Archiv der Kategorie 'Interkulturalität&Teilhabe'

„Fragen zum Familien- und Asylrecht sind am häufigsten “ – Zu Besuch beim LSVD

In der Beratung des Lesben- und Schwulen Verband Berlin-Brandenburg (kurz: LSVD) sind Rechtsberatungen zum Thema Asyl und Familie am häufigsten gefragt. Die Asylrechtsberatung ist am stärksten von Menschen russischer Herkunft frequentiert und zeigt damit wie viel Druck Menschen im Ausland, besonders in Russland aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erfahren. Die Demonstration „enough is enough“, die zum Ziel hatte, die Menschenrechte für lesbisch, schwule, bi- und transsexuelle in Russland zu verbessern, wurde auch von vielen Sozialdemokrat*innen besucht. Darunter die Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert, der Bezirkspolitiker Hermann Zeller und die Vorsitzende der Bezirksgruppe der Schwusos, Petra Nowacki.

Immer mehr Regenbogenfamilien
Der zweite Schwerpunkt der Beratung sind Fragen des Familienrechts. Immer mehr Paare möchten Regenbogenfamilien gründen, sind sich aber der rechtlichen Voraussetzungen nicht sicher. Die Nachfrage boomt, so dass in diesem Jahr das erste Regenbogenfamilienzentrum unter dem Dach des LSVD gegründet wurde. Grundsätzliche Fragen wie man zur Familie wird, beantwortet die Mitarbeiterin des Regenbogenfamilienzentrums, Constanze Körner. Rechtliche Fragen werden an die zwei ausgebildete Rechtsanwält*innen des LSVD gestellt. Aber auch die Rechtsberatung kommt an ihre Grenzen, wenn die Politik nicht mitzieht. Die Frage des Adoptionsrechts für lesbische und schwule Paare steht immer noch ganz oben auf der Wunschliste an die schwarz-gelbe Bundesregierung, die sich mit gesellschaftspolitischen Themen, im Gegensatz zur SPD, schwertut.
LSVD

Sommertour „gesund, sozial, queer“

Der Besuch des LSVD in der Nähe des Nollendorfplatz fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Petra Nowacki (Vorsitzende der Schwusos – Lesben und Schwule in der SPD Tempelhof-Schöneberg).

„Alle Geschichten Enden gut“ – Auf Tour durch die Einrichtungen des Diakonischen Werk Simeon

In der geronoto-psychiatrischen Tagespflege am Löwenhardtdamm beginnt unsere Tour durch die Einrichtungen des Diakonischen Werk Simeon gGmbH. Hier können Senioren und Senorinnen, die zu Hause von ihren Angehörigen nicht mehr versorgt werden können Ihren Tag verbringen und werden fachgerecht gepflegt. Neben dem Fach- und Führungspersonal des DWS sitzt auch Herr Klein am Tisch. Er ist eine Art Patientenführsprecher und setzt sich für die Belange der Besucher und Besucherinnen ein. Viele leiden unter Demenz und anderen psychischen Beeinträchtigungen, doch wenn Herr Klein vorliest, sind alle wieder fit, zumindest wenn es nicht zu warm ist. Gern liest er Märchen und Fabeln vor. Doch alle seine Geschichten gehen gut aus, damit keiner der Zuhörenden schlechte Erinnerungen mitnimmt. Natürlich bezieht er seine Gruppe mit ein und häufig wird die Moral am Ende einer Fabel im Chor von den Besucherinnen und Besuchern aufgesagt.
Die Hausleitung beschreibt uns das System der Tagespflege: Je nach Pflegestufe übernimmt die Krankenkasse einen Tagessatz. 18 EUR Zuzahlung pro Tag werden privat eingenommen. Für viele Angehörige ist das eine Menge Geld, doch Sie nehmen es in Kauf, sind sie doch selber häufig durch die Pflege körperlich oder seelisch sehr belastet. Zudem bietet die Tagespflege die Möglichkeit der passgenauen Pflege. Morgens werden die Menschen mit einem Kleinbus abgeholt, sie frühstücken zusammen, dann folgen Gedächtnistraining, Mittagessen und Mittagsruhe. Auf das Gedächtnistraining folgt der Kaffeeklatsch und gegen 16 Uhr geht es zurück nach Hause.

Eine zweite Chance für schuldistanzierte Jugendliche
In einem kleinen Diakoniebus ging es weiter in die Rathaussstraße, wo wir eine weitere Tagespflegeeinrichtung für Seniorinnen und Senioren, die Tagesgruppe für Kinder, die Jugendmanufaktur, das Projekt 2. Chance und das Stadtteilzentrum KoKuMa besuchten. Die 2. Chance mit der Jugendmanufaktur wird geleitet von Herrn Haddad. Wegen Umstrukturierungen der Mittel des Europäischen Sozialfonds durch die Bundesregierung werden Projekte wie die 2. Chance, die sich an Schuldistanzierte Jugendliche richten, ab diesem Jahr komplett gestrichen. Für Jugendliche wie Benjamin (Name geändert) kommt eine Regelbeschulung nicht in Frage. Er berichtet uns über seine Sorgen sich in der großen Klasse seiner alten Schule mit 32 Mitschülern zu blamieren. Aus Angst ist er nicht mehr hingegangen und hat so immer weniger gelernt bis er nicht mehr mithalten konnte. In den kleinen Klassen der 2. Chance sieht das anders aus. Sieben Jugendliche sind in einer Klasse und nehmen Rücksicht aufeinander. Von einer normalen Schule, die die individuellen Bedürfnisse aller Schüler und Schülerinnen berücksichtigt wie die von Benjamin sind wir weit entfernt, so dass die Angebote der 2. Chance wichtig sind, um Jugendliche wieder in den Schulalltag integrieren zu können.

Für den Stadtteil Mariendorf

Das Mariendorfer Stadtteilzentrums Kokuma ist eine Kooperation: Ganz oben und im Keller befinden sich die Senioren-Werkstätten von Antirost. In den Etagen dazwischen finden Tagesgruppen, Frühstücke für Frauen und für junge Mütter und die Koordinierung der Ehrenamtlichen statt, auch die Migrationsberatungen für Erwachsene und Jugendliche sowie die Sozialberatung haben hier ihr Büro. Das Stadtteilzentrum zahlt sich für die Kiez als wichtige Anlaufstelle aus, nicht aber finanziell.

Hilfe für Jugendliche mit verzögerter Entwicklung

Der letzte Stopp der kleinen Tour durch die Projekte und Einrichtungen der Diakonie: Die Kinder- und Jugendambulanz. Sie befindet sich im südlichen Mariendorf am Mariendorfer Damm. Hier werden Eltern beraten und Kinder- und Jugendliche behandelt, die Entwicklungsverzögert sind. Eine ärztliche Entwicklungsdiagnostik und ein individueller Förderplan helfen den Kindern und Jugendlichen, die häufig über Kitas oder Schulen weitervermittelt werden.
DWS


Sommertour „gesund-sozial-queer“

Der Besuch der Einrichtungen des DWS in Tempelhof und Mariendorf fand am 13. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil: Angelika Schöttler (Bürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg), Oliver Schworck (Stadtrat für Jugend, Ordnungsamt und Bürgerdienste), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europaparlment für die SPD), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik in der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg) und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg).

Einladung: „Friedenau zeigt Zivilcourage gegen Rechts am 28.5.13 um 19:30 Uhr im NBHS, Rheinstraße 53-54

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr gern möchten wir Sie zu der Diskussionsveranstaltung „Friedenau zeigt Zivilcourage gegen Rechts“ einladen.

In Anbetracht einer Zunahme rechter Propagandadelikte in Friedenau wie Schmierereien an Gebäuden sozialer und kultureller Einrichtungen von Al Nadi, Kidöb und einem muslimischen Kulturzentrum sowie der Schändung von Stolpersteinen und einer Stolperschwelle durch Schwärzungen, stellt sich die Frage, ob rechtsextreme Aktivitäten in Friedenau zugenommen haben.
Rassistische Schmierereien dürfen nicht zum Normalzustand im Friedenauer Stadtbild werden. Daher möchten wir gemeinsam mit den Betroffenen, Initiativen vor Ort, zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und den Friedenauern und Friedenauerinnen diskutieren, wie wir im Kiez zeigen können, damit rassistisches Gedankengut bei uns kein Platz findet.

Einen Einstieg wird uns Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin, in die Thematik gebeten und den gerade veröffentlichten Rechtsextremismusbericht vorstellen. Sebastian Wehrhahn von den Mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus Berlin wird uns als Experte für die Einschätzung rechter Aktivitäten in Friedenau zur Seite stehen.

    Sie sind herzlich eingeladen gemeinsam mit uns zu diskutieren:


    Diskussionsveranstaltung „Friedenau zeigt Zivilcourage gegen Rechts“
    am Dienstag, 28. Mai 2013
    von 19:30 bis 21:30 Uhr
    im Nachbarschaftsheim Schöneberg, Rheinstraße 53-54, 12161 Berlin

Grußwort: Georg Zinner, Geschäftsführer Nachbarschaftsheim Schöneberg

Vorstellung des Rechtsextremismusberichts Tempelhof-Schöneberg – Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin

Einschätzung der rechtsextremen Potenziale in Friedenau – Sebastian Wehrhahn, Mobile Beratungsteams gegen Rechtsextremismus

Offene Diskussion „Wie können wir rechten Aktivitäten begegnen?“

Schlusswort: Elke Ahlhoff, Vorsitzende der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg

Moderation: Marijke Höppner, SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg

Wir freuen uns über eine Zusage bis zum 26. Mai 2013 an post@spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de.

Mit freundlichen Grüßen

Elke Ahlhoff


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Kidöb – Beratung und Erfahrungsaustausch

Zunächst für Arbeitsmigrantinnen aus der Türkei, die sich am Grazer Platz niederließen, gegründet, hat sich Kidöb als Beratungseinrichtung und Treffpunkt für Türkei-stämmige Frauen etabliert. Beratung findet bei ausländerrechtliche Problemen, Sozialhilfefragen wie dem Austausch mit dem Jobcenter, familiären und Erziehungsthemen sowie häuslicher Gewalt statt.
Darüber hinaus bietet Kidöb in der Rheinstraße 53/54 Deutsch- und Alphabetisierungskurse an. Auch Mütterkurse, Deutschkurse für Mütter, während die Kinder sich in der Schule oder Kita befinden, werden durchgeführt.
kidöb
Einen weiteren Schwerpunkt bietet die Hausaufgabenhilfe für Mädchen an. Studentinnen und Ehrenamtliche unterstützen die Mädchen in Kleingruppen bei den Hausaufgaben. Starker Druck in der Schule machte einen Ausbau der Zielgruppe Mädchen in der 11. Klasse notwendig.
Neben den Informationsveranstaltungen im Bereich Gesundheit, Erziehung und Ernährung, gibt es diverse Freizeitangebote wie gemeinsame Theater- und Ausstellungsbesuche sowie gemeinsame Feste.
Zwischen dem 13. Und 17. August besuchte Marijke Höppner, Sprecherin für Frauenpolitik, frauenpolitische Einrichtungen und Netzwerke, darunter auch Kidöb. Zu dem Besuch bei Kidöb wurde Marijke Höppner begleitet durch Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin) und Orkan Özdemir (Vorsitzender der AG Migration Tempelhof-Schöneberg).

Al Nadi – Beratung für arabische Frauen

Seit 1984 bietet Al Nadi Beratung für arabisch-sprachige Frauen. Damit hat Al Nadi ein Alleinstellungsmerkmal, denn keine weitere Berliner Einrichtung hat diese Spezialisierung, so dass Frauen aus ganz Berlin die Einrichtung aufsuchen. Die Beratung wird für vieles in Anspruch genommen wie Unterstützung mit Behördenkommunikation, Hilfe mit Briefen des Jobcenters, Orientierung im Schulsystem, Beratung bei häuslicher Gewalt und bei Trennung. Besonders für den Bereich häuslicher Gewalt wird die (Sprach-) Kompetenz von Al Nadi von professionellen spezialisierten Beratungseinrichtungen in Anspruch genommen.
Neben der Beratung stützt Al Nadi die Familien vor Ort. Mit dem Schülerpatenprojekt wird erreicht Sprachkompetenzen zu erlangen.
Al Nadi
Gleichzeitig haben viele Besucherinnen von Al Nadi eine belastete Biografie und bringen Erfahrung aus Kriegs- und Krisenregionen mit. Viele können in Deutschland nicht arbeiten. Nach den Traumata aus ihrer Heimat, kommt eine gewisse Orientierungslosigkeit in der Aufnahmegesellschaft. Da es berlinweit nur eine arabisch-sprachige Therapeutin gibt, haben die Treffen bei Al Nadi einen Selbsthilfecharakter. Viele Frauen stützen sich gegenseitig und teilen ihre Erfahrung mit einander. Dabei werden sie begleitet von den einfühlsamen Sozialarbeiterinnen.
Der Besuch bei Al Nadi fand im Rahmen der Frauensommertour, einer Tour durch die Frauenprojekte und –verbände in Tempelhof-Schöneberg statt. Die Tour wurde initiiert von der frauenpolitischen Sprecherinnen, Marijke Höppner. Begleitet wurde Höppner von der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und dem Vorsitzenden der AG Migration Tempelhof-Schöneberg.

SHP – Frauen in die Gesellschaft holen!

SHP [mit Herrn Dere]
Am 13. August 2012 besuchte die Sprecherin für Frauenpolitik, Marijke Höppner, das Interkulturelle Selbsthilfeprojekt für Frauen(SHP) in der Naumannstraße.
1985 wurde SHP gegründet, seitdem hat sich der Träger etabliert und bietet vor allem Deutsch- und Integrationskurse für Frauen an. Frauen aus muslimisch geprägten Ländern nehmen die Angebote besonders gern wahr, da sie diskriminierungsfrei und ohne verurteilt zu werden, mit und ohne Kopftuch, an den Kursen teilnehmen können. Eine unbeschwerte Atmosphäre bieten die Kurse dadurch, dass ausschließlich Frauen das Angebot nutzen dürfen. „Frauen sollen aus der Isolation in die Gesellschaft geholt werden“, so Fatih Dere der Geschäftsführer von SHP.
Die beiden Kindertagesstätten „Rosen“ und „Knospen“ greifen interkulturelle Kompetenz und Sprachförderung auf. Dabei gilt die Sprachförderung nicht nur den Kindern, sondern auch die Eltern werden leicht an Sprachkurse und Integrationskurse herangeführt.
Viele weitere Kurse werden mit Herzblut und viel Engagement betrieben wie Koch- und Nähkurse. Beratung und Vermittlung zu Experten und Expertinnen machen den Standort in der Naumannstraße zu einem Stützpunkt für Familienberatung.

Der Besuch bei SHP fand am 13. August 2012 statt.

Reinigen der »Stolpersteine«

Die Mitglieder der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg Elke Ahlhoff, Oliver Fey, Marijke Höppner und Gudrun Blankenburg, rufen dazu auf, am Sonntag, den 12. August 2012 um 14.00 Uhr an der Freizeitstätte Stierstraße 20 in Berlin-Friedenau beim Putzen der in der Stierstraße verlegten »Stolpersteine« zu helfen.

Die kurze Stierstraße hat nur 20 Hausnummern, weist aber über 50 Stolpersteine auf. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, Friedenauer Initiativen wie die Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße oder Brünnhildestraße sorgen dafür, dass das Schicksal der verfolgten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht vergessen wird.

Jedesmal sind die Recherchen zu den deportierten und ermordeten Menschen verbunden mit tiefgehenden, schmerzlichen Recherchen zu jedem einzelnen Schicksal. Die Stolpersteine finden ihren Platz vor dem Haus, in dem die Opfer der Nazi-Willkür ihren letzten Wohnort hatten, bevor sie von dort aus in die Todeslager deportiert wurden.

Vandalismus an einer betreffenden Informationstafel in der Stierstraße 18/19 begegnete die Initiativgruppe Stolpersteine Friedenau mit überzeugenden Erneuerung der Schautafel.

Damit die Stolpersteine mit den Namen der Opfer leuchten, soll durch diese Putzaktion ein Zeichen gesetzt werden, dass diese Stolpersteine ein lebendiger Gedenkort sind und zur aktiven Gedenkarbeit auffordern.

Die Initiatoren freuen sich über Ihre Hilfe – machen Sie mit! Für Putzmaterial ist gesorgt.

Antrag: Ausstellung Homestory Deutschland

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Die BVV ersucht das Bezirksamt zu prüfen, ob die Ausstellung „Homestory Deutschland. Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart“ sowie die dazugehörige Szenische Lesung im Rahmen des Programms Cross Kultur 2012 oder 2013 in Tempelhof-Schöneberg gezeigt und aufgeführt werden können.

Begründung:

„Homestory Deutschland. Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart“ ist eine Ausstellung der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland – ISD Bund e.V., gefördert durch die Bundeszentrale politische Bildung und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft – EVZ.
Die Ausstellung wird als ein kollektives Selbstportrait beschrieben, dass afrikanische, afrikanisch-amerikanische und afrikanisch-deutsche Erinnerungstraditionen aufgreift. Mündliche und schriftliche Weitergabe gelebter Erfahrungen kommt eine maßgebliche Rolle zu.
Siebenundzwanzig aufbereitete Biografien schwarzer Männer und Frauen stellen exemplarisch dar wie gesellschaftliche Verhältnisse sich in den individuellen Lebensentwürfen widerspiegeln. Während eine bebilderte Zeitleisten Schwarze Geschichte von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart faktisch belegen.
Die Szenische Lesung der Autorinnen ManuEla Ritz und Sharon Otoo zeichnet sechs Schwarze deutsche Lebensgeschichten nach, die einen Bogen über 300 Jahre deutsche Geschichte spannen.
Mehr Infos unter www.homestory-deutschland.de

Den Verlauf des Antrages finden sie hier.

In die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht am 25.04.2012

Presseerklärung: Mehr Geld in die Rassismusprävention – die Bundes-regierung muss handeln!

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus weist die SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg auf die Bedeutung des Kampfes gegen Rassismus hin. Der Fördertopf des Be-gleitausschusses „Toleranz fördern – Kompetenz stärken!“ der Bundesregierung ist schon ausgeschöpft, doch immer wieder kommt es zu Aktivitäten von Rassisten
und Rassistinnen in Tempelhof-Schöneberg.

In den vergangenen Monaten kam es mehrfach zu zerstörerischen Anschlägen auf Stolpersteine in der Gleditsch- und in der Stierstraße in Schöneberg. Ein muslimisches Kulturzentrum in der Hedwigstraße und ein asiatischer Imbiss in der Nähe des Breslauer Platzes wurden mehrfach mit rassistischen Schmierereien wie „Ausländer raus“ oder mit Hakenkreuzen versehen. Die Mittel für die Förderung von Toleranz und den Kampf gegen Rechts, die der Bezirk im Rahmen des Förderprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken!“ wurden jedoch schon in der ersten Sitzung für das Jahr 2012 im Januar vergeben. Es gab mehr antragstellende Projekte, als finanzielle Mittel zu vergeben waren.

„Es ist schon kritisch, wenn gute Projekte aufgrund eines zu gering ausgestatteten Fördertopfes abgewiesen werden müssen. Vor allem, da ein Anstieg von rechter Aktivität in Tempelhof-Schöneberg zu beobachten ist“, so die Integrationspolitische Sprecherin, Marijke Höppner. „Die Fördersumme nahm stetig ab. Während 2009 noch 100.000 EUR zu vergeben waren, wurde die Summe 2010 auf 60.000 EUR gesenkt. 2012 waren es nur 30.000 EUR. Eindeutig zu wenig! Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, mehr Geld in den Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu investieren.“

Die SPD Fraktion hat schon im Januar einen Antrag auf den Weg gebracht, rechte Aktivi-täten in einem Bericht zu erfassen – Drs. 0017/XIX Rechtsextremismusbericht.

Interview mit Larissa Neu von Harmonie e.V.

Die neue TS Aktuell ist da. Diesmal mit einem Interview mit Larissa Neu von Harmonie e.V. Wer mehr lesen möchte, findet die TS Aktuell auch online.

Interview_HarmonieeV

Presseerklärung: Eine mutige Frau – Gedenken an Hatun Sürücü

Der 7. Februar setzt den Rahmen für das Gedenken an Hatun Sürücü, deren 7. Todestag sich heute jährte. Dabei gilt das Gedenken der Frau und Mutter Hatun Sürücü, die mutig für ein selbstbestimmtes Leben eingetreten ist, aber auch den vielen Frauen, die Opfer von Gewalt im Namen der Ehre geworden sind. Am Gedenkstein Hatun Sürücüs in der Oberlandstraße/Oberlandgärten 1 sammelten sich Vertreterinnen und Vertreter des Bezirksamtes, politischer Parteien und Vereine. In eindrucksvollen Reden stellten die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) und die Staatssekretärin Barbara Loth (SPD) heraus, dass jede Schattierung von Gewalt gegen Frauen zu verurteilen sei und ein freies und selbstbestimmtes Leben für alle Frauen möglich gemacht werden muss.

„Hatun Sürücü ist in der öffentlichen Disskussion zu einem Symbol für viele Menschen, besonders Mädchen und Frauen geworden, die sich mit Ihrem Mut identifizieren können. Das Gedenken an Hatun Sürücü ist uns in der SPD sehr wichtig“, so die Frauen- und Integrationspolitische Sprecherin Marijke Höppner. „Warnen möchten wir jedoch vor den Argumenten des rechtspopulistischen Spektrums. Dort spielt Gewalt an Frauen immer dann eine besonders große Rolle, wenn die Tat einem spezifischen Kulturkreis zugeschrieben werden kann. Wir möchten eine Stigmatisierung von Gewalt an Frauen nicht Vorschub leisten. Gewalt an Frauen findet in allen Kulturkreisen statt, unabhängig von sozialem Status oder Bildungsniveau. Natürlich ist die angeblich religiös-legitimierte Gewalt eine spezifische Ausprägung, die besonders beachtet und politisch bekämpft werden muss“, schließt Höppner ab.

Gedenken Hatun Sürücü

Presseerklärung: Erhalt von Harmonie e.V. – SPD sammelt 400 EUR Spenden

Am 27. Januar, während des Neujahrsempfangs der SPD Fraktion Tempelhof- Schöneberg, sammelten Gäste und Fraktionsmitglieder insgesamt 400 EUR für das Integrationszentrum Harmonie e.V.

Harmonie e.V. ist eine Migrantenselbstorganisation, welche mit Migrantinnen und Migranten aus dem russischen Sprachraum arbeitet, aber auch viele andere ethnische Gruppen haben im Verein ein zu Hause gefunden. Seit Jahren sind viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Verein tätig. Harmonie e.V. finanziert sich über Spenden und Drittmittel öffentlicher Stellen. Da die Übergangsphase von einem Förderzeitraum zum nächsten diesmal länger ausfällt und die Vereinsbeiträge allein das Mietvolumen nicht abdecken können, steht die produktive, fachliche Arbeit des Integrationszentrums Harmonie e.V. in Frage.

„Harmonie e.V. arbeitet seit 12 Jahren sehr erfolgreich in Tempelhof- Schöneberg. Es ist uns ein großes Anliegen, Harmonie e.V. zu erhalten“, so die Fraktionsvorsitzende Elke Ahlhoff.

Marijke Höppner, Sprecherin für Integrationspolitik, ergänzt: „Die 400 EUR können natürlich nur ein Anfang sein, um die wichtigen Angebote des Vereins, besonders für Menschen aus dem russischsprachigen Raum, am Leben zu erhalten. Daher rufen wir alle Menschen auf, für Harmonie e.V. zu spenden.“

Harmonie e.V. arbeitet gemeinsam mit vielen anderen Projekten und Vereinen. Kreative Ideen gehen Hand in Hand mit nachhaltigen Konzepten. Die Beteiligung und Unterstützung von Migrantinnen und Migranten steht dabei im Vordergrund. Neben dem Angebot von Integrations- , Sprach- und Computerkursen, beteiligt Harmonie e.V. sich auch an der Berliner Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ und engagiert sich im Projektfond Quartiersentwicklung Waldsassener Straße für sozialen Frieden und ein tolerantes Miteinander.

SPENDEN SIE FÜR HARMONIE!
Bei Bedarf stellt Ihnen der Verein auch gerne eine Spendenquittung aus.
Die Spenden gehen an
Harmonie e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 100 20500
Kto. Nr.: 0003252700
Verwendungszweck: Mietkosten 2012

Adresse:
Integrationszentrum Harmonie e.V.
Katzlerstraße 11
10829 Berlin

Kleine Anfrage: Bezirkliches Angebot zur Seniorinnenarbeit für Frauen mit Migrationshintergrund sichern

Kleine Anfrage gem. § 39 der Geschäftsordnung der BVV, lfd. Nr.: 0005/XIX
der Bezirksverordneten Marijke Höppner (SPD)

Sehr geehrte Frau Dittmeyer,

die o.g. Kleine Anfrage wird wie folgt beantwortet:

Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass der Bereich der Seniorenbetreuung bis zu den Wahlen am 23.11.2011 zur Abt. Schule, Bildung, Kultur gehörte und gerade erst in die Zu-ständigkeit des Sozialamt zurückgeführt wurde. Von dem Problem, dass der Träger ES-PERANTO – Aufsuchende Hilfen e.V. den Kooperationsvertrag gekündigt hat, hat die Abt. GesSoz erst vor Kurzem erfahren. Eine Einbindung der Abt. Soz wäre in Anbetracht der Tatsache, dass sich mit Beginn der neuen Wahlperiode die Zuständigkeit der Seniorenbe-treuung ändern wird, wünschenswert gewesen, ist jedoch leider nicht erfolgt.

Inwiefern ist dem Bezirksamt bekannt, dass der Kooperationsvertrag zwischen dem Träger Esperanto e.V. und dem Bezirksamt für die Senioreneinrichtung Huzur zum Ende des Jahres 2011 gekündigt wurde?
Die Kündigung des Kooperationsvertrages seitens ESPERANTO – Aufsuchende Hilfen e.V. erfolgte fristgemäß am 20.09.2011 zum 31.12.2011 durch persönliche Übergabe des Kündigungsschreibens durch die Geschäftsführer des Trägers.

Wenn ja: Welche Gründe sind dem Bezirksamt dafür genannt worden?
In einem Gespräch mit dem in der letzten Wahlperiode zuständigen Dezernenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abt. SchulBildKultDez erläuterten die Geschäftsführer von ESPERANTO – Aufsuchende Hilfen e.V., dass durch den Verein die Finanzierung des Projektes über den 31.12.2011 hinaus nicht mehr gewährleistet werden kann. Die bisherige Quersubventionierung aus dem Bereich der Eingliederungshilfe aus anderen Bezirken ist nicht mehr möglich. Mehrere Versuche in der Vergangenheit, zur Finanzierung der Stellen Fremdmittel einzuwerben, misslangen.
Der Träger betonte, dass ihm das Projekt sehr wichtig ist und er es bedauerlich findet, dass der Kooperationsvertrag gekündigt werden muss. Gerne wird er in Zukunft „Huzur“ weiterhin unterstützen. In welchen Weise dieses geschehen kann, ist noch zu klären.

Wie will der Bezirk das spezielle Angebot für Frauen im Seniorenalter mit migrantischen Hintergrund im Bezirk zu erhalten?

Der Nachbarschaftstreffpunkt Huzur soll als interkultureller Treffpunkt mit den bestehenden Angeboten und Gruppen erhalten bleiben. Das Problem ist jedoch, dass es seitens der Kommune keine finanzierte Stellen im Nachbarschaftstreffpunkt Huzur gibt. Seit der Schließung der Städtischen Pflegeeinrichtungen sind zusätzlich zu den beiden Mitarbeite-rinnen von ESPERANTO drei ehemalige Mitarbeiterinnen mit Migrationshintergrund aus den Einrichtungen im Nachbarschaftstreffpunkt Huzur eingesetzt. Sie haben sich sehr gut eingearbeitet, sind engagiert und werden von den Besucherinnen und Besuchern voll ak-zeptiert. Sie bleiben bis auf Weiteres auch im Huzur eingesetzt, so dass es nicht zu einer Schließung der Einrichtung ab 1.1.2012 kommen wird, wenn sich ESPERANTO zurückge-zogen hat. Darüber hinaus unterstützen sieben Ehrenamtliche die Altenpflegerinnen vor Ort. Da sich die eingesetzten Kolleginnen aus den Städtischen Pflegeeinrichtungen in Polnisch, Englisch, Französisch und Spanisch, nicht jedoch in Türkisch und Russisch verständigen können, müssen weitere Sozialberatungen in der Muttersprache der Besucherinnen organisiert werden. Einige der ehrenamtlich Tätigen haben sowohl Türkisch- als auch Deutschkenntnisse und sind in der Lage, bei Sprachschwierigkeiten zu vermitteln.
Einige Angebote im Huzur werden ehrenamtlich betreut, andere werden durch das Quar-tiersmanagement finanziert. Mit den Gruppenleiterinnen der finanzierten Angebote ist ver-einbart, dass diese nach Ende des Förderzeitraums die Angebote gegen geringe Auf-wandsentschädigung vorerst weiterführen werden.
Die bestehenden Alphabetisierungskurse werden von anderen Stellen finanziell unterstützt und sollen ebenfalls weiterhin angeboten werden.
Für Frauen im Seniorenalter mit Migrationshintergrund wird es also weiterhin die Möglichkeit geben, sich zu treffen, auszutauschen und an speziellen Gruppen und Angeboten teil-zunehmen.
Zur Sicherung des Standortes ist der langfristige Einsatz von zwei der Mitarbeiterinnen mit insgesamt 1,5 Stellen – dem gleichen Stellenanteil, der bisher von ESPERANTO finanziert wurde – gewünscht. Das ist auf Dauer jedoch nur möglich, wenn es gelingt, entsprechend finanzierte Stellen einzurichten. Ob und auf welche Weise dies möglich sein wird, muss dringend geklärt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sibyll K l o t z

CrossKultur 2011 – Ein vielfätiges Programm

Der internationale Tag für Toleranz am 16. November und der internationalen Tag des Migranten am 18. Dezember bieten den Rahmen für eine
außergewöhnliche bezirkliche Kulturveranstaltung: CrossKultur2011.

Ausgehend davon, dass ein Drittel der Tempelhof-Schöneberger Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat, will CrossKultur ein ulturprogramm bieten, dass über die üblichen Kulturangebote hinaus geht. Die Integrationsbeauftragte Gabriele Gün Tank sagt es so: „CrossKultur versucht der Vielfalt, den unterschiedlichen Identitäten im Bezirk, Raum zu geben.“ Dabei wird auf kulturelle Ebene sichtbar gemacht, was interkulturell in Tempelhof-Schöneberg geleistet wird.

Das Programm bietet wieder viel unterhaltendes: Kinovorführungen, Lesungen, Musik, interkulturelle Stadtführungen und Diskussionen bietet das
Programm. Zum Beispiel zeigt die Urania am 7. Dezember Alamanya, am 5. Dezember liest Sineb al Masrar aus Muslim Girls, bei der beliebten Dolmus Tour wird der Bezirk am 16. Dezember unter der Überschrift „Interkulturalität“ erkundet und Vieles mehr.

Der Abschluss-Event findet am 17. Dezember in der Weißen Rose statt. Dort wird in den internationalen Tag des Migranten hineingefeiert. Mehr erfahren Sie unter: http://www.cross-kultur.de.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Tempelhof-Schöneberg besucht gemeinsam eine Veranstaltung der Reihe CrossKultur2011. Mehr dazu finden Sie hier.

Russischsprachiges Theaterstück „Das bucklige Pferdchen“ begeisterte nicht nur Kinder

Zum Besuch des Theaterstücks „Das bucklige Pferdchen“ hatte die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert am 3. September russischsprachige und russisch-lernende Kinder und ihre Eltern unseres Bezirks Tempelhof-Schöneberg eingeladen. Das Interesse war riesengroß, das Theater proppenvoll. Sie alle waren gekommen, um das Märchen von Pjotr Jerschow, eines der schönsten russischen Märchen überhaupt, zu sehen. Diese Sonderaufführung erfolgte in Kooperation mit dem im Schöneberger Norden gelegenen Theater „RUSSISCHE BÜHNE“.

Die Darstellungskraft des Ensembles der „RUSSISCHEN BÜHNE“ war einfach mitreißend. Die Geschichte „Das bucklige Pferdchen“, welches in Wahrheit ein Zauberpferd ist und Iwan, der bislang immer vom Pech verfolgt wurde nun zu seinem Glück verhilft, wurde bild- und bewegungsreich gespielt.

Für die meisten Kinder war es das erste Mal, dass sie ein Theater besuchten. Viel Spaß hatten sie zudem vor und nach der Aufführung am Glücksrad und beim Gewinnen toller Preise. Herzlichen Dank an die UnterstützerInnen des Landesverbandes der SPD Berlin.

Die SPD-Abgeordnete für Schöneberg Annette Fugmann-Heesing und die Bezirksverordnete Marijke Höppner waren ebenfalls voller Begeisterung dabei und nutzen diesen Besuch auch zu ausführlichen Gesprächen mit dem Leiter des Theaters Ilja Gordon.

Das Theater „RUSSISCHE BÜHNE“ befindet sich in der Kurfürstenstraße 123 im Norden Schönebergs. Hier werden Theaterstücke in russischer Sprache aufgeführt. Künftig will die Theatergruppe auch Stücke in anderen Sprachen, u.a. in deutsch, inszenieren. Damit möchte das Theater zu mehr interkultureller Vielfalt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg beitragen.

Besuchen Sie das Theater „RUSSISCHE BÜHNE“. Es lohnt sich!

Russisches Theater

Presseerklärung: SPD verurteilt den Brandanschlag auf Islamisches Kulturzentrum in der Ordensmeisterstraße

Laut den Informationen von der Polizei wurde heute, am 9.12.2010, ein Brandanschlag auf die Islamische Kulturgemeinde der Iraner in Berlin-Brandenburg in der Ordensmeisterstraße in Berlin-Tempelhof verübt. Ein Brandsatz wurde gegen die Fassade des Kulturzentrums geworfen und verrußte das Gebäude.

„Unsere Demokratie fußt auf dem Gedanken von Vielfalt und Toleranz. Der Brandanschlag gegen den Sitz der islamisch-iranische Kulturgemeinde ist ein Bruch mit dem gesellschaftlichen Miteinander und stellt unsere demokratischen Werte in Frage.“, so die Sprecher für Integrationspolitik der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg, Marijke Höppner. „Wir sind froh, dass niemand verletzt wurde!“

In den letzten 3 Wochen wurden ähnliche Brandanschläge auf die Al-Nur-Moschee in der Haberstraße und auf die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm verübt, so dass eine Anschlagsserie vermutet werden kann. Im Fall des heute beschädigten Kulturzentrums prüft die Polizei, ob es sich um eine politisch-motivierte Straftat handelt.

STOP THE WILDERS SHOW – Strategien gegen Rechtspopulismus

Europas erfolgreichster Rechtspopulist ist am 2. Oktober 2010 in Berlin. Grund genug, um zusammen mit AktivistInnen aus den Niederlanden über Strategien gegen Rechtspopulismus zu diskutieren. Am 2.10.2010 um 19 Uhr im Rathaus Schöneberg.

Geert Wilders ist derzeit der europaweit auffälligste und erfolgreichste Rechtspopulist und Rassist. Seine Partei – „Partij voor de Vrijheid“ (PVV) – steht für rassistische Polemik gegenüber Muslima und Muslimen. Das verbindet ihn mit René Stadtkewitz (ehem. CDU- Fraktionsmitglied im Berliner Abgeordnetenhaus) und dem islamophoben Internetportal „Politically Incorrect“. Stadtkewitz und „Polically Incorrect“
haben Wilders am 2. Oktober 2010 nach Berlin eingeladen. Das breite antirassistische Bündnis „Rechtspopulismus stoppen!“ organisiert Proteste gegen den Besuch von Wilders. In diesem Rahmen findet die Diskussionsveranstaltung „STOP THE WILDERS SHOW“ statt.

Warum sind Rechtspopulismus, Rassismus und Islamfeindlichkeit zur Zeit in vielen europäischen Ländern so populär? Wer ist Geert Wilders? Und warum wurden er und seine Partei in den Niederlanden so erfolgreich? Wie hat die Linke auf die Herausforderungen des Rechtspopulismus reagiert? Welche Strategien gegen Rechtspopulismus gibt es? Braucht die Linke eine europäische Antwort auf den Rechtspopulismus?

Wann: am Samstag, 2. Oktober, 19 Uhr
Wo: Rathaus Schöneberg im John- F.- Kennedy- Saal
John- F.- Kennedy- Platz, 10825 Berlin (U Bhf. Rth. Schöneberg)

Es diskutieren:

* Mechthild Rawert, MdB, Mitglied der AG „Strategien gegen Rechtsextremismus“ der SPD- Bundestagsfraktion
* Dirk Stegemann, Bündnis „Rechtspopulismus stoppen!“
* Peter Scheffer, Partij van de Arbeid (Niederlande)
* Moderation: Marijke Höppner, integrationspolitische Sprecherin der SPD- Fraktion in der BVV Tempelhof- Schöneberg

Eine Veranstaltung der SPD Tempelhof- Schöneberg

Die SPD Tempelhof- Schöneberg behält sich vor, von seinem/ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, homophobe oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren bzw. von ihr auszuschließen.

Homophobe Gewalttaten in Tempelhof- Schönberg

Mündliche Anfrage der Bezirksverordneten Marijke Höppner (SPD) zur nächsten Bezirksverordnetenversammlung am 29. September 2010 über Homophobe Gewalttaten in Tempelhof- Schönberg:
1. Welche Aktivitäten hat das Bezirksamt ergriffen, um homophobe Gewalt in Tempelhof- Schöneberg zu bekämpfen?
2. Was leistet der Bezirk, um strukturelle Diskriminierung gegenüber Lesben, Schwule, Bi- und Transmenschen zu verhindern?

Eingebracht: September 2010

Rassismus und Homophobie sind kein Randphänomen – Veranstaltung zu Doppeldiskriminierung

Mehrfachdiskriminierungen von queerer Menschen mit Migrationshintergrund sind weiter an der Tagesordnung, stellte Koray Yilmaz- Günay, Mitarbeiter des Vereins GLADT e.V., in einer Diskussionsrunde der AG Migration und der Schwusos Tempelhof- Schöneberg heraus. Mit der Beteiligung von Mitgliedern der SPD Fraktion an der Veranstaltung sowie durch Besuche bei Projekten wie Miles und LesMigras möchte die integrationspolitische Sprecherin Marijke Höppner darauf aufmerksam machen, dass Rassismus und Homophobie kein gesellschaftliches Randphänomen sind.

Das Angebot von Gladt richtet sich vor allem an türkeistämmige Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen und Transgendern (LSBTT) – mittlerweile nehmen Menschen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund an den Aktivitäten teil. Neben der Erstberatung zu Fragen wie Coming out, Familie, AusländerInnenrechte und Lebenspartnerschaftsrechten, Gesundheit, Gewalt und Diskriminierung, entwickelte der Verein ein Konzept der emanzipatorischen Jungenarbeit für Schulen und Jugendeinrichtung. Weiterhin gibt es Beratungsangebote für Eltern sowie die Kooperation MultiplikatorInnen in dem Bereich der Elternarbeit und generationsübergreifenden Antidiskriminierungsarbeit. Zudem engagiert sich der GLADT e.V. auf unterschiedlichen Ebenen gegen Rassismus, Sexismus, Trans- und Homophobie.

In der Diskussion stellte Koray Yilmaz- Günay heraus, dass Rassissus und Homophobie weiterhin in den Köpfen vieler Menschen verankert sind. Weiterhin stellte er fest, dass der Grundstein für die Überwindung einer diskriminierungsfreien Gesellschaft vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit läge.

Die Abendveranstaltung bettet sich in die Arbeit der SPD Fraktion in Tempelhof- Schöneberg ein. Dem vorausgegangen ist ein durch Marijke Höppner, Sprecherin für Integrationspolitik, initiierter Besuch von MILES – Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule des LSVD. Folgen wird ein Termin bei LesMigraS, dem Antigewalt und Antidiskriminierungsbereich der Lesbenberatung Berlin e.V.

Quelle: http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de/index.php?nr=4213&menu=1

August 2010

Liebe verdient Respekt – MILES startet mit neuer Besetzung durch!

Seit kurzem hat das Projekt MILES des LSVD eine neue Leiterin, Gühlhan Reifers. Sie stellte Mitgliedern der SPD- Fraktion vor, wie MILES in Zukunft queere Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen möchte. Am 2. Juli besuchte Marijke Höppner, Sprecherin für Integrationspolitik der SPD Fraktion, das Projekt MILES – Zentrum für Migranten, Lesben und Schwule des LSVD.

Gühlhan Reifers, die seit kurzem das Projekt leitet, stellte die Aktivitäten von MILES vor. Neben Beratungsangeboten in Fragen von Recht und Gesundheit bietet MILES psychosoziale und interkulturelle Beratung für homosexuelle Menschen mit Migrationshintergrund und deren Angehörigen. DiversityInternational ist ein Treffpunkt für Lesben, Schwule, bi- und transnationale Menschen verschiedener Nationalitäten und dient der Stärkung der vielfältigen Lebensentwürfe, Perspektiven und Vorstellung der Teilnehmenden. Mehr Infos finden Sie unter www.miles.lsvd.de

Quelle: http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de/index.php?nr=4212&menu=1

August 2008

Vielfalt und Toleranz

Am vergangenen Wochenende fand am 12. und 13. Juni das 18. Lesbisch- schwule Straßenfest rund um die Schöneberger Motzstraße statt. Für uns spiegelt es die Weltoffenheit und Liberalität Berlins in unserem Bezirk wider. Viele Menschen besuchten das traditionsreiche Stadtteilfest und feierten gemeinsam.

Das Motto des diesjährigen Straßenfestes „Gleiche Rechte für Ungleiche“ weist jedoch auf die Lücken in der gesellschaftlichen und rechtlichen Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi- , trans- und intersexuelle Menschen in Deutschland hin. „In Anbetracht dessen, dass gerade das Lesbisch- Schwule Stadtfest dazu beitragen soll, Vorbehalte abzubauen und ein respektvolles Miteinander zu erreichen, wiegen die Übergriffe auf ein schwules Paar in der Nacht vom 12. Juni 2010 in der Puschkinstraße in Treptow besonders schwer. Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen, Bi- , trans- und intersexuellen Menschen ist abzulehnen“, so Elke Ahlhoff, Fraktionsvorsitzende der SPD in Tempelhof- Schöenberg.

In der Nacht vom 12. Juni wurde das Paar von drei unbekannten angegriffen und schwer verletzt. Nachdem die beiden Männer im Zuge eines Streites zunächst auf Grund ihrer sexuellen Orientierung beleidigt wurden, schlugen die Täter einem der Männer mit der Faust ins Gesicht und versetzten dem anderen einen Stoß mit dem Kopf. Einem der Männer wurde zudem mit einem Messer in den Rücken gestochen.

Auch in Berlin häufen sich die Gewalttaten gegenüber Lesben, Schwulen, trans- und intersexuellen Menschen. Schmerzlich in Erinnerung ist uns ein gewaltätiger Übergriff der von drei schwulen Männer im Schöneberger Nollendorf- Kiez.
Der Senat reagierte auf die steigende Zahl von Übergriffen mit einem Bündnis gegen Homophobie „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in dessen Rahmen ein Programm umgesetzt werden soll, dass u.a. Lehrer, SozialarbeiterInnen, Polizisten/- innen für das Thema Homophobie in Weiterbildung sensibilisiert werden. Außerdem sollen besonders junge Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer Sozialisierungsphase in der Schule angesprochen werden.

In Tempelhof- Schöneberg sind viele Projekte und Vereine angesiedelt, die gute, kontinuierlich und aufgeklärt Arbeit leisten, darunter MANEO, Lesbenberatung, Gladt e.V. und Miles. Außerdem wird im Rahmen des Aktionsplanes für Vielfalt und Toleranz, des Bezirks das Thema Homophobie aufgegriffen.

Auf die besondere Funktion des öffentlichen Protests gegen homophob motivierte Gewalt weist die Bezirksverordnete Marijke Höppner hin: „Wichtig ist es aber auch eine gesamtgesellschaftliche Stimmung zu schaffen in der Menschen sexuell selbstbestimmt leben können, in der Intoleranz und Gewalt keinen Platz haben. Daher ist es wichtig immer wieder öffentlich Flagge zu zeigen gegen Gewalt an Lesben, Schwule, trans- und intersexuelle Menschen. Die SPD Fraktion in Tempelhof- Schöneberg ruft daher zur Demonstration am 16. Juni um 17 Uhr vor dem Treptow, Neue Krugalle 4, 12435 Berlin auf.“

Eingebracht: Juni 2010

Antrag: Interkulturelle Öffnung des Jobcenters födern

Die BVV ersucht das Bezirksamt ein Konzept zur interkulturellen Öffnung des Job Centers vorzulegen. Der BVV ist bis Mai 2008 zu berichten.

Begründung:
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen müssen passgenauer auf die Bedürfnisse und Bedarfe aller Mitglieder von Bedarfsgemeinschaften, insbesondere derer mit Migrationshintergrund ausgerichtet werden. Neben den Maßnahmen müssen auch alle Beschäftigten in der Lage sein, die Bedürfnisse und Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten zu erkennen und in die Hilfe- und Maßnahmeplanung einzubeziehen.

Eingebracht: März 2008

Mehr Infos zum Verlauf der Drs 0585/XVIII gibt es hier.

Antrag: Interkulturelle Öffnung der Seniorenarbeit

Die BVV ersucht das Bezirksamt, die Veranstaltungen an den unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren verschiedener kulturellen und religiösen Hintergrunds bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen. Der interkulturelle und inter- religiöse Dialog soll dabei gefördert werden. Die Integrationsbeauftragte soll in die Planung mit einbezogen werden. Der BVV ist bis Oktober 2008 zu berichten.

Begründung:
Angebote des Bezirksamtes sollen schon in der Planungsphase die spezifischen Interessen und Bedürfnisse von Menschen mit verschiedenen kulturellen und religiösen Hintergrund aufnehmen Wichtig ist, dass die Angebote die besonderen Fähigkeiten und Erfahrungen der Menschen berücksichtigen.

Eingebracht: Februar 2008

Mehr Infos zum Verlauf der Drs 0553/XVIII gibt es hier.