Archiv für November 2011

CrossKultur 2011 – Ein vielfätiges Programm

Der internationale Tag für Toleranz am 16. November und der internationalen Tag des Migranten am 18. Dezember bieten den Rahmen für eine
außergewöhnliche bezirkliche Kulturveranstaltung: CrossKultur2011.

Ausgehend davon, dass ein Drittel der Tempelhof-Schöneberger Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat, will CrossKultur ein ulturprogramm bieten, dass über die üblichen Kulturangebote hinaus geht. Die Integrationsbeauftragte Gabriele Gün Tank sagt es so: „CrossKultur versucht der Vielfalt, den unterschiedlichen Identitäten im Bezirk, Raum zu geben.“ Dabei wird auf kulturelle Ebene sichtbar gemacht, was interkulturell in Tempelhof-Schöneberg geleistet wird.

Das Programm bietet wieder viel unterhaltendes: Kinovorführungen, Lesungen, Musik, interkulturelle Stadtführungen und Diskussionen bietet das
Programm. Zum Beispiel zeigt die Urania am 7. Dezember Alamanya, am 5. Dezember liest Sineb al Masrar aus Muslim Girls, bei der beliebten Dolmus Tour wird der Bezirk am 16. Dezember unter der Überschrift „Interkulturalität“ erkundet und Vieles mehr.

Der Abschluss-Event findet am 17. Dezember in der Weißen Rose statt. Dort wird in den internationalen Tag des Migranten hineingefeiert. Mehr erfahren Sie unter: http://www.cross-kultur.de.

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Tempelhof-Schöneberg besucht gemeinsam eine Veranstaltung der Reihe CrossKultur2011. Mehr dazu finden Sie hier.

„Gemeinsam für einen sauberen Kiez“ – OLGA räumt mit 29 Prostituierten den Kurfürstenkiez auf

Am Don­ners­tag, den 17. No­vem­ber rief der Frau­en­treff Olga zu einem neu­ar­ti­gen Pro­jekt auf: Ge­mein­sam mit 29 Pro­sti­tu­ier­ten der Kur­fürs­ten­stra­ße wurde der Kiez ge­putzt. Ziel war es ein Zei­chen zu set­zen, dass auch die Pro­sti­tu­ier­ten Wert auf einen sau­be­ren Kiez legen. Micha­e­la Klose, Lei­te­rin des Frau­en­treff Olga er­klärt dazu: „Häu­fig wird auf Ver­an­stal­tun­gen rund um den Kur­fürs­ten­stra­ßen­kiez ein Thema von den An­woh­nern und An­woh­ne­rin­nen an­ge­spro­chen.“ Ge­meint ist der Müll, der teil­wei­se mit der Stra­ßen­pro­sti­tu­ti­on auf­tritt. Dies sei laut Klose auch ein Thema, wel­ches die Pro­sti­tu­ier­ten sel­ber oft stört! „Auf An­re­gung der Sex­ar­bei­te­rin­nen wur­den schon klei­ne Müll­tü­ten­work­shops beim Street­work ab­ge­hal­ten, was immer wie­der zu mehr Sau­ber­keit im Kiez führ­te.“
Die „Müll­tü­ten­work­shops“ boten die Grund­la­ge für ein neues Ak­ti­ons­pro­jekt, das ge­mein­sam mit en­ga­gier­ten Eh­ren­amt­le­rin­nen durch­ge­führt wurde. Street­wor­ke­rin­nen und Sprach­mitt­le­rin­nen ko­ope­rier­ten, um ge­mein­sam den Müll ein­zu­sam­meln. Die vor­ge­se­hen „freund­li­che Be­ste­chung“ mit einem Stück Ku­chen war in den meis­ten Fäl­len gar nicht nötig, be­rich­te­te Frau Klose. Die Ar­beit un­ter­bra­chen die Sex­ar­bei­te­rin­nen. Die Aus­ga­be­stel­le für Müll­tu­ten, In­fo­ma­te­ri­al, Kaf­fee und Ku­chen wurde zum An­zie­hungs­punkt für in­ter­es­sier­te An­woh­ner und An­woh­ne­rin­nen, die gern ins Ge­spräch mit den Mit­ar­bei­te­rin­nen von Olga und den Pro­sti­tu­ier­ten kom­men woll­ten. „Eine rund­um ge­lun­ge­ne Ak­ti­on, die vor allem die Men­schen zu­sam­men­brach­te und einen blank ge­putz­ten Kiez hin­ter­ließ!“, sagte Micha­e­la Klose ab­schlie­ßend.

Olga_Putzaktion

Mehr zu Olga, fin­den sie hier: http://​www.​drogennotdienst.​de/​content/​wirbieten/​wb_​angebotefrauen.​html

Dreamvision – Kunst als Aufbau neuer beruflicher Perspektiven

Am 07. November 2011 wurde die Ausstellung „DREAMVISION, 11 Dreams, Dreams…“ unter der Schirmherrschaft von Frau Angelika Schöttler,
Bezirksstadträtin für Familie, Jugend, Sport und Quartiersmanagement, um 16 Uhr im Foyer des Rathauses Schöneberg eröffnet zu dürfen!

Präsentiert werden Bilder und andere Arbeitsergebnisse von drei Kunstprojekten entstanden in den Jahren 2009 – 2011 im Frauentreff Olga, eine
Einrichtung des Notdienst Berlin e.V., der sich als Suchthilfeträger um drogenabhängige Menschen und ihre Angehörigen in Berlin kümmert. Ob Café, Rechtsberatung, medizinische Versorgung oder Kleiderspenden, in jedem Fall ist das „Olga“ in der Kurfürstenstrasse ein Rückzugsort , an
dem seit 2009 von Anita Staud (Künstlerin) ein zusätzliches Angebot realisiert wurde.

In der Presseerklärung beschreibt die Künstlerin: „Das Kunstprojekt „Dreamvision“ bedeutet, Prostituierte und drogenkranke Frauen mit Hilfe künstlerischer Methoden zum Aufbau neuer beruflicher Perspektiven zu motivieren und Hilfestellung zu geben zur Förderung der beruflichen Handlungsfähigkeit mit Thema und Ziel: Ausstiegsorientierung.
So konnten im Verlauf der letzten drei Jahre eigene Ressourcen entdeckt, neue Ideen entwickelt, technische Fertigkeiten geübt werden: Es entstand ein Katalog mit Bild und Text im Jahre 2010 über die Förderung durch Stärken vor Ort, 2011 eine (Kunst)-Zeitschrift während des Projektzeitraums von LSK und die Zeichnungen und Malereien, die jetzt im Rathaus Schöneberg ausgestellt werden.
Zu einem Schwerpunktthema entwickelte sich die Mandala-Malerei, die von den Teilnehmerinnen begeistert aufgenommen wurde. Das Wort Mandala kommt sprachlich aus dem Alt-indischen, dem Sanskrit und bedeutet „Kreis“. Die Form eines kreisförmigen oder auch quadratischen Gebildes mit dem Zentrum in der Mitte kam im religiösen Kontext vieler Kulturen vor, wurde bei Ritualen verwendet oder
diente der Meditation. In jüngerer Zeit entdeckte C.G. Jung eine positiv – ausgleichende Wirkung auf den Menschen und führte das Malen von Mandalas in die Psychotherapie ein.“

Die Ausstellung läuft vom 8. November bis 4. Dezember 2011 und ist von Montag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. (John-F.-Kennedy-Platz 1, 10820 Berlin).

Vor­bild­lich und lei­den­schaft­lich für die För­de­rung von Ge­nos­sen­schafts­grün­dun­gen für Frau­en

Unter dem Motto „Ge­nos­sen­schaf­ten – ein tra­di­ti­ons­rei­ches Wirt­schafts­mo­dell mit in­no­va­ti­ver Kraft“ wur­den drei Ge­nos­sen­schaf­ten mit dem dies­jäh­ri­gen In­no­va­ti­ons­preis der SPD aus­ge­zeich­net.
Eine der Preis­trä­ge­rin­nen: die Wei­ber­Wirt­schaft – Stand­ort für Che­fin­nen! „Große Freu­de in der Wei­ber­Wirt­schaft! Wir sind eine von drei Preis­trä­ge­rin­nen des In­no­va­ti­ons­prei­ses der SPD.“, lässt sich auf http://​www.​weiberwirtschaft.​de/​ lesen.
Die Ge­nos­sen­schaft Weiber.​Wirtschaft ist das größ­te Grün­de­rin­nen­zen­trum Eu­ro­pas, an­ge­sie­delt in Ber­lin-​Mit­te. Mit dem Ziel In­itia­tiv­kraft, wirt­schaft­li­che Po­ten­zia­le und die Un­ter­neh­mens-​Lust von Frau­en zu bün­deln, gibt die Ge­nos­sen­schaft Frau­en Raum – im krea­ti­ven Sinne, denn es geht um den Aus­tausch von Ideen und im wört­li­chen Sinne, denn die An­kla­mer­stra­ße 38-40 ist auch ein Ge­wer­be­stand­ort und Ta­gungs­zen­trum. 1600 Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen haben sich dem Pro­jekt schon an­ge­schlos­sen. Seit 1996 ist die Tem­pel­hof-​Schö­ne­ber­ger So­zi­al­de­mo­kra­tin Mar­grit Zau­ner Mit­glied des Auf­sichts­ra­tes.

Weiberwirtschaft

Zu den Preis­trä­gern zäh­len neben der Wei­ber­Wirt­schaft die in­no­va eG und die Netz­kauf EWS eG.
Mehr unter In­for­ma­tio­nen fin­den Sie unter http://​www.​spd.​de/​aktuelles/​Pressemitteilungen/​18688/​20111101_​innovationspreis.​html

Presseerklärung: Vielfalt und Toleranz, statt rassistischer Hetze

Die SPD- Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg begrüßt das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes vom 23. November 2011, der rechtspopulistische und rassistischen Partei Pro Deutschland keinen Raum für Ihre Bundesversammlung im Gemeinschaftshaus Lichtenrade zu gewähren.
„Die SPD spricht sich für ein vielfältiges und tolerantes Leben in Tempelhof-Schöneberg aus“, so die Fraktionsvorsitzende Elke Ahlhoff. „ Menschen, unabhängig von sozialer oder ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Lebensweise sollen in Tempelhof-Schöneberg frei und unbeschwert leben können. Die Positionen der selbsternannten Bürgerrechtsbewegung Pro Deutschland widersprechen unserem Leitbild eines gleichberechtigten Miteinanders,“ führt Ahlhoff aus.
Tempelhof-Schöneberg sollte ein zweites Mal zum Austragungsort einer bundesweiten Versammlung der rechtspopulistischen und islamfeindlichen Partei werden. Unter dem Deckmantel Demokratie und Bürgerrechte werden rassistische und menschenfeindliche Positionen verbreitet. Mit dem Vertretungsanspruch für Frauen und homosexuelle Menschen wird Pro Deutschland zum Hauptankläger des Islams. Ziel der Rechtspopulisten ist ein exklusives „christlich-jüdisches Abendland“ zu schaffen, dass den „Feind“, den Islam und Menschen muslimischen Glaubens sowie Menschen mit Migrationshintergrund ausgrenzt. Sicherheitswahn und Diskriminierung sind gewollte Ergebnisse ihrer Politik.
Abschließend dazu die Bezirksverordnete der SPD, Marijke Höppner: „Wir nehmen die Positionen der rechtspopulistischen Partei als einen gezielten Angriff auf das gleichberechtigte Miteinander in Tempelhof-Schöneberg wahr und stellen dem einen respektvollen Umgang mit den Menschen im Bezirk und Toleranz entgegen!“ Und weiter: „Wir sind froh, dass die geplanten Aktivitäten der SPD gemeinsam mit der Kampagne Zusammen handeln! gar nicht erst durchgeführt werden müssen.“

Presseerklärung: Nein zu Gewalt an Frauen – Frei leben – ohne Gewalt

Die SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg ruft zur Teilnahme an der Fahnen-Hiss-Aktion anlässlich des internationalen Aktionstages „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November um 12 Uhr vor dem Rathaus Schöneberg auf.
Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und die Frauenbeauftragte Tempelhof-Schönebergs, Ursula Hasecke, möchten durch das Hissen der Fahne die öffentliche Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Formen von Gewalt gegen Frauen richten.
„Opfer von häuslicher Gewalt werden einem sich stetig wiederholenden Kreislauf der Gewalt ausgesetzt. Ihnen widerfährt physische, psychische und sexuelle Gewalt meist mehrfach, bevor sie sich eigenständig bemühen können aus einer Gewaltbeziehung auszubrechen. Daher ist die Früherkennung von häuslicher Gewalt zum Schutz der Opfer besonders wichtig“, so die Sprecherin der SPD-Fraktion für Frauenpolitik, Marijke Höppner
Die SPD sieht daher die Ärztinnen und Ärzte der Notaufnahmen und Hausarztpraxen als erste Anlaufstelle von verletzten Frauen in der Verantwortung in enge Kooperation mit den Beratungseinrichtungen zu treten, um Frauen aus dem Teufelskreis Gewalt zu helfen.

Die Fahnen-Hiss-Aktion findet am Freitag, den 25.11.2011, um 12:00 Uhr vor dem Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz statt.