„Menschen wollen nicht selbst zum Pflegefall werden “ – Zu Besuch beim Pflegestützpunkt

„Menschen wollen nicht selbst zum Pflegefall werden“, beschreibt die Mitarbeiterin des Schöneberger Pflegestützpunktes. „Deshalb meiden sie unsere Informationsstände.“ Dabei ist die Arbeit des Pflegestützpunktes eine sehr wichtige. In Tempelhof-Schöneberg gibt es zwei Standorte, einen in der Pallasstraße. Hier findet man Beratung rund um die Pflege – von pflegebedürftigen Kindern bis zu Menschen im Alter.

Spezielle Beratung wird immer wichtiger
Wichtig wird auch die spezifische Beratung besonderer Zielgruppen. So wird der Selbstdarstellungsflyer des Pflegestützpunktes zeitnah in leichter Sprache veröffentlicht, um mehr Menschen zu erreichen.
Ein weiterer Schwerpunkt wird die kultursensible Pflege. Dabei steht gar nicht die sprachliche Kompetenz im Vordergrund, sondern die Kenntnis über das Altern in verschiedenen Kulturkreisen. In besonderen Fortbildungen werden die Mitarbeitenden auf Wünsche und Ansprüche hingewiesen, die ihnen bisher nicht bekannt waren. Ziel ist es für mehr Menschen eine passgenaue Pflege zu finden, sie geeignet zu beraten und bei Problemen in der Pflege richtig helfen zu können.
Pflegestützpunkt

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch des Pflegestützpunktes in Schöneberg fand am 26. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin nahmen teil Mechthild Rawert (MdB), Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) und Dr. Jörg Tänzer (Bürgerdeputierter im Sozialausschuss).