine Liste der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt hat, die besagt, dass fünf der zehn häufigsten Krankheiten aus dem Bereich der Psychiatrie kämen. Gleichzeitig fehle es aber an Möglichkeiten für psychische kranke Menschen am Leben und Arbeiten gleichwertig zu partizipieren. Eine Frau bestätigt dies. Sie spricht von „Null Chancen“ auf dem Arbeitsmarkt, als psychisch erkrankter Mensch. Entweder man lügt bezüglich Lücken im Lebenslauf oder man wird nicht eingestellt, beschreibt sie. Menschen, die gern arbeiten möchten, aber keine Vollzeit- oder Teilzeit-Arbeitsverhältnisse auf Grund ihrer seelischen Verfassung annehmen können, fallen durch das Raster. Sie können zwar als sogenannte „Zuverdienstler*innen“ im Cafe arbeiten, wünschen sich aber oft mehr. Ein deutlich durchlässigeres System mit integrativen Arbeitsplätzen – auch mal für fünf oder zehn Wochenstunden. Die Hoffnung bestand das System der Bürgerarbeit dahingehend weiterzuentwickeln. Mittlerweile ist die Bürgerarbeit als Modell des Dritten Arbeitsmarktes durch die Bundesregierung gestrichen worden. Die Konsequenz wird uns sehr drastisch beschrieben: Immer mehr Menschen mit psychischen Erkrankungen werden früh verrenten und leiden darunter nicht zum produktiven Teil Gesellschaft zu gehören.

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch von KommRum in Friedenau fand am 20. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Marijke Höppner (MdBVV) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss).

„Inklusion bedarf die Neugier und Aufgeschlossenheit aller Kursteilnehmer“ – Zu Gast beim Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der Ufa-Fabrik

Einen besonderen Weg hat sich das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum (kurz: NUSZ) überlegt und hat im Rahmen eines ausgeschriebenen Projektes im Inklusionsjahr 2012 viele Kurse vor Ort geöffnet für Menschen mit Beeinträchtigungen. „Das bedarf die Neugier und Aufgeschlossenheit aller Kursteilnehmer“, so Renate Wilkening, Geschäftsführerin von NUSZ. Mittlerweile finanziert der Paritäter das Inklusionsprojekt. Den meisten Aufwand bereitet die Vorbereitung der Gruppen und der Teilnehmenden, denn einige Menschen sind noch unsicher, wie sich die Sport-, Tanz- und Musikgruppen entwickeln und ob sie in der Lage sind mit Menschen mit Beeinträchtigung umzugehen. Doch die Vorarbeit zahlt sich aus. Eine Vielzahl von Angeboten kann nun inklusiv angeboten werden. Schnell wird in der Diskussion klar, dass es unser aller Ziel ist, dass diese Vorbereitung irgendwann unnötig geworden ist und gemischte Gruppen zum Standard werden. Doch bis dahin ist noch ein Stück Weg zu gehen.

Wunsch nach mehr sozialen Kontakten in der Betreuung
Wir wechseln die Straßenseite. Waren wir eben noch im Familien- und Nachbarschaftstreffpunkt, so geht es nun zum ambulanten Pflegedienst gegenüber. Entstanden ist der Verein aus der Idee, dass Mütter, die krank sind, sich schwer um ihre Kinder kümmern können. Mittlerweile hat sich die Familienpflege etabliert. Wichtige Unternehmen wie die BSR nutzen die Familienpflege besonders für ihre weiblichen Angestellten mit Kindern, denn das Unternehmen will es sich nicht mehr leisten, hochkarätige Mitarbeiterinnen tageweise zu verlieren. Neben Eltern und kranken Menschen unterstützt der Pflegedienst auch Senioren mit Pflegestufe. Die Zeit, die für die Pflege älterer Menschen vorgesehen ist, ist aber kaum ausreichend. Der Wunsch nach mehr sozialen Kontakten steht sofort im Raum. So ist es nicht vorgesehen, dass die Selbstständigkeit älterer Menschen gefördert wird. Man darf zwar für sie einkaufen gehen, aber eben nicht mit ihnen, da dies deutlich mehr Zeit beansprucht. Die Hilfe zur Selbsthilfe sieht der Pflegezeitplan nicht vor.
NUSZ

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums (NUSZ) in der Ufa Fabrik fand am 15. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europaparlament), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) und Marijke Höppner (MdBVV).

„Pflege muss sich mehr am Menschen orientieren“ – Zu Besuch in der Tagespflege des Nachbarschaftsheim Schöneberg

„Pflege muss sich mehr am Menschen orientieren“, beginnt der Geschäftsführer des Nachbarschaftsheim Schöneberg, Georg Zinner während wir im Gemeinschaftsraum der Tagespflege des NBHS in der Cheruskerstraße sitzen. Statt komplizierter Anmeldeverfahren sollten die Menschen je nach Bedarf täglich vorbeikommen können wie in einem offenen Haus – egal, ob mit Pflegestufe oder ohne. Die Abrechnungsverfahren müssten dafür deutlich vereinfacht werden. Doch das ist noch Wunschvorstellung. Während wir im Gruppenraum über die Tagespflege sprechen, findet nebenan schon das Tagesprogramm statt: Die Zeitungsrunde hat begonnen und es werden die aktuellen Schlagzeilen diskutiert.

In einer Wohngemeinschaft gemeinsam altern
Im gleichen Haus befinden sich zwei Wohngemeinschaften für Menschen im Alter. Unter dem Dach leben fünf Menschen mit Pflegebedarf. Frau Dacht (Name geändert) wohnt schon eine Weile in der WG. Sie erzählt uns, dass es ihr sehr gut gefällt, nur der Personalwechsel, wenn eine Mitarbeiterin in Urlaub oder krank ist, gefalle ihr nicht. Auch Imke Hoefer (Mitarbeiterin der Tagespflege) und Karen Gebert (Mitarbeiterin Wohngemeinschaften) bestätigen, dass es sehr schwer ist qualifiziertes Fachpersonal zu finden. In der Demenzwohngemeinschaft leben neun Menschen. Alle haben ihr eigenes Zimmer. Wohnzimmer, Küche und Bäder werden gemeinsam genutzt. Auch hier wird es politisch. Kritisch wird der unterschiedliche Umgang mit dem Wohngruppenzuschlag in den Berliner Sozialämtern diskutiert. Vorgesehen ist der Wohngruppenzuschlag von 200 EUR für zusätzliche Leistungen für Menschen, die ihn Wohngruppen gepflegt werden. Der Berliner Senat verlangt den Wohngruppenzuschlag der Hilfe zur Pflege anrechnen zu lassen. Einige verlangen sogar, dass der Wohngruppenzuschlag beantragt wird, damit er von der Hilfe zur Pflege abgezogen werden kann. Die tatsächliche Praxis im Bundesgebiet sieht anders aus. Hier bedarf es dringender rechtlicher Klärung. Völlig ungeklärt ist, wie die Bewohnerinnen und Bewohner von Wohngruppen einen Nutzen aus der für sie bestimmten zusätzlichen Leistung ziehen können.
NBHS

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Nachbarschaftsheim Schöneberg in der Cheruskerstraße fand am 20. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Mechthild Rawert (MdB), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Marijke Höppner (MdBVV) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil.

„Ich habe mit Klaus Wowereit getanzt“ – Zu Besuch bei den Golden Girls vom Werkhaus Antirost

„Ich habe mit Klaus Wowereit getanzt“, berichtete uns eine der älteren Damen. Bei Kaffee und Keksen wird eben über mehr gesprochen, als nur über das Werkhaus Antirost. Zum Beispiel über Klaus Wowereit oder über den „netten Opa“, der immer vorbei kommt und dem man nichts abschlagen kann, wenn er mal was genäht haben möchte.

Früher lernten die Mädels von mir, jetzt lerne ich von Ihnen
Das Werkhaus Antirost ist ein Verein für ältere Menschen, die fit bleiben möchten. In mehreren Werkstätten wird gehandwerkelt. Unter dem Dach des Stadtteilzentrums Kokuma befinden sich die Schneiderei, Acrylmalerei und Tiffany-Glasschmuck. Eine der älteren Damen führt uns durch die Schneiderei. Immer wieder unterrichtet sie Schülerinnen und Schüler der Eckner-Oberschule und hilft ihnen bei ihren Abschlussarbeiten in Modedesign. Eine der Schülerinnen, die früher Unterstützung in der Schneiderei von Antirost suchte, ist nun Studentin für Modedesign und kommt weiterhin. Mittlerweile bringt sie den Damen vor Ort neue Tricks und Kniffe bei.
Im Keller befinden sich die Metallwerkstatt, in der auch Fahrrädert repariert und gebaut werden, und die Holzwerkstatt. Hier wird geschnitzt und gesägt. Der erste Schwippbogen ist trotz warmer 26 Grad Außentemperatur schon für den Weihnachtsbazar fertig gestellt. Angst vorm älter werden haben die Damen hier nicht. Sie sind ständig unterwegs, lachen, kichern und machen ihre Witze.
Antirost

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Werkhaus Antirost fand am 15. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.

„Wir sind Lotsen durch´s Gesundheitswesen“ Zu Besuch bei der Unabhängigen Patientenberatung in Friedenau

„Viele Patienten sind erschöpft von der Suche nach guten und vertrauenswürdigen Ärzten. Sie wünschen sich von uns eine Empfehlung“, beschreibt ein Mitarbeiter der Unabhängigen Patientenberatung (kurz: UPD) in Friedenau. Dabei darf die UPD keinen Arzt empfehlen, denn ob ein Patient oder eine Patientin mit einem Arzt zurechtkommt ist sehr individuell. Stattdessen geben die Mitarbeitenden mindestens drei Namen von Ärzten in der Umgebung heraus.

Patienten brauchen mehr Unterstützung ihre Rechte geltend zu machen
In einem Jahresbericht erfasst die UPD deutschlandweit, mit welchen Belangen sich die 75.000 Ratsuchenden an sie wenden. Für uns stellten sie eine TOP 5 zusammen, was in Friedenau am häufigsten nachgefragt wird: Ganz vorne stehen Behandlungsfehler besonders zu Hüftleiden und Zahngesundheit, dann folgen Krankengeld, Patientenverfügung und alternative Behandlungsmethoden. Diese Beratungsschwerpunkte weisen auf Schwachpunkte im Gesundheitswesen aus Sicht ratsuchender Versicherter hin. Deutlich wird auch, dass viele Patientinnen und Patienten ihre Rechte nicht oder zu wenig kennen und viele sich einen Umgang mit Ärztinnen und Ärzten sowie Krankenkassen auf Augenhöhe nicht zutrauen. Kommt eine Anfrage bei den Fachleuten der UPD an, gehen sie der Recherche nach und klären das Anliegen. Die Beratung ist grundsätzlich kostenlos.
Am Friedenauer UPD-Standort wird zudem auch in Türkisch und Russisch beraten. Es besteht ein hoher Bedarf an muttersprachlichen Informationen. Einige ältere Menschen mit Migrationshintergrund sind des Lesens und Schreibens in deutscher Sprache nicht mächtig. Daher ist die Beratung vor Ort sehr wichtig. Außerdem gibt es zwei kostenlose Telefonhotlines auf Türkisch und Russisch sowie spezifische Internetauftritte.
UPD

SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) am 15. August ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil.

Hier finden Sie Rat:
Die UPD hat bundesweit 21 Beratungsstellen, die grundsätzlich mit je einer MitarbeiterIn mit den Qualifikationen Medizin, Recht und Sozialpädagogik besetzt sind. Auch gibt es für Ratsuchende ein bundesweites Beratungstelefon – 0800 0 11 77 22 (Deutsch), 0800 0 11 77 23 (Türkisch)
und 0800 0 11 77 24 (Russisch) aus dem deutschen Festnetz kostenfreie Beratung).

„Unser Traum ist ein Kinder- und Jugendgesundheitszentrum“ – Zu Besuch im Josephinchen des St. Joseph-Klinikum

Schon fast am Ende unserer Führung durch das Josephinchen, das Kinderkrankenhaus des St. Joseph Klinikums, sagt die Chefärztin Dr. Beatrix Schmidt: „Eigentlich wünschen sich mein Kollege Dr. Willner und ich ein Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, in dem es keine festen Abteilungen mehr gibt, sondern die verschiedenen physischen und psychischen Belange der Kinder abteilungsübergreifend behandelt werden können.“

Eine offene Kinder- und Jugendpsychiatrie
Unsere Führung durch das St. Joseph-Klinikum beginnt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Chefarzt Dr. Willner berichtet von den Päckchen, mit denen die Kinder auf die Station kommen: Essstörungen sind sehr häufig vertreten, Vernachlässigung durch die Eltern und in vielen Fällen liegen in der Familie schon diagnostizierte oder nicht-diagnostizierte psychische Erkrankungen vor. Daher wird besonderen Wert darauf gelegt, dass ein ganzheitlicher Heilungsansatz verfolgt wird, der vorsieht auch die Eltern in den Heilungsprozess des Kindes einzubeziehen. In vielen Bereichen kooperiert das Josephinchen mit dem Jugendamt, denn die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist die einzige im Bezirk. Insgesamt hat die Klinik im stationären und teilstationären Bereich 50 Plätze. Viele Kinder werden auch im St. Joseph beschult. Stolz ist der Chefarzt darauf, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrie eine offene Station ist. Kein Kind ist hier „eingesperrt“. Einschränkungen können speziell bei pubertierenden Jugendlichen kontraproduktiv sein.

Kranke Kinder kommen vor allem in den Monaten mit „r“
Für die körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wird gegenüber gesorgt. In dem ehemaligen Schwesterngebäude befinden sich heute eine Säuglings- und Kleinkinderstation, eine Schulkinder- und Jugendlichenstation sowie eine Kinderintensivstation mit integrierter Neonatologie für Früh- und Neugeborene.
Als erste Kinderklinik weltweit wurde die Kinderklinik von der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF als „babyfreundliches Krankenhaus“ zertifiziert. Entlang der schmalen Gänge können wir einen Blick in die Zimmer werfen. In Brutkästen liegt ein winziges Neugeborenes. Besonders ist hier, dass von Anfang an auf Elternkontakt gesetzt wird. Sobald es möglich ist, können die Eltern in besonderen dafür vorgesehen Stühlen die Kinder auf den Arm nehmen, füttern und pflegen. Auch in der Kinder-Klinik wird das sogenannte Rooming-In praktiziert. So wird das Übernachten im Krankenbett durch Eltern, Angehörige und Geschwisterkinder genannt. Der Hintergrund liegt darin, dass Kinder Zuspruch und Geborgenheit benötigen, um schneller wieder gesund zu werden. Diese kann die Familie am besten bieten.
Josephinchen

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Einrichtungen des Josephinchen im St. Joseph Krankenhaus fand am 14. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits- , Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen Michael Müller (Senator), Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg) sowie die Bürgerdeputierten Dr. Rainer Baack und Dr. Jörg Tänzer teil.

„Der Arzt muss zu den Patienten kommen und nicht umgekehrt“ Zu Besuch im Wenckebach-Krankenhaus

„Der Arzt muss zu den Patienten kommen und nicht umgekehrt“, sagt Dr. Rolf Syben Geschäftsführender Direktor und Regionalleitung West von Vivantes auf der Geriatrischen Station des Wenckebach-Klinikums. Hier sollen Patienten und Patientinnen, die aufgrund ihres Alters schwere Frakturen erlitten haben, interdisziplinär, also über mehrere Fachbereiche hinweg, auf der gleichen Station behandelt werden. Es soll eine Entwicklung hin zu einer Alterstraumatologie durchgeführt werden, die das Wohl des Patienten im Auge hat. Der Patient soll also nicht von einer Station in die nächste gebracht werden und am besten noch viel Wartezeit mitbringen, sondern der Facharzt kommt direkt in das Zimmer des Patienten. Pflege und Ärzte verschiedener Disziplin ziehen an einem Strang und dokumentieren gemeinsam. „Mehr gibt es da nicht zu sagen. So einfach ist das“, ergänzt der Ärztliche Direktor Peter-Michael Albers nach seinem kurzen Vortrag und zeigt damit, wie er das Bild vom Patienten im Mittelpunkt der ärztlichen Versorgung und Pflege verinnerlicht hat.

Leben und Sterben in Würde – das Vivantes Hospiz
Unsere kleine Tour über das Vivantes-Gelände führt uns auch in das Hospiz. Auch hier dreht sich alles um den Patienten. Liebevoll eingerichtet sind die Aufenthaltsräume, Gruppen- und Andachtszimmer. 10% des Pflegesatzes muss das Hospiz aus Spenden finanzieren. Dabei übernehmen die Pflegekräfte und Ehrenamtlichen eine schwere Aufgabe: sie pflegen und unterstützen die Sterbenden und Angehörigen in dieser schwierigen Phase, bieten ihnen einen geschützten Raum und setzen sich gemeinsam mit ihnen mit dem bevorstehenden Sterben auseinander.

Anbau in der Klinik für Psychiatrie
Wir schließen die Tour im Innenhof des Klinikbereichs für Psychiatrie und Psychotherapie ab. Hier soll bald ein Anbau für mehr Platz sorgen. Der beengte Raum und wenig Ausweichmöglichkeiten haben auch Stresssituationen unter den Patienten befördert. Der Anbau soll daher nicht nur für räumliche Entlastung sorgen, sondern auch für psychische Entspannung.
Wenckebach

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch des Wenckebach Klinikums am 14. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An der Tour nahmen neben mir Hermann Zeller, Janis Hantke und Marijke Höppner aus der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg sowie dem Sozialausschussmitglied Jörg Tänzer teil.

„Alle Geschichten Enden gut“ – Auf Tour durch die Einrichtungen des Diakonischen Werk Simeon

In der geronoto-psychiatrischen Tagespflege am Löwenhardtdamm beginnt unsere Tour durch die Einrichtungen des Diakonischen Werk Simeon gGmbH. Hier können Senioren und Senorinnen, die zu Hause von ihren Angehörigen nicht mehr versorgt werden können Ihren Tag verbringen und werden fachgerecht gepflegt. Neben dem Fach- und Führungspersonal des DWS sitzt auch Herr Klein am Tisch. Er ist eine Art Patientenführsprecher und setzt sich für die Belange der Besucher und Besucherinnen ein. Viele leiden unter Demenz und anderen psychischen Beeinträchtigungen, doch wenn Herr Klein vorliest, sind alle wieder fit, zumindest wenn es nicht zu warm ist. Gern liest er Märchen und Fabeln vor. Doch alle seine Geschichten gehen gut aus, damit keiner der Zuhörenden schlechte Erinnerungen mitnimmt. Natürlich bezieht er seine Gruppe mit ein und häufig wird die Moral am Ende einer Fabel im Chor von den Besucherinnen und Besuchern aufgesagt.
Die Hausleitung beschreibt uns das System der Tagespflege: Je nach Pflegestufe übernimmt die Krankenkasse einen Tagessatz. 18 EUR Zuzahlung pro Tag werden privat eingenommen. Für viele Angehörige ist das eine Menge Geld, doch Sie nehmen es in Kauf, sind sie doch selber häufig durch die Pflege körperlich oder seelisch sehr belastet. Zudem bietet die Tagespflege die Möglichkeit der passgenauen Pflege. Morgens werden die Menschen mit einem Kleinbus abgeholt, sie frühstücken zusammen, dann folgen Gedächtnistraining, Mittagessen und Mittagsruhe. Auf das Gedächtnistraining folgt der Kaffeeklatsch und gegen 16 Uhr geht es zurück nach Hause.

Eine zweite Chance für schuldistanzierte Jugendliche
In einem kleinen Diakoniebus ging es weiter in die Rathaussstraße, wo wir eine weitere Tagespflegeeinrichtung für Seniorinnen und Senioren, die Tagesgruppe für Kinder, die Jugendmanufaktur, das Projekt 2. Chance und das Stadtteilzentrum KoKuMa besuchten. Die 2. Chance mit der Jugendmanufaktur wird geleitet von Herrn Haddad. Wegen Umstrukturierungen der Mittel des Europäischen Sozialfonds durch die Bundesregierung werden Projekte wie die 2. Chance, die sich an Schuldistanzierte Jugendliche richten, ab diesem Jahr komplett gestrichen. Für Jugendliche wie Benjamin (Name geändert) kommt eine Regelbeschulung nicht in Frage. Er berichtet uns über seine Sorgen sich in der großen Klasse seiner alten Schule mit 32 Mitschülern zu blamieren. Aus Angst ist er nicht mehr hingegangen und hat so immer weniger gelernt bis er nicht mehr mithalten konnte. In den kleinen Klassen der 2. Chance sieht das anders aus. Sieben Jugendliche sind in einer Klasse und nehmen Rücksicht aufeinander. Von einer normalen Schule, die die individuellen Bedürfnisse aller Schüler und Schülerinnen berücksichtigt wie die von Benjamin sind wir weit entfernt, so dass die Angebote der 2. Chance wichtig sind, um Jugendliche wieder in den Schulalltag integrieren zu können.

Für den Stadtteil Mariendorf

Das Mariendorfer Stadtteilzentrums Kokuma ist eine Kooperation: Ganz oben und im Keller befinden sich die Senioren-Werkstätten von Antirost. In den Etagen dazwischen finden Tagesgruppen, Frühstücke für Frauen und für junge Mütter und die Koordinierung der Ehrenamtlichen statt, auch die Migrationsberatungen für Erwachsene und Jugendliche sowie die Sozialberatung haben hier ihr Büro. Das Stadtteilzentrum zahlt sich für die Kiez als wichtige Anlaufstelle aus, nicht aber finanziell.

Hilfe für Jugendliche mit verzögerter Entwicklung

Der letzte Stopp der kleinen Tour durch die Projekte und Einrichtungen der Diakonie: Die Kinder- und Jugendambulanz. Sie befindet sich im südlichen Mariendorf am Mariendorfer Damm. Hier werden Eltern beraten und Kinder- und Jugendliche behandelt, die Entwicklungsverzögert sind. Eine ärztliche Entwicklungsdiagnostik und ein individueller Förderplan helfen den Kindern und Jugendlichen, die häufig über Kitas oder Schulen weitervermittelt werden.
DWS


Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch der Einrichtungen des DWS in Tempelhof und Mariendorf fand am 13. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil: Angelika Schöttler (Bürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg), Oliver Schworck (Stadtrat für Jugend, Ordnungsamt und Bürgerdienste), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europaparlment für die SPD), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg).

„Ich bin besser ohne Alkohol“ „Ich bin stark auch ohne Pillen“ Die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle Tempelhof-Schöneberg

„Ich bin besser ohne Alkohol“. “ Ich bin stark auch ohne Pillen“. Das sind die beiden Schlagwörter der Kampagne, mit der die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle für ihre Arbeit wirbt. Die Motive auf den Plakaten sind vielfältig – junge Frauen und alte Männer, Jugendliche, Familienväter, Paare – denn Betroffene gibt es in allen Altersgruppen, Gesellschaftsschichten und von jedem Geschlecht. Männer sind häufiger von alkoholsüchtig, Frauen sind eher von Medikamentenabhängigkeit betroffen. Und immer sind auch die Angehörigen betroffen – Eltern, Partner, Kinder.

Angebotsspektrum
Deshalb sind auch die Angebote, die der Notdienst für Suchtmittelgefährdete und –abhängige Berlin e.V. anbietet, vielfältig, wie Michael Frommhold, Regionalleiter des Notdienst Tempelhof-Schöneberg uns erläuterte. Im Bezirk werden an mehreren Standorten in Schöneberg und Tempelhof Beratungsstellen mit verschiedenen Schwerpunkten, Betreutes Wohnen und Werkstätten betrieben. Angeboten werden Beratungen für Betroffene und/oder Angehörige, aber auch für Firmen und Organisationen. Außerdem die Durchführung von Präventionsveranstaltungen, z.B. in Schulen oder Einrichtungen der Jugendhilfe, ambulante Betreuung, Familienhilfen, Psychosozioale Betreuung von Substituierten, Beschäftigung für Erwachsene in den Werkstätten und lebenspraktische Unterstützung z.B. in begleiteten Selbsthilfegruppen. Die Vermittlung in weitere Hilfen erfolgt u.a. in Kooperation mit anderen Einrichtungen, bspw. dem Tannenhof in Lichtenrade, FAM (Frauen-Alkohol-Medikamente-Drogen) in Schöneberg, ÄrztInnen und ApothekerInnen und dem Wenckebach-Klinikum, in dem wöchentliche Sprechstunden angeboten werden.

Nachsorge ist wichtig um die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern

Die Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle Tempelhof-Schöneberg, die im Frühjahr in ihre neuen Räumlichkeiten am Tempelhofer Damm 129 eingezogen ist, liegt, für Alle sehr gut erreichbar, direkt zwischen S+U-Bahnhof Tempelhof und dem U-Bahnhof Alt-Tempelhof. Für Menschen, denen der erste Schritt schwer fällt, bietet der Eingangsbereich mit dem Fahrstuhl Anonymität. Der Einrichtungsleiter, Christian Knuth, führte uns durch die barrierefrei direkt über einen Aufzug zu erreichenden Räume, und betonte, wie wichtig insbesondere auch die ambulante Nachsorgebehandlung nach stationärer Suchttherapie ist, um den Betroffenen die Rückkehr in einen Alltag ohne die Sucht zu erleichtern. Außerdem äußerte er den Wunsch, dass Ärzte und Apotheker Anzeichen von Medikamentensucht schneller oder überhaupt erkennen und darauf reagieren sollen, um dann entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Alkohol- und Medikamentenberatungsstelle am 13. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Besuch teilgenommen haben Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, sowie Marijke Höppner, Hermann Zeller und Janis Hantke aus der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg.

Suchttherapie hilft Mutter und Kind Besuch in der Rehabilitationseinrichtung für Suchtkranke, dem Tannenhof

Mütter, die mit Kindern in die Suchttherapie des Tannenhofes e.V. in Lichtenrade kommen, schließen die Therapie eher erfolgreich ab, als ohne Kinder, berichtet Herr Bröhmer, Geschäftsführer des Tannenhofes.

Rechtslage sieht elterliche Aufgaben nicht als Teil der Therapie

56 Menschen kann die Rehabilitationseinrichtung für Suchtkranke aufnehmen. Davon sind 16 Plätze für Erwachsene mit Kindern reserviert. Das ist eine Besonderheit, denn die rechtlichen Voraussetzungen sehen nicht vor, dass suchtkranke Eltern in der Rehabilitation wieder für die Erziehung fit gemacht werden. Kritisch ist dies besonders, berichtete mir die Leiterin des Kinderhauses Frau Tzschoppe, weil die Kinder häufig in der Zeit der Sucht vernachlässigt wurden oder traumatische Erfahrungen machten. Die Eltern-Kind-Bindung ist gestört. Viele Kinder lernen schon früh Rücksicht auf Ihre Eltern zu nehmen, ziehen sich zurück oder entwickeln sich verzögert. Die Eltern müssen das Erziehen zunächst wieder erlernen, auch um später ihr Leben selbstständig bewältigen zu können. Eine Veränderung der Reha-Verordnung ist hier durch den Träger Tannenhof Berlin Bandenburg e.V. gewünscht. Die Wiederherstellung der Erziehungsfähigkeit sollte demnach als Teil des Therapieprogramms gelten. Mit dem Wunsch der Änderung der Reha-Verordnung trat der Tannenhof an die Bundestagsabgeordnete und Direktkandidatin Mechthild Rawert heran.

Unterstützung bei der Tannenhof-Schule

An die Bezirksebene richtete Herr Bröhmer den Wunsch nach der Unterstützung bei Suche nach geeigneten Schulräumen für die Tannenhof Schulen, darunter die Tagesgruppe im Haus am Dorfteich, die dringend neue Räume benötigen. Die Tagesgruppen in Lichtenrade wenden sich an Kinder und Jugendliche, die im Unterricht verhaltensauffällig sind und deshalb nicht regelbeschult werden können. Die Fähigkeiten sich in Gruppen zu orientieren und ihr Verhalten anzupassen lernen die Kinder in den Tagesgruppen. Dabei stellt sich heraus, dass die Kinder häufig ein eigenes Päckchen zu tragen haben und vielfach in schwierigen familiären Verhältnissen aufwachsen.
Tannenhof

Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch des Tannenhofs in Lichtenrade am 13. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation.

„Unsere Menschen sind keine Pflegefälle“ Besuch im Tiele-Winkler-Haus

„Unsere Menschen sind keine Pflegefälle“, sagte Frau Scherer, Regionalleiterin des Tiele-Winckler-Hauses. Das Tiele-Winkler-Haus ist eine Einrichtung für Menschen, die aufgrund ihrer geistigen Beeinträchtigung besondere Aufmerksamkeit und Assistenz benötigen und nicht bei ihren Familien leben können.

Mit Brigitte durch an die schönsten Orte des Tiele Winkler Haus

Im Tiele-Winkler-Haus wird für die Einsicht geworben, dass Menschen mit geistiger Behinderung unabhängig von der Intensität des Hilfebedarfs ein selbstverständliches Recht auf Teilhabe und Selbstbestimmung haben. Deshalb war klar, dass auch Brigitte, eine Bewohnerin des Standortes in der Lichtenrader Mozartstraße, an unserem Treffen teilnahm. Brigitte zeigte uns ihre Lieblingsorte im Haus. Den Aufenthaltsraum auf der Etage in der sie wohnt und auch ihr Zimmer. Natürlich führte sie uns auch in den wunderbaren Garten hinter dem Haus, wo sonst das Sommerfest des Hauses stattfindet.

Wenn Zeit mit dem Pflegebedürftigen der Wirtschaftlichkeit zum Opfer fällt

Nach der Besichtigung des Gebäudes wurde diskutiert. Neben der zügigen Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention war der sogenannte Metzler-Leitfaden Thema. Der Leitfaden resultiert aus einem Gutachten nach Dr. Metzler. Dieses sieht eine Umstrukturierung des Wohnens von erwachsenen Menschen mit Behinderung im Bereich der vollstationären Einrichtungen vor. Ergebnis des vom Land beauftragten Gutachtens sind Zielvorgaben für die konkrete Arbeit mit den betroffenen Menschen. Beispielhaft wurde das Waschen eines Menschen mit Beeinträchtigung benannt. Ist das Ziel des Waschens gemäß dem Metzler-Leitfaden, die Wiederherstellung der Fähigkeit, dies zukünftig selber zu tun, so wird dem Vorgang Zeit zugesprochen. Wird ein Mensch hingegen in der Zukunft nicht mehr in der Lage sein, sich selbst zu waschen, so soll – laut Metzler – auch kein Aufwand betrieben werden. Frau Scherer folgert daraus: „Wir sollen die Frage beantworten, ob es einem Menschen noch nützt, Zeit mit ihm zu verbringen oder nicht?“ Besonders Menschen mit schweren Mehrfach-Beeinträchtigungen leiden unter diesen Vorgaben.

Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch des Tannenhofs in Lichtenrade am 13. August 2013 ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation.

Tiele Winkler Haus