Archiv der Kategorie 'Kurfürstenstraße'

Antrag: Baumaßnahme Kurfürstenstraße 41- 44 (B- Plan II- 125- 1VE)

Die BVV empfiehlt dem Bewzirksamt, sich bei den zuständigen Stellen des Bezirks Mitte dafür einzusetzen, dass im Zusammenhang mit der Baumaßnahme Kurfürstenstraße 41- 44 (B- Plan II- 125- 1VE) folgende Belange berücksichtigt werden.

1. Das Erdgeschoss mit Ladennutzung soll offen und transparent gestaltet werden (keine verklebten Schaufensterscheiben).

2. Sollte der Bau eines Parkhauses unverzichtbar sein, müssen Sicherheitskriterien in die Planung einfließen. Die besondere Situation des Quartiers bzgl. der Prostitution (Vollzug im geschützten Parkhaus) ist zu beachten).

3. Hofbereiche und unbebaute Grundstücksbereiche sind einzufrieden.

Begründung:
Ggf. mündlich

Berlin, den 11.06.2012

Nihan Dönertaş

Der Verlauf des Antrages ist hier zu verfolgen.

In die Bezirksverordnetenversammlung am 20.06.2012 eingebracht.

Antrag: Beteiligung am internationalen Hurentag

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Die BVV ersucht das Bezirksamt, sich durch eine Kooperation mit der Fachgruppe Kurfürstenstraßenkiez und der AG Gesunder Kunde an den Aktivitäten zum internationalen Hurentag zu beteiligen. Diese Beteiligung soll erstmals am 02.06.2013 satt finden.
Ziel ist es, die Mitmenschen im Kurfürstenstraßenkiez und die Freier auf ein respektvolles und menschenwürdiges Miteinander hinzuweisen.

Begründung:
Immer wieder kommt es zu Beschimpfungen und gewalttätigen Übergriffen wie Flaschenwür-fen oder Handgreiflichkeiten von Anwohnenden gegenüber Sexarbeiter*innen. Tatsächlich soll es sogar zu Kellerraumvermietungen als Wohnraum zu hohen Summen an mehrere Prostituierte gekommen sein. Freier gehen häufig fahrlässig mit der Gesundheit von Frauen, Männern und Trans* um und zwingen sie zum Verzicht auf Kondome. Der internationale Hu-rentag bietet uns im Bezirk die Chance auf einen menschwürdigen Umgang mit den Sexar-beiter*innen hinzuweisen.
Zur Geschichte des internationalen Hurentag: Am 2. Juni 1975 besetzten über 100 Prostitu-ierte die Kirche Saint-Nizier in Lyon/Frankreich, um auf die katastrophale Situation von Frau-en, die anschaffen gehen, hinzuweisen. Die Zahl der Prostituierten, die sich dem Streik an-schlossen, nahm in den nächsten Tagen weiter zu. Die Bevölkerung und auch die Kirchenlei-tung äußerten sich positiv und unterstützten die Frauen. Der Streik der Prostituierten weitete sich auch auf andere Städte wie Marseille, Grenoble und Paris aus. Forderungen gingen bis an die höchsten staatlichen Stellen, die jedoch nicht bereit waren, für menschenwürdige Le-bens- und Arbeitsbedingungen zu sorgen. Die nationale und internationale Presse berichtete über den Streik. Hier wurden zum ersten Mal Prostituierte – ohne die herkömmlichen Kli-schees – für Menschen sichtbar. Sie sind berufstätige Frauen, die um ihre Menschenwürde kämpfen. Am 10. Juni ’75 wurde die Kirche um 5 Uhr morgens brutal durch die Polizei ge-räumt. Zur Erinnerung daran haben Sexarbeiter/innen und deren Organisationen den 2. Juni zum Internationalen Hurentag erklärt. Quelle: http://www.hydra-berlin.de
Berlin, den 07.05.2012

Der Verlauf des Antrages ist hier zur verfolgen.

In die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht am 16.05.2012

„Gemeinsam für einen sauberen Kiez“ – OLGA räumt mit 29 Prostituierten den Kurfürstenkiez auf

Am Don­ners­tag, den 17. No­vem­ber rief der Frau­en­treff Olga zu einem neu­ar­ti­gen Pro­jekt auf: Ge­mein­sam mit 29 Pro­sti­tu­ier­ten der Kur­fürs­ten­stra­ße wurde der Kiez ge­putzt. Ziel war es ein Zei­chen zu set­zen, dass auch die Pro­sti­tu­ier­ten Wert auf einen sau­be­ren Kiez legen. Micha­e­la Klose, Lei­te­rin des Frau­en­treff Olga er­klärt dazu: „Häu­fig wird auf Ver­an­stal­tun­gen rund um den Kur­fürs­ten­stra­ßen­kiez ein Thema von den An­woh­nern und An­woh­ne­rin­nen an­ge­spro­chen.“ Ge­meint ist der Müll, der teil­wei­se mit der Stra­ßen­pro­sti­tu­ti­on auf­tritt. Dies sei laut Klose auch ein Thema, wel­ches die Pro­sti­tu­ier­ten sel­ber oft stört! „Auf An­re­gung der Sex­ar­bei­te­rin­nen wur­den schon klei­ne Müll­tü­ten­work­shops beim Street­work ab­ge­hal­ten, was immer wie­der zu mehr Sau­ber­keit im Kiez führ­te.“
Die „Müll­tü­ten­work­shops“ boten die Grund­la­ge für ein neues Ak­ti­ons­pro­jekt, das ge­mein­sam mit en­ga­gier­ten Eh­ren­amt­le­rin­nen durch­ge­führt wurde. Street­wor­ke­rin­nen und Sprach­mitt­le­rin­nen ko­ope­rier­ten, um ge­mein­sam den Müll ein­zu­sam­meln. Die vor­ge­se­hen „freund­li­che Be­ste­chung“ mit einem Stück Ku­chen war in den meis­ten Fäl­len gar nicht nötig, be­rich­te­te Frau Klose. Die Ar­beit un­ter­bra­chen die Sex­ar­bei­te­rin­nen. Die Aus­ga­be­stel­le für Müll­tu­ten, In­fo­ma­te­ri­al, Kaf­fee und Ku­chen wurde zum An­zie­hungs­punkt für in­ter­es­sier­te An­woh­ner und An­woh­ne­rin­nen, die gern ins Ge­spräch mit den Mit­ar­bei­te­rin­nen von Olga und den Pro­sti­tu­ier­ten kom­men woll­ten. „Eine rund­um ge­lun­ge­ne Ak­ti­on, die vor allem die Men­schen zu­sam­men­brach­te und einen blank ge­putz­ten Kiez hin­ter­ließ!“, sagte Micha­e­la Klose ab­schlie­ßend.

Olga_Putzaktion

Mehr zu Olga, fin­den sie hier: http://​www.​drogennotdienst.​de/​content/​wirbieten/​wb_​angebotefrauen.​html

Dreamvision – Kunst als Aufbau neuer beruflicher Perspektiven

Am 07. November 2011 wurde die Ausstellung „DREAMVISION, 11 Dreams, Dreams…“ unter der Schirmherrschaft von Frau Angelika Schöttler,
Bezirksstadträtin für Familie, Jugend, Sport und Quartiersmanagement, um 16 Uhr im Foyer des Rathauses Schöneberg eröffnet zu dürfen!

Präsentiert werden Bilder und andere Arbeitsergebnisse von drei Kunstprojekten entstanden in den Jahren 2009 – 2011 im Frauentreff Olga, eine
Einrichtung des Notdienst Berlin e.V., der sich als Suchthilfeträger um drogenabhängige Menschen und ihre Angehörigen in Berlin kümmert. Ob Café, Rechtsberatung, medizinische Versorgung oder Kleiderspenden, in jedem Fall ist das „Olga“ in der Kurfürstenstrasse ein Rückzugsort , an
dem seit 2009 von Anita Staud (Künstlerin) ein zusätzliches Angebot realisiert wurde.

In der Presseerklärung beschreibt die Künstlerin: „Das Kunstprojekt „Dreamvision“ bedeutet, Prostituierte und drogenkranke Frauen mit Hilfe künstlerischer Methoden zum Aufbau neuer beruflicher Perspektiven zu motivieren und Hilfestellung zu geben zur Förderung der beruflichen Handlungsfähigkeit mit Thema und Ziel: Ausstiegsorientierung.
So konnten im Verlauf der letzten drei Jahre eigene Ressourcen entdeckt, neue Ideen entwickelt, technische Fertigkeiten geübt werden: Es entstand ein Katalog mit Bild und Text im Jahre 2010 über die Förderung durch Stärken vor Ort, 2011 eine (Kunst)-Zeitschrift während des Projektzeitraums von LSK und die Zeichnungen und Malereien, die jetzt im Rathaus Schöneberg ausgestellt werden.
Zu einem Schwerpunktthema entwickelte sich die Mandala-Malerei, die von den Teilnehmerinnen begeistert aufgenommen wurde. Das Wort Mandala kommt sprachlich aus dem Alt-indischen, dem Sanskrit und bedeutet „Kreis“. Die Form eines kreisförmigen oder auch quadratischen Gebildes mit dem Zentrum in der Mitte kam im religiösen Kontext vieler Kulturen vor, wurde bei Ritualen verwendet oder
diente der Meditation. In jüngerer Zeit entdeckte C.G. Jung eine positiv – ausgleichende Wirkung auf den Menschen und führte das Malen von Mandalas in die Psychotherapie ein.“

Die Ausstellung läuft vom 8. November bis 4. Dezember 2011 und ist von Montag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. (John-F.-Kennedy-Platz 1, 10820 Berlin).

Russischsprachiges Theaterstück „Das bucklige Pferdchen“ begeisterte nicht nur Kinder

Zum Besuch des Theaterstücks „Das bucklige Pferdchen“ hatte die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert am 3. September russischsprachige und russisch-lernende Kinder und ihre Eltern unseres Bezirks Tempelhof-Schöneberg eingeladen. Das Interesse war riesengroß, das Theater proppenvoll. Sie alle waren gekommen, um das Märchen von Pjotr Jerschow, eines der schönsten russischen Märchen überhaupt, zu sehen. Diese Sonderaufführung erfolgte in Kooperation mit dem im Schöneberger Norden gelegenen Theater „RUSSISCHE BÜHNE“.

Die Darstellungskraft des Ensembles der „RUSSISCHEN BÜHNE“ war einfach mitreißend. Die Geschichte „Das bucklige Pferdchen“, welches in Wahrheit ein Zauberpferd ist und Iwan, der bislang immer vom Pech verfolgt wurde nun zu seinem Glück verhilft, wurde bild- und bewegungsreich gespielt.

Für die meisten Kinder war es das erste Mal, dass sie ein Theater besuchten. Viel Spaß hatten sie zudem vor und nach der Aufführung am Glücksrad und beim Gewinnen toller Preise. Herzlichen Dank an die UnterstützerInnen des Landesverbandes der SPD Berlin.

Die SPD-Abgeordnete für Schöneberg Annette Fugmann-Heesing und die Bezirksverordnete Marijke Höppner waren ebenfalls voller Begeisterung dabei und nutzen diesen Besuch auch zu ausführlichen Gesprächen mit dem Leiter des Theaters Ilja Gordon.

Das Theater „RUSSISCHE BÜHNE“ befindet sich in der Kurfürstenstraße 123 im Norden Schönebergs. Hier werden Theaterstücke in russischer Sprache aufgeführt. Künftig will die Theatergruppe auch Stücke in anderen Sprachen, u.a. in deutsch, inszenieren. Damit möchte das Theater zu mehr interkultureller Vielfalt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg beitragen.

Besuchen Sie das Theater „RUSSISCHE BÜHNE“. Es lohnt sich!

Russisches Theater

Antrag: Straßensprayaktion zum Weltaidstag

Das Bezirksamt wird ersucht, die Aktion der AG Gesunder Kunde und Hydra e.V. zu unterstützen. Die sieht vor anlässlich des WEltaidstages am 1. Dezember die Worte „Kondome schützen“ mit Farbspray und Schablone auf die Gehwege im Kurfürstenstraßenkiez zu sprühen.

Begründung:
33 Mio. Menschen sind weltweit sind HIV infiziert. Jährlich sterben etwa 2 Mio erkrankte Menschen an Aids. Für das Jahr 2009 wurden in Deutschland knapp 2860 Infizierungen mit HIV festgestellt. Dabei sind Infizierungen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr immer noch der Hauptauslöser der Krankheit.
Die Sprühaktion soll einen Beitrag leisten auf den gesundheitlichen Schutz durch Kondomen hinzuweisen. Dabei sollen die Menschen bei Alltagswegen und -aktivitäten, als auch vor der in Anspruchnahme von sexuellen Dienstleistungen erreicht werden.

Eingebracht: Oktober 2010

Der Schöneberger Norden gehört uns allen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

anlässlich der gewaltätigen Übergriffe während einer Gewaltpräventionstour der TunSi (Staatsministerium für Tuntensicherheit) und des RBB am 10. Juni diesen Jahres im Schöneberger Norden (Pallasstraße/Potsdamer Straße) möchte sich die SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg verstärkt mit Ursachen von homophober Gewalt befassen. Was hinter homophober Hassgewalt steckt und welche Einwirkungsmöglichkeit wir haben einen diskriminierungsfreien Kiez und eine vorurteilsfreie Gesellschaft zu schaffen, möchten wir mit Ihnen besprechen. Wir laden Sie herzlich ein zu der Podiumsdiskussion:

am Freitag, 8. Oktober 2010
von 18:30 bis 20:30 Uhr
im Rathaus Schöneberg, Casino

* Grußwort: Ekkehard Band, Bezirksbürgermeister
* Podiumsgäste:
* Ginnifer Hartz alias Agenting G, TunSi
* Bastian Finke, Maneo
* Saideh Saadat- Lendle, LesMigraS
* Henry Maiwald, Präventionsbeauftragter des Polizeiabschnitts 41
* Schlusswort: Mechthild Rawert, MdB

Wir freuen uns sehr Angelika Schöttler (Stadträtin für Familie, Jugend
und Sport in Tempelhof- Schöneberg), Elke Ahlhoff (Vorsitzende der
SPD- Fraktion Tempelhof- Schöneberg), Herr Löher und Frau Tischbier
(Ansprechpersonen für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Berliner Polizei), Dilek Kolat (Vorsitzende der SPD Tempelhof- Schöneberg), Hermann Zeller (Vorsitzender der Schwusos, Lesben und Schwule in der SPD Tempelhof- Schöneberg) und Anette Fugmann- Heesing (MdA) als Gäste begrüßen zu dürfen.

Die Einladung als PDF- Datei finden Sie hier.

Ich freue mich über Ihr Erscheinen.

Mit freundlichen Grüßen

Marijke Höppner
Sprecherin für Integrationspolitik

Besuch beim Frauentreff Olga

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen besuchte unter Begleitung von Mitgliedern der BVV und des Abgeordnetenhauses den Frauentreff Olga e.V. – Konktaktladen für Drogenabhängige Frauen und Prostituierte. Der Frauentreff Olga ist eine Anlaufstelle für vorwiegend osteuropäischen Prostituierte im Kurfürstenstraßenkiez. Immer wieder kam es im zu Störungen der Anwohnerinnen und Anwohner, durch eine eher aggressive Prostitutionsanbahnung, die sonst nur in Sperrgebieten üblich ist.
Auf Initiative der ASF Tempelhof- Schöneberg engagierten sich sowohl die SPD- Fraktion im Bezirk als auch die SPD- Mitglieder des Abgeordnetenhauses Dilek Kolat und Annette Fugmann- Heesing, um eine Regelfinanzierung für Sprachmittlerinnen zu erreichen. Die Sprachmittlerinnen helfen, die Konflikte zu lösen. Bei dem Treffen wurde uns berichtet, dass durch eine kontinuierliche Sozialarbeit u.a. durch die Sprachmittlerinnen das Konfliktpotenzial in dem Kiez gesenkt werden konnte. Gleichzeitig konnte durch die bestehende Sozialarbeit den Prostituierten mit Nahrung, medizinischer Vorsorge und
Beratungsangeboten geholfen werden.

Eingebracht: Juli 2010

Quelle: http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de/index.php?nr=4123&menu=1

Sperrbezirke sind Verdrängung – keine Lösung!

Die SPD Fraktion in der BVV Tempelhof- Schöneberg lehnt das von der CDU geforderte Sperrgebiet und Sperrzeiten ab und fordert eine kontinuierliche Sozialarbeit, um das Konfliktpotenzial im Kurfürstenstraßen- Kiez zu senken.

„Die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner sind uns sehr wichtig. Wir möchten, dass sich die Menschen vor Ort sicher fühlen und ihren Alltag ohne Hemmungen und Ängste gestalten können“, erklärt Karin Dehn, Bezirksverordnete der SPD Fraktion und Sprecherin für Frauenpolitik.

Unmut bei den Anwohnerinnen und Anwohnern löst vor allem das auffällige Auftreten der Prostituierten aus: Die angebotene Dienstleistung wird häufig in unmittelbarer Nähe vollzogen, genauso wie der damit einhergehende Drogenkonsum, die regulären Tagesabläufe der AnwohnerInnen werden gestört und es besteht Sorge um die Gesundheit und Sicherheit der Kinder.

Marijke Höppner, Bezirksverordnete der SPD Fraktion und integrationspolitische Sprecherin: „Ein Sperrgebiet oder eine Sperrzeit mit einem Prostitutionsverbot führt nur zu einer Verlagerung der Prostitution in ein anderes Gebiet. Dabei ist es viel wichtiger eine Möglichkeit zu finden, die entsprechenden Probleme zu beheben. Viele Prostituierte wissen erstmal nicht, dass die durch sie ausgeübte Werbung um Freier in einem Wohngebiet wie dem Kurfürstenkiez unüblich ist und stört. Da muss man ansetzen.“

Tatsächlich gebe es unter den vorwiegend osteuropäischen Prostituierten im Kurfürstenkiez eine hohe Fluktuation, die darin begründet sei, dass die betroffenen Frauen nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage nach einer bestimmten Zeit einen Ortswechsel in eine andere europäische Metropole durchführen.

„Es hat sich gezeigt, dass durch eine kontinuierliche Sozialarbeit das Konfliktpotential in dem Kiez gesenkt werden konnte. “, so Höppner weiter. Gleichzeitig habe durch die bestehende Sozialarbeit den Prostituierten mit Nahrung, medizinischer Vorsorge und Beratungsangeboten geholfen werden können.

Um die Sozialarbeit zu sichern, hatte sich die SPD Fraktion durch einen Antrag für die Aufstockung der Mittel für den Kiez rund um die Kurfürstenstraße eingesetzt.

Höppner abschließend: „Der Senat hat auf unsere Initiative 36.000,- EURO bewilligt, die für die Sozialarbeiterinnen zu Aufklärung der Prostituierten gedacht sind und damit die Konfliktsituation entspannen sollen. Wir sind in der Kurfürstenstraße auf dem richtigen Weg.“

April 2010

Quelle: http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de/index.php?nr=3865&menu=1
Medienecho: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0430/berlin/0245/index.html

Kein Laufhaus für die Kurfürstenstraße

Die SPD- Fraktion begrüßt das Urteil des Verwaltungsgericht Berlins, wonach ein geplantes Laufhaus (Bordell) an der Ecke Potsdamer – /Kurfürstenstraße gegen das bauplanungsrechtliche Gebot der Rücksichtnahme verstößt.

Bei einem „Laufhaus“ handelt es sich um eine Art von Bordell. Prostituierte mieten darin tage- oder stundenweise ein Zimmer an, vor dessen Tür sie sich den vorbeilaufenden Freiern anbieten. Es kam zur Klage, als das Bezirksamt eine Baugenehmigung für ein Laufhaus mit ca. 48 Zimmern für die Etagen zwei bis sechs über dem Erotik- Kaufhaus und – Kino LSD versagte.

„Im Kiez rund um die Kurfürstenstraße hat sich über viele Jahrzehnte ein Straßen- strich etabliert, der leider mittlerweile sogar internationalen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Ein Laufhaus hätte nicht zu einer Entspannung der Situation vor Ort geführt, sondern die Vielfalt der angebotenen Leistung gestärkt. Dies lehnen wir ab. Der Kiez hätte sich zu einem Rotlicht- Milieu gewandelt,“ beschreibt Marijke Höppner, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Frauen, Integration und Quartiersentwicklung, die Situation.

Eine Konzentration von unterschiedlichen Einrichtungen des Sex- Gewerbes zieht häufig strukturelle Kriminalität an. Zu befürchten wäre als Folge, der Wegzug von Anwohnerinnen und Anwohnern. Dazu Höppner: „Uns ist es wichtig, dass die Men- schen vor Ort in einem sicheren Umfeld leben. Die Prostitution und dessen Rander- scheinungen dürfen das Leben der Menschen nicht einschränken. Darüber hinaus stellt ein Anstieg von Kriminalität auch immer ein erhöhtes Gefahrenpotenzial für die im prostitutiven Gewerbe Arbeitenden dar.“

Die Schaffung und der Erhalt einer sozial stabilen Bevölkerungsstruktur ist für uns bedeutsam. Um die Konfliktsituation vor Ort zu entspannen und um die Prostituierten aufzuklären, hat sich die bezirkliche SPD- Fraktion besonders für eine regelfinanzierte Sozialarbeit eingesetzt. Darüber hinaus appellieren wir an die Kunden, verantwortlich und diskret mit der nachgefragten Dienstleistung umzugehen.

Juni 2010

Quelle: http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de/index.php?nr=4069&menu=1

Seriös geführte Wohnungsbordelle im Bezirk nicht schließen

Große ANFRAGE April 2009 zur Schließung der Wohnungsbordelle in Tempelhof-Schöneberg:
1. Wie begründet das Bezirksamt die Erteilung der Nutzungsuntersagung und Duldungsuntersagung gegenüber den Betreibern von Wohnungsbordellen und deren Vermietern ohne die Bezirksverordnetenversammlung vorab zu informieren?
2. Inwiefern sieht das Bezirksamt seine eigene Handlung im Einklang mit dem BVV- Beschluss Drucksache 0190/XVIII?
3. Inwiefern entspricht das Vorgehen des Bezirksamts gegen den Vermieter im hiesigen Fall dem generellen Vorgehen des Bezirksamts in baurechtlich ähnlich gelagerten Fällen?
4. Welche Schritte hat das Bezirksamt eingeleitet, um eine Berlin- einheitliche Regelung für den Umgang mit bordellartigen Betrieben in Wohnungen in Wohn- und Mischgebieten zu finden?

Eingebracht: April 2009

Antrag: Sozialarbeit in der Kurfürstenstraße sichern

Die Bezirksverordnetenversammlung empfiehlt dem Bezirksamt sich bei den entsprechenden Stellen für eine finanzielle Absicherung der bedarfsgerechte Betreuung und Regelversorgung bezüglich der Sozialarbeit im Zusammenhang mit der Prostitution rund um den Kurfürstenstraßen- Kiez einzusetzen mit dem Ziel eine Regelfinanzierung herbeizuführen.

Begründung:
In den vergangenen zwei Jahren hat die Prostitution rund um den Kurfürstenstraßen- Kiez stark zugenommen. Im Rahmen der EU- Osterweiterung stieg die Anzahl Prostituierter vor allem aus südosteuropäischen Ländern (u.a. Bulgarien, Rumänien und Ungarn) stark an. Ihre Kenntnisse der deutschen Sprache sind gering, was eine Kommunikation fast ausschließlich durch SprachmittlerInnen möglich macht.

Es gibt eine hohe Fluktuation unter den Prostituierten, die dadurch begründet wird, dass die betroffenen Frauen dann einen Ortswechsel in eine andere europäische Metropole durchführen, wenn die Nachfrage nach Ihren Diensten vor Ort sinkt. Häufig haben die Prostituierten schon Erfahrung in anderen europäischen Städten und den dort übliche Formen der Werbung um Freier (aggressive Prostitutionsanbahnung) gesammelt.
Dieses auffällige Auftreten verursacht begründeten Unmut bei den AnwohnerInnen: Die angebotene Dienstleistung wird häufig in unmittelbarer Nähe vollzogen, genauso wie der damit einhergehende Drogenkonsum. Die regulären Tagesabläufe der AnwohnerInnen werden gestört und es besteht Sorge um die Gesundheit und Sicherheit der Kinder.

Es hat sich gezeigt, dass durch eine kontinuierliche Sozialarbeit das Konfliktpotential in dem Kiez gesenkt werden konnte. Den Prostituierten wurde mit Hilfe von SprachmittlerInnen verdeutlicht, dass die Ausgangslage des Wohngebietes Kurfürstenstraßen- Kiez sich von der Situation des Straßenstrichs anderer europäischer Städte unterscheidet und ein geregeltes Leben für die AnwohnerInnen sichergestellt werden muss. Gleichzeitig konnte durch die bestehende Sozialarbeit den Prostituierten mit Nahrung, medizinischer Vorsorge und Beratungsangeboten geholfen werden.

Obwohl eine stetige Sozialarbeit den Zustand vor Ort verbessern konnte, gibt es bisher noch keine Regelfinanzierung. Stattdessen wird die notwendige Arbeit durch Anschubfinanzierungen wie den Quartiersfonds Schöneberg Nord und Magdeburger Platz, sowohl Einmal- Förderungen wie von Aktion Mensch und sogar Sondermitteln der BVV Tempelhof- Schöneberg rudimentär ermöglicht. Eine Regelfinanzierung ist für eine dauerhafte Verbesserung der Lebensqualität für die AnwohnerInnen und Prostituierten jedoch von hoher Bedeutung.

Auch stammen die Freier nicht nur aus den umliegenden Wohngebieten, sondern kommen aus ganz Berlin. Die Prostituierten des Straßenstrichs werden zudem von Touristen und Geschäftsreisenden aufgesucht. Darüber hinaus handelt es sich mit dem Kiez Kurfürstenstraße um einen sozialen Brennpunkt. Durch die Senatsverwaltung wurden sowohl das betroffene Gebiet Magdeburger Platz, als auch das Gebiet Schöneberger Norden, als besonders förderungswürdig ausgewiesen. Es besteht also nicht nur ein bezirkliches, sondern ein ganz Berliner Interesse, eine soziale Stärkung dieser beiden Quartiere zu herbeizuführen.

Eingebracht: April 2009

Mehr Infos zum Verlauf der Drs 1036/XVIII gibt es hier.