Archiv der Kategorie 'Friedenau'

„Wir sind Lotsen durch´s Gesundheitswesen“ Zu Besuch bei der Unabhängigen Patientenberatung in Friedenau

„Viele Patienten sind erschöpft von der Suche nach guten und vertrauenswürdigen Ärzten. Sie wünschen sich von uns eine Empfehlung“, beschreibt ein Mitarbeiter der Unabhängigen Patientenberatung (kurz: UPD) in Friedenau. Dabei darf die UPD keinen Arzt empfehlen, denn ob ein Patient oder eine Patientin mit einem Arzt zurechtkommt ist sehr individuell. Stattdessen geben die Mitarbeitenden mindestens drei Namen von Ärzten in der Umgebung heraus.

Patienten brauchen mehr Unterstützung ihre Rechte geltend zu machen
In einem Jahresbericht erfasst die UPD deutschlandweit, mit welchen Belangen sich die 75.000 Ratsuchenden an sie wenden. Für uns stellten sie eine TOP 5 zusammen, was in Friedenau am häufigsten nachgefragt wird: Ganz vorne stehen Behandlungsfehler besonders zu Hüftleiden und Zahngesundheit, dann folgen Krankengeld, Patientenverfügung und alternative Behandlungsmethoden. Diese Beratungsschwerpunkte weisen auf Schwachpunkte im Gesundheitswesen aus Sicht ratsuchender Versicherter hin. Deutlich wird auch, dass viele Patientinnen und Patienten ihre Rechte nicht oder zu wenig kennen und viele sich einen Umgang mit Ärztinnen und Ärzten sowie Krankenkassen auf Augenhöhe nicht zutrauen. Kommt eine Anfrage bei den Fachleuten der UPD an, gehen sie der Recherche nach und klären das Anliegen. Die Beratung ist grundsätzlich kostenlos.
Am Friedenauer UPD-Standort wird zudem auch in Türkisch und Russisch beraten. Es besteht ein hoher Bedarf an muttersprachlichen Informationen. Einige ältere Menschen mit Migrationshintergrund sind des Lesens und Schreibens in deutscher Sprache nicht mächtig. Daher ist die Beratung vor Ort sehr wichtig. Außerdem gibt es zwei kostenlose Telefonhotlines auf Türkisch und Russisch sowie spezifische Internetauftritte.
UPD

SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“
Der Besuch der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) am 15. August ist Teil der SPD Sommertour „gesund-sozial-queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin Mechthild Rawert (MdB), Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), Janis Hantke (Sprecherin für Gesundheitspolitik), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss) teil.

Hier finden Sie Rat:
Die UPD hat bundesweit 21 Beratungsstellen, die grundsätzlich mit je einer MitarbeiterIn mit den Qualifikationen Medizin, Recht und Sozialpädagogik besetzt sind. Auch gibt es für Ratsuchende ein bundesweites Beratungstelefon – 0800 0 11 77 22 (Deutsch), 0800 0 11 77 23 (Türkisch)
und 0800 0 11 77 24 (Russisch) aus dem deutschen Festnetz kostenfreie Beratung).

NPD aus Marienfelde vertrieben!

150 Menschen kamen zur – durch Gunter Hädke (SPD Marienfelde, Lichtenrade) und Rainer Jehle (Grüne) angemeldeten Kundgebung vor der Notaufnahmestelle für Flüchtlinge. Anlass war ein durch die NPD verlegter Aufmarsch, der für die Ausweisung von „kriminellen Ausländern“ werben sollte. Gunter Hädke (SPD), Rainer Jehle (Grüne), Harald Gindra (Linke), Frank Röder (Piraten) sowie die staatssekretärin Barbara Loth (SPD) und die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) sprachen auf der Kundgebung. Schöttler fand während der Kundgebung klare Worte: „Der Bezirk Tempelhof Schöneberg steht für Weltoffenheit und Akzeptanz. Aufmärsche wie der von der NPD heute geplante, sind nicht erwünscht.“

Im Anschluss fand der von der Polizei hoch geschützte Aufzug der NPD statt. Viele Marienfelder und Marienfelderinnen standen am Straßenrand und begleiteten den Demonstrationszug mit kritischen Sprechchören. Die menschenverachtenden Megafonansagen der NPD hatten kaum eine Chance. Menschen riefen aus den Fenstern, dass die NPD unerwünscht sei, einige hatten Transparente gemalt und warben von Hausdach zu Hausdach für Akzeptanz und ein menschliches Miteinander. Kleinere Sitzblockaden hielten den Demonstrationszug kurzfristig auf. Weitere 60 Menschen, versammelten sich nach dem Aufruf einer Nachbarschaftsinitiative vor dem Dorothee-Söller-Haus in der Waldsassener Straße 9. Dort kam der Neo-Nazi-Aufmarsch ins Stocken. Fast eine Stunde versuchten Sie ihr rassistisches Gedankengut zu verbreiten, während Gegendemonstranten sie unterbrachen. Schließlich gab der Demonstrations- und NPD-Kader die Ansage zum Abzug. Die NPD zog vorzeitig ab aus Marienfelde, die angekündigte Wegstrecke konnten sie nicht mehr bis zum Ende laufen. Gegen 22 Uhr konnten auch die Gegendemonstranten nach Hause gehen.

Für den kurzfristigen organisierten Protest gilt der Dank den zivilgesellschaftlichen Gruppen und spontan entstandenen Initiativen, die sich wie wir ein Marienfelde ohne braunes Gedankengut wünschen.

Anschlag auf Stolpersteininformationstafel in der Stierstraße

In der Nacht zum 23. November wurde ein Informationskasten der „Initiative Stolpersteine Stierstraße“ beschädigt und umgestoßen. Die Initiative vermutet eine politische Straftat mit antisemitischem Hintergrund.
Stolpersteintafel

Der Schaukasten enthält liebevoll zusammengestellte Dokumente und Fotos zum Leben der jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner der Stierstraße, die durch die Nazis deportiert und ermordet wurden sowie eine Dokumentation der Arbeit der örtlichen Initiative. Die Initiative Stolpersteine Stierstraße forscht seit Jahren zum Leben jüdischer Menschen, die einst in der Stierstraße lebten und macht so sichtbar, was sonst in Vergessenheit geriete. 54 in den Boden gelassene Mosaiksteine aus Messing, genannt Stolpersteine, erinnern an die vielen ermordeten Jüdinnen und Juden, die ein zu Hause in der Friedenauer Stierstraße hatten. Etwa vier Wochen vor dem Anschlag wurden 12 Stolpersteine verlegt.

Die Stolpersteine der Stierstraße waren schon in der Vergangenheit Objekt von Beschädigung. Auch in der Schöneberger Gleditschstraße kam es zu mehrfacher Sachbeschädigung an den verlegten Stolpersteinen. Diese Zerstörungen sind mehr als Sachbeschädigungen. Sie sind Ausdruck einer rechtsextremen Ideologie – einer Ideologie, die Menschenlichkeit nicht kennt und der Gewaltfreiheit und Toleranz fremd sind. Wir haben Mitgefühl mit den Hinterbliebenen der Opfer, die in den Stolpersteinen eine würdige Erinnerung an ihre verstorbenen Familienmitglieder sahen. Wir verstehen die Wut derer, die ihre Kraft dahinein gesteckt haben, an diese Menschen zu erinnern. An die Mitglieder der Initiative Stolpersteine Stierstraße möchten wir die Bitte tragen: Lassen Sie sich nicht entmutigen. Wir bewundern Ihr Engagement sehr!

Friedenau kickt!

Herzlichen Glückwunsch dem Team „Altmark- Eck“ zum Gewinn des 3. SPD-
Fußballturniers „Friedenau kickt!“ 2011
Den zweiten Platz erspielte sich bei richtig schönem Fußballwetter die junge Mannschaft vom Nachbarschaftsheim Schöneberg.

Tolle Spiele, Politprominenz und jede Menge Spaß, Gespräche und Unterhaltung gab es auf und neben dem Platz mit Angelika Schöttler, Bezirksstadträtin und Bürgermeisterkandidatin für Tempelhof- Schöneberg, Dilek Kolat, MdA, Michael Müller, Fraktionsvorsitzender der SPD im Abgeordnetenhaus, Markus Pauzenberger, MdA, und unserer Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert.

Beim schönsten Sommerwetter veranstaltete die Friedenauer SPD am 4. September 2011 ihr drittes Fußballturnier Friedenau kickt“. Frisch gezapftes Bier, schmackhafte Grillwürste und selbst gebackene Kuchen machten das Kleinfeldfußballturnier zu einem Fest für die ganze Familie. Sportstadträtin und Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin Angelika Schöttler und die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert begrüßten die Mannschaften und wünschte Ihnen viel Erfolg. Gespielt wurde wieder auf dem Sportplatz des Friedenauer TSC in der Wiesbadener Straße.

Die zahlreiche Politikprominenz ließ es sich nicht nehmen, die sechs Teams anzufeuern. Gekommen waren die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert, die Friedenauer Abgeordnete und stv. Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Dilek Kolat, der sportpolitische Sprecher der Abgeordnetenhausfraktion Markus Pauzenberger sowie der Fraktionsvorsitzende der SPD im Abgeordnetenhaus Michael Müller, Bärbel Bernstein und Marijke Höppner.
Fu�ball

Den Pokal überreichte die Abgeortnete Dilek Kolat dem Team „Altmark-Eck“. Der Friedenauer Fußballpokal ist also nun in neuen Händen. Wir dürfen uns schon auf das Turnier im nächstes Jahr freuen! Die anderen Mannschaften erhielten erstmals Medaillen.

Den fleißigen OrganisatorInnen, allen voran dem sportpolitischen Sprecher der BVV- Fraktion Oliver Fey und dem riedenauer TSC gebührtein herzlicher Dank für die Organisation dieser gelungenen Veranstaltung.

Zwischen Morgen und Abend – Stadtspaziergang in den Ceciliengärt

Zwischen dem Morgen und dem Abend von Georg Kolbe (1877-1947) haben die Besucher des Stadtspaziergangs am Samstagvormittag (03.09.2011) interessante Details aus der Geschichte und Architektur der Ceciliengärten erfahren. Gudrun Blankenburg, Berliner Stadtführerin, erzählte vom Fassadenschmuck der Häuser, die verschiedene Darstellungen zu den Themen Kinderspiel und Verkehr zeigen sowie von der Formensprache der unterschiedlichen Türgestaltungen aus dem Art Déco.

Oberster Planer der von 1920 bis 1927 errichteten Ceciliengärten war Heinrich Lassen, Schöneberger Stadtbaurat, der der Reformarchitektur der damaligen Zeit durch die gärtnerische Gestaltung, künstlerische Ausstattung und die durchsonnten Wohnungen ein besoderes Denkmal gesetzt hat. Zwei Besonderheiten der Ceciliengärten sind der Atelierturm, in dem der sozialkritische und realistische Maler Hans Baluschek zwischen 1929 und 1933 wohnte und arbeitete und die Gartenarchitektur, zu der auch der Morgen und der Abend gehören. Es sind auch die beiden Frauenstandbilder des Bildhauers Georg Kolbe auf der zentralen Grünanlage, die im Sommer von leuchtend rosafarbenen Rosensträuchern umsäumt werden. 1929 war der Morgen Bestandteil der des Deutschen Pavillions auf der Weltausstellung in Barcelona, der von Mies van der Rohe entworfen wurde und der eine Ikone des modernen Bauens geworden ist.
Cecilien

Mit den Menschen im Gespräch

Hausbesuche sind immer ein guter Anlass mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Die Bezirksbürgermeisterkandidatin Angelika Schöttler und die Bezirksverordnete Marijke Höppner besuchten am 19. August Anwohnerinnen und Anwohner in der Friedenauer Hedwigstraße.

Einmal im Monat lädt die Friedenauer SPD-Abteilung die Anwohnerinnen und Anwohner in eine Kneipe oder ein Restaurant zu den Friedenauer Gesprächen ein, diesmal in der Friedenauer Sponholzstraße. Bei kühlem Wetter wurden Friedenauer Themen besprochen, zum Beispiel „Was wird aus dem Friedenauer Rathaus und der Bibliothek?“, „Wie wird der Breslauer Platz demnächst aussehen?“ und vieles mehr.

Hausbesuche

Fachübergreifende Gesundheitsvorsorge in Friedenau

Am 16. August 2011 informierten sich Mechthild Rawert, MdB, Dilek Kolat, MdA, und Marijke Höppner, BVV Tempelhof- Schöneberg, über die gesundheitliche Versorgungssituation in Friedenau durch das Polikum in der Rubensstraße.

Der Leiter der Gesamtdirektion, Herr Dr. Kewenig und Herr Dr. Hoffmann, Leiter des Polikums, berichteten über die Vorteile der fachübergreifenden Gesundheitsversorgung im Polikum, bei der die Ärzte aller Fachrichtungen miteinander kooperieren. Hinzu kommen die flexiblen Öffnungszeiten, die gerade berufstätigen Patienten sehr zu Gute kommen. Von den flexiblen Öffnungszeiten profitieren auch viele Mitarbeiter und deren Familien, vor allem die die in Teilzeit arbeiten oder die nach einer Pause wieder in den Beruf einsteigen möchten, was
von der Geschäftsleitung sehr begrüßt wird. Ein geplanter Betriebskindergarten wird die Arbeitssituation im Polikum für berufstätige Eltern weiter verbessern.
Polikum

Kulinarisches in Friedenau

Am Freitag, den 12. August 2011 besuchte Bezirksbürgermeisterkandidatin Angelika Schöttler gemeinsam mit der Bezirksverordneten Marijke Höppner Friedenau. Thema des Tages war „Schlemmereien aus Friedenau“. „Die heiße Wa(h)re“ ist ein Imbiss in der Rheinstraße 58, der bekannt ist für seine Currywurst. Ünal Sait und Dirk Ventzke wurden auf dem Internetportal www.golocal.de von den Friedenauer Kundinnen und Kunden auf Platz 3 der Hitliste „Das Beste aus Berlin“ gewählt. Auch bei der jetzigen Stadträtin Schöttler landete die Currywurst ganz oben: sie kündigte einen weiteren zeitnahen Besuch an.

Den süßen Ausgleich bot das Angebot von „Frau Behrens Torten“: die Friedenauer Konditorin Viktoria Fernandez bietet in der Rheinstraße Ecke Dickhardtstraße umwerfende Torten an. Familiärer Austausch zwischen Mitarbeitenden und den Gästen ist üblich. Bei Buttertorte mit Erdbeeren konnte ein sonniger Tag in Friedenau genossen werden.

Herzlichen Willkommen wurden Angelika Schöttler und Marijke Höppner auch in der Hedwigstraße. Dort führten die beiden Bezirkspolitikerinnen Haustürbesuche durch, um sich vorzustellen und die Friedenauer und Friedenauerinnen zum Wahlgang am 18. September zu motivieren.

curry wurst

Nachbarschaft pflegen – Sozialstation Friedenau!

Nachbarschaft pflegen – so lässt sich die Arbeit der Sozialstation Friedenau in der Crellestraße 7 treffend beschreiben. Wie das
funktioniert, darüber wollte sich Mechthild Rawert informieren. Und hat auf ihrer Sommertour 2011 die Sozialstation Friedenau sehr gerne besucht. Begleitet wurde sie von Dilek Kolat, Friedenauer Abgeordnete, und Marijke Höppner, Bezirksverordnete aus Friedenau. Pflege und nachbarschaftliche Hilfe, Selbsthilfe und zivilgesellschaftliches Engagement waren unsere Kernthemen.

Die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert berichtet: Träger der Sozialstation Friedenau ist das Nachbarschaftsheim Schöneberg. Unsere Gesprächspartnerinnen waren Frau Friedel-Franzen, Sozialarbeiterin in der Sozialstation Friedenau, Franziska Lichtenstein, Geschäftsführerin des Nachbarschaftsheims Schöneberg, Michael von Jan, Koordinator des Treffpunkts 50plus und Julia Giese, neue Leiterin der Kontaktstelle PflegeEngagement Tempelhof-Schöneberg.

Mehr Anerkennung für Pflegearbeit Ein großer Schwerpunkt der Arbeit der Sozialstation Friedenau liegt in der ambulanten Pflege und der Beratung von pflegebedürftigen und kranken Menschen. Mit großem Respekt habe ich auch hier das hohe Engagement der in der Pflege Tätigen wahrgenommen. Ich unterstütze die Forderung von Frau Friedel-Franzen nach einer Aufwertung der Pflegeberufe. Die Jobs in der Pflegebranche sind zumeist schlecht bezahlt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestaltet sich aufgrund von Schichtarbeit oft schwierig. Zu viele ausgebildete Fachkräfte verlassen aus diesen Gründen
die Berufsfelder Altenpflege oder auch die Krankenpflege. Auch in der Sozialstation Friedenau ist der Fachkräftemangel bereits jetzt spürbar. Eine höhere Anerkennung der Pflegearbeit fängt bereits bei der Ausbildung an. Bisher sind die Ausbildungsgänge zur Altenpflege schulgeldpflichtig. Es fehlt insbesondere für junge Leute an Anreizen, diese Berufe zu ergreifen.

Die Frage, der wir uns in der Politik intensiv stellen müssen, lautet
: Was müssen und können wir tun, damit Pflegekräfte in ihrem Beruf bei anhaltender Motivation, Kraft und Engagement länger verweilen (können)?

SPD: Für eine umfassende Pflegereform
In unserem Orientierungspapier der SPD-Bundestagsfraktion zur Reform der Pflegeversicherung „Für eine umfassende Pflegereform: Pflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stärken“ haben wir unsere Vorstellungen zur Ausgestaltung der paritätischen Finanzierung und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine würdevolle Pflege vorgelegt. Wir wollen:
Niemand soll durch die notwendige Reform schlechter gestellt werden, aber vielen soll es besser gehen. Wir sprechen uns unter anderem auch für die baldige Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff aus, für eine bessere kommunale Pflegeinfrastruktur und für bessere Pflegebedingungen vor allem für Demenz-PatientInnen. Obgleich der
ehemalige Gesundheitsminister Rösler 2011 zum „Jahr der Pflege“ ernannt hat, ist davon an der Basis nichts wahrnehmbar. Ob es 2011 überhaupt noch zu einer Pflegereform kommt, ist mehr als fraglich?

Ehrenamtliches Engagement unterstützen
Der Treffpunkt 50plus bietet älteren Menschen vielfältige Angebote an. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich ehrenamtlich bei Kursen, Veranstaltungen, Ausflüge und vielem mehr zu engagieren. Der Treffpunkt 50plus stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung und koordiniert die Aktivitäten, erläuterte Herr von Jan.

Wichtige Unterstützungsarbeit leistet die Kontaktstelle PflegeEngagement Tempelhof-Schöneberg des Nachbarschaftsheims Schöneberg. Hier erhalten Angehörige pflegebedürftiger Menschen Beratung und wertvolle Unterstützung.

Zivilgesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement ist für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft unverzichtbar. Es gilt, entsprechende Strukturen zu unterstützen. Keinesfalls aber darf freiwilliges Engagement zu Lasten guter Rahmenbedingungen für qualifizierte Berufe gehen. Diese Forderung wurde bei der Diskussion über die ehrenamtlichen Besuchsdienste in der ambulanten Pflege deutlich.

Anregungen an die Politik
Auch für die Landes- und Bezirkspolitik gab es wichtige Anregungen. So könnte sich das Bezirksamt und die anderen politisch Verantwortlichen in Tempelhof-Schöneberg ein Beispiel nehmen an der Aktion 2010 „Unsere Kommune ist Demenzfreundlich“ des Nachbarbezirks Charlottenburg-Wilmersdorf und vergleichbares initiieren. Die Aktion „demenzfreundliche Kommune“ hat sich zum Ziel gesetzt, ein wertschätzendes Miteinander von Menschen mit und ohne Demenz zu fördern. Auch die Umsetzung der Herausforderung der kultursensiblen Pflege für alle bedarf der landes- und bezirkspolitischen Unterstützung.
Sozialstation Friedenau

Antrag: Schlesiensaal im Rathaus Friedenau – Deutsch- polnische Geschichte sichtbar machen!

Der Schlesien- Saal im Rathaus Friedenau soll auf Wunsch der SPD zusätzlich mit einem Hinweisschild versehen werden. Die auf Holzwappen dargestellten schlesischen Städtenamen, sollen um die polnischen Namen ergänzt werden. Der SPD ist es wichtig die deutsch- polnische Geschichte aufklärerisch zu begleiten. Seit Monaten wird über das Hinweisschild diskutiert.

Hans Altmann, Gemeindebaurat und Architekt des Friedenauer Rathauses (Eröffnung 1917) berücksichtigte den dringenden Wunsch der Friedenauer Bürgerschaft und schuf für sie den ersten öffentlichen Veranstaltungs- und Festsaal in Friedenau, allgemein ‚Bürgersaal’ genannt.
Mit schwerem Holz vertäfelt und mit Wappen polnischer Städte der Region Schlesiens geschmückt – der Schlesiensaal.
Dieser Name wurde ihm aber erst 50 Jahre später verliehen. Als Reaktion auf die Umbenennung einer Breslauer Straße in Ostberlin musste der Rathausvorplatz 1964 seinen Namen Lauterplatz aufgeben und wurde nach der Hauptstadt der „Hauptstadt Schlesiens“ in Breslauer Platz umbenannt. Im gleichen Zuge wurde der Bürgersaal des Rathauses Friedenau mit der Benennung in ‚Schlesiensaal’ angeglichen.

Der Schlesiensaal zeigt noch heute Wappen verschiedener Städte, die der polnischen Region Schlesien/Slask angehören. Die Region Schlesien gehört seit 1945 zur Republik Polen und wurde mit dem deutsch- polnischen Grenzvertrag von 1991 auch von Seiten der Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich als solche anerkannt.

Die Mitglieder der SPD- Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Tempelhof- Schöneberg möchten die Wappen im Saal dazu nutzen, um auf die gemeinsame deutsche und polnische Vergangenheit und Zukunft der Region Schlesien hinzuweisen. Geplant ist deshalb, die deutschen Städtenamen um die polnischen auf einem Hinweisschild zu ergänzen.

Eingebracht: Februar 2008

Mehr Infos zum Verlauf der Drs 0555/XVIII gibt es hier.

Infotafel im Schlesiensaal Friedenau hängt endlich!

Nach über einem Jahr vertagung, Arbeitsgruppengründung und -auflösung, diversen Textentwürfen, verbummelten Anträgen, endlich die Tafel im Schlesiensaal.

Mehr auf unserer Website

Juni 2010

Hinweisschild im Schlesien- Saal

Mündliche ANFRAGE der Bezirksverordneten Marijke Höppner (SPD) zur Bezirksverordnetenversammlung am 16.12.2009:
1. Wurden wie von der BVV am 06.11.2008 beschlossen (Drucksache 0555/XVIII)ein Hinweisschild im Schlesien- Saal des Rathauses Friedenau angebracht, dass auf die aktuellen polnischen Städtenamen aufmerksam macht?
2. Wenn ja, wann wurde das entsprechende Hinweisschild angebracht/aufgestellt?
3. Wenn nein, wann wird das entsprechende Hinweisschild angebracht/aufgestellt?

Eingebracht: Dezember 2009

Antrag: Fußgängerüberweg schaffen

Die Bezirksverordnetenversammlung ersucht das Bezirksamt, zu prüfen, ob es möglich ist, einen Fußgängerüberweg parallel zum Fahrradüberweg in der Bundesallee am Friedrich- Wilhelm- Platz, auf der Höhe der Jugendfreizeitstätte Burg direkt zur Kirchengemeinde „Zum Guten Hirten“ zu schaffen.

Eingebracht: Juni 2008

Mehr Infos zum Verlauf der Drs 0727/XVIII gibt es hier.