Auf Tour in Tempelhof

Jugendhilfe-Sommertour Tempelhof am 8.8.2012

Als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss besuche ich im August die sieben Regionen der Jugendhilfe (Schöneberg Nord, Schöneberg Süd, Friedenau, Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde und Lichtenrade), um mir einen besseren Eindruck des Sozialraumes und der Angebote und Bedürfnisse für Kinder und Jugendliche machen zu können. Die zweite Sommertour führte mich in der Region Tempelhof durch die Einrichtungen des Nachbarschafts- und Familienzentrums der Ufa Fabrik wie den Kinderbauernhof, das Familienzentrum, die Kita MaRiS und die Ganztagsbetreuung der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld, in den Lindenhof, um die Kindertagesstätte, den Jugendclub und das ansässige Netzwerk kennenzulernen, in die Jugendeinrichtungen Bose-Club, Cafe Albrecht (mit dem Kooperationsprojekt Tik e.V.) und in das Jugi Hessenring.
Bauernhof [Kinderbauernhof]
Das Nachbarschafts- und Familienzentrum der Ufa-Fabrik (NUSZ) ist ein Träger vieler sozialer Einrichtungen. Das Familienzentrum bietet in den neu gestalteten und renovierten Räumen Kurse für junge Mütter und Frauen. Inklusionsangebote finden sich genauso wie Rückbildungsangebote für Mütter. Kinder bis 14 Jahre können den Kinderbauernhof in der offenen Jugendarbeit besuchen. Patenschaften mit Kaninchen, Meerschweinchen und Hühnern können eingegangen werden. Außerdem wird Hausaufgabenhilfe, Tanzen und Ponyreiten angeboten. Für Mädchen wurde auf dem Gelände des Kinderbauernhofes in einem Bauwagen ein selbstverwalteter Rückzugsort geschaffen.
Die Kita MaRiS schwebt wie ein Raumschiff in der Manfred-von-Richthofen-Straße. 205 Kinder werden in Gruppen von 12 bis 16 Kindern betreut. Kooperationen mit der anliegenden Grundschule „Grundschule auf dem Tempelhofer Feld“ unterstützen den ganzheitlichen Bildungsansatz der Kindertagesstätte. Im offenen Ganztagsbetrieb kooperiert NUSZ mit der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld und der Tempelherren Grundschule.
Kita Maris [Kita MaRiS, Manfred-von-Richthofen-Straße]
Der Lindenhof stellt einen in sich geschlossenen Sozialraum dar; Kindertagesstätte, Ganztagsbetreuung, Schule und Jugendfreizeiteinrichtung arbeiten eng zusammen. Steigende Kinderzahlen in Kita und Schule machten die Betreuung in den bestehenden Einrichtungen unmöglich. Um die Übergangslösungen mit Containern auf dem Schulhof zu umgehen, werden umfassende Umbaumaßnahmen durchgeführt, die es ermöglichen alle Kinder an einem Standort unterzubringen und eine Durchmischung der Altersstufen zu erreichen. Die JFE im Lindenhof wechselt die Trägerschaft und wird in die Hände des Nachbarschaftsheim Schöneberg übergeben, so dass die Angebote von Schule, Ganztagsbetreuung und Jugendfreizeiteinrichtung auf die veränderten Bedingungen abgestimmt werden können und ein aufeinander aufbauendes Angebot kreiert werden kann. Im Netzwerk Lindenhof schließen sich Akteure aus dem Lindenhof zusammen wie Wohnbaugesellschaft, Schule, Jugendhilfe, Polizei, Senioreneinrichtung, etc. um strategisch die Lebenssituation der Menschen vor Ort zu verbessen, sich auszutauschen und zu vernetzen.
In der Bosestraße 6 befindet sich der Bose-Club. Als Gemeinschaftsprojekt des Bezirksamtes, NUSZ und K*I*D*S e.V. bietet der Bose-Club ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche. Dabei bietet die Umgebung mit Spielplatz und Fußballkäfig viele Möglichkeiten.
Das Ev. Jugendzentrum Cafe Albrecht hat seinen Schwerpunkt für Jugendliche im Bereich der Bandarbeit. Gemeinsam mit dem Träger Tik e.V. bieten sie auch verschiedene Angebote für Kinder an.
Der Jugi-Hessenring ist eine bezirkliche Jugendfreizeiteinrichtung in Neu-Tempelhof. Neben Hausaufgabenbetreuung, Tischtennis-Zeiten, geschlechter-differenzierten Computerangeboten, Koch- und Back-Aktionen sowie (Theater-)Schminkkursen, bietet der Jugi-Hessenring einen großen Veranstaltungssaal mit Bühne. Zur Förderung von Mädchen dienen besondere Angebote und ein gemeinsam gestalteter Mädchenraum.
Jugi-Hessenring [Jugi-Hessenring]