„Mehrgenerationenhaus als Mittelpunkt des nachbarschaftlichen Miteinanders“ – Zu Besuch im Mehrgenerationenhaus Kurmärkischenstraße und im betreuten Wohnen für psychisch erkrankte Jugendliche

In der Kurmärkischenstraße Ecke Frobenstraße befindet sich eins von drei Mehrgenerationenhäuser, betrieben von der Kiezoase. Kooperation und Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders hat sich der Standort auf die Fahnen geschrieben. Egal ob beim biographischen Malprojekt, dass in einer Ausstellung im Haus mündete oder beim Austausch mit der Kindertagesstätte gegenüber – Gemeinschaftsarbeit steht hier im Mittelpunkt.

Ehrenamtliche sind der Kern des solidarischen Miteinanders
Einen besonderen Schwerpunkt hat die Kiezoase im Rahmen der Mehrgenerationehäuser Barbarossastraße, Kurmärkischestraße und Steinmetzstraße auf das Ehrenamt gelegt. Die Ehrensamtskoordinatorin koordiniert eine Börse mit Angeboten, die von der Pflege des Kiezgartens bis hin zum Einkaufen für bewegungseingeschränkte Senioren reicht. In der Barbarossastraße ist ein Raum für die Ehrenamtlichen reserviert, im dem sie Angebote wie Stellenanzeigen im Fenster finden. Immer wieder gehen Interessierte vorbei, gucken und entscheiden sich schließlich, sich zu engagieren. Wie im Kiezgarten werden auch die Ehrenamtlichen von der Kiezoase gehegt und gepflegt bzw. geschult und unterstützt.

Koralle: wunderschön und schützenswert
Unser zweiter Stopp führt uns in die Koralle. Den Namen gab sich das Projekt bewusst, denn ähnlich wie die psychisch erkrankten Jugendlichen, die in Wohngemeinschaften durch die geschulten Mitarbeitenden bei der Bewältigung des Alltags unterstützt werden, sind auch Korallen wunderschön und schützenswert, berichtete uns der Projektleiter, Herr Rosemann. Jugendliche mit Essstörungen, manisch-depressiven Erkrankungen und Bindungsstörungen haben häufig viele Maßnahmen durchlaufen, verschiedene Wohnformen ausgetestet, oder waren in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht, bevor sie im Betreuten Wohnen unterkommen. Dort werden sie mit Therapie, Beratung und angeleiteten Gruppengesprächen unterstützt. Auch im Alltag hilft ihnen geschultes Personal.
Kiezoase

Sommertour „gesund, sozial, queer“
Der Besuch in den Schöneberger Einrichtungen der Kiezoase fand am 23. August 2013 statt und ist Teil der SPD Sommertour „gesund- sozial- queer“, die organisiert wurde durch die SPD-Fraktion Tempelhof- Schöneberg. Ziel ist es mehr Aufmerksamkeit auf Gesundheits-, Sozial- und Queerprojekte zu lenken. Gerade diese Projekte spielen in der öffentlichen Wahrnehmung und gesellschaftlichen Anerkennungskultur häufig eine Nebenrolle. Dabei sind sie vielfach die Garanten für eine selbstbestimmte und selbständige Lebensführung, für Teilhabe und Partizipation. An diesem Termin Mechthild Rawert (MdB), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Kandidatin für das Europa Parlament), Jan Rauchfuß (Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg) Hermann Zeller (Sprecher für Sozialpolitik), und Marijke Höppner (Sprecherin für Frauenpolitik) teil.