GEDOK – Künstlerinnen mit Qualität

Von Melanie Kühnemann
Gedok
Die GEDOK ist der Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e. V., das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen aller Sparten und hat sein Büro im Kulturhaus Kyffhäuser Straße.
Die GEDOK wurde 1926 als Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen in Hamburg von der Mäzenin Ida Dehmel (1870-1942) gegründet. Ihr Anliegen war die Förderung künstlerischer Talente von Frauen.
Die GEDOK ist vielen natürlich ein Begriff, dennoch wollten wir mehr über die Akteurinnen und ihre Engagement herausfinden und freuten uns, dass uns am 14. August 2012 die Vorsitzende der GEDOK Berlin Frau Erika Großmann und die erste Schriftführerin Frau Dr. Anne Meckel empfingen.
Wir erfuhren, dass die GEDOK heute rund 3.600 Mitglieder in 24 deutschen Städten und Regionen hat und sich derzeitig eine neue Gruppe in Wien im Aufbau befindet. Darüber hinaus ist die vorderste Aufgabe das Werk und die Leistung von Künstlerinnen an die Öffentlichkeit zu bringen und die besondere Lebens- und Arbeitssituation von Künstlerinnen zu verbessern. Dabei setzt sich die GEDOK für die geschlechtergerechte Gestaltung aller Bereiche künstlerischen Schaffens ein und engagiert sich über nationale und internationale Kultureinrichtungen, politische Gremien, Verbände und Multiplikatoren für ihre Mitglieder. Die GEDOK bietet ihren Mitgliedern ideelle und finanzielle Hilfe durch das Engagement ihrer Kunstförderer, Männer und Frauen.

Die GEDOK unterstützt die Künstlerinnen durch aktive Mitarbeit bei allen Veranstaltungen und präsentiert sich der Öffentlichkeit durch interdisziplinäre Kunstprojekte, internationale Wettbewerbe, Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Performances, Podiumsdiskussionen und wissenschaftliche Symposien. Es werden zudem Kataloge, Dokumentationen sowie Anthologien, CDs und DVDs publiziert.

Da die GEDOK sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden sowie projektgebundenen Zuschüssen finanziert, sind Förderinnen und Förderer jeder Zeit willkommen.
Bei unserem Gespräch erfuhren wir, dass die Aufnahme in die GEDOK über die Regionalgruppen erfolgt und hohe Hürden dabei genommen werden müssen. Im Durchschnitt schaffen dies nur zwei bis drei Künstlerinnen pro Jahr.
Im Moment sucht die GEDOK Berlin neue Räumlichkeit, die auch kleinere Ausstellungen und Vernissagen ermöglichen. Besonders gefreut hat es uns, zu hören, dass die GEDOK Berlin in jedem Fall in Schöneberg bleiben will.
Bei der Suche nach einem passenden Ladengeschäft sind wir natürlich gerne behilflich.